Herzlich willkommen !

 

Logo KuK-VerlagKatz’ und Eule sind meine Lieblingstiere. „K u K“ steht für „konservativ und kreativ“. Ich denke, ich bin beides: Nur wer verwurzelt ist im Alten, wer bewahrt, was daran gut ist, hat den Halt, kreativ das nötige Neue zu schaffen.

 

Das Wichtigste im Leben ist, sich um sein Eigenes zu bemühen und dabei offen, locker und freundlich zu bleiben. Vielleicht passen Ihr und mein Eigenes zusammen, vielleicht können wir uns gegenseitig anregen und stärken. Zu meinem Eigenen erfahren Sie mehr in der Rubrik Persönliches.

Lesen Sie bitte auch meine Gedankensplitter.

Der Aufsatzpakt – siehe unter Aktuelles!

Mein neues Buch “Die ungezogene Gesellschaft und ihre Herausforderungen” ist erschienen.

Und nun sind auch meine beiden Bücher “Erziehen? Aber ja!” und “Zwölf Gesetze der Erziehung” überarbeitet und zusammengefasst im neuen Doppelband Erziehen – Hickethiers Ratgeber  herausgekommen.

Ich höre in letzter Zeit öfter, dass das Bestellformular nicht funktioniert. Dann bestellen Sie bitte über meine E-Mail-Adresse: ralfhickethier@web.de - vergessen Sie dort bitte nicht, Ihre Adresse anzugeben.

Zwei Lesermeinungen:

Familie W. aus der Lausitz:

Hallo, meine Hochachtung, da gibt es noch mehr Menschen, die erkennen, wie wichtig Regeln für die Heranwachsenden sind. Aber es ist doch viel einfacher für die Eltern, über alles “drüberweg zu
gehen”, als sich mit etwas auseinanderzusetzen und ganz wichtig: selbst Vorbild zu sein ist auch nicht immer einfach, sondern doch wohl schwieriger. Ich habe versagt und es nicht geschafft, meine Kinder von diesem Wahnsinn der Erziehungsmethoden, die zu uns nach der Wende geschwappt sind, abzubringen. Wie kann ich jetzt andere von der Richtigkeit unserer Philosophie überzeugen?
Das Motto meiner Kinder für die Enkelkinder war: “Die Kinder müssen von allein begreifen, was gut für sie ist!” Zu nichts wurden sie gezwungen… Ergebnis : Es gibt keinen Familienzusammenhalt mehr, keine gemeinsamen Geburtstagsfeiern…, die Kinder meiner Tochter kennen ihre Oma kaum…
Ich sage Ihnen, der Zug ist weg: Die allermeisten Menschen haben festgestellt, dass sie mit wenig Anstrengung auch durch das Leben kommen - warum sich also überhaupt die Mühe machen und darüber nachdenken?
Zum großen Glück habe ich noch einen Partner kennengelernt, der unsere Auffassungen über Erziehung teilt. Aber das wird die Menschheit nicht mehr retten… Da sind wir wieder bei Karl Marx: Der Kapitalismus wird sich selber richten. Dummheit ist gefragter denn je, nicht etwa Klugheit…
Bleiben Sie wie Sie sind, standhaft und unnachgiebig.

Frau U. aus Dresden:

Nach der Wende zog ich mit meinen beiden Kindern, damals 6 und 4 Jahre alt ,in die “alte Bundesrepublik”. Neben allem Schönen, was ich dort erlebte, war es doch für mich ein Kulturschock. Ich erlebte Kinder, die völlig lustlos und unmotiviert in den Tag lebten (mir ist so langweilig), die nicht grüßten, wenn ich ihre Familien besuchte. Die Tochter der Mutter antwortete, als ich sie bat, den Tisch mit abzuräumen: “Und wenn ich aber keine Lust habe?”. Ich erlebte eine lustlose,
gelangweilte, unmotivierte Kindergesellschaft ohne Pflichten und Aufgaben über das Allernotwendigste hinaus. Daneben Eltern (vor allem hoch gebildete), die nicht fähig und in der Lage waren, die selbst keine Lust noch Interesse hatten, ein gemeinsames, spannendes Familienleben zu gestalten. Jeder war vornehmlich hauptsächlich nur mit sich selbst beschäftigt, eine Gemeinschaft von einzelnen Selbstdarstellern ohne empathische Fähigkeiten, ohne Interesse am seelischen Wohlbefinden des Anderen. Alles drehte sich hauptsächlich nur um das eigene, narzisstische Wohlbefinden. Von meinen Kindern selbst bekam ich nun Antworten wie: “Ich brauch’ nichts zu machen, was ich nicht will”, “du darfst mich zu nichts zwingen”.

Es entwickelte sich bei uns zu Hause eine “Diskussionsgesellschaft”. Unendliches Geschwafel um eigentlich selbstverständliche, grundlegende Dinge des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie bitte und danke sagen, grüßen etc.etc.. Das eigene Ich wurde laut und aggressiv verteidigt. Irgendwann, erkennend, was mit meinen Kindern und demzufolge mit unserem Familienleben geschah, beschloss ich, das “Zepter” wieder selbst in meine Hand zu nehmen. Ab da an hieß es, “die Fürstin” bin ich. Und keine Diskussionen mehr um grundlegende, allgemeingültige Dinge.

Es kam zum Palastaufstand. Aber es kehrte bald Frieden ein. Und ich denke, dass Kinder glücklicher sind, mehr lachen, gern mehr Streiche aushecken, die konsequent geführt und streng kontrolliert werden, aber mit Liebe. Sie sind entspannter. Und die Liebe ist der Hauptpfeiler in der zwischenmenschlichen Beziehung. Und Hierarchie, welch ein antikes Wort, aber hochaktuell. Hierarchische Strukturen müssen wieder gelebt und erlernt werden, ebenso wie Respekt und Achtung. Wer das nicht lernt, hat es schwer im Leben. Ich denke dabei an die aktuellen Ausschreitungen gegenüber Staatsorganen. Und geführt zu werden kann für Menschen, die nicht stark sind, die nicht die Kraft haben, immer und immer wieder zu kämpfen, auch Schutz und Geborgenheit bedeuten.
Denn die, die führen, tragen die Verantwortung, was wieder eine Grundhaltung bei ihnen voraussetzt, den Willen für das Wohlergehen der Gemeinschaft zu sorgen. Unsere Gesellschaft macht (noch) Solidarität aus. Und mit einer Gesellschaft aus Narzissten [sich nur selbst liebenden Individualisten - R.H.] funktioniert das nicht. Herzlichst!