Gedankensplitter III (06/2018 – …….)

 


Meine ersten Gedankensplitter (I) habe ich im Mai 2006 zu schreiben begonnen und in längeren Abständen bis zum Juli 2017 fortgesetzt. Dann wurde ich immer schneller und die Unterseite Gedankensplitter II war schon im Mai 2018 voll. Wofür ich früher elf Jahre brauchte, war jetzt schon in 10 Monaten gefüllt. Ich fürchte, bei den Gedankensplittern III geht’s noch schneller.

Wer aufhört, seinen Gedanken eine Form zu geben, sie also auszudrücken, um sie als  Ausgangspunkt und geistiges Material dem eigenen und fremden Weiterdenken zur Verfügung zu stellen, ist seelisch tot. Vielleicht kann der eine oder andere etwas damit anfangen. Abgesehen davon, ist es für mich selbst wichtig, für meine eigene Psychohygiene, aufzuschreiben, was mir auf der Seele liegt.  

 

274. Die „Fake-News“ und alternativen Wahrheiten der politisch Korrekten (14.10.2018)

Ich sollte die Regionalzeitungen doch nicht gering schätzen. Jetzt bringt die Leipziger Volkszeitung nach dem Interview mit Hans-Joachim Maaz vom 05.09.2018 (Nicht die Sachsen, sondern ihre Kritiker gehören auf die Couch → 259. Gedankensplitter) ein Interview mit dem renommierten Lungen- und Bronchialspezialisten Prof. Heinz Dieter Köhler (LVZ vom 12.10.2018, S. 4).

Ich habe das Interview verlinkt, Sie können es in Gänze nachlesen. An dieser Stelle nur die aussagekräftigsten Sätze:

Das Problem, um das wir uns kümmern müssen, ist nicht Stickoxid, sondern die CO 2-Belastung. Und die wird sich durch das Herausdrängen der Dieselfahrzeuge eher verschärfen, weil die Leute nun vorrangig auf Benziner umsteigen werden. Das läuft allen Klimaschutzzielen völlig entgegen: Diesel haben nun mal durch die höhere Verbrennungstemperatur und den besseren Wirkungsgrad einen etwa 20 Prozent geringeren CO 2-Ausstoß als Benziner.“

Wir haben aktuell ja einen gewissen Aktionismus, weil wir nun mal die Rechtsordnung haben, die einklagbar ist und da entstehen dann diese Klimmzüge. … Das Schlimme daran ist nur, die Kommunen geben jetzt viel Geld aus für allerlei unsinnige Maßnahmen, während an anderen Stellen, wie im sozialen Bereich, das Geld fehlt.“

… Der Grenzwert an Hauptverkehrsstraßen wird ja zunehmend zum Politikum, einige fordern ja sogar schon die weitere Verschärfung auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter. Nur zum Vergleich: Wenn Sie zu Hause vier Kerzen im Zimmer anzünden, haben Sie schon 200 Mikrogramm NO 2 pro Kubikmeter. Studien an gesunden Menschen im Kurzzeitversuch haben bis 3000 Mikrogramm keine Effekte gezeigt. Deshalb ist die maximale NO 2-Konzentration an Arbeitsplätzen in Deutschland immer noch bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter. In der Schweiz liegt sie sogar bei 6000 Mikrogramm.“

… Es gibt zwar verbindliche Richtlinien, aber sie werden wohl sehr unterschiedlich ausgelegt. Der vorauseilende Gehorsam war leider immer schon eine deutsche Tugend.“

Moderne Diesel mit Adblue-Technologie sind schadstoffarm und von ihrem Wirkungsgrad und ihrer Energiedichte einfach nicht zu toppen. Und spätestens wenn synthetische Kohlenwasserstoffe zur Marktreife kommen, wird sich zeigen: Der Diesel ist eine zukunftsweisende Technologie.“

Deutschland ist weltweit führend bei der Entwicklung dieser Technologie. Das ist seinen Konkurrenten, die den Anschluss verloren haben, ein Dorn im Auge. Dem Fuchs gleich, der davon redet, dass die Trauben zu sauer seien – in Wirklichkeit hängen sie ihm bloß zu hoch -, tun sie alles, um den Diesel schlecht zu reden, damit er für alle Zeit erledigt ist. Und wer ist am eifrigsten dabei? Die deutsche Umwelthilfe und ihre Handlanger!

Die Deutschen sind schon ein besonderes Völkchen: Eifrig, sogar übereifrig dann, wenn es um die Abschaffung der eigenen Bedeutung geht.

 

273. Die große Wirkung der Metaphern (11.10.2018)

Die Sprache birgt den Erfahrungsreichtum der Geschichte eines Volkes. Das ist halbwegs verständlich, sagt den meisten aber nicht besonders viel. ‘Wenn wir den Mund aufmachen, reden immer zehntausend Tote mit’ (Hugo von Hofmannsthal).

Das ist genau der gleiche Gedanke, nur sprachlich anders ausgedrückt, schon deutlicher, oder? Die Art der Formulierung – und Formulierung heißt, einem Gedanken eine bestimmte sprachliche Form, Gestalt oder Figur zu geben, ihn durch den ‘Stempel’ einer bestimmten Sprachform besonders zu ‘prägen’ – beeinflusst entscheidend, ob und wie wir diesen Gedanken, diesen Inhalt verstehen.

Wenn ich eben zum Beispiel zu dem Wort ‘Form’ noch die Worte ‘Gestalt’, ‘Figur’ und ‘prägender Stempel’ hinzugefügt habe, so ermöglicht doch jedes dieser Worte einen besonderen Zugang zum Gemeinten und bereichert das, was man bereits durch ein Wort verstanden hatte.“ (Das hatte ich in den Oldenburger Vor-Drucken 108/90, S. 3 geschrieben.)

Heute habe ich dieses Heft wieder hervorgeholt, weil mir nicht aus dem Kopf geht, was der Papst gestern zur Abtreibung sagte:

Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen.“

Auf einmal wird mit einem Schlag klar, wie hohl die linke Meinungsführerschaft ist: Selbstverwirklichung durch Auftragsmord. Es ist mein Bauch, ich entscheide darüber, was in ihm wächst, denn ich bin mein eigener Gott. Wenn aber Leben einmal entstanden ist, erst recht menschliches, ist es heilig, und es kann nicht abgetrieben werden, bloß weil es nicht in die Lebensplanung von Mutter und/oder Vater passt.

Genau das hatte ich übrigens auch schon geschrieben in der Sächsischen Zeitung vom 20.12.2012: „Maria hat auch keiner gefragt, ob ein Kind gerade passt“; mir fehlte allerdings die päpstliche Metapher, die mit einem Mal den Kern des Problems verdeutlicht (mir hätte sie die Redaktion wahrscheinlich auch nicht durchgehen lassen, zum Glück ist Papst Franziskus sein eigener Redakteur).

Auch eine wunderbare Metapher, eine Relation sprachlicher Bilder, ist, was Heinrich von Kleist so formulierte: 

“Die Sprache ist das Schwungrad auf der Achse der Gedanken.”

Dieser eine Satz sagt mehr als ein ganzer Fachartikel.

 

272. Die Deutschen machen schlapp und die Griechen übernehmen (10.10.2018)

Ist das nicht umgedreht? Hören wir solche Geschichten nicht oft über die „bösen“ deutschen Konzerne in Griechenland?

Was ich meine, sind Gaststätten in Deutschland. Es gibt kaum noch deutsche Speisegaststätten und Kneipen, aber immer mehr Griechen, Italiener, Thailänder, Vietnamesen. Und ich muss sagen, die meisten, die ich kenne, sind gut. Warum schaffen sie etwas, was den Deutschen nicht mehr gelingt?

Wenn Deutsche darauf bestehen würden, in ihren Gaststätten in allen verantwortlichen Positionen Deutsche zu beschäftigen, wäre das irritierend, und ich selbst wüsste nicht, wozu das gut sein soll. Sie haben sowieso keinen Zusammenhalt, keinen Familiensinn, auch keinen landsmannschaftlich-nationalen. Dann brauchen sie auch nicht darauf zu achten, dass das Stammpersonal deutscher Herkunft ist bzw. sich erst später diese Mentalität zu eigen machte, was noch mehr wert wäre, als sie von vornherein automatisch gehabt zu haben.

Das ist ähnlich wie bei der Selbstbeherrschung und Gelassenheit. Ist jemand von Natur aus phlegmatisch, ist es keine Kunst, gelassen und selbstbeherrscht zu sein. Diese Persönlichkeitseigenschaften werden aber sehr wertvoll, wenn jemand eigentlich und ursprünglich heißblütig ist. Seine Vitalität liegt dann auch noch einer erlernten Selbstbeherrschung zugrunde und “schimmert” durch sie hindurch. Offenkundig ist das selbst Erarbeitete, das das ursprüngliche Eigene einbinden und einverarbeiten kann und damit seine Energie für das neu Gelernte kultiviert, viel mehr wert als das einfach Vorgefundene. Das hier jetzt aber nur nebenbei.

Etwas kulturell Eigenes, ob als Herkunft vorgefunden oder erarbeitet, darf es für die Deutschen in Deutschland nicht geben, schon gar nicht in ihren Gaststätten.  

Warum finden wir es dann aber normal, dass bei den Griechen das Stammpersonal griechisch ist und bei den Italienern das Ihre italienisch? Klar, wir gehen ja gerade deswegen zum Griechen oder Italiener, weil wir dort nicht nur die typischen Speisen und Getränke dieser Nationalität erwarten, sondern auch die dazugehörigen Menschen, die sie zubereiten und servieren. Und das schafft offenbar einen Zusammenhalt und eine Motivation, einen Willen und eine Kraft, sich gegen widrige Umstände zu behaupten, die den Deutschen immer mehr verlorengeht.

Wenn’s nach denen geht und vor allem ihren Eliten, müsste es in Deutschland immer mehr heißen: Wir gehen zum „Europäer“ und bei jedem „Europäer“ gibt es das Gleiche wie beim anderen, erst dann wären sie zufrieden. Aber diese Läden würden auch bald schlapp und zu machen und übrig bleiben die, die sich mit ihrem Eigenen behaupten wollen und können, selbstbewusst und trotzdem charmant und freundlich.

Ich habe heute gerade wieder beim Griechen in meiner neuen Wohnumgebung gespeist. Es gibt ja nichts anderes, aber ich bin sehr zufrieden. Neben dem Essen und dem Wein gefällt mir die griechische Musik. Glücklich sind die Völker, die ihre eigene Musik behalten haben und nicht auf US-amerikanische Allerweltskultur niedergetrimmt wurden in dem irrigen Glauben, dass das nun “internationale” Musik wäre. Das glauben doch nur die Amerikaner selber und ihre hörigen Vasallen, was zuerst die Deutschen sind, führergläubig wie immer. Sie wollen auch diesmal die besten sein, in diesem Fall als Vasallen.

Auch die Ungarn haben ihre eigene Musikkultur gerettet. Ich bewundere sie wie die Griechen. Die Deutschen, die und wenn sie sich kulturell aufgeben, haben nichts Besseres verdient, als dass sie sich zu Tode blechen.

 

271. Deutsch-Land, zweimal pervers (09.10.2018)

Pervers“ heißt verkehrt herum oder „auf den Kopf gestellt“.

1. Gerade habe ich im ZDF eine Dokumentation über die Familienfirma „Bahlsen“ gesehen. In Polen gibt es ein großes Zweigwerk. Die „Scorpions“ aus Hannover fahren dorthin und singen „Wind of changes“. Eins ist butterklar: Die Repräsentanten der deutschen Mutterfirma singen natürlich – selbstverständlich nicht! – etwas Deutsches. Die polnische Belegschaft empfängt sie mit einem polnischen Volkslied. Klaus Meine von den Scorpions ist so gerührt, dass ihm dieses Lied nicht aus dem Kopf geht. Er singt zum ersten Mal als Scorpion und Deutscher etwas nicht Englisches, natürlich – selbstverständlich nicht! – etwas Deutsches. Wo kämen wir denn da hin!? Eventuell zu einem normalen Verhältnis zur eigenen Nation, so wie es die polnischen Mitarbeiter zu ihrer haben.

Alle sind zutiefst gerührt über dieses schöne Volkslied in der Muttersprache der Beteiligten. Nicht aller, natürlich nicht der Deutschen oder doch, denn deren Muttersprache ist ja inzwischen in Wirklichkeit womöglich Englisch geworden.

2. Horst Hensel, ein gestandener Lehrer, Praktiker, aber auch promovierter Pädagoge, der bis zum „bitteren Ende“ seinem Beruf treu blieb, hat ein beeindruckendes Buch geschrieben: „Runterricht“, herausgekommen bereits 2013; in der deutschen Öffentlichkeit ist es immer noch nicht angekommen. Jedem, der es liest, kann Angst und Bange werden. Horst Hensel kann seinen Enkeln nicht empfehlen, Lehrer zu werden, sagt er in einem Interview in diesem Jahr, obwohl er es selbst mit Leib und Seele war. Das sagt alles: Resignation.

Die politisch Etablierten sind dabei, dieses Land in den Abgrund zu rammen. So schnell ist die deutsche Mentalität und deutscher Erfindergeist zwar nicht totzukriegen, aber langfristig gelingt es den politisch Verantwortlichen schon, das Bildungsniveau kontinuierlich zu senken. Meine Oma mit acht Klassen Volksschule im kaiserlichen Deutschland konnte wie viele ihrer Mitschüler entschieden besser Deutsch, auch mit perfekter Interpunktion, als heutige Abiturienten.

Mir geht es jetzt speziell um seine Notiz Nr. 129: Einer seiner Schüler aus der 10. Klasse einer Art Mittelschule (früher: Hauptschule) ist einer der wenigen „Guten“: Er bewährt sich beim Betriebspraktikum. Ein Metallbaubetrieb möchte ihn als Lehrling.

„… Allein, er spräche ein zu rudimentäres Englisch, was zur Folge habe, dass er die Bedienungsanleitungen für Maschinen nicht verstehen könne. Er müsse in Englisch besser werden, dann könne man ihn nehmen. Ist das nicht eine perverse Situation? Für einen deutschen Kleinbetrieb werden von deutschen Maschinenherstellern Bedienungsanleitungen für deutsche Facharbeiter auf Englisch formuliert!“

Verrückt, so viel Selbstverleugnung, so viel Kleinmannssucht im bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Land der EU, dessen Sprache auch noch in vier weiteren EU-Ländern, zumindest mit anderen zusammen, Amtssprache ist (Österreich, Belgien, Luxemburg, Italien).

 

270. Nationalfeiertag und keine deutsche Flagge ist zu sehen (03.10.2018)

Es ist auch gefährlich, in Deutschland die deutsche Flagge zu zeigen. Schnell wird man für rechtsextrem gehalten, und Frau Merkel persönlich könnte sie einem entwinden wie damals ihrem Generalsekretär, der einen CDU-Wahlsieg Schwarz-Rot-Gold schwenkend feiern wollte. (Siehe das Ende des 30. Gedankensplitters mit verlinktem Filmchen.) Er hätte eine EU-Fahne schwenken dürfen und damals auch noch gern die US-amerikanische, wenn es nach unserer politischen Führung geht, aber doch nicht die deutsche, die eigene!

Im Deutschlandfunk habe ich gestern und heute zwei interessante Beiträge gehört. Gestern: Die Gründerin eines Vereins – der natürlich einen englischen Namen trägt, da es ein deutscher ist – gegen die Gewalt unter Flüchtlingen in Asylheimen und ihrem Umfeld: Diese Gewalt wird in Deutschland tabuisiert, gegen die Täter, die tatsächlich mit Messern andere Flüchtlinge (schwer) verletzt haben, wird nicht konsequent ermittelt.

Wer allerdings eine „rechte“ Tat auch nur plant, wird sofort als „Rechtsterrorist“ in Haft genommen. Deutschland und die Türkei werden sich immer ähnlicher: Dort wie hier gibt es natürlich keine politischen Gefangenen. Das sind alles Terroristen.

Die Vereinsgründerin macht als Ursache der Gewalt unter Flüchtlingen folgendes aus:

Die deutsche Gesellschaft macht den Flüchtlingen viele Angebote, aber sie stellt zu wenige Gebote auf,

die dann tatsächlich auch noch durchgesetzt werden. Das ist ein Hauptdilemma dieser Gesellschaft; es gilt auch für die Schulen.

Den zweiten Beitrag des Deutschlandfunk – ein Interview mit der Gründerin und Imanin einer liberalen Moschee in Berlin – habe ich heute morgen gehört. Sie braucht den ständigen Schutz des Landeskriminalamtes, um nicht von Islamisten angegriffen zu werden. Sie hält den „Tag der offenen Moschee“ ausgerechnet am Nationalfeiertag der Deutschen für ein arrogantes Zeichen islamischer Eroberer in ihrer neuen Welt. Anstatt den Nationalfeiertag des Landes mitzufeiern, das sie aufgenommen hat und ihnen ein freies Leben unter gesicherten Verhältnissen ermöglicht, machen sie ausgerechnet an diesem Tag eine Art Gegenangebot.

Tag der offenen Moschee“ sollte an jedem Tag sein, meint sie, zumindest an den Freitagen und nicht an dem einen Feiertag der Deutschen. Dass solche Stimmen im Deutschlandfunk zu Wort kommen und gleich danach auch ein Theologe, der den Absolutheitsanspruch einer kirchlichen Willkommenskultur für Flüchtlinge in Frage stellt, lässt mich hoffen. Die evangelische Kirche entblödet sich ja nicht, AfD-Vertretern auf ihrem nächsten Kirchentag ihre Podien zu verbieten. Das ist die Logik eines Kleinkindes: Was ich nicht sehe und ich nicht höre, ist auch nicht (mehr) da. Ich hoffe, die Ausgeschlossenen und ihre Anhänger ziehen dann die passende Schlussfolgerung für ihre Mitgliedschaft in dieser Kirche.

 

269. Wie wär’s denn mal mit einem Notfond für deutsche Rentner ? (27.09.18)

Deutschland ist zum größten Geldgeber des Notfonds der UNO aufgestiegen, hat die USA, China und alle anderen Ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates hinter sich gelassen. Es ist ihm gelungen, Honeckers Devise “Überholen ohne einzuholen” doch noch Wirklichkeit werden zu lassen und das auf ganz internationalem Parkett. Deutschland ist von den Beiträgen her sowieso der drittgrößte Geldgeber der Vereinten Nationen.

In der EU zahlt es netto mehr als Großbritannien und Frankreich zusammengenommen (35. Gedankensplitter).

Und in Deutschland inspizieren Rentner, meistens ethnisch deutsche, die Papierkörbe auf der Suche nach Pfandflaschen. Sie sind nicht wie viele Zugewanderte in Großfamilien geborgen, die sich solidarisch gegenseitig unterstützen. Sie sind auf ihren Staat angewiesen, sie haben keine andere Gemeinschaft, die sie trägt. Diese lässt sie aber fallen und eilt zu spektakuläreren Notfällen, die sich im Scheinwerferlicht der internationalen Medien befinden; sie hilft nicht den Nächsten, sondern den Fernsten.

Diesen soll auch geholfen werden, aber ohne die Nächsten, die Eigenen zu vernachlässigen. Sie kommen für mich immer noch zuerst, so wie sich Eltern zuerst um die eigenen Kinder zu kümmern haben, bevor sie Straßenkinder versorgen.

 

268. Ich bin ein Opfer der zu vielen Möglichkeiten meiner Zeit (26.09.2018)

Jetzt weiß ich auch, wie sich Kinder heutzutage fühlen: Willst du lieber das oder lieber das, Gericht I, II oder III, die Kartoffeln weich, fest, weichfest oder festweich und im Unterricht die Aufgabe 1, 2 oder 3, in den Schwierigkeiten A bis C. Alles voll individualisiert, angepasst an die persönlichen Besonderheiten und Bedürfnisse, damit jeder so bleibt, wie er – nun einmal – ist, und sich nicht seinerseits anpassen, das heißt ja auch verändern und entwickeln muss.

Aber dieses Lebensprinzip lässt sich nicht durchhalten – siehe weiter unten.

Ersteinmal bleibt festzuhalten: Die Vielzahl der Auswahlmöglichkeiten überfordert mich, ich will z.B. einfach nur telefonieren, einfach nur ins Internet gehen können und nicht zugleich zig andere Sachen mit meinem Mobiltelefon machen. Mit meinem Fax-Gerät kann ich bis heute keine Faxe empfangen, weil ich offenbar aus Versehen beim Einrichten irgendwo ein falsches Häkchen gesetzt hatte.

Das Problem wollte ich Brother mitteilen, das geht aber nur mit einem speziellen Formular. Jetzt muss ich als persönlicher Mensch – menschliche Persönlichkeit – mich in ein starres Schema pressen lassen, plötzlich ist die Welt nicht mehr geschmeidig und passt sich mir an. Trotz langwierigen Ausfüllens mit dem Finden versteckter Gerätenummern wurden in der – offenbar automatischen – Antwort gerade diese Informationen noch einmal eingefordert.

Ich habe resigniert. Kinder und Alte werden zuerst mit einer unübersichtlichen Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten überfordert und wenn sie dann falsch war, gibt es keine menschliche, persönliche und konkrete Hilfe. Wir sind allein. Kein Laden in der Straße mit einem Mitarbeiter, der Bescheid weiß, und auch Außentermine hat, zu denen er in die Wohnung kommt. (Das kann ja heiter werden mit der Digitalisierung.) Ich selbst würde die persönliche Beratung vor Ort gut bezahlen, ich will einfach nur Hilfe von Mensch zu Mensch.

Aber offensichtlich führt die Auswahlmaximierung in dieser Gesellschaft geradewegs und schnurstracks zur Steigerung persönlicher Einsamkeiten. Das nicht zu sein, ist aber ein Hauptsinn des Lebens, viel wichtiger, als alles, bis ins Detail aufgeschlüsselt, für sich auswählen zu können, theoretisch, wenn man’s denn durchschaut, wozu man allerdings Informationstechnologie (Ii Te) studiert haben muss.

Ich persönlich bin noch ganz gut dran, weil ich Söhne habe, die allerdings auch voll in ihrem eigenen beruflichen und familiären Leben stecken und z.T. weit weg wohnen. Eins muss ich aber auch sagen: Ein zweiter Hauptsinn des Lebens ist, die eigene Verantwortung für das, was geschieht bzw. geschehen ist, zu übernehmen, den eigenen Anteil daran zu suchen. (Es gelingt mir meistens, das Menschen klarzumachen, die eine MPU bestehen bzw. die weitere Punkte in Flensburg vermeiden wollen. Mich selbst muss ich daran immer wieder bei den alltäglichen Problemen des Lebens erinnern.)

Ich hätte natürlich aktiv und mit ein bisschen Mühe doch jemand finden können, wenn auch nicht auf der Straße in einem Ladengeschäft, der zu mir nach Hause kommt und mir hilft, das Fax richtig einzurichten. Faulheit, „Gelassenheit“ („Dann ist es eben so“) und Unentschlossenheit an der falschen Stelle. Also lerne ich daraus. Alle Probleme sind dazu da, sich persönlich weiterzuentwickeln. Ich kann und darf nicht warten, bis sich die ganze Gesellschaft hoffentlich doch noch mal wieder ändert. Ich selbst muss damit anfangen.

 

267. Für die Plem-plem-Deutschen ist national provinziell…, (23.09.2018)

sie sind weltoffen, auf internationale Geschäftsfelder aus, die in Deutschland und im angesagten Deutsch der Neuzeit natürlich irgendetwas mit „business“ heißen (“Geschäfts”plan geht gar nicht), am besten in „Amerika“. Genau das war der Grund, dass Deutschland 2008 in die Lehmann-Brüder-Bankenkrise hineingerutscht ist. Das ist für mich die Quintessenz von „Lehmann. Gier frisst Herz“, dem Doku-Drama auf ARD heute Abend.

Und genauso tickt Deutschland bis heute.

Alles, was international ist, sei angeblich besser als die biedere nationale Sparkassenkultur. Deswegen bevorzugt Deutschlands Mitte ja auch so konsequent das Englische gegenüber dem Deutschen. So plem-plem sind die Deutschen, ist zumindest ihre tonangebende politische Klasse bis heute. So plem-plem geht sie mit dem Geld ihrer Bürger um.

Politische Korrekturen üblicher Art funktionieren nicht mehr, es braucht einen politischen System- bzw. Paradigmenwechsel. Die politische Klasse in Deutschland erzeugt ihn selbst, ihre eigenen Totengräber, so wie das Karl Marx und Friedrich Engels im Kommunistischen Manifest vorausgesagt haben.

 

266. Wenn jemand, der sich angeblich als Leiter einer „nachgeordneten“ Behörde… (18.09.18)

- es gibt 19 in der Verantwortung des Innenministeriums – als nicht geeignet erwiesen hat, danach und deswegen zum Staatssekretär, zum höchsten Beamten im Innenministerium, zu einer Art stellvertretenden Innenminister befördert wird, müsste im gleichen Zug, Horst Seehofer, der angeblich auch ungeeignet für sein Amt als Innenminister sei, zum Vizekanzler berufen werden.

Die politische Klasse verheddert sich immer mehr in ihrem unbedingten Willen, an der Macht zu bleiben. Sie verkorkst Deutschland, solange, bis sie endlich abgewählt wird.

 

265. Die AfD-Wähler sind freundliche, weltoffene Menschen (18.09.18)

Das ist die einzige Schlussfolgerung, die aus der Tatsache gezogen werden kann, dass das Integrationsbarometer nach wie vor überwiegend Zustimmung zu den legalen und illegalen Einwanderern vermeldet. Diese Zustimmung habe sich im Laufe der Jahre kaum verschlechtert, vermelden die Systemmedien stolz.

Die Zustimmung zur AfD hat sich in der gleichen Zeit rasant erhöht, von 3 Prozent im Juli 2015 auf 17 Prozent heute. Sie hat sich also in dieser Zeit mehr als verfünffacht.

Wenn trotzdem die gemessene Zustimmung zur Einwanderung (fast) gleich hoch bleibt, kann nur die in der Überschrift stehende Schlussfolgerung gezogen werden.

[Ein Leser weist mich darauf hin, dass das nicht unbedingt so sein muss: Die ca. 35 Prozent, die nach wie vor gegen das hohe Tempo der Zuwanderung sind, können sich jetzt nur mehr aus AfD-Wählern speisen. Da hat er vielleicht Recht, das kann auch sein. Eins möchte ich bei der Gelegenheit noch anmerken: Die "Weltoffenen" sprechen immer nur von der einen Million, die 2015 kam, und rechnen uns dann vor, dass das gerade mal ein Zuwanderer wäre, der auf 82 "deutsche" Bürger käme. Und was ist mit den Millionen, die vor 2015 kamen? Und was ist mit den Hunderttausenden, die immer noch, bis heute, jährlich neu dazu kommen? - 26.09.2018] 

 

264. Ist das die Dialogkultur der herrschenden politischen Klasse, die die Bürger übernehmen sollen? (14.09.2018)

Jetzt sei der AfD aber endgültig die Maske heruntergerissen durch „Chemnitz“. Wieso? Hat ein AfD-Mann einen unschuldigen Menschen erstochen und zwei weitere gefährlich verletzt?

Nein, die AfD hat sich aber nicht eindeutig genug von Rechtsradikalen distanziert, die mit in ihrem Zug gelaufen sind. Das sagen die, die hinter Plakaten hergehen, auf denen steht „Deutschland verrecke!“ und „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“. Das sagen die, die „Konzerte gegen Rechts“ – warum nicht einfach Konzerte gegen Gewalt und Menschenverachtung? – empfehlen, wo Musikgruppen auftreten, die dazu aufrufen, Polizisten zu jagen und ihnen den „Knüppel in die Fresse“ zu hauen.

Die Linken halten es nicht für nötig, sich von den Linksextremen zu distanzieren, verlangen dafür umso vehementer, dass es die Rechten mit den Rechtsextremen tun. Dass das schwierig wird, wenn die gesamte öffentliche Meinung jeden, der rechts ist, mit den Rechtsextremen in einen Topf wirft, habe ich schon geschrieben (257. Gedankensplitter).

Jetzt geht es mir um Folgendes: Angeblich sei die AfD endgültig entlarvt. Herr Schulz (SPD) spricht von Faschisten, die auf den Misthaufen der Geschichte gehörten. Herr Kahr, ebenfalls SPD, bezeichnet im Bundestag die AfD-Abgeordneten als Rechtsradikale. Er lässt eine Zwischenfrage der AfD nicht zu, weil er Rechtsradikalen nicht zu antworten brauche. Da wird von unseren Repräsentanten im Bundestag der staunenden Öffentlichkeit doch mal gut vorgeführt, was Demokratie bedeutet und wie sie praktiziert wird. Hass mache hässlich, die AfD-Abgeordneten sollten mal in den Spiegel sehen. Wenn das Herr Kahr selbst täte, würde er vor Schreck vor seiner eigenen Hässlichkeit zurückprallen, denn er selbst hasst leidenschaftlich – Andersdenkende, insbesondere die AfD.

Wer jetzt immer noch AfD wähle, hätte keine Ausrede mehr. Sie hätte sich ja nun eindeutig als faschistisch und rechtsradikal geoutet – dann kann der historische Faschismus und Nationalsozialismus ja doch nicht sooo schlimm gewesen sein, wenn seine Vertreter heute im Bundestag sitzen und in fast allen deutschen Landtagen (bald – nach der Wahl in Bayern – in mehr als die FDP und die Grünen). Und das, obwohl alle Systemmedien in einem Trommelfeuer Tag für Tag, Stunde für Stunde, den dummen „besorgten Bürgern“, die hinter der AfD herlaufen, mitteilen, dass das in Wirklichkeit “Nazis” sind. (Mit diesem Agitationseifer überholen sie bald die Wandzeitungen der untergegannenen DDR.)

Dann müssen die, die sich jetzt immer noch für die AfD entscheiden, also echte Nazis sein. 17 Prozent im Bund und 25 Prozent in Sachsen – wer hätte das gedacht?! Vielleicht ist Deutschland schon untergegangen, und wir haben’s gar nicht gemerkt.

Da sind wir aber immer noch“, hatte dazumal in der DDR der Oktoberklub gesungen. Das Lied könnte die AfD übernehmen mit etwas erweiterter Überschrift: „Da sind wir aber immer noch und wachsen weiter“. Der eigentliche Liedtext müsste allerdings angepasst werden.

[Frau Göring-Eckart bezeichnet Menschen, die eine andere politische Meinung vertreten als sie, als „Arschlöcher“, wobei Hitlergrußzeiger wirklich sehr dumme Menschen sind. Immerhin hat sie sich für diese verbale gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Menschenverachtung, die in einer solchen Wortwahl zum Ausdruck kommt, entschuldigt.

Davon ist Klaas Heufer-Umlauf bestimmt weit entfernt, der Andersdenkende als „Amöben“ bezeichnet. Immerhin noch etwas besser als „Ungeziefer“, „Volksschädlinge“ oder „Ratten“, Worte, mit denen die Nazis Menschen titulierten, die sie vernichten wollten.

Andererseits sind „Amöben“ besonders primitive Lebewesen. Wäre es vielleicht mal möglich, sich in der Politik zu einigen, dass Menschen keine Tiere sind? Wäre das vielleicht sogar für die "undumpfen" besseren Menschen möglich, für die, die davon überzeugt sind, dass sie moralisch und intellektuell auf einer höheren Stufe stehen? - 17.09.18]

 

263. Die besorgten Bürger werden immer besorgter (11.09.2018)

Jetzt wollen sie sogar schon in Sachsen einmarschieren.

Es passiert so viel, dass dieser Gedankensplitter liegen geblieben war. An einem Mittwochvormittag, ich glaube, vor zwei Wochen, diskutierten in der Reihe “kontrovers” des Deutschlandfunks Journalisten und Politiker über die besondere Gefährlichkeit der Sachsen in Bezug auf rechtspopulistisches Denken.

Ein Diskutant sprach vom “Bundeszwang” und verwies darauf, dass die den Bundesländern übergeordnete Staatlichkeit die Sachsen schon einmal zur Raison rufen musste, nämlich 1920, als in Sachsen eine linke Republik gegründet werden sollte. Der sächsische Eigensinn sei schon immer ausgeprägt und gefährlich gewesen.

Mir kam der Herr, der dies sagte, wie Ulbricht im Frühjahr 1968 vor, als Dubček versuchte, dem Sozialismus in der Tschechislowakei ein menschliches Antlitz zu geben. Ulbricht war derjenige, der unter den sozialistischen Parteiführern die härteste Linie gegen die tschechischslowakischen Abweichler vertrat. Er drängte Breschnew immer wieder, endlich in Prag und der ganzen ČSSR einzumarschieren, auch aus einer Art Bundeszwang, damals des sozialistischen Lagers, heraus.

Wenn sich die realkapitalistischen Ulbrichts von heute in Deutschland durchsetzen, werden sich die Dresdner bald die Augen reiben, weil sie im Morgengrauen das Rattern der Panzerketten hören, diesmal allerdings sind es wenigstens die eigenen, Leopard 2, und vielleicht noch welche vom treuen US-amerikanischen Waffenbruder, der ja immer noch in Deutschland Panzer stationiert hat wie damals die Russen in Ostdeutschland. (Die sind inzwischen weg mit ihren Panzern, die US-Amerikaner sind auf Wunsch des deutschen Establishments immer noch da.)

Die wenigen, die den Panzern zujubeln, werden nach Osten hin immer weiter abnehmen. In der “Heldenstadt” Leipzig werden es, fürchte ich, noch die meisten sein. Immerhin können die Sachsen, wenn es so weit ist, dann nach Tschechien, in die Slowakei, Polen oder nach Ungarn fliehen.

Die Oberkommandierende der Bundestruppen, Frau Merkel, wird ihre Panzer erst aus Dresden und Sachsen abziehen, wenn folgende Mindeststandards multikultureller Weltoffenheit wie in den westdeutschen Großstädten endlich auch in Sachsen gewährleistet werden:

  • Dealen mit Drogen aller Art in den öffentlichen Parks ohne rassistische Behinderung durch die deutsche Polizei.
  • Etablierung autonomer ausländischer Parallelgesellschaften in abgeschotteten eigenen Wohnvierteln.
  • Ausbildung der organisierten Kriminalität durch die Stärkung großfamiliärer Familienclans, insbesondere arabischer Herkunft. 
  • Bunte Sprachenvielfalt auf den Schulhöfen: Das Deutsche muss sich hier endlich dem Arabischen, Türkischen und Englischen unterordnen.
  • Abschaffung der letzten Studiengänge an den Universitäten und Hochschulen, die rückwärtsgewandt immer noch auf Deutsch abgehalten werden. Neben der Forschung muss auch die gesamte Lehre auf Englisch erfolgen. Damit die Abiturienten darauf vorbereitet sind, muss der Unterricht in den Gymnasien auf Englisch umgestellt werden. (Eventuell kann geduldet werden, Sport noch auf Deutsch zu unterrichten.) Damit die Grundschüler auf die Gymnasien vorbereitet sind, muss auch dort schrittweise der Unterricht auf Englisch erfolgen. Damit die Kindergartenkinder auf die Grundschulen vorbereitet sind, muss die Hauptumgangssprache dort Englisch werden. Die Kinder dürfen, sofern sie es noch können, sich ab und zu auch auf Deutsch unterhalten, um allerdings Diskriminierung und Zwangsgermanisierung zu vermeiden, muss das gleichberechtigt auch für Arabisch und Türkisch gelten.
  • Kopftuchpflicht für Lehrerinnen, wenn in einer Klasse mehr als ein Drittel muslimische Schüler sind.
  • Durchsetzung des Schweinefleischverbots in allen Schulen und Kindergärten. Auch die Pausenbrote der Schüler sind stichprobenartig daraufhin zu kontrollieren, um zu vermeiden, dass sich die muslimischen Mitschüler provoziert fühlen könnten.
  • Gewährleistung eines bunten Straßenbildes durch die schwarzen Farbtupfer vollverschleierter Frauen.
  • Um rassistisch-religiöse Diskriminierung zu vermeiden, Umbenennung aller christlichen Feste, z.B. Weihnachten in Lichterfest und Ostern in Frühlingsfest.
  • Da junge Geflüchtete traumatisiert sind, dürfen sie die öffentlichen Verkehrsmittel erstens ohne Fahrkarte benutzen und haben Deutsche zweitens aufzustehen, wenn in der Bahn oder im Bus die Sitzplätze nicht für alle reichen.
  • Vergrößerung der Zimmer in den Krankenhäusern, damit die Großfamilien ausländischer Mitbürger bei Besuchen alle Platz im Krankenzimmer finden. 

Erst wenn diese bunte Bereicherung, die in den westdeutschen Großstädten bereits Gang und Gäbe ist, sich auch in Sachsen endgültig durchgesetzt hat, kann der Abzug der Bundestruppen in Erwägung gezogen werden.   

 

262. Die CDU/CSU trägt mehr zur Abschaffung Deutsch-Landes bei als die SPD (11.09.2018)

Amtssprachen bei der EU sind die Sprachen aller Staaten, die zu ihr gehören. Um die Kommunikation in diesem Sprachenwirrwarr zu erleichtern, hat sich die EU auf drei Arbeits- bzw. Verkehrssprachen geeinigt: Englisch, Französisch und Deutsch. Praktiziert wird das in Bezug auf Deutsch nur halbherzig: Öffentlich an den Gebäuden und in den Eingangsbereichen steht „Europäische Kommission“ bzw. „Europäischer Rat“ nur auf Englisch und Französisch, zuweilen noch auf Spanisch, obwohl die, die in der EU Spanisch als Muttersprache sprechen, nicht einmal die Hälfte derjenigen sind, deren Muttersprache Deutsch ist, und obwohl Spanisch nicht zu den drei beschlossenen Verkehrssprachen der EU gehört.

(Ich habe nichts gegen Spanisch, wäre sogar dafür, dass die EU fünf Arbeits- bzw. Verkehrssprachen bestimmt: Neben den genannten auch noch Spanisch und Italienisch.)

Wenn die bisherige Vereinbarung zu den Arbeitssprachen, wie gesagt, nur halbherzig praktiziert wird, wäre doch zu erwarten, dass die Deutschsprachigen in der EU besonders darauf achten. Martin Schulz (SPD) hat das getan, er hat als Präsident des EU-Parlaments auch und gerade in dieser Funktion überwiegend Deutsch gesprochen, obwohl er auch Englisch und Französisch gut beherrscht.

Er tat das sogar, wenn er die EU im Ausland, z.B. in Israel, repräsentierte. Manfred Weber (CSU), Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volksparteien und designierter Präsident der Europäischen Kommission, nutzt im Gegensatz zu Martin Schulz die gegebene Möglichkeit, Deutsch als Arbeitssprache zu verwenden, nicht. Er verrät diese seine Sprache und trägt damit dazu bei, dass es so bleibt wie es ist: Auf dem Papier ist Deutsch die gleichberechtigte dritte Arbeitssprache, in Wirklichkeit nicht.

Er ist für mich damit ein typisch deutscher Streber, der zeigen will, was er alles kann. Lasst doch die anderen auch mal ran, lasst sie beweisen, dass sie Deutsch können. Dann und nur dann wird der rapide Abfall derer, die es für sinnvoll halten, Deutsch zu lernen, gestoppt werden können.

[Der luxemburgische Kommissionspräsident Juncker hat gestern seine wahrscheinlich letzte große Rede im EU-Parlament zu großen Teilen auf Deutsch gehalten. Nichtsdestotrotz stehen die deutschen Grünen fest und geschlossen zur Missachtung des Deutschen in den europäischen Institutionen. Sie sind Vorreiter bei der Abschaffung Deutsch-Lands. - 13.09.2018]

 

261. MDR Aktuell heute um 19.30 (09.09.2018)

Alle Demonstrationen in Köthen erfolgten besonnen. Die Journalistin berichtet vom Bahnhof. Die „linken Aktivisten“ demonstrieren hinter großen Plakaten: „Nazis wegbassen!“ – was immer „bassen“ heißen soll – und daneben: „Prügelstrafe für Nazis“. Der MDR betont die Besonnenheit der linken Demonstranten.

Was wäre los, wenn „Rechte“ ein Transparent mit der Aufschrift „Prügelstrafe für kriminelle Flüchtlinge“ zeigen würden? Der reine Horror würde los sein.

Reichsmarschall Göring hatte getönt: Wer ein Jude ist, bestimme ich. Genauso handhabt es die Antifa: Wer ein Nazi ist, bestimmen wir (nämlich jeder, der rechts von der SPD steht) und dann erklären wir, „er“ hat kein Recht auf seine eigene politische Meinung, weil diese von vornherein ein Verbrechen sei. Praktisch. Für die Antifa, von der sich Katrin Göring-Eckhart ausdrücklich nicht distanziert im Gegensatz zu Jörg Meuthen, der sich klipp und klar von den Rechtsextremen abgrenzt.

Das Opfer war selbst schuld, beeilen sich alle Medien des Staatsfunks mitzuteilen: Es war herzkrank. Warum, du dummer Herzkranker, willst du auch einen Streit zwischen Afghanen schlichten, bei dem eine deutsche Frau anwesend ist? Warum nur?

[Alle Systemmedien teilen unisono mit, dass die Kopfverletzungen nicht zum Tod führten, sondern der junge Mann an einem Herzinfarkt starb, der mit den Attacken der "Flüchtlinge" nichts zu tun gehabt hätte. Worüber hatte sich der Verstorbene denn dann so aufgeregt? Und wo kommt die Blutlache um den Kopf des Opfers her, über die Medien berichten, die vom deutschen Staat unabhängig sind? - 13.09.2019]   

 

260. Die heulende Oma und ihr Monsterenkel (09.09.2018)

Richtiger müsste die Überschrift lauten: Die heulende Oma und die nicht formatierte Gesellschaft, die wegen ihrer Verunglimpfung von Erziehung als Machtausübung solche Monster „performt“. Aber der Reihe nach.

Als ich gestern auf dem Weg zum Bahnhof in die Straßenbahn gestiegen war, dachte ich erst, Jugendliche würden darin ihr mehr oder weniger spaßiges Unwesen treiben. Dann stellte sich heraus, es war nur einer, ein ungefähr 15-Jähriger mit Sonnenbrille und einer roten Kappenmütze, die er umgedreht trug.

Er schrie, im immer wieder sich steigerndem hohen Ton auf seine Oma ein. Sie saß heulend neben ihm und beteuerte fortwährend etwas. Es ging um Geld. Er warf ihr vor, dass sie ihr „Hartz“ schon nach zwei Tagen verschleudert hätte.

Dem Jungen fehlte jede Impulskontrolle. Deswegen traute sich in der vollbesetzten Bahn auch keiner, einzugreifen. Wenn ein Mensch schon so aggressiv mit seiner eigenen Oma umgeht, was macht er dann mit einem Fremden, der es wagt, sich einzumischen?

Mehrere Zuwanderer sitzen in der Bahn, die ungläubig beobachten, was da passiert. In ihren Gesellschaften, aus denen sie kommen, würde es ein Jugendlicher nie auch nur im entferntesten wagen, so mit seiner Großmutter umzuspringen, erst recht nicht in der Öffentlichkeit. Längst wäre er von Männern umringt und mit ein paar Ohrfeigen auf den Boden der Tatsachen – in diesem Fall, dass er ein faules, verwöhntes, leicht übergewichtiges Kind ist, das noch nie etwas im Leben geleistet hat und trotzdem Riesenansprüche auf Kosten seiner Oma stellt – zurückgeholt worden.

Die Zuwanderer mögen denken, wenn die westliche Demokratie, die wir uns unbedingt zu eigen machen sollen, solche Monster hervorbringt, dann bleibe ich hier lieber in meiner Parallelgesellschaft, wo die Kinder und Jugendlichen Respekt wenigstens noch vor den Erwachsenen und Alten des eigenen Volkes haben.

Ein Hauptproblem der westlichen Gesellschaften ist, dass sie die individuelle Freiheit, die persönlichen Stimmungen und Launen in ihrem Auf und Ab über die Rücksichtnahme auf andere stellt. Ein Hund, der beißen will, muss es tun dürfen. Da haben dann die Gebissenen Pech und wahrscheinlich selbst auch noch was falsch gemacht. Ich fürchte, so tickt unsere Gesellschaft mehr und mehr. Immer sucht und findet sie einen Grund, warum Kinder und Jugendliche sich rücksichtslos benehmen müssen: Entweder sind sie in der Vorpubertät, direkt mitten drin bzw. in der Nachpubertät oder sie haben ADHS oder Asperger. Unsere arme Jugend muss, ob sie will oder nicht, lernen, dass sie immer Recht hat, dass ihr eigenes unreifes Wollen über den Ansprüchen irgendwelcher Langweiler und Spaßverderber steht, die von ihnen Selbstbeherrschung erwarten. Weit drüber.

Das ist auch der Grund, warum immer weniger Lehrer ihren Beruf bis zur Rente ausüben können, obwohl er gut bezahlt ist und die Rente sinkt, wenn sie vorher aussteigen. Jetzt werden massenweise „Quereinsteiger“ verheizt. Ich bin gespannt, wie das weiter geht.

Eine solche Erziehung – oder besser gesagt: partnerschaftliche Begleitung auf Augenhöhe, wo 12-Jährige “demokratisch” schon so viel über den Unterricht zu bestimmen haben sollen, wie der Lehrer, der das extra jahrelang studiert hatte – produziert solche Typen wie diesen Jugendlichen in der Straßenbahn, die aus ihren verbalen Attacken bald körperliche machen.

Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, in meinen Büchern und z.B. im 18. und 54. Gedankensplitter, wie entscheidend es für die Lebensqualität in einer Gesellschaft ist, die Kinder zu lehren, ihre emotionalen Impulse zu kontrollieren und beherrschen zu lernen. Das schaffen bei den Kindern, die nicht von vorneherein sehr leise und schüchtern sind, nur alle Erwachsenen zusammen, die für das Kind wichtig sind: Jeder muss ihm auf seine Weise sagen und zeigen: Du darfst Wut haben, du darfst sie, wenn es nicht anders geht, laut herausschreien, und ich will auch gern wissen, was dich so wütend macht und höre dir geduldig zu, aber du darfst auf keinen Fall andere Menschen – Katzen und andere Tiere auch nicht! – anschreien, beleidigen und beschimpfen und du darfst ihnen schon gar nicht körperliche Gewalt antun, egal, was passiert ist.

Das muss die unantastbare Grundregel Null jeder entwickelten Gesellschaft sein. So etwas, was ich gestern in der Straßenbahn erlebte, hätte ich noch vor einigen Jahren nie für möglich gehalten. Wenn sich diese Gesellschaft pädagogisch nicht besinnt, stolpern wir mit großen Schritten ins Chaos, und wir haben ja noch ein paar andere Probleme als die unerzogenen Eigenen.

 

259. Die Zeiten sind so, dass ich mit meinen Splittern von Gedanken „im Auge“ gar nicht mehr hinterherkomme (05.09.2018)

Aber auf dieses Interview mit Hans-Joachim Maaz („Die Kritiker der Sachsen gehören auf die Couch“), dem renommierten Psychoanalytiker, von heute in der Leipziger Volkszeitung (S. 4), muss ich Sie noch hinweisen.

Er meint, dass die westdeutsche politische Klasse die Kritik der „rechten“ Demonstranten in Chemnitz an den gesellschaftlichen Zuständen in Deutschland auf die rechtsextremistische Schiene abschieben will, um mit ihrer Politik (der Abschaffung Deutschlands – RH) nach dem Merkel-Motto „Weiter so“ und „Wir schaffen das“ fortfahren zu können.

 

258. Das ist ja der reinste aller Wahnsinne, was ich gestern bei Markus Lanz gehört und gesehen habe (05.09.20128)

Der deutsche Staat hat die Schlacht gegen die arabischen Clans verloren. Jahrzehntelang haben die zuständigen Behörden und Gerichte sich so lange abgeduckt, um ja nicht bei ihnen unangenehm aufzufallen, um die Lebenslüge der multikulturellen Gesellschaft nicht aufgeben zu müssen, dass sie so übermächtig geworden sind, dass sich jetzt keiner mehr traut, sich mit ihnen anzulegen.

Ein Staatsanwalt sagt bei einer Fachkonferenz unter dem Siegel dienstlicher Verschwiegenheit: Sie wundern sich über die milden Urteile gegen ausländische Kriminelle? Ich kann Ihnen sagen, woran das liegt: Die Clans wissen genau, wo die Richter mit ihren Familien wohnen. Auch die Adressen von Lehrern und anderen Entscheidern, die wichtig sind, lassen sich herauskriegen.

Diese Entwicklung hätte der Verfassungsschutz mal beobachten sollen, um unsere Verfassung zu schützen. Aber gegen das Multikulti-Wunschdenken der politisch Verantwortlichen mit Frau Merkel an der Spitze hätte er sowieso keine Chance gehabt.  

Da wird über Verantwortliche im Nazireich schnell der Stab gebrochen. Standen sie womöglich nicht auch unter einem solchen Existenzdruck wie die deutschen Richter, die skandalös niedrige Urteile fällen, wenn die Täter unter dem Schutz großfamiliärer Clans stehen?

Die Integration ist voll gelungen, allerdings andersherum: Der deutsche Staat hat sich an die arabisch-afrikanische Kultur angepasst. Mit Drogen zu dealen ist in Deutschland gewöhnliche Alltagsrealität geworden. Ganz selbstverständlich geschieht das am helllichten Tag in öffentlichen Parks.

Die arabischen und afrikanischen Dealer, die schon länger hier sind und sich der bunten deutschen Weltoffenheit erfreuen, kriegen Unterstützung durch hochmotivierte junge Flüchtlinge. Sie machen stolz gemeinsame Sache mit ihren Landsleuten, denen es gelungen ist, hier ihre Brückenköpfe sicher und bequem auszubauen. Warum sollen sie sich da noch in die deutsche Gesellschaft integrieren? Da müssten sie ja „mit dem Klammerbeutel gepudert“ sein.

Sie sprechen eine Sprache, sie teilen eine Kultur und Mentalität, sie stehen weit über den dummen deutschen „Kartoffeln“, die sich abrackern und trotzdem nie so schicke – deutsche – Autos fahren werden, wie es selbst die jungen Flüchtlinge schon bald tun, wenn sie sich im Clan bewährt haben. Obendrein verhöhnen sie die Deutschen, indem sie auch noch Sozialhilfe kassieren. Welcher kleiner Beamte würde sich schon wagen, sie ihnen zu verweigern? (Aber wehe, einem Deutschen fehlt ein Beleg bei der Steuerprüfung!)

Diese Leute gehen in Supermärkte, ohne zu bezahlen. Keiner wagt es, sie anzuzeigen, alle haben Angst um ihre Familien. Ganze Großfamilien gehen ins Frei- oder Hallenbad, ohne zu bezahlen, aus den gleichen Gründen. Das glauben Sie nicht? Das haben Heinz Buschkowsky und Olaf Sundermeyer erzählt, sehen Sie es sich an.

Was muss das für eine verheerende Auswirkung auf das Selbstwertgefühl der deutschen Jugendlichen haben, die sich, meistens unbewusst, gegenüber der anglo-amerikanischen Weltkultur sowieso schon minderwertig fühlen und nun auch noch gegenüber der arabisch-afrikanischen: So klein mit Hut: „Deutschland, halt’s Maul und bleche, wie immer!“

Und was hören sie von denen, die sie beschützen sollten: Ihr müsst weltoffen sein, ihr dürft keine Vorurteile gegenüber Ausländern haben. Das, was ihr da erzählt, mag ja alles nicht so schön sein, aber noch viel schlimmer ist Fremdenhass! „Ihr erzieht unsere Kinder zu Schafen und lasst die Wölfe herein“, habe ich auf einem Transparent in Chemnitz gelesen – da ist viel dran.

Wer das alles nicht glauben mag, schaue sich diese Sendung an. Am Anfang gibt es eine langwierige, unergiebige Diskussion mit einem AfD-Mann, der der Eloquenz von Markus Lanz und Olaf Sundermeyer nicht gewachsen war.

Aber dann, wenn Heinz Buschkowsky und Olaf Sundermeyer reden, wird’s spannend. Die Lage ist so unglaublich an die Wand gefahren, dass meiner Meinung nach gegen die verantwortlichen Politiker, die Bundeskanzlerin, die Minister des Inneren, der Justiz, die Fraktions- und Ausschussvorsitzenden der regierenden Parteien und gegen die verantwortlichen Behördenleiter wegen Hochverrats ermittelt werden muss. In meinen Augen haben diese Leute ganz eindeutig ihren Amtseid, dem deutschen Volk – und nicht ausländischen Clans – zu dienen und Schaden von ihm abzuwenden, verletzt.

Nachdem zu Beginn der Sendung die AfD als rechtsextreme Partei abqualifiziert wurde, stellt sich am Ende heraus, dass ohne die AfD als endlich entstandene politische Alternative alles noch viel schlimmer wäre. Sie mache Druck auf die etablierten Parteien, sich zu bewegen. Ja, das stimmt. Unbedingt.

Jetzt, viel zu spät, versuchen die Altparteien etwas zu machen, weil sie genau wissen, dass sie sonst abgewählt werden. Aber es ist halbherzig, nur oberflächlich; die Beweislastumkehr zu beschließen zum Beispiel, die in anderen demokratischen Ländern gang und gäbe ist und mit der der italienische Staat der Mafia „Feuer unterm Hintern“ macht, hat sich der deutsche Bundestag nicht getraut, erzählt Heinz Buschkowsky.

Die in Berlin mit großem Tamm-Tamm beschlagnahmten Immobilien arabischer Clans werden unter diesen Umständen an diese wohl wieder zurückgegeben werden müssen, vermutet er nicht zu Unrecht, befürchte ich.

Das Rad der Geschichte kommt langsam in Schwung. Und je mehr das geschieht, desto schneller beschleunigt es sich weiter. Ich glaube, wir geraten in eine ähnlich revolutionäre Situation wie am Ende der DDR. Auch damals ging es den Leuten wirtschaftlich relativ gut, aber die Ungerechtigkeiten, die Arroganz der Bonzen, ihr Unwillen und ihre Unfähigkeit, die Realität so zu sehen, wie sie ist, wurde unerträglich. Genauso ist es heute.

Damals blieb die Revolution friedlich, eine historische Meisterleistung der Menschen im Osten. Und das, obwohl sie doch noch gar keinen Unterricht in der glorreichen westlichen Demokratie erhalten hatten. „Keine Gewalt!“ Das hoffe ich auch sehr für die nun anstehende Wende. Es wird Zeit, das ganze System der Altparteien abzuwählen. Die „Alternative für Deutschland“ war gerade noch rechtzeitig auf der politischen Bildfläche erschienen.

 

257. An wen sollen sich denn die Braven in der Klasse wenden …, (04.09.2018)

wenn die Lehrerin immer nur den einen Rabauken die Schuld gibt und die anderen können weiter ihr Unwesen treiben? Die ganze öffentliche Gesellschaft überschlägt sich in ihrer Empörung über den „rechten Mob“ und wenn normale Bürger Angst haben vor jugendlichen Intensivstraftätern aus Nordafrika und arabischen Ländern, dann seien sie selbst Schuld daran, weil sie sich von ihrer irrationalen, doch nur gefühlten Angst nicht distanzieren könnten.

Ein bisschen Plemm-Plemm, ein bisschen Mischugge, diese Ostnazis, die nur den besorgten Bürger mimen. Das ist Opferverhöhnung im verschärften Ausmaß. Da wird in einem MDR-Bericht im Interview mit einem syrischen Drogendealer bestätigt, dass die Drogendealer, fast alles “Geflüchtete”, alle bewaffnet sind und ihnen das Messer sehr locker sitzt, weil sie Angst haben, dass ihnen die Packen Geld, die sie in der Tasche haben (eine Menge, die ein deutscher Hatz-IV-Bezieher in seinem Leben nicht zu sehen bekommt), und die Drogen, die sie noch verkaufen wollen, von der Konkurrenz abgenommen werden.

(Vor der deutschen Polizei haben sie natürlich keine Angst. Die müsste ja, wenn sie sie kontrollieren wollte, das erst einmal mit allen deutschen Rentnern in der Nähe auch getan haben, sonst wäre es „rassistische Profilierung“ [ist nicht falsch geschrieben; ich benutze bewusst das deutsche Wort] und sie hätte die gesamten Staatsmedien am Hals. Grüne und SPD sorgen dafür, dass dieser Druck weiter auf die deutsche Polizei ausgeübt wird. Der SPD-Präsident lädt zu einem Konzert ein, auf dem eine linksextreme Band spielt, die ausdrücklich zur Gewalt gegen Polizisten aufruft. Links-Grün führt im Falle von Sachsen den ganzen CDU-Staat vor. Frau Merkel wird nicht vorgeführt, die ist selbst links-grün, obwohl sie in letzter Zeit beflissener versucht, das zu verbergen. Aber jeder, der etwas genauer hinsieht, merkt es immer noch.)

Obwohl also durch das Interview mit einem Insider im MDR gerade bestätigt wird, wie tatsächlich gefährlich die Drogendealer sind, wird die Angst vor jungen afrikanischen und arabischen Männern im gleichen Atemzug als irrational und xenophob vorurteilsbeladen dargestellt. Sagt mal, für wie blöd haltet ihr gut bezahlten Staatsredakteure uns Zuschauer eigentlich? Warum recherchiert ihr nicht investigativ, warum es in Deutschland möglich ist, schwere Verbrechen wie den Drogenhandel unbehelligt auszuüben?

Der Staat hätte als einziger das Gewaltmonopol für Recht und Ordnung zu sorgen. Und warum tut er es dann nicht? Warum lässt er die Gefährdung deutscher Kinder und Jugendlicher zu? Besagter Drogendealer sagt im Interview, dass die Hauptkundschaft deutsche Mädchen wären. Wie müssen sich da deutsche Eltern fühlen, dass ihr eigener Staat sie und ihre Kinder so schamlos Verbrechern ausliefert?

Wenn diese Lebensnot von der „Lehrerin“ einfach ignoriert und als lediglich „gefühlt“ abgeschmettert wird, was bleibt den braven Bürgern in der Mitte der Gesellschaft dann übrig, als sich mit den Rabauken von der anderen Seite zu verbünden? Die beschützen wenigstens bedrohte Schüler im Gegensatz zur Lehrerin.

Was ist das für ein Staat, der seine Bürger, weil er sie nicht vor der einen Sorte Extremisten beschützen will, in die Fänge der anderen treibt, wozu ich ausdrücklich nicht die AfD zähle; diese gehört zur demokratischen Rechten, genauso wie es eine demokratische Linke gibt.

Wie soll ich mich von Idioten distanzieren, die skandieren „Wir sind die Krieger, wir sind die Fans, Adolf Hitler, Hooligans“, wenn auf der anderen Seite der linksextreme Mob lauert, der jeden angreift, der es wagt, Flüchtlinge zu kritisieren. Und wenn der heutige Staat (die Lehrerin) sich für einen Mob entscheiden muss, dann ergreift er im Zweifel immer für den linken Partei, so lange, bis die AfD die Mehrheit hat, zumindest in Sachsen.

Und dann ergreift der Staat nicht Partei für den rechten Mob, sondern für die Bürger, die sich ihre Stadt mit ihrer gewohnten alten Lebensqualität, die zuerst durch Sicherheit, Recht und Ordnung definiert wird, nicht nehmen lassen, im Gegensatz zu vielen Westdeutschen, die längst resigniert haben.

 

256. Sollte man von Politikern nicht erwarten können, dass sie die Fakten kennen, wenigstens auf ihrem Gebiet (03.09.20128)

Ich habe gerade im Deutschlandfunk die Sendung „kontrovers“ gehört. Wie immer und überall in den Staatsmedien wird die Leier von der furchtbaren rechten Gewalt, die sich nun wieder in Chemnitz gezeigt hätte, gesungen, obwohl sich die Moderatorin in diesem Fall wenigstens ein bisschen um Ausgeglichenheit bemüht, aber die Fakten kennt auch sie nicht.

Eine Grüne zitiert die Statistik der politisch motivierten Straftaten. Da sind die „Rechten“ viel schlimmer als die Linken. Man muss wissen, dass jedes Hakenkreuz, das ein 12-Jähriger an die Toilettentür in seiner Schule kritzelt, eine politische Straftat ist. Dabei hat der Junge das nur aus einem diffusen unbewussten Gefühl heraus getan, dass das das ist, mit dem er die Gesellschaft noch am ehesten provozieren kann. Alles andere, ob Jesus Christus verhöhnt wird, oder Frauen, besonders deutsche, generell als „Fotzen“ bezeichnet werden, geht dieser Gesellschaft doch „am Arsch vorbei“.

Interessant sind die politisch motivierten Gewalttaten. Weder Herr Hütter von der AfD noch – natürlich nicht! – der Vertreter der CDU weisen darauf an, dass bei den politisch motivierten Gewalttaten gegen das Leben und die Gesundheit von Menschen die Linken schon immer weit führend waren, was die Gesellschaft aber ebenso schon immer nicht wahrhaben wollte (→ 91. Gedankensplitter).

Im letzten statistisch erfassten Jahr (2017) hat diese Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die politisch motivierte Gewalt von links ist um 15,6 Prozent auf 1967 Gewaltstraftaten gestiegen, die von rechts um 33,5 % auf 1130 gesunken. Es fehlte nicht viel und die linken Gewalttaten wären doppelt so häufig wie die rechten. Sehr komisch, dass keiner darauf hinweist. Es wird auch konsequent verschwiegen, von wem konkret die Körperverletzungen bei den Demonstratiionen in Chemnitz ausgegangen sind.

Sie wollen uns für dumm verkaufen, es wird ihnen nicht mehr lange gelingen. Und wenn der Inlandsgeheimdienst die AfD überwacht, wird er genauso erfolglos bleiben wie die Staatssicherheit zu den Wendezeiten in der DDR.

Herr Maas sorgt sich um das internationale Ansehen Deutschlands, er befürchtet, dass die zwei schlichten Dümmlinge, die den Hitlergruß zeigten, das Ausland irritieren könnten. Es gibt immer einzelne Verrückte, zu jeder großen Regel gehört die seltene Ausnahme. Jörg Urban, der AfD-Landeschef, glaubt, einen der beiden Hitlergruß-Zeiger später dann bei den linken Gegendemonstrationen wieder gesehen zu haben. Wenn ich mir das alte Dedektivprinzip „Wem nutzt es?“ vergegenwärtige, kann ich mir das durchaus vorstellen.

Als sich Deutschland im September 2015 zur “Hippie-Republik” machte, wäre es sehr angebracht gewesen, dass sich Herr Maas um das internationale Ansehen Deutschlands gekümmert hätte. Ausgeflippte Gutmenschen haben damals die ankommenden Flüchtlinge mit Teddybären beworfen, wie das aufgeregte Teenager mit ihren angesagten Stars tun. Dieses Hippie-Deutschland hatte verheerende Auswirkungen, es hat entscheidend dazu beigetragen – wie sie dem Link entnehmen können -, dass Großbritannien die EU verlassen wird. Da hätte Herr Maas sich mal rechtzeitig und vorher Sorgen über das internationale Ansehen Deutschlands machen sollen.

 

255. Das Volk ist klug (31.08.2018)

Besonders das sächsische. Das hat es 1989 bewiesen, als es allen anderen deutschen Stämmen vorangegangen war. Und “Keine Gewalt! ” – das ist seine Mentalität, egal, was die Hetzer aus anderen Bundesländern behaupten, in denen sich gewohnheitsmäßig Gewaltkriminalität, z.b. an jedem 1. Mai, und der Drogenhandel in einem entschieden höheren Maß als in Sachsen etabliert haben.

Wie klug Volkes Stimme auf den Punkt bringen kann, um was es geht, fiel mir auf, als ich heute in der BILD das Pappschild gesehen und gelesen habe, das inmitten des Blumen- und Kerzenmeeres in Chemnitz an der Stelle deponiert wurde, wo ein Mensch an den Messerstichen verblutete, die ihm ein gnadenloser Totstecher zufügte:

“Nehmt ihnen die Messer, sonst nehmen wir euch die Ämter!” Das ist die einzige Sprache, die die politisch-korrekten Snobs unseres Landes verstehen, die schon längst nicht mehr die Interessen ihres eigenen Volkes vertreten.

Aber auch: Schert nicht alle über einen Kamm! Wenn die unfreundlichen, integrationsunwilligen Migranten mit der Antifa gemeinsame Sache machen, dann verbünden wir uns mit den Zuwanderern, die hier freundlich und fleißig sind und auf jeden Fall darauf verzichten, mit Messern herumzufuchteln. Bestärken wir sie, sich mit uns zusammenzutun. Gutwilligkeit und Friedlichkeit gehören zusammen, egal welcher nationalen Herkunft sie sind.

 

254. Muss der Verfassungsschutz die Gesprächsrunde von Maybrit Illner beobachten? (31.08.2018)

Gestern Abend wurde in besagter Sendung nicht etwa über den Mord von Chemnitz debattiert und über zwei weitere Schwerverletzte, sondern über eine angeblich danach stattgefundene “Hetzjagd auf Migranten“.

[Einzelne sind "Flüchtlingen" nachgerannt, ohne sie zu verletzen. Nach ein paar Metern haben sie von ihnen abgelassen. Deswegen gibt es auch keine diesbezüglichen polizeilichen Anzeigen. Das "Hetzjagd" zu nennen, ist schon sehr demagogisch. Man stelle sich vor, Hoolegans hätten drei Flüchtlinge durch Messerstiche schwer verletzt, und einen auf diese Weise sogar ermordet. Würden es dann die Weltoffenen nicht für völlig menschlich halten, dass einzelne Flüchtlinge, wenn sie Hooligans sehen, ihnen hinterherrennen? Wahrscheinlich hätten sie sogar Verständnis dafür, wenn einige der "Nazi-Schweine" dabei verletzt werden würden. - 03.09.2018]      

Frau Illner interviewte eine Gästin – formuliere ich extra gendergerecht -, die die Leipziger pauschal als rassistisch denunzierte und dann anhob zu beteuern, dass keinesfalls nur die Sachsen so sein. Wenn sie durch Mecklenburg an die Ostsee fahre, dann sehe sie auch dort überall schwarz-rot-goldene Fahnen: “alles Nazis”.

Nicht einer aus der Runde, illustre Repräsentanten dieser Gesellschaft, die sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlen sollten, protestiert oder fragt wenigstens nach: Moment mal, die eigene Nationalflagge vor dem eigenen Haus oder im eigenen Garten zu hissen, ist doch nicht nazistisch! Dann wären die Dänen oder Türken, die das alltäglich tun, alle ganz weit rechtsaußen.

Ich betrachte das entsprechend § 90a des Strafgesetzbuches als eine Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole:

Wer öffentlich, in einer Versammlung … die Farben, die Flagge, das Wappen oder Hymne der Bundesrepublik Deutschland … verunglimpft wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Und wer dies zulässt und nicht thematisiert und kritisiert wie alle Teilnehmer der Diskussionsrunde, einschließlich Frau Illner, macht sich zumindest moralisch mitschuldig.

So viel zur Behauptung, die in der Sendung mehrfach aufgestellt wurde – und nicht nur dort -, die deutsche Gesellschaft sei sehr wachsam auf dem linken Auge, auf dem rechten aber blind. Das Denken unserer etablierten “Eliten”, einschließlich das der CDU, wie es sich auch in diesem konkreten Fall an der ausgebliebenen Reaktion des Innenstaatssekretärs zeigt, hat sich über die Jahrzehnte für sie selbst unmerklich und unbewusst so weit ins linke Spektrum verschoben, dass sie nicht einmal mehr merken, wenn sie mit dem, was sie politisch äußern oder dulden, ihr eigenes Strafgesetzbuch verletzen.

 

253. In eigener Sache (29.08.2018)

Mein Verlag ist zu einem reinen Verlustgeschäft geworden. Deswegen muss ich ihn zum Ende des Jahres aus steuerlichen Gründen aufgeben. Dann muss auch das Angebot meiner Bücher von dieser Internetseite verschwinden.

Ich habe schon vor einiger Zeit die Preise der Titel aus meinem eigenen KuK-Verlag deutlich reduziert. Ich halbiere die angegebenen Preise für diejenigen, die bis zum 20.12.2018 eines dieser Bücher bestellen, nochmals. Das gilt so weit und so lange ich sie noch auf Lager habe.

Bestellungen mit Angabe der Lieferadresse bitte an ralfhickethier@web.de. Ich schicke das Buch/die Bücher dann mit Rechnung.

 

252. Herr Buschmann, Generalsekretär der FDP, gerade (23.37 Uhr) auf Phönix: Ein rechter Mob jagt in Chemnitz Menschen, was sogar zu Todesopfern geführt hätte (28.08.2018)

Also nicht ein Syrer und ein Iraker haben einen Chemnitzer mit 25 Messerstichen ermordet [jetzt lese ich, es waren nur fünf Messerstiche, aber das macht, wenn der Tod das Ergebnis ist, keinen Unterschied - 31.08.18], sondern ein rechter Mob. Und dann hatte der nicht mal einen Grund, denn es gäbe keine Frau, die der Ermordete vor dem Syrer und dem Iraker beschützen wollte. Verwirrend.

Aber eins steht fest: Der rechte Mob hat Schuld, der hat gemordet, obwohl irritierender Weise ein Syrer und ein Iraker verhaftet wurden. Und ehe in Deutschland Ausländer verhaftet werden, da muss die polizeiliche Beweislage schon wasserdicht sein.

Also FDP wählen. Die ist, wenn der Generalsekretär für die ganze Partei spricht, nicht ganz dicht, sondern/also weltoffen (wie die anderen etablierten Parteien sowieso).

 

251. „Keine Gewalt!“ – das muss die oberste Maxime rechtschaffender Menschen sein (28.08.2018)

Das gilt in Deutschland für die allermeisten Menschen. Deswegen sind sie ja auch so empört, wenn Menschen einfach abgestochen werden, etwas, was in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt nicht zur Alltagskultur dieses Landes gehörte. Das hat sich geändert, wir sind „bereichert“ worden.

Wichtig ist, dass wir jetzt trotzdem und erst recht bei unserer Kultur bleiben und die heißt: Keine Gewalt, erst recht keine mit Hilfe von Waffen. „Rechte“ müssen zeigen, dass sie rechtschaffend sind und für ihre Ansichten im Streit der Gedanken nur mit Worten eintreten. Gewalt bleibt das letzte Mittel der absoluten Notwehr.

Es zeigt sich auch in Chemnitz wieder, von wem Gewalt in der Mehrheit der Fälle ausgeht: Von der extremen Linken. Bei der Abreise sind nicht „Antifaschisten“ von Rechten verprügelt und verletzt worden, sondern es war genau umgedreht.

Wer allgemein von „Schlägereien“ und „Rangeleien“ berichtet, wie in der Regel die Systemmedien, erweist den Tätern die Ehre. Das wäre so, als wenn die Gewalt eines Vaters gegenüber seiner Frau und seinen Kindern als „Schlägerei in der Familie“ beschrieben werden würde.

Die Waffe von rechtschaffenden Menschen muss sein, zu berichten, was genau und im Einzelnen geschehen ist. 

Wer vermummt sich, wer weigert sich, der Aufforderung der Polizei nachzukommen, die Vermummung abzulegen und die Bewaffnung mit Steinen zu unterlassen? Wer genau verletzt mit Stahlkugelschleudern andere Menschen schwer? Einfache Fragen, die eine klare Antwort brauchen. Glasnost! Gewalt wird nur beendet, wenn sie ausgeleuchtet wird und die Täter genau beschrieben und benannt werden, anstatt sie mit ihren Opfern und friedfertigen Protestierern zu einem undurchschaubaren Mischmasch zu vermengen, in dem sich die Täter prächtig verstecken können.

 

250. Der Wolf, der vergessen hat, sich zu verstellen (weil das Wölfische schon zu alltäglich üblich geworden ist), macht es den Geißlein leichter, ihn zu durchschauen (Hoffentlich!) (26.08.2018)

Oder: Alltägliche Kleinigkeiten, die nebenher unterlaufen, sagen mehr über die Gesinnung eines Menschen als extra überlegte, große Thesen

Frau Nahles gerade im Interview der Woche des Deutschlandfunks auf die Frage einer Regierungsbildung mit den Linken: „We will see“. Der Reporter fragt natürlich nicht: „Warum bedienen Sie sich als Repräsentantin der deutschen Politik nicht der hier gültigen Amtssprache?“ Oder: „Was ist an ‘We will see’ besser als an ‘Wir werden sehen’?“ Die Zeiten sind lange vorbei, dass einem Journalisten in Deutschland so etwas aufgestoßen wäre. (Immerhin ist Frau Nahles, abgesehen von ihrer sprachlichen Entgleisung, diesbezüglich skeptischer als die CDU.)

Sie zeigt mit ihrem “We will see” ganz nebenbei und unbewusst, wie sie wirklich tickt: Deutsch ist nicht schick genug, Englisch steht drüber. Sie sagt auch nicht etwa, wenn sie die ungarische und österreichische Regierung kritisiert, “Ungarn oder Österreich zuerst”, sondern – natürlich – “Hungary oder Austria first”. Ist ja klar, sie ist ja eine deutsche Politikerin. Die hat in jedem Fall die anglo-amerikanische Kultur- und Sprachbrille auf.

Bertold Brecht hatte in seiner Kinderhymne noch gedichtet:

Und nicht über und nicht unter

Andern Völkern wollen wir sein

Die deutschen Repräsentanten wollen gern unter anderen Völkern stehen, sie fangen damit beim Verraten und Verkaufen des Deutschen mit seiner Sprache im Alltäglichen an. Dass seriöse Kulturschaffende wie Eugen Ruge, die in keiner Weise verdächtigt werden können, “Rechtspopulisten” oder Ähnliches zu sein, befürchten, dass die deutsche Hochsprache in 200 bis 300 Jahren ausgestorben sein wird, ficht sie nicht an. Ja, wenn es sich um ein kleines Volk auf den pazifischen Inseln handeln würde, dann würden sich die guten deutschen Menschen vor Sorgen und Empörung auf dem Boden wälzen. Aber wenn es sich nur um Deutsch handelt, dann interessiert das hier keinen, am allerwenigsten die Vertreter unserer etablierten politischen Klasse. Im Gegenteil, sie tragen nach Kräften – siehe die SPD-Nahles – dazu bei.

Kein DDR-Repräsentant hatte oder hätte in eine öffentliche Verlautbarung ein „Mü budem videth“ (Verzeihung, ich verfüge auf meinem Computer über keine russischen Buchstaben) eingefügt, obwohl die DDR immerhin 40 Jahre existierte und Russisch damals für das geschlossene sozialistische Lage eine ebenso übermächtige Bedeutung hatte wie heute das Englische für viele – zum Glück nicht alle! – in der Welt.

Was sagt uns das? Die Westdeutschen haben sich schon immer mit größerer Lust, zumindest kulturell-sprachlich, einem übermächtigen Herrn unterworfen als die Deutschen in der DDR. Das aus dem Nazireich überkommene Gehorchen-Wollen (Führer befiehl! – Wir folgen Dir!) hat sich so womöglich, mehrfach gebrochen, verschoben. Das ist eine Mentalität, die den Westdeutschen vielleicht auch gegenüber dem Islam zuschlechte kam.

Falls ich einmal in die Politik gehen sollte, werde ich in meine Reden öfter einmal eine russischsprachige Wendung einfügen, die ich für diesen Zweck extra neu lernen werde, z.b “priblisitelno” für “about around”, damit unsere Westi-Englisch-first-Politiker [nicht „Wessi“, sondern „Westi“, man beachte den feinen Unterschied] endlich einmal merken, wie sich die alt gewordenen Deutschen fühlen, die sich nicht mit Unterwerfungslust ins Englische hineinbegeben konnten oder wollten, weil sie für Weltoffenheit vielleicht auch gehalten hatten, die Sprachen der direkten Nachbarn zu lernen und nicht die Sprache des Hauptkriegstreibers der Nachkriegszeit, der USA, sowie der Nato und der internationalen Konzerne.

 

249. Herr SPD-Meier, Sie sind nicht mein Präsident (23.08.2018)

Genauer: Ich für meinen Teil betrachte Sie nicht als meinen Präsidenten. Ihnen geht es immer nur um die Probleme der Hinzugekommenen. Die, die dieses Land auf der Grundlage der Arbeit ihrer Eltern und Voreltern aufgebaut haben, können sehen, wo sie bleiben.

Einfache Logiken der Seele bleiben Ihnen wie den ganzen Merkel-Leuten verborgen. In jedem Dorf kann man sie beobachten. Ziehen dort Leute hin, brauchen sie Jahre, um als Einheimische zu gelten. Sie müssen sich sehr anstrengen, auf die schon lange im Ort Ansässigen zugehen und beweisen, dass sie – tatsächlich – etwas für ihr neues Dorf leisten.

Es ist ein Gesetz des Kosmos der Seele, dass immer der, der hinzukommt, sich in das einfügen muss, was dort vor ihm war. Nur wenn er das tut, diesbezüglich in Vorleistung geht, kann er, indem er „Seins“ einbringt, das Vorhandene auch ein bisschen besser machen, es „bereichern“.

Und Deutsche tun das im Ausland auch mit Eifer, jedenfalls, wenn sie dort nicht nur Urlaub machen, sondern in dieser Gesellschaft leben wollen. Mit großer Vorsicht versuchen sie, alles zu vermeiden, was als Affront gegen die dort geltenden Sitten missverstanden werden könnte.

Sie aber, Herr SPD-Meier, bestärken ein Anspruchsdenken der neu Hinzugekommenen, ihren Stolz des Beleidigtseins, wenn die Deutschen im Umgang mit ihnen wieder einmal etwas falsch gemacht haben. Dann müssen Mama Merkel und Papa Steinmeier ihnen die Leviten lesen. Die neu hinzugekommenen Familienmitglieder haben natürlich alles richtig gemacht. Immer, wenn es Probleme gibt, haben die Alteingesessenen schuld, sie haben sich dann nicht weltoffen genug in die Ansprüche der Flüchtlinge eingefühlt.

So geht es oft auch Kindern Alleinerziehender, wenn diese sich in einen Partner verliebt haben, der auch Kinder hat. Der mehr liebt, möchte den anderen auf keinen Fall verlieren. Seine Kinder bezahlen die Zeche. Sie haben immer Schuld, wenn es Probleme gibt.

Man stelle sich einmal vor, „Reichsbürger“ würden die Anweisung eines Polizisten, der von ihnen gefilmt wird, ignorieren, damit aufzuhören, und auf die Aufforderung, ihren Namen zu nennen, höhnisch unter dem Gelächter ihrer Kinder antworten: Ich heiße „Pistolenmann“. (Der „Geflüchtete“, siehe etwas weiter unten, sagte „Ich heiße Axtmann“, auch eine hammerharte Anspielung.)

Wenn dann die Polizei das Handy, mit dem trotz Verbot weiter gefilmt wurde, beschlagnahmt, attackieren die Reichsbürger die Polizei mit grober körperlicher Gewalt, nehmen sie in den Schwitzkasten, treten und schlagen auf sie sein.

Die guten Menschen in Deutschland würden sich vor tiefer Betroffenheit und Empörung, was sich die „Nazis“ alles in Deutschland erlauben können, gar nicht mehr einkriegen. Wenn sich aber „Geflüchtete“ genau so verhalten, hört der Zuschauer bei den großen öffentlich-rechtlichen Sendern kein Wort davon. Von Reichsbürgern umso mehr. Wir leben im Land der doppelten Staatsbürgerschaften und Maßstäbe.

Wieso, Herr SPD-Präsidenten-Meier, flüchten so viele Deutsche in den irrealen Wahn eines Reichsbürgertums? Warum nimmt das zu? Sind die alle psychisch krank oder fühlen sie sich in ihrem eigenen Land einfach nicht mehr zu Hause? Um Geflüchtete dieser Art könnten Sie sich auch einmal kümmern, empathisch zur Abwechslung mal mit den Eigenen sein und ihnen eine Willkommenskultur bereiten, damit sie zurückkommen in das Deutschland der Gegenwart und vor allem an einem besseren der Zukunft mitarbeiten.

Warum benachteiligen deutsche Arbeitgeber Bewerber mit türkischem Namen? Sind die alle – natürlich die Erstgenannten, bei Ausländern schließt sich das ja von vornherein aus – von Natur aus böse, tragen das Nazi-Gen genetisch angeboren in sich bzw. sind sie auch psychisch krank oder haben sie einfach ausgiebig Erfahrungen sammeln können mit Leuten, die einen türkischen Namen tragen?

Henryk M. Broder wundert sich in seiner aktuellen Kolumne in der Welt (da diese im Internet zu lesen, bezahlpflichtig ist, verlinke ich hier einen Youtube-Beitrag von ihm, in dem er dasselbe sagt), dass die 2,1 Millionen Bürger mit polnischen Wurzeln in Deutschland im Gegensatz zu den 2,8 Millionen mit türkischen Wurzeln entschieden weniger Probleme machen, nicht ständig beleidigt sind und sich nicht über angeblichen Rassismus beschweren. Der polnische Präsident hetzt sie in Deutschland auch nicht gegen die deutsche Gesellschaft auf.

Vera Lengsfeld zitiert dazu einen aussagekräftigen Leserbrief einer Türkin. 

SPD-Repräsentanten fordern, dass der deutsche Steuerzahler nicht nur einen Teil der Türken in Deutschland finanzieren soll (es gibt auch sehr fleißige, die ich selbst kennengelernt habe), sondern nun gleich die ganze Türkei. Und das, obwohl sie jetzt schon Milliarden von der EU bekommt, also maßgeblich von Deutschland als dem größten EU-Nettogeldzahler (schauen Sie sich das oben verlinkte Interview mit Henryk M. Broder an). Der „Westen“ müsse die Türkei unbedingt in der Nato halten, das läge in seinem strategischem Interesse, genauso wie Griechenland im Euro, koste es – Deutschland – , was es wolle.

Wir sind aber nicht „der Westen“, wir sind mit Österreich, der Schweiz und eventuell noch anderen mitteleuropäischen Ländern, die zum ehemaligen Deutschen Bund gehörten, die Mitte Europas zwischen dem Westen und Russland. Wir sollten endlich werden, was uns die Sowjetunion schon in den Fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vorgeschlagen hatte: Eine blockfreie, starke Friedens-, Wirtschafts- und Handelsmacht in der Mitte Europas.

Solange wir das noch nicht sind und die EU und die Nato weiter subventionieren müssen, bleibt den eigenen Rentnern nichts anderes übrig, als weiter in Papierkörben nach Pfandflaschen zu suchen. Mach’ nur so weiter, SPD, dann wirst du so klein mit Hut, dass du keinen großen Schaden mehr anrichten kannst.

 

248. Die Merkel-Leute verarschen uns (12.08.2018)

Es gab schon schlimmere Zeiten in Deutschland, aber so viel Verarschung wie heute war sehr selten. Wir sollen endlich aufhören über das Flüchtlingsproblem zu jammern. Das hätte sich doch erledigt. Dank der klugen Politik von Frau Merkel seien die Flüchtlingszahlen im Vergleich zu 2015 doch um 90 Prozent gesunken. (Selbst wenn das so wäre, was es nicht ist, ist es doch immer noch eine Katastrophe, wenn auf ein hohes Niveau weiter regelmäßig und langfristig Neues, wenn auch nicht mehr so viel, hinzukommt → 240. Gedankensplitter.)

Deutschland und Spanien beschwören den Fetisch „Europa“ als einzige Möglichkeit, das Problem der illegalen Einwanderung zu lösen. Sie haben als Beweis, dass die europäische Lösung funktioniere, ein Rücknahmeabkommen ausgehandelt. Bloß das betrifft nur die illegalen Einwanderer, die sich

  1. in Spanien registrieren lassen, die
  2. dort einen Asylantrag gestellt haben und die
  3. über Österreich nach Deutschland einreisen wollen.

Jeder, der auf die Landkarte sieht, weiß, dass das völlig absurd ist, weil sie dann extra einen Riesenumweg gehen müssten, nur um Merkels ideologisches Wunschdenken am Leben erhalten zu können.

Die „Flüchtlinge“ erhalten in Spanien keine Versorgungsleistungen, in Frankreich minimale. Wer will es ihnen dann verdenken, dass sie in das Land weiterziehen, wo Milch und Honig – und Bier nicht zu vergessen – kostenlos fließen.

Der spanische Beitrag wird vielleicht dann darin bestehen, dass sie Schilder aufstellen „to Germany“ oder „to Englishland“ (ehemals Deutschland) aufstellen oder ihnen massenweise Fahrkarten geben, mit denen sie kostenlos schnell Richtung Nordosten vorankommen können.

Die AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber sagt zerknirscht, sie hätte sich in der AfD auch an der Hetze gegen Ausländer beteiligt, indem sie die Tatsache, dass der Ausländeranteil in den deutschen Gefängnissen inzwischen auf 25 Prozent angestiegen ist, mit der Flüchtlingskrise von 2015 in Verbindung gebracht habe, was aber nicht stimme.

Gestern lese ich in der LVZ in einem Interview mit dem sächsischen Justizminister Gemkow (CDU) als Erklärung auf die Frage, warum jahrelang Stellen für Justizvollzugsbeamte abgebaut wurden:

Die Stellenstreichungen hatten sich an Prognosen zum Bevölkerungswachstum orientiert – und dabei war man davon ausgegangen, dass bei insgesamt weniger und zunehmend älteren Menschen auch die Kriminalitätsbelastung sinkt. Aber, auch wenn das jetzt nach einer Ausrede klingt: Erst in den letzten drei Jahren hat sich die Situation insbesondere im Justizvollzug massiv verschlechtert. … Eigentlich gehen die Gefangenenzahlen in Sachsen wie auch bundesweit zurück – allerdings nur bei deutschen Insassen. Denn seit 2015 passiert Folgendes: Es kommt eine große Zahl ausländischer Häftlinge hinzu.“ (S. 4)

Und das, Frau Schreiber, hat mit der ungeordneten Einreise Hunderttausender 2015 nach Deutschland nichts zu tun?

Erinnern Sie sich noch an die vielen Talkshows 2015, wo den begriffsstutzigen Reaktionären aller Art haarklein vorgerechnet und “bewiesen” wurde, dass Ausländer “natürlich nicht” krimineller seien als Inländer und wenn mehr Strafanzeigen gegen sie vorlägen, dann nur wegen Straftaten, die nach dem Ausländerrecht für Inländer gar nicht in Frage kommen. Wegen dieser kommt man in Deutschland aber nicht ins Gefängnis, sondern wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung (im wiederholten Fall), Totschlag und Mord.

Wie gesagt, wir werden verarscht noch und nöcher.

 

247. Eine Plus-Plus-Situation für kriminelle Gewalttäter (08.08.2018)

Oder: Wie die Merkel-Leute in den verschiedenen etablierten Parteien unser Land an die Wand fahren

Es darf sich allerdings nicht um gewöhnliche Kriminelle handeln, sie müssen schon geadelt sein. Wann und wie ist man in Deutschland als Rechtsbrecher geadelt? Wenn man Ausländer ist. Von je weiter man herkommt, desto mehr.

Da begehen Somalier ein Kapitalverbrechen, überfallen ein deutsches Schiff. Niederländische Elitetruppen riskieren ihr Leben, um sie dingfest zu machen.

Der deutsche Staat ist fürbass erzürnt: Na wartet, damit kommt ihr nicht durch, wir verlangen eure Auslieferung. Sie werden hier in Deutschland zu lächerlich geringen Strafen verurteilt, sind inzwischen alle wieder frei, können nicht abgeschoben werden und führen hier auf Kosten des deutschen Steuerzahlers ein sorgenfreies Leben.

Die Mutter eines Verurteilten, die sich im Gegensatz zu den Verantwortlichen in Deutschland noch einen Rest gesunden Menschenverstandes bewahrt hat, kann es nicht verstehen: Du begehst ein Verbrechen, wirst dafür verurteilt und danach besorgt dir der Staat, dessen Staatsbürger du angegriffen hattest, eine Wohnung und finanziert dir ein sorgenfreies Leben in Deutschland !!??

Ja, liebe Menschen da draußen in der Welt, so tickt Deutschland. Was sagt Euch das: Ehe Ihr mühsam versucht, einen Termin in einem deutschen Konsulat zu bekommen und monatelang darauf wartet, überfallt doch einfachen einen Vertreter Deutschlands. Wenn’s klappt, habt Ihr sein Geld, wenn nicht, auch gut, dann verlangt der strenge deutsche Staat unweigerlich Eure Auslieferung und schwuppdiwupp, schon habt Ihr’s geschafft, dann seid Ihr drin, ohne eine gefährliche Flucht durch die Wüste oder übers Mittelmeer riskieren zu müssen.

Die deutsche Realität ist dank der politischen, juristischen und medialen Eliten, die in diesem Land die Verantwortung tragen, noch märchenhafter als im Fall der Goldmarie. Die musste immerhin noch positive Leistungen vollbringen, bevor sie von Frau Holle belohnt wurde.

Wer im Interesse seiner Kinder und Kindeskinder will, dass die Lage so beleibt, muss unbedingt weiter die etablierten Merkelparteien wählen, von den Linken über die Grünen, die SPD, FDP, CDU bis hin zur CSU, die ja wieder in unverbrüchlicher Treue zu Frau Merkel steht. 

 

246. Die Sorge vor Rassismus… (05.08.2018)

ist bei den politisch Verantwortlichen in Deutschland größer als die Sorge um das Wohlergehen der eigenen Jugend. Während andere Länder Drogendealer zum Tode verurteilen, um der Gefährdung der eigenen Jugend konsequent einen Riegel vorzuschieben, werden sie in Deutschland nicht einmal kontrolliert, um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, rassistisch zu sein.

Wer etwa bei schönem Wetter durch den Görlitzer Park in Berlin schlendert, wird von Flüchtlingen angesprochen, ob er Drogen kaufen will. Angeworben werden sie von Sicherheitsleuten in Asylunterkünften, die mit arabischen Clans befreundet sind. Diese kontrollieren und kassieren ab. Ein Ermittler zu BILD: ‘Razzien finden fast nie statt.’ Auch der Heroinhandel ist fest in der Hand der Clans.“ (BILD Deutschland, 04.08.2018, S. 3)

Ich schäme mich, Bürger eines Landes zu sein, dem schwerkrimminelle Clans auf der Nase herumtanzen.

Ein Polizist: ‘Oft fehlt uns auch der politische Rückhalt, weil uns schnell Rassismus unterstellt wird, wenn wir gegen Mitglieder von Großfamilien vorgehen müssen.”’ (Ebenda)

Werden Schwarzafrikaner, die den Drogenhandel dominieren, kontrolliert, regen sich gute Menschen über eine „rassistische Profilierung“ auf. Warum werden gerade nur Schwarzafrikaner kontrolliert und nicht europäisch aussehende Familien oder Rentnerehepaare?

Ich kann’s euch sagen: Weil nicht die Letztgenannten immer wieder mit Drogen aufgefallen sind, sondern die Erstgenannten. Ich habe auch noch nie gehört, dass sich Neonazis über rassistische Profilierung beschwert hätten, wenn bei einer für sie typischen Veranstaltung nicht im gleichen Maße auch Dunkelhäutige, Familien oder Rentner kontrolliert werden.

Und wenn es gilt, Autorennen zu unterbinden, werden ganz zu Recht keine 50-PS-Autos gestoppt, sondern die Angeber-Schlitten. Es ist dann ein gerechtes und sinnvolles „Vorurteil“, sich bei den polizeilichen Untersuchungen auf diese zu konzentrieren, schließlich geht es in erster Linie um die Minderung von Gefahren für Leib und Leben Unbeteiligter, genauso wie beim Drogenhandel, und nicht um eine theoretisch sichergestellte Gleichbehandlung aller Menschen, die sich gerade an einem bestimmten Ort befinden.

Wer die Bedrohung der Gesundheit naiver oder argloser „Opfer“ effektiv mindern will, muss bei der Verfolgung gewiefter Täter auf seine gesammelten Vorerfahrungen aufbauen können dürfen. Diese absolute Selbstverständlichkeit in Frage zu stellen, gelingt, glaube ich, nur guten Grünmenschen in Deutschland und sonst keinem.

 

245. Wer Stauffenberg als Verräter und Feigling… (02.08.2018)

bezeichnet wie der Vorsitzende des Jungen Alternative in Niedersachsen muss von allen guten Geistern verlassen sein. Stauffenberg wollte Deutschland in den Grenzen von 1919 retten, indem er den Massenmörder Adolf Hitler beseitigte. Dieser hatte zuerst rücksichtslos gegen sein eigenes Volk gewütet und 500 000 der besten und leistungsfähigsten Deutschen vertreiben und ermorden lassen, bloß weil sie Juden waren. Viele von Ihnen hatten sich schon im 1. Weltkrieg als wahre deutsche Patrioten erwiesen.

Dieses sinnlose Morden hat er dann in ganz Europa fortgesetzt und auf furchtbare Weise vervielfacht, nicht nur mit Juden, sondern auch mit vielen anderen Menschen, die die Nazis für lebensunwert hielten. Das allein ist unbeschreiblich schlimm, und dass Stalin und Mao auch Massenmörder waren, ändert nichts daran.

Abgesehen davon war er als militärischer Führer ein Versager und Dilettant. Er ließ seine 6. Armee in Stalingrad verrecken und verhinderte, dass der deutsche Düsenjäger, die Me 262, 1943 in die Serienproduktion ging.

Die Engländer und Amerikaner waren durch ihre Spionagezentren genauestens über die Entwicklung des deutschen Düsenjägers informiert. General Spaatz, der Oberkommandierende der US-Bomberkräfte warnte:

‘General Eisenhower und ich sind uns darüber klar, dass die tödlichen deutschen Düsenjäger uns Verluste zufügen können, die zur Folge haben, dass die Tagesangriffe in unmittelbarer Zukunft eingestellt werden müssen.’

Auch in Amerika und England wurde fieberhaft an der Entwicklung eines Düsenflugzeugs gearbeitet. Es war nicht die Rede davon, dass nur Deutschland im Besitz der Turbinen und Strahltriebwerke war. Tatsache aber blieb, dass die deutschen Techniker einen Vorsprung von mindestens anderthalb Jahren herausgeholt hatten.“ (Norbert Lebert: Sterben war ihr täglich Brot. Die Testpiloten von Rechlin. Neuauflage des Tatsachenromans von 1958 im Mecklenbook-Verlag Neubrandenburg 2017, S. 211)

Sie schwiegen alle, denn niemand wagte es, den Mund aufzumachen. Der Oberste Befehlshaber hatte gesprochen. Sein unsinniger Befehl vernichtete den Vorsprung, den die Konstrukteure erarbeitet hatten. Er vernichtete die Hoffnung der Jagdflieger.  Aber er übertraf die kühnsten Erwartungen der Feinde. Der Tag von Insterburg [wo Hitler diese Entscheidung traf] wurde in London groß gefeiert! Hitler hielt nichts von Jägern. Auch nichts von Düsenjägern. Sie waren für die Verteidigung bestimmt. Defensive war in seinen Augen Feigheit. Angriff, Vergeltung, Rache! Dazu muss ich Bomber haben, Schnellbomber, Blitzbomber – keine Jäger. … Aus Ruinen und Trümmern schauten die Menschen weiterhin gläubig zum Himmel, wenn sie das Rauschen der Düsenjäger hörten. Denn sie wussten nichts vom Tag von Insterburg.“ (S. 213)

Heiko Maas, deutscher Außenminister, war aber auch von einigen klugen Geistern verlassen, als er ausgerechnet den Jahrestag des Putschversuches gegen Hitler am 20.07. benutzte, um vor “Rechtspopulismus” zu warnen. Stauffenberg wollte Hitler nicht töten, um in Deutschland die westliche Demokratie einzuführen. Er wollte mit der Menschenverachtung der Nazis, dem Kriegswahnsinn und dem irrationalen Rassenwahn Schluss machen und ein friedliches, gerechtes, starkes und eigenständiges Deutschland zwischen dem Westen und Russland und keinen weiteren, besonders servilen Vasallen der USA in Europa.

Seine Ansichten waren “rechter” als die der heutigen AfD, wenn ich Verwirrte wie den Stauffenberg-Kritiker von der “Jungen Alternative” jetzt einmal als das betrachte, was sie bald sein werden, nämlich nicht mehr in der AfD. Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat sein Leben für Deutschland geopfert, nicht für eine imaginäre westliche Demokratie. Er ist ein Held und hat den höchsten Respekt verdient, zuerst und vor allem von seinen Landsleuten.

 

244. Der, der mit dem Geheimdienst droht, sagt, es gibt in Deutschland keine Maulkörbe für öffentliche Meinungsäußerungen (30.07.2018)

Gerade gehört im Deutschlandfunk: Ist die deutsche Gesellschaft rassistisch? Mehrere Hörer beklagen, dass wer das Anspruchsdenken der Muslime kritisiert, die sich in vielen Fällen – nicht in allen – mehr Anpassung der deutschen Aufnahmegesellschaft an sie erwarten, als sie umgedreht dazu bereit sind, als Rassist oder Nazi verunglimpft wird, weswegen viele Deutsche und deutsch gewordene Zuwanderer nun wie mit einem Maulkorb durch dieses Land laufen.

Der Politikwissenschaftler wundert sich: Man könne doch alles sagen, wie gerade auch diese Sendung zeige.

Der SPD-Vertreter droht Hörern und Frau Steinbach, die sich sehr gut geschlagen hat, mehr oder weniger direkt mit dem Verfassungsschutz, dem deutschen Inlandsgeheimdienst. Wenn diese feststellten, dass sich viele Moslems im Gegensatz zu anderen Zuwanderern gar nicht integrieren, sondern lieber die deutsche Gesellschaft grundsätzlich verändern wollten, in Richtung Islam, seien sie zutiefst verfassungsfeindlich.

Dass ein Geheimdienst versuchen soll, den Untergang eines Staates aufzuhalten, der sich den Realitäten nicht stellen will oder nicht mehr stellen kann, kommt uns DDR-Bürgern bekannt vor.

Noch einmal langsam zum Mitdenken: Nicht etwa die, die im Sinne der “Unterwerfung”, wie sie Michel Houellebecq in seinem gleichnamigen Roman schildert, diese Gesellschaft grundsätzlich ändern wollen, müssten vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sondern die, die auf diesen Prozess aufmerksam machen und ihn stoppen wollen. Der Roman wurde auch für das deutsche Fernsehen beeindruckend verfilmt. Ist das für die SPD auch verfassungsfeindlich?

Was sind diese Drohungen Anderes als der Versuch, dem offenen Diskus einen Maulkorb anzulegen? Auf die SPD ist Verlass, bevor sie Deutschland abschaffen konnte, hat sie sich hoffentlich selbst abgeschafft.

 

243. Die zwei Seiten des ZDF (27.07.2018)

Gestern Abend brachte das Heute-Journal einen oberflächlichen, zudeckenden und verharmlosenden Beitrag über die Targetsalden. Die Redaktion sollte mehr andere Magazine des eigenen Senders sehen, z.B. Plus-Minus. Dort bekommt man eine Ahnung, was auf dem Spiel steht und dort wird der Gedanke, dass die Targetmissverhältnisse zeigen, wie hoch der Euro bereits „fiebert“, zu Ende geführt.

Ich habe diesen Plus-Minus-Beitrag, der journalistisch, wie es sein soll, tiefer gräbt und nicht einfach Beruhigungspillen austeilt, im 239. Gedankensplitter, etwas weiter unten, verlinkt. Schauen Sie ihn sich an.

 

242. Gucke an, deutsche Gerichte haben ja doch Biss (25.07.2018)

Sami A. muss zurückgeholt werden aus Tunesien, dem einzigen Land des arabischen Frühlings, in dem dieser halbwegs demokratisch vollzogen wurde.

Klare Frist: bis Dienstag und klare Strafe, was für die Ausländerbehörde passiert, wenn nicht: Erst mal 10.000 Euro, die sich sicher noch weiter steigern lassen, vom Geld des deutschen Steuerzahlers. [Bekommt das Geld etwa Sami A.? Das wäre ein Irrsinn, den ich diesem bundesdeutschen Staat durchaus zutraue. Aber dann muss sich auf die Dauer scheiden, was nicht zusammengehört. Das Volk, einschließlich integrierter Zuwanderer, und sein Staat, einschließlich seiner Gerichte. - 01.08.2018]

Das müsste dann aber für alle Beschlüsse deutscher Verwaltungsgerichte gelten. Wenn eine Abschiebung verfügt wurde, hat sie innerhalb einer geregelten Frist umgesetzt werden zu müssen. Wenn nicht, gibt es Sanktionen für die staatlichen Behörden, die nicht fähig oder willens sind, ein letztinstanzliches, unanfechtbar gewordenes Urteil durchzusetzen, und für diejenigen, die sich mutwillig einer Entscheidung deutscher Gerichte entziehen.

Da bin ich ja mal gespannt, ob in Deutschland weiter nur halbes Recht gilt – entsprechend der These, dass die Erde eine Halbscheibe ist, bestehend nur aus der Mitte und der linken Seite (die rechte darf es nicht geben) – oder irgendwann auch einmal ganzes, Vollrecht sozusagen.

 

241. Mesut Özil würde – wird? – es wieder tun (22.07.2018)

Er ist unpolitisch. Er wollte nur dem “höchsten Amt” des Landes seiner Eltern die Ehre erweisen, egal, wer es innehat, weil er auf seine Wurzeln stolz ist. Dürfen das die Deutschen mit deutschen Vorfahren dann auch? Dürfen sie auch dem Land ihrer Vorfahren die Ehre erweisen, weil sie stolz auf ihre Wurzeln sind?

Eigentlich muss ich Özil sogar dankbar sein, denn er führt jedem vor, der es sehen will, wie ehrlos die deutsche Gesellschaft mit ihrem Land und seiner Geschichte umgeht, die weit über 12 Jahre hinausgeht. Ehre und Würde gehören zusammen, sie sind sozusagen Zwillinge. Özil ist ein gutes und wichtiges Vorbild für die Jugend in Deutschland, die deutsche Vorfahren hat. Schneidet euch eine kleine Scheibe von ihm ab, seid stolz auf eure Wurzeln und ehrt, was dieses Land ausmacht, seinen Erfindergeist und seine Ordentlichkeit z.B., und nicht zuletzt seine Sprache.  

Für mich – es stört sonst wahrscheinlich keinen Vertreter der politischen und medialen Klasse – ist “der Hammer“, dass Özil seine ganze Erklärung an die Anhänger der deutschen Nationalmannschaft auf Englisch verfasst.

Was will er uns damit sagen? Ich denke, Folgendes: Zuerst kommt das Land meiner Vorfahren. Dann kommt ihr immer noch nicht mit eurer minderwertigen Sprache. Ich wurde zwar bei euch geboren, bin bei euch aufgewachsen, Deutschland hat mir zwar möglich gemacht, das zu werden, was ich geworden bin, aber ich identifiziere mich trotzdem mehr mit der Türkei, das sowieso und natürlich, aber auch danach kommt ihr noch nicht, sondern die englische Sprache (und Kultur?). Offenbar hält er Deutsch (und Deutschland?) für verachtenswert. (So bekommt die konsequente Verweigerung des Mitsingens der deutschen Nationalhymne auch einen Sinn.)

Der Adel in Deutschland, die, die etwas Besseres waren, hat es vor ein paar Hundert Jahren mit Französisch auch so gemacht: „Ich spreche doch nicht wie der Pöbel, ich bin im Gegensatz zu ihm hochwohlgeboren.“

Er kann ja gut und gern so denken und sich über das Deutsche erheben. Nur: Was macht er dann noch in der deutschen Nationalmannschaft?

[Die SPD in der Person der Justizministerin hat der rassistisch verfolgten Unschuld vom Lande Recht gegeben. Na denn, deutsche Jugend, höre die Signale, ehre deine Wurzeln und stehe stolz zu deinen Vorfahren. Was für den einen Recht ist, muss für den anderen billig sein.

Özil lebt in der 3. Generation in Deutschland und ist deutscher Staatsbürger, ein allerdings in London lebender. Verständnisvoll reden jetzt viele hier von der Zerrissenheit junger Deutscher mit türkischer Herkunft. In der 3. Generation und immer noch zerrissen. Wenn alle so ticken würden wie das besonders stolze Volk der Türken, müsste Trump heute noch zwischen seiner deutschen Herkunft und seinem jetzigen Heimatland, den USA, schwanken und die doppelte Staatsbürgerschaft einfordern, um diese "große Wunde" zu heilen.

Obwohl: Ich schaue auch bewundernd und neidisch auf den großen Nationalstolz der Türken. Wir können viel von ihnen lernen, sollen wir doch auch, schließlich ist die andere Kultur eine "bunte" Bereicherung des eigenen Denkens und Fühlens. Ich könnte dann, weil ich hugenottischer Herkunft bin, eine stolze Verbundenheit mit meinem alten Herkunftsland Frankreich entwickeln, auch wenn das schon ein paar hundert Jahre her ist, dass meine Vorfahren nach Deutschland auswanderten. Bei nicht wenigen Türken scheint die Verbundenheit mit ihrem alten Herkunftsland mit jeder Generation zuzunehmen. Warum dann nicht bei mir?

Überhaupt finde ich, sollte jeder in Deutschland Anspruch auf eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Es ist doch immer gut und bereichernd, noch über einen "Plan B" zu verfügen, eine zweite kulturelle und staatliche Identität und Lebensmöglichkeit wie die Kinder geschiedener Eltern, die mal in der einen Wohnung leben und mal in der anderen, je nach dem, wo sie ihre Interessen und "Bedürfnisse" - oft besser gesagt: Gelüste - besser durchsetzen bzw. befriedigen können. --> 24. Gedankensplitter - 23.07.2018]  

 

240. Gebt den Flüchtlingen, die wieder ausreisen wollen, ihre Papiere zurück (22.07.2018)

Erstaunlicher Weise geschieht dies zum Teil nicht. Nicht alle wollen sie verkaufen oder wieder verlieren. (Verdammte Vorurteile!) Manche habe auch einfach Sehnsucht nach einem sicheren Ankunftsland. Das ist Deutschland nicht mehr. Die Polizei hat die Lage hier nicht mehr im Griff (siehe z.B. den 238. Gedankensplitter).

Die große „Flut“ hereinbrechender Flüchtlinge ist in Deutschland zwar gestoppt, aber für ein Schiff, das bereits destabilisiert in Schieflage liegt, ist es auch katastrophal, wenn „Wasser“ weiter, über die Jahre in einem „mittleren Maß“ eindringt und die Pumpen davon nur einen geringen Teil aus dem Schiff entfernen können (→ 171. Gedankensplitter). Das heutige deutsche „mittlere Maß“ ist immer noch doppelt so hoch wie das in Frankreich.

Apropos Frankreich. Macron hat ja angeblich die Initiative und Führung in Europa übernommen. Deutschland solle sich an ihm ein Beispiel nehmen. Warum tut es das dann nicht? Warum nimmt es jetzt noch einmal Weißhelme aus Syrien auf, die Frankreich nicht aufnimmt, obwohl es in den letzten Jahren, nicht erst seit 2015, im Vergleich zu Frankreich schon einem Vielfachen der Flüchtlinge Asyl und „Duldung“ gewährte? Sollte nicht wenigstens das Führungstandem Deutschland – Frankreich mit einer Stimme sprechen, anstatt nationaler Alleingänge, wenn das schon der ganzen EU sowieso nicht gelingt?

Und wenn schon nationaler Alleingang, wäre dann nicht jetzt Frankreich dran?

 

239. Es fällt auseinander, was nicht zusammengehört (20.07.2018)

Am Mittwochabend (18.03.2018) hat mich ein Beitrag im ARD-Magazin „Plus-Minus“ umgehauen. Und das, obwohl mich schon Hans-Werner Sinn dafür sensibilisiert hatte (→ 181. Gedankensplitter). Es geht um die Targedsalden, mit denen der Handel zwischen den Ländern der Eurozone verrechnet wird. Da läuft immer mehr auseinander, was ausgeglichen sein sollte: Inzwischen hat Deutschland fast 1000 Milliarden Euro Forderungen an die EZB, während Italien 500 Millionen Verbindlichkeiten angehäuft hat.

Das Thema wird von der Politik ignoriert, es wird nach Kleinkindmanier einfach nicht hingeschaut; das Gespenst wird schon von allein wieder verschwinden. Die Realität soll das ideologische Wunschdenken nicht gefährden, aber im Stillen laufen die Salden weiter auseinander. Dass das Auseinanderklaffen zwischen der Realität und einem ideologischen Schöndenken immer zum Zusammenbruch führt, haben wir das letzte Mal beim Untergang der DDR erlebt.

Was passiert, wenn Italien den gordischen Knoten, die sich anhäufenden Verbindlichkeiten auszugleichen, einfach durchschlägt, indem es die Eurozone verlässt? Nach mir die Sintflut! Selbst bei gutem Willen wird es ihm nur noch schwer möglich sein, die Verbindlichkeiten wieder abzubauen. Und wer fügt sich selbst schon Schmerzen zu, wenn es auch anders geht? Wozu sind die Streber-Deutschen da? Sie wollten ja unbedingt den Euro wegen ihrem “Friedensprojekt Europa”, wir Italiener haben nur mitgemacht, dann sollen auch die Deutschen dafür bezahlen. Italien bräuchte bloß eine Volksabstimmung darüber anzukündigen, sagt einer der Professoren, einer von dreien, der das Problem eher schönredet, aber wenigstens an dieser Stelle Realist ist: Schon gäbe es eine gewaltige Wirtschaftskrise im Euroraum.

Die Kosten blieben wieder mal beim deutschen Steuerzahler hängen. Dann sollten aber alle verantwortlichen Politiker in Deutschland, die den Euro koste es, was es wolle, unbedingt einführen und behalten wollten, und die sich nun weigern, die kritische Situation überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, bis an ihr Lebensende alles private Vermögen, das über ihren Selbstbehalt hinausgeht, dem deutschen Staatshaushalt zurückzahlen. (Wer sie gewählt hat, sollte zu seiner Entscheidung stehen, Verantwortung für sie übernehmen und freiwillig eine Abgabe zahlen, solange bis die Verluste wieder ausgeglichen sind.)

Einer der Professoren aus dem Beitrag sagt es an seinem Ende sinngemäß klar:

Die Targedsalden sind so etwas wie ein Fieberthermometer. Die ständig steigende Temperatur ignoriert unsere Politik. Täte sie das nicht, käme sie nicht darum herum, schmerzhafte Eingriffe beim Patienten vorzunehmen. Das will sie unbedingt vermeiden, um das verlogene Bild vom Euro als Erfolgsmodell nicht zu gefährden. Also steigt die Temperatur weiter. Spätestens bei 42 Grad ist Schluss.

 

238.Tausende Notrufe laufen ins Leere“ (19.07.2018)

So zitiert eine Überschrift der LVZ von gestern (S. 16) das Lagezentrum der Polizei.

Bis zum 31. Mai dieses Jahres konnten demnach 2115 von 57219 Notrufen nicht direkt angenommen werden – immerhin rund 3,7 Prozent. Im Jahr 2017 gingen 4050 von 66864 Notrufen ins Leere. Pikant: Die Zahlen stammen nur aus den letzten fünf Monaten des Vorjahres. Wegen technischer Probleme wurden die Daten erst ab August erfasst.“

Da rufen aus dem Dschungel der Großstadt verzweifelte Menschen um Hilfe, genau bei den Behörden, die sie als Steuerzahler dafür bezahlen, ihnen zu helfen. Besetzt. Pech gehabt, und für sie sind keine Menschenrechtsorganisationen in Rettungsbussen unterwegs, um die Verzweifelten, die die Polizei nicht schützen kann, wenigstens vorübergehend in ihre Obhut zu nehmen. Keine Flugzeuge oder Hubschrauber melden den Rettungsbussen, wo sich in der Stadt Menschen vor Gewalt oder Bedrohung fürchten.

Und in welchen Hafen sollten die Rettungsbusse die Aufgenommenen dann auch bringen? Die Polizei ist ja sowieso rettungslos überfordert, jedenfalls in Leipzig. Für sie gibt es eine Obergrenze ihrer Kapazität und diese ist überschritten, genauso wie für Schulen und Krankenhäuser.

Und Frau Merkel redet weiter davon, dass das Grundgesetz keine Obergrenze für die Aufnahme von Einwanderern in Deutschland vorsieht, wenn sie an der Grenze das Wort „Asyl“ sagen. (Goethe muss sich in seinem Faust geirrt haben, am Anfang jeder Welt, jedenfalls der deutschen, steht doch nicht die Tat, sondern das Wort.) Einwanderer brauchen nur dieses Wort auszusprechen, dann muss ihnen auf jeden Fall Eintritt gewährt werden, obwohl wir gerade erleben, dass es fast unmöglich ist, jemanden, der erst einmal da ist, wieder abzuschieben.

Selbst wenn dies geschah, kann er einfach wieder kommen, und das – jahrelange – Verfahren geht von vorne los.

Das ist alles schlimm genug, aber was ich gestern Abend im Plus-Minus-Magazin der ARD über das Anwachsen der Verbindlichkeiten der anderen Euro-Länder gegenüber der deutschen Bundesbank gesehen haben, beunruhigt mich noch mehr. Dazu morgen Genaueres.

 

237. „Nicht alle über einen Kamm scheren“ (18.07.2018)

Damit hat der bayerische Innenminister ganz Recht, wenn er darauf im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise verweist. Die CSU dürfe nicht vergessen, dass sie ein „C“ in ihrem Namen trägt.

Ja, richtig: Dann aber nicht über einen Kamm scheren weder im Bösen noch im Guten. Wir müssen deutlicher differenzieren, zwischen denen, die sich ehrlich bemühen, die nicht mit einen Anspruchsdenken auftreten, was die deutsche Gesellschaft alles für sie zu tun hätte, sondern die sich zuerst fragen, was sie für diese Gesellschaft, die ihr Leben gerettet hat und die sie nun versorgt, tun können.

Nicht: Die Deutschen haben Englisch zu lernen, damit sie sich mit mir verständigen können, sondern ich habe Deutsch zu lernen.

Das betrifft – grundsätzlich – auch die Inländer schon in der Schule. Viel zu wenig lernen junge Menschen hier und heute, dass ihr Verhalten immer Folgen hat: Etwas für die Gemeinschaft – Familie, Schule, Stadt, Nation – zu tun, die einen versorgt, sich dabei anzustrengen, mehr Rücksicht auf die berechtigten Erwartungen der anderen zu nehmen als auf die eigene Bequemlichkeit, hat positive Folgen, da geht’s aufwärts und weiter.

Egoistisch zu handeln, andere zu missachten, um besser auf ihre Kosten leben zu können, da gibt’s ein STOPP, ein „So nicht!“, ein „Damit-kommst-du-bei-uns-nicht durch!“, dann kannst du dir erst recht nicht das leisten, was du auf kurzen und krummen Wegen erreichen wolltest.

So einfach könnte das sein. Aber ein Wesensmerkmal unserer Gesellschaft ist, die Verbindung zwischen dem eigenem Handeln und seinen Folgen zu kappen. Sie sucht und sie findet immer einen Grund, warum sich einer „daneben benimmt“. Ja, warum soll er dann noch ein nützliches Mitglied der Gemeinschaft werden, wenn’s mit Faulheit und Egoismus auch geht und er dafür sogar noch einen Aufmerksamkeitsbonus „on the Top“ (234. Gedankensplitter) bekommt.

Also, in der Tat: Nicht alle über einen Kamm scheren: Wer als Flüchtling tatsächlich ein nützliches Mitglied der deutschen Gesellschaft geworden ist, der muss ganz anders behandelt werden als der, der auf ihre Kosten lebt und erwartet, dass sie sich ihm mehr anpasst als umgedreht. Dieser Letztere muss konsequent abgeschoben werden. Suchen wir immer nach Gründen, warum er sich so verhält, wie er sich verhält, helfen wir weder ihm noch der Gemeinschaft, die ihn aufgenommen hat.

Wir entkoppeln damit die Beziehung Verhalten-Folge und bestärken ihn in seinem alten, falschen Verhalten. Man kann nach Ursachen suchen und sie beschreiben, aber das ändert nichts an der Verpflichtung, jetzt und hier zu einem nützlichen Mitglied der Gemeinschaft zu werden. Das muss zumindest das klare Ziel sein, auch wenn es nur Schritt für Schritt erreicht werden kann. So hart das klingt, es ist die einzige Chance für einen Verletzten, wieder zu gesunden, und für die Gemeinschaft, die ihn aufgenommen hat, dadurch auch innerlich an eigener Stärke zu gewinnen und nicht nur quantitativ zu wachsen, was früher oder später dazu führt, dass sie zerreißt.

Also sind offene Arme für die Leistungs- und Anpassungsbereiten und strenge Konsequenz für die, die sich verweigern, die wirkliche Menschlichkeit und nicht ein „Alle-über-den-Kamm-scheren“ nach dem kleinkindlichen Wunschdenken (“Wir schaffen das”) von Frau Merkel, egal ob und wie sie sich anstrengen. (Ich werde morgen zeigen, dass wir es nicht einmal im eigenen Land schaffen, Menschen zu retten.)

 

236. Es kippt, es fängt tatsächlich an, zu kippen (16.07.2018)

Was? Das System MERKEL der unreflektierten, naiven Kleinkinder-Menschenfreundlichkeit (“Wir schaffen das”), das System der Gutgrünen (57. Gedankensplitter). Es hat bis vor kurzem die Staatsmedien „voll und ganz“ dominiert, jetzt dominiert sie sie nur noch voll und nicht mehr ganz.

Die Leithirsche bei den Druckmedien beginnen umzuschwenken: „Die Zeit“ und „Die Welt“ zum Beispiel. Bis das die Provinzzeitungen, die Leipziger Volkszeitung, die Sächsische Zeitung und wie sie alle heißen, und das öffentlich-rechtliche Fernsehen begriffen haben, wird noch Zeit ins Land gehen. Sie bleiben stehen, treu zu ihrer „guten“ Sache und werden sich wundern wie der Baikalsee, dem das Wasser abhanden kam.

Dabei müssten ja gerade die Regionalzeitungen noch näher bei den Menschen sein als die großen überregionalen Zeitungen. „Müssten“, in Wirklichkeit ist es wie beim Verhältnis zwischen dem „Neuen Deutschland“ und den Organen der Blockparteien. Diese waren, solange sich das Ende der DDR nicht deutlich abzeichnete, immer noch einen Tick parteilicher als das Zentralorgan der SED.

Wenn sich unter den Tageszeitungen eine Kritik am realen Sozialismus erlauben durfte, dann diese. So ähnlich scheint es jetzt auch zu sein, bloß heute geht es um das Verhältnis zwischen den großen Leitmedien und den Provinzzeitungen im real existierenden bundesdeutschen Kapitalismus.

Nehmen wir ein Beispiel für den Schwenk vom Kleinkinder-Wunschdenken hin zum Realismus und der Fähigkeit, auch eigene Interessen zu vertreten, den Leitartikel von Dirk Schümer vom 14.07.2018 in der WELT (S. 3):

Je kaputter ein Staat, desto besser für seine Potentaten. Darum werden sie, unterstützt von religiösen Anführern, auch nichts an der Bevölkerungskrise ändern – so lange entwurzelte junge Männer, zuweilen auch Frauen, nach Europa abgeschoben werden können. Bei einer knappen Million Menschen, die in Afrika pro Woche geboren werden, sind die Dimensionen apokalyptisch… Die Kompatrioten [Landsmänner] in Europa tragen über ein raffiniertes Abgabesystem zum Wohlstand der Diktatoren bei – eine perfide, aber logische Zuspitzung von Entwicklungshilfe.

Erst wenn die verantwortungslosen Machthaber Afrikas die Folgen ihres Nichthandelns mitbekämen und nicht mehr weiter Nutznießer der humanitären Katastrophe wären, würde sich an der gigantischen Misere etwas ändern. Europa muss die Staaten Afrikas in die Pflicht nehmen, für sich selbst und die eigene Zukunft zu sorgen. Wer aber meint, alle tatendurstigen Afrikaner könnten ersatzweise in unseren Sozialsystemen unterkommen und den unleugbaren Mangel an Fach- und Billigarbeitern elegant beseitigen, hat die Dimension dieser Tragödie unterschätzt. Und ist es nicht ohnehin zynisch, die Begabten und Starken aus den Gesellschaften Afrikas anzulocken und den Rest in Unterdrückung und Not zurückzulassen?

Letztlich leben die Entwicklungshelfer und Retter, die sich mit diesem Konzept ethisch glorifizieren wollen, nur eine neue Form von Rassismus. Denn sie behaupten genau wie die Missionare und Militärs vor 150 Jahren, dass die Menschen Afrikas allein nicht zurechtkommen und dass nur Europa sie retten kann. Es ist allerhöchste Zeit, mit diesem moralischen Neokolonialismus zu brechen.“

 

235. Für stolze, selbstbewusste Menschen geht es nicht zuerst um Materielles, sondern um Kulturelles (11.07.2018)

Geld regiert angeblich die Welt. Ich glaube, es geht mehr noch um Sprache und Kultur. Wenn ich mir überlege, was würde mich glücklicher machen: Viel Geld in einem Umfeld zu haben, das meine Sprache nicht spricht, meine Bräuche nicht pflegt und meine Mentalität nicht teilt oder wenig Geld zu haben und dafür in einem Umfeld zu leben, in dem all das der Fall ist?

Für mich ist die Antwort klar: Lieber das Letztere. Die Mehrheit der deutschen Eliten sieht das genau umgedreht: Sie sind in der Welt „zu Hause“, haben, reich wie sie meistens sind, Wohnungen oder Häuser in mehreren Ländern, zuweilen sogar auf verschiedenen Erdteilen.

Komischerweise sehen das die Eliten fast aller anderen Nationen, zuerst die Sieger der Weltkriege, ganz anders: Sie legen höchsten Wert darauf, dass dort, wo sie sind, ihre Sprachen gesprochen, ihre Bräuche zelebriert und ihre Mentalität gelebt wird, lieber verzichten sie auf materiellen Gewinn als darauf.

Das ist nach meiner Überzeugung auch psychisch wesentlich gesünder und dem Wesen des Menschen gemäßer als das deutsche Offensivverzichten und Abkoppeln vom kulturell Eigenen, wenn es dafür nur genug Geld gibt. Das ist die Art von Menschen, die ihre Liebe gewerblich verkaufen: Eine wirkliche innere Beziehung zum Partner, Treue zu ihm, der eigenen Familie und den eigenen Kindern ist unwichtig, weil ihr Lebensziel längst geworden ist: Geld und noch einmal Geld und „Freiheit“, Ungebunden- und Unverpflichtetsein, die sich mit dem vielen Geld kaufen lassen.

Zuwanderern in Deutschland wird andererseits mit der größten Selbstverständlichkeit das Bewahren der eigenen Sprache und Kultur, der eigenen Sitten und Gebräuche zugestanden, selbst dann, wenn sie gegen die bisher geltende deutsche Ordnung verstoßen, z.B. das Baden in langen Gewändern in Frei- oder Hallenbädern, das vorher aus guten Gründen verboten gewesen war.

[Aber vielleicht ist das gar kein Gegensatz, sondern Ergebnis eines "unitaristischen" Denkens, dass überall das Gleiche möglich sein soll, so dass sich der Charakter von Nationen und Völkern immer mehr verwischt, sich letztendlich gar nicht mehr voneinander unterscheidet. Überall auf der Welt in jeder Stadt McDonalds, Coca-Cola und Döner. Wenn es tiefer und darüber hinaus gehen soll, ist das allerdings eine Einbahnstraße: Die Kultur der muslimischen Zuwanderer etabliert sich bei uns, aber umgedreht geht das natürlich keinesfalls oder haben Sie schon mal Bratwurststände in islamischen Ländern gesehen oder dass deutsche Badesitten in islamischen Frei- oder Hallenbädern Einzug halten oder deutsche Schüler eine islamische Schule so freizügig bekleidet besuchen, wie das hier üblich ist. Wir sollen es als Zeichen individuellen Selbstbewusstseins akzeptieren, wenn Mädchen in Deutschland Kopftücher tragen wollen, aber wehe jemand will mit der gleichen Begründung in einer streng-islamischen Gemeinschaft, auch in Deutschland, darauf verzichten. -16.07.2018]     

Unter diesen Bedingungen würde ich mich in Deutschland auch wohl fühlen als Ausländer, allein schon deswegen, weil ich sozusagen gar nicht im Ausland angekommen, sondern kulturell in meinem Heimatland geblieben bin und sprachlich, wenn schon nicht ganz bei mir in abgeschlossenen Ghettos, wo ich kein Deutsch brauche, dann zumindest bei meiner ehemaligen Kolonialmacht. Selbst deutsche Tierschutzgesetze werden außer Kraft gesetzt, damit es möglich ist, Tiere ohne Betäubung zu schächten. 

In den Sprachnachrichten, dem Blatt des Vereins Deutsche Sprache hatte ich vor Jahren gelesen, dass Osteuropäer, insbesondere Polen, nach dem Zusammenbruch des „sozialistischen Lagers“ glaubten, in der EU Deutsch reden zu können. Sie wurden von den damaligen Repräsentanten der EU, insbesondere Franzosen, zurückgepfiffen und darauf hingewiesen, dass sie sich ihrer eigenen Sprache zu bedienen hätten.

Andererseits wurde selbstverständlich geduldet, gefördert und erwartet, dass sich die Osteuropäer auf Englisch oder Französisch äußerten.

Da ist er wieder, dieser lebensbejahende und -verlängernde Stolz auf das Eigene, mehr das kulturell Eigene als das materiell Eigene, dem die vaterlands- und heimatlosen Eliten aus Deutschland ganz und gar verständnislos gegenüberstehen. Sie verraten damit nicht nur ihre eigene Herkunft, sondern auch das kulturelle Zuhause ihrer Kinder und Kindeskinder (die sie allerdings oft sowieso nicht haben).

Als vor kurzem in Italien oder Bulgarien eine EU-Konferenz stattfand, fiel mir auf, dass auf der Hintergrundwand im Plenarsaal neben dem Englischen genauso groß und deutlich das Italienische bzw. Bulgarische zu lesen war. Das gibt es in Deutschland und in Österreich nicht. Österreich ist genauso sprachlich gebrochen wie wir, allerdings auch noch aus eigenen Interessen, um sich vom „großen Bruder“ abzugrenzen.

Frau Merkel besuchte vor ein paar Wochen die “Deutsch”-Jordanische Universität.

Deutsch, wussten Sie’s schon, ist in Wirklichkeit Englisch. Deutschland ist groß und stark genug, diese Universität zu finanzieren, und es ist klein und schwach genug, dabei auf seine eigene Sprache vollständig zu verzichten, nicht einmal als untergeordnete Zweitsprache wird sie geduldet. (Schauen Sie sich die Internetseite der Universität an.) Nebenbei ist das auch ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für Dozenten, aber natürlich nicht für die eigenen, sondern nur englischsprachige. Mit deutschem Geld wird die englische Sprache gefördert, nicht etwa die eigene und das, obwohl die englische Sprache sowieso schon die Welt dominiert, die aber wieder multipolarer wird und sich von der englischsprachigen Monokultur zu verabschieden beginnt.  

Wie ist es nur möglich, wie ist es nur so weit gekommen, dass eine große Wirtschafts- und Handelsnation, eine, die zu den fünf größten der Welt gehört, sich kulturell-sprachlich so klein macht. Eine Nation, deren Sprache die meistgesprochene Muttersprache in der EU ist und die zweitgrößte, nach Russisch, in Europa, weit vor Englisch oder Französisch, die allerdings nicht ein so ausgeprägtes Nationalbewusstsein wie die Briten oder Franzosen hatte, um ihre Sprache ebenso selbstbewusst wie diese in ihren Kolonien durchzusetzen.

Dass in der Wissenschaft dann auch in Deutschland und von ihm finanzierten Bildungseinrichtungen das Englische zusätzlich zum Deutschen eine Rolle spielt, kann ja so sein.

Aber die „Deutsch“-Jordanische Universität und viele andere Beispiele zeigen das Motto unserer Eliten: Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg, jedenfalls dann, wenn es um die eigene Kultur und Sprache geht.

["Lesson learnt?" - "Lektion gelernt?" ist dem geistigen Adel in Deutschland ja nicht mehr zuzumuten! Warum soll er sich auf das Niveau des niederen Volkes und des gewöhnlichen Pöbels herablassen, die, ewiggestrig wie sie sind, immer noch die mal in Deutschland üblich gewesene Amtssprache sprechen. - 15.07.2018]  

 

234.On the top(p)“ – uf’n Kopp (10.07.2018)

Wenn ich zeichnen könnte und in der Lage wäre, eine Karikatur hochzuladen, hätte ich hier einen „Topp“ auf einem „Kopp“ untergebracht, einen Topf mit schönen großen Henkeln, die über die Ohren hinausragen.

Wie gestört muss man sein, die eigene Sprache, die das Gemeinte in einem Wort ausdrücken kann, zugunsten einer Fremdsprache zu missachten, die drei Worte braucht, um das Gleiche zu sagen?

Obenauf“ oder „obendrauf“ wird bald vergessen sein, wenn der Trend in unserer Gesellschaft, von den Medien täglich multipliziert, so weitergeht, das Eigene zu missachten.

Die „modernen“ und „weltoffenen“ Wichtigtuer, die sich so äußern, kommen mir vor wie ebensolche Eltern, die ihre eigenen Kinder kaum eines Blickes würdigen und sich lieber um die angesagteren und schickeren Nachbarskinder kümmern.

Dabei hat es auch viel für sich, in unserer „deutschen“ Gegenwartsgesellschaft kein Englisch zu sprechen. Nervige Werbeanrufe haben sich für mich sofort erledigt, wenn mir jemand auf Englisch kommt: „Ich spreche kein Englisch“, sage ich dann mit selbstbewusstem Stolz.

Ich versuche nicht wie ein dummer Junge zu zeigen, was ich alles kann. Wenn jemand in meinem Land etwas von mir will, hat er sich gefälligst in meiner Sprache zu äußern, es sei denn, er ist ein Tourist, der sich hier nur vorübergehend aufhält. Dann aktiviere ich meine bescheidenen Englischkenntnisse und helfe ihm freundlich weiter, so gut ich es kann.

Auch auf der Straße haben sich die Organisationen für mich erledigt, deren Namen oder Logo englisch ist. Warum sollte ich mich auch angesprochen fühlen, wenn jemand Geld oder eine ähnliche Unterstützung hier in meinem Land von mir haben will, ohne sich die Mühe zu machen, sich auf meine sprachliche Augenhöhe zu bewegen.

 

233. Ich sollte nicht Zeitung lesen… (09.07.23018)

sonst komme ich in diesem krankem Land zu nichts anderem mehr, als Gedankensplitter zu schreiben. Aber was ich da lesen muss, regt mich so auf, treibt meinen Blutdruck so in die Höhe, dass ich meinen Ärger darüber wenigstens aufschreiben und „in die Welt pusten“ muss.

Wieder die LVZ, diesmal S. 32:

Im Fall der ermordeten Schülerin Susanna wehrt sich das Wiesbadener Verwaltungsgericht gegen Vorwürfe, das Asylverfahren gegen den mutmaßlichen Täter Ali B. nicht zügig genug bearbeitet zu haben.“

Grund: Der Anwalt des Irakers hatte im Januar 2017 eine Klage gegen die Abschiebung eingereicht, diese aber nicht begründet. Offenbar konnte das Gericht nicht entscheiden, bevor diese Begründung nachgeliefert wurde. Das tat der Rechtsanwalt aber einfach nicht, also konnte auch kein Abschiebungs-Urteil erfolgen, sagen die Richter schmollend im Namen des Volkes. Wir konnten nichts anderes machen, als geduldig zu warten, der Anwalt war Schuld.

Das sollte allen Deutschen eine Lehre sein. Immer wenn sie mit dem Beschluss einer staatlichen Behörde nicht einverstanden sind, legen sie Klage dagegen ein, begründen diese aber nicht, dann kann, wenn gleiches Recht für alle gilt, und deutsche Staatsbürger nicht gegenüber Asylbewerbern benachteiligt werden, nichts entschieden und die Anordnung der Behörde demnach auch nicht vollstreckt werden. So einfach ist das in Deutschland.

Danke, liebe klagende Asylbewerber, dass wir von Euch lernen dürfen.

 

232.Die Sachsen sind helle … (09.07.2018)

und sind wir mal nicht helle, dann haben wir uns verstellt.“ Als Kind und Jugendlicher habe ich auf die Sachsen herabgesehen. Als in Brandenburg/Havel Geborener und Aufgewachsener war ich dem Hochdeutschen schon entschieden näher, als es die meisten Sachsen sind. Der sächsische Dialekt erschien mir ein wenig dümmlich.

Heute weiß ich, dass Kaffee-“Gemietlichkeit“ auch etwas mit Gemütsfähigkeit, mit Lebensschläue zu tun hat und so bin ich inzwischen auch gern Sachse, ohne das Brandenburgerische abgelegt zu haben.

Heute habe ich wieder etwas in der Zeitung (LVZ) gelesen, das meinen Glauben verstärkt, dass die Sachsen zu den schlauesten „Völkern“ Deutschlands gehören.

Im Bundesrat hatte Sachsen einen Gesetzentwurf eingebracht, dass Gewalttäter, die ihre Mitmenschen töten oder verletzen, keinen Strafnachlassbonus wegen „eingeschränkter Schuldfähigkeit“ mehr bekommen sollen, wenn sie ihre Untaten im Alkohol- oder Drogenrausch begingen. Dieser Vorstoß wurde von der Mehrheit der deutschen Länder abgelehnt.

Es ist für mich unbegreiflich, dass es in dieser Republik immer noch möglich ist, die Rechte der Täte so weit über die Rechte der Opfer zu stellen. Letztere müssen lebenslänglich mit den Folgen leben, wenn sie überhaupt noch leben. Im anderen Fall sind sie tatsächlich “lebenslänglich” – und nicht bloß 15 Jahre -  tot. Die Täter bekommen in Deutschland diese 15 Jahre, wenn sie gemordet haben, und wenn sie zynisch genug waren, sich vorher zu betrinken, nicht einmal das, sondern maximal 5 Jahre.

Den Mörder könnte es ja vielleicht annähernd so hart treffen, wie er dies seinem Opfer schon angetan hatte. Ein unerträglicher Gedanke für deutsche “Demokraten”. 

Vielleicht waren ja auch mordende SS-Leute in Auschwitz betrunken, während sie ihre Mordtaten begingen? Bekommen bzw. bekamen diese dann auch einen Strafnachlass wegen verminderter Schuldfähigkeit?

In Deutschland kann man Verbrechern nur empfehlen, sich vorher zu betrinken. Dann geht die ganze Untat auch noch leichter von der Hand und macht vielleicht sogar noch Spaß. 

 

231. Kein Hunger aufs Leben, satt und sicher wie unsere verblichene Fußballnationalmannschaft (Gott hab sie selig) (08.07.2018)

Oder: Hättet ihr mal auf meine Oma gehört…

Das offenbare Geheimnis, das nur die satten Vertreter der Etablierten nicht kennen wollen, lautet: Für den Bildungs- und Lebenserfolg ist nicht entscheidend die neueste Didaktik, das überlegteste Curriculum, also alle die Dinge NICHT, wofür die bundesdeutsche Gesellschaft Milliarden investiert, Geld der Bürger, die in Deutschland Steuern bezahlen.

Es gibt in Deutschland Hunderte, wahrscheinlich eher Tausende Professuren für Pädagogik und Didaktik. Im direkten Verhältnis zu der Zunahme dieser Wissenschaften ist in Deutschland kontinuierlich die Anzahl der Kinder und Jugendlichen gestiegen, die die Schule verlassen, ohne richtig lesen, rechnen und schreiben zu können.

Hättet ihr mal die Omas in einem Seniorenstift gefragt und auf ihre Vorschläge gehört und zugleich die Milliarden für teure Bildungsforschung eingespart (die dann direkt den Schulen der Praxis hätten zu Gute kommen können), dann wäre das nicht passiert.

Wie komme ich darauf? Ich hatte einen Kurs in Erfurt, einer wunderschönen Stadt. Nicht umsonst hatte sich mein Urururgroßvater, also ein naher Vorvater, Johann Christian Hickethier von Eckartberga nach Erfurt aufgemacht, um dann dort 1847 zu sterben. (Erfurter berichteten mir von einer stattlichen Hickethier-Erbbegräbnisstätte in Erfurt. Ich hatte mich zu spät auf die Suche gemacht, sie zu finden. Sie war inzwischen schon eingeebnet, wie sich das ganze Leben einebnet im Laufe der Jahrhunderte. → 11. Gedankensplitter)

Also in dieser schönen Stadt schlendere ich an einem Antiquariat vorbei. Für 2 Euro liegt da ein Buch: Volker Keßling: Tagebuch eines Erziehers, erschienen 1980 im Verlag Neues Leben [Ost]Berlin. Ich hab’s mir gekauft. Das Erzieherische gehört eindeutig zum Kern meiner Persönlichkeit. Ganz hinten (S. 239) steht:

Bernd ist dreizehn Jahre. Er hat ein Anfallsleiden. Die Anfälle wurden in den letzten Jahren bedenklicher, traten häufiger auf. Er besuchte die Hilfsschule bis zur sechsten Klasse und wurde dann auf Wunsch der Eltern entlassen. … Bernd kann gut lesen, etwas schreiben und rechnen. Für meine Begriffe ist er ein mittelmäßig guter Hilfsschüler.“

Da komme ich ins Stutzen. Heute gibt es an „normalen“ Schulen in der 9. und 10. Klasse viele Schüler, die nicht gut lesen können und auch nur etwas schreiben und rechnen. Aber das sind Schüler, die im Gegensatz zu Bernd nicht hirnorganisch beeinträchtigt sind.

Trotzdem sind sie in höheren Klassen nicht besser als er und das trotz der neuesten Erkenntnisse der pädagogischen, psychologischen und/oder neurobiologischen Wissenschaften, von denen Pädagogen in der DDR noch keine Ahnung hatten.

Wie kommt das dann?

Das Entscheidende im Leben ist immer die Motivation. Natürlich kann man als Ausländer Deutsch lernen ohne einen Kurs, wenn man es nur lernen will, wenn man „heiß“ darauf ist; das Internet bietet genug Möglichkeiten.

Ich hatte in einem Aufbauseminar einen jungen Mann aus Bosnien, der ein so gutes Deutsch sprach, fast ohne Akzent (der mich, wenn er dagewesen wäre, auch nicht gestört hätte) wie seine Altersgefährten, die hier aufgewachsen waren. Er hatte keinen Deutschkurs aber einen Fernseher und er sah als Junge so lange deutsches Fernsehen, bis er es immer besser verstand und sprechen konnte.

Man kann die Landessprache auch lernen mit Hilfe deutscher Schlagertexte (202. Gedankensplitter). Dabei hilfreich sind allerdings nicht die in Deutschland empfangbaren Radioprogramme, da lernt man eher Englisch.

Spiegelbildlich zu diesem jungen Bosnier haben wir Ausländer in Deutschland, die seit Jahrzehnten hier auf unsere Kosten leben. Sie können so gut wie kein Deutsch, sie gucken grundsätzlich nur „ihr“, z.B. türkisches Fernsehen, und sie kommen damit durch. Sollen die doch auf dem Amt gefälligst Türkisch, Arabisch oder zumindest Englisch lernen!

Ein Staat und eine Gesellschaft, die sich das gefallen lassen, haben es verdient, verachtet zu werden.

Der Mensch macht immer nur das, was ihn das Leben gelehrt hat, dass er es braucht, dass es notwendig für ihn ist. Wenn er – zunächst noch staunend – die Erfahrung sammelt, dass er gut in Deutschland leben kann ohne eigene Anstrengung, ohne ein Minimum an Deutsch, dann denkt er, er ist ein Krösus, der es gepackt hat. Er ist dann selbstherrlich wie die deutsche Fußballnationalmannschaft, er ist „satt“ vom Erreichten:

Meine erste große Leistung: Ich habe es bis nach Deutschland geschafft, das gelingt bei weitem nicht allen. Ich bin also das Gegenteil von einem Loser.

Meine zweite große Leistung: Ich gehöre zu einer Volksgruppe, die sich hier Respekt verschafft hat. Ich bin in Deutschland privilegiert, weil ich Ausländer bin, so lange die dummen Deutschen sich in der Öffentlichkeit als „weltoffen“ darstellen müssen, weil das ihre neue Religion ist. Na gut, sie rächen sich dann, wenn sie Leute wie mich mit ausländischen Namen bei Bewerbungen ablehnen.

Wahrscheinlich haben sie ein Benachteiligungsgen in ihrem Kopf, von Geburt an, und sie machen das einfach so aus dem Nichts, ohne jeden Grund, einfach weil sie Deutsche sind, also Nazis von Geburt an, ohne je Erfahrungen mit Leuten, die so heißen wie ich, gesammelt zu haben, die ihnen nahelegen könnten, doch lieber Abstand zu halten.

Alles in allem bin ich hier trotzdem der Krösus. Wozu sich noch anstrengen, wozu noch ein richtiges und gutes Deutsch lernen? Ich krieg’ doch sowieso, was ich haben will und wenn nicht, gibt es hier ja zum Glück genug Vereine mit guten Anwälten, die unser Recht schon durchsetzen werden.

Genau ein solches Denken und nicht irgendein Mangel an einer modernen Didaktik ist der Grund für katastrophale Bildungsergebnisse in Deutschland, die uns allen noch teuer zu stehen kommen werden.

Natürlich gibt es in jedem Volk solche und solche. Es gibt auch sehr fleißige Einwanderer, die sich ausbeuten lassen und die nicht clever bzw. egoistisch genug sind, in der sozialen Hängematte zu schaukeln.

In jedem Fall, auch für Inländer, gilt: Ohne Hunger aufs Leben, den Willen selbst etwas zu erreichen und zu erkämpfen, gelingt gar nichts. Dafür darf man aber nicht übersättigt sein wie im Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Tauben von allein in den Mund fliegen. Und wehe, sie fliegen nicht! Ihr habt uns einmal daran gewöhnt! Dann gibt’s Protest wegen der (rassistischen) Benachteiligung! Dann spielen wir gar nicht mehr mit oder wir werden kriminell – das habt ihr dann davon.

Wir brauchen eine Schubumkehr: Nicht der Staat muss primär seine Bürger versorgen, sondern jeder Erwachsene muss das primär selbst für sich und seine Kinder tun. Und wer als Jugendlicher noch versorgt werden will, muss dann aber auch Mama oder Papa (Staat) fragen, ob es das darf, was es gerne will.

Selbstentscheider sind Selbstversorger.

 

230. Die einfache Lösung ist meistens die richtige (07.07.2018)

Das hatte schon einer der größten deutschen Psychologen der Neuzeit, Friedhart Klix, der in der DDR gelehrt und geforscht hatte, erkannt (20. Gedankensplitter). Wie lange musste sich Albert Einstein über komplizierteste Formeln langsam vorarbeiten zur einfachen Formel der Relativitätstheorie, die nur aus wenigen Zeichen besteht?!

Bessere Grenzsicherung und „Schleierfahndung“ im gesamten deutschen Grenzhinterland, nicht nur an drei von 60 Grenzübergangspunkten, sind die richtige Antwort auf Gewaltkriminalität, die von illegalen Einwanderern ausgeht. Das ist kurzfristig eine logische Folge für einen Staat, der sich um seine Bürger sorgt.

Mittel- und langfristig gesehen, gibt es eine noch einfachere und logischere Antwort darauf: Die Anreize senken, illegal nach Deutschland zu kommen. Keinerlei Geldleistungen mehr! Wer um sein Leben fürchtet und deswegen ins Krankenhaus geht, bekommt dort ja auch keine Geldleistungen, er wird ernährt, bekommt ein Dach über den Kopf und wird medizinisch behandelt.

Genauso müssen wir mit den Asylbewerbern umgehen: Eine befristete Versorgung dieser Art, bis sie in Deutschland selbst ihr Geld verdienen können – und siehe da, das wird entschieden schneller gehen als bisher. Und dann sollen sie auch ihr selbstverdientes Geld an ihre Heimatländer zurücküberweisen. Aber jetzt ist es zum großen Teil so, dass der deutsche Steuerzahler nicht nur Griechenland und andere Südländer subventioniert, sondern auch bedeutende Teile Afrikas. Wir sind offenbar wirklich eine Weltgroßmacht, allerdings im schroffen Gegensatz zu den anderen Großmächten nicht in Bezug auf das, was wir für die eigenen Bürger tun.

Deutschland gehört zu den vier Ländern in der Welt, aus denen am meisten Geld nach Afrika überwiesen wird. Ich wette, in den anderen Ländern (USA, Saudi-Arabien, Schweiz) ist dies nicht primär geschenktes, sondern selbst verdientes Geld.

Nur in Deutschland wird es primär vom Steuerzahler stammen, der keine nennenswerte Steuerkürzung bekommt, obwohl der Bundeshaushalt, vier oder fünf Jahre hintereinander Riesenüberschüsse verzeichnet.

Ich kann es Menschen, die aus großer Armut kommen, nicht übelnehmen, wenn sie die Geldgeschenke annehmen, die ihnen hier regelrecht aufgedrängt werden. Ich nehme es aber unseren „Gutmenschen“ sehr übel, dass sie die Eingewanderten damit charakterlich verderben und sie zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Idee bringen, dass es sich auch gut und bequem leben lässt ohne die geringste eigene Anstrengung. Wer kann ein solches, unmoralisches Angebot schon ausschlagen? Ich könnte es an ihrer Stelle auch nicht.

Und dann wird lamentiert, dass die Umschaltung auf Sachleistungen organisatorisch gar nicht machbar wäre. Alle, die in der Regierung Verantwortung tragen, haben einen Eid geschworen, dem deutschen Volk zu dienen und nicht dem internationalen Schlepper- und Flüchtlingswesen, obwohl ja auch die Flüchtlinge profitieren, wenn sie nicht verführt werden, auf Kosten der reichen Staatsmama zu leben. Wer lernt, selbst für sich zu sorgen, auch mit sanftem Zwang, wenn nötig – das gilt auch für deutsche Jungerwachsene, die nicht aus dem Hotel Mama ausziehen wollen -, ist auf jeden Fall glücklicher als ein Mensch, der immer noch gefüttert wird, als sei er noch ein Baby.

Die deutsche Regierung trägt die Verantwortung dafür, endlich den gewaltigen finanziellen Sog, der Flüchtende in ihr Staatsgebiet zieht, abzuschalten. Viele EU-Länder, z.B. die Niederlande und Dänemark haben es uns vorgemacht. Erst wenn dies geschehen ist, hat auch der bessere Grenzschutz seinen Sinn.

 

229. Die CDU hat einen großen Schritt hin zur CSU gemacht… (03.07.2018)

und das ist gut so. Trotzdem bleiben Umstände, die nicht zu fassen sind:

Asylsuchende, die in Ungarn bereits registriert wurden, würde Ungarn prinzipiell wieder zurücknehmen. ABER: Die deutschen Behörden verlangen eine einzelfallbezogene Zusicherung über eine rechtskonforme Behandlung überstellter Asylsuchender.

Wie kommt Deutschland dazu, sich als Moralwächter gegenüber Ungarn aufzuspielen? Soll am deutschen Wesen immer noch die Welt genesen? Gilt jetzt plötzlich doch wieder ein Primat des nationalen Rechts gegenüber dem europäischen, aber nur dann, wenn es den Ausländern nützt? Und das europäische Recht gilt nur dann, wenn die Inländer, einschließlich der bisher Eingebürgerten, die Zeche bezahlen müssen.

Welches andere Land ins Europa macht sich diese Philosophie noch zu eigen? Keins! Welche stolze, souveräne Nation ist bereit, eine Zusicherung über die “rechtskonforme Behandlung überstellter Asylbewerber” an die große Europa-Mama abzugeben, die die anderen EU-Länder offenbar für unmündige Kinder hält, obwohl sie erst in die EU aufgenommen werden durften, nachdem sie die Einhaltung menschenrechtlicher Mindeststandards nachweisen konnten. Oder war das alles sowieso getürkt?

Griechenland z.B. gibt diese Zusicherungen auch nicht ab: “Deutschland stellte im laufenden Jahr bis Ende Mai 1714 Überstellungsersuche. Nur 36 Mal stimmte das Land zu und sendete die individuelle Einverständniserklärung.” (WELT kompakt von gestern, S. 3)

So kommt es zu so was: “Auch in diesem Jahr reisten bereits mehr Asylzuwanderer nach Deutschland als über die EU-Außengrenzen.” (S. 2) Das heißt, der „Asyltourismus“ innerhalb der EU aus vielen ihrer Staaten nach Deutschland ist größer als die Einwanderung über die Außengrenzen der EU.

Eine “einzelfallbezogene Zusicherung über eine rechtskonforme Behandlung” wünsche ich mir auch von jedem deutschen Pflegeheim oder Krankenhaus, in das eine hilflose Person, deutscher Herkunft oder nicht, überstellt wird. Dasselbe gilt für deutsch sozialisierte Kinder und Jugendliche, die in Schulen kommen, in denen die Schüler nichtdeutscher Herkunft den Ton angeben. Oder sind Kinder in Deutschland nur dann schutzwürdig, wenn sie ausländischer Herkunft sind?

 

228. Warum soll Ausnahmerecht nicht wieder in das Normalrecht rückführbar sein? (02.07.2018)

Warum soll etwas, was bis zum September 2015 der Normalfall war, heute nicht wieder gelten, nachdem der Notfall, der Ansturm auf die Grenzen vor allem durch die mutige und entschlossene Schließung der „Balkanroute“ durch Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien bewältigt worden war?

Merkel-Deutschland sträubte sich gegen diese pragmatische Lösung der Tat damals genauso schon, obwohl sie von ihr existentiell profitierte, wie es sich heute gegen die Rückkehr zum Normalfall mit Händen und Füßen wehrt. Die Ausnahme-Sonderrechte sollen weiter gelten, zum Schaden Deutschlands.

Es sollen keine Fakten geschaffen werden, sondern der einzige Weg der Lösung soll weiter sein, mit Großdiktatoren wie Erdogan und halbmafiösen Ländern wie Griechenland zu verhandeln. Jede dieser Verhandlungslösungen kostet Deutschland viel Geld, aber wir haben’s ja.

Geltendes europäisches und deutsches Recht bis zum 4. September 2015 war, „Flüchtlinge“, die bereits in einem sicheren Land registriert waren, an der deutschen Grenze zurückzuweisen. Das funktionierte, offenbar ohne vorher extra Verträge mit den Ländern ausgehandelt zu haben, in die zurückgeschickt wurde. Diese Regelung war wahrscheinlich bereits im Gesetzeskomplex Dublin III logisch integriert.

Warum soll das heute, wo doch angeblich so viel weniger kommen als früher, nicht klappen? Warum soll es nicht möglich sein, eine nur mündlich mitgeteilte aufgeregte Ausnahmeregelung wieder in das ruhige Normalrecht, wie es vorher galt, zurückzuführen? Weil sich jetzt alle schon an das Sonderrecht auf Deutschlands Kosten gewöhnt haben?

Das wissen alle Erziehungsberechtigten bzw. -Verpflichteten: Lasse niemals zu lange Sonderrecht einreißen, sonst wird es Gewohnheitsrecht.

 

227. Eine gute Bildung, aber nicht… (01.07.2018)

… für die eigenen. Ich habe gerade im ZDF das Interview mit der Kanzlerin gesehen. Sie sagt, eine Lehre aus 2015 sei, dass die Flüchtlinge in den Nachbarländern von Syrien besser versorgt werden und ihre Kinder eine bessere Bildung erhalten müssten (damit sie nicht weiter nach Europa fliehen).

Da musste ich extrem laut lachen. Die Nachbarn haben bestimmt gedacht: jetzt ist er endgültig verrückt geworden.

In einer Zeit, in der es den Regierungsverantwortlichen in Deutschland nicht gelingt, den Kindern im eigenen Land eine vernünftige Bildung zu ermöglichen, stellt Frau Merkel den Anspruch, dass das Deutschland für die syrischen Kinder gewährleisten solle. !!!

 

226. Wenn die Leute anfangen, selbst zu denken, … (01.07.2018)

wird’s für die Etablierten gefährlich. Offenbar deswegen wiederholt die ARD heute auf dem Sendeplatz von „Berlin direkt“ um 18.30 Uhr einen seichten Film.

Und das in der Zeit eines politischen Umbruchs, der seit „der Wende“ seinesgleichen sucht.

 

225. Überholt die „europäische Lösung“ die CSU rechts? (01.07.2018)

Wolfram Weimer im Presseclub der ARD gerade eben: Frau Merkel will partout eine europäische Lösung, ihr Dilemma ist, dass das inzwischen eine “rechtspopulistische” geworden ist.

Der letzte Gipfel in Brüssel habe die CSU rechts überholt und eine Position zwischen CSU und AfD eingenommen.

Ich hatte schon geschrieben (219. Gedankensplitter): Hoffentlich vergisst Frau Merkel nicht das von ihr vielbeschworene Primat des europäischen Rechts gegenüber dem deutschen, wenn sich in der EU endgültig die “Rechtspopulisten” durchgesetzt haben.

 

224. Keine rhetorische Frage (01.07.2018) 

Die deutsche Wirtschaft mit ihren Verbänden hatte Hitler zur Macht verholfen. Sie erhoffte sich dadurch mehr Profit. Das wird jedenfalls im Geschichtsunterricht und in diversen Dokumentationen gepredigt.

Heute stehen alle vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft geschlossen und leidenschaftlich hinter Angela Merkel. Offensichtlich – das ist ja das Wesen des Kapitalismus – erhoffen sie sich wieder gute Chancen, durch Merkels Politik Profit zu machen, bzw. sie wollen ihn nicht gefährdet sehen.

Und auch die Sozialdemokraten stehen in den zur Zeit wichtigsten Politikfeldern, Europa und Asyl, geschlossen hinter der CDU und den deutschen Wirtschaftsverbänden und umgedreht. Komisch, das war, glaube ich, nicht immer so. Oder ist es heute so, dass die Interessen des Kapitals mit denen übereinstimmen, die ihre Arbeitskraft an es verkaufen müssen? Das ist keine rhetorische Frage, das frage ich mich wirklich.

 

223. Herr im eigenen Haus? (29.06.2018)

Frau Merkel wird nicht müde zu betonen, dass das europäische Recht Vorrang vor dem deutschen habe. Vor kurzem verstieg sie sich sogar zu der Behauptung, dass das auch für das Nato-Recht gelte.

Herr im eigenen Haus Deutschland ist also nicht das deutsche Volk, sondern die Europäische Kommission und der Nato-Rat, letztendlich der gerade amtierende US-Präsident. Die USA haben ihre Stützpunkte immer noch hier, obwohl der 2. Weltkrieg seit über 70 Jahren zu Ende ist. Es gehen eben nicht alle freiwillig wie die Russen und wahrscheinlich müssen wir die Besatzungskosten auch noch selbst bezahlen, zumindest mitfinanzieren.

Die US-Armee führt ihre Drohnenkriege von Deutschland aus. Diese Kriege haben zur Massenflucht aus den betroffenen Ländern geführt, was aber nicht die USA berührt, sondern Europa, in allererster Linie Deutschland. 

Das soll Demokratie, also Volksherrschaft sein?

 

222. Von Merkels moralischen Nationalismus wieder zur europäischen Ordnung zurückfinden (29.06.2018, 1 Uhr morgens)

Es ist genau umgedreht: Nicht Horst Seehofer nimmt ganz Deutschland und Europa mit seinem Ultimatum in Geiselhaft, sondern Frau Merkel hat das im September 2015 getan: Ihr damaliger Innenminister de Maiziere wies die Bundespolizei an, das bis dahin unzweifelhaft geltende europäische Recht außer Kraft zu setzen, dass Flüchtlinge, die bereits in einem anderen sicheren Land waren, eventuell sogar in einem EU-Land registriert wurden, zurückgewiesen werden können und müssen. Denn es ging ja für die Einwanderer, die angeblich (fast) alle aus lebensbedrohlichen Situationen geflohen waren, ums Überleben und nicht ums Besserleben.   

Dieser bundesdeutsche Alleingang war “moralischer Imperialismus”, wie es Viktor Orban treffend nannte. Erst er führte zu dem Maß an illegaler Einwanderung, das Großbritannien aus der EU trieb und die EU jetzt möglicherweise sprengt. Er war so ungeheuerlich, dass sich seine Anordnung nirgendwo schriftlich findet, Herr de Maiziere musste sie mündlich weitergeben.

Es geht also darum, vom Merkelschen Nationalismus wieder zum europäischen Reglement von vor September 2015 zurückzufinden. Und Deutschland, Österreich und Ungarn hätten damals zusammen durchaus trotz der „humanitären Notlage“ eine bessere, nämlich eine europäische Lösung finden können, wenn sie als EU-Länder nur solidarisch gewesen wären und Merkel nicht hätte besser sein wollen als alle anderen EU-Länder. Sie hätte z.B. mit Österreich gemeinsam Druck auf die Flüchtlinge in Ungarn ausüben können und müssen, sich dort registrieren zu lassen und mit den dortigen Behörden zusammenzuarbeiten.

Heute sagt Frau Merkel: Flüchtlinge haben nicht das Recht, sich auszusuchen, in welchem Land der EU sie leben wollen. 2015 hat sie genau diese überzogene Anspruchshaltung bei den Einwanderern gefördert, mit ihrer „Willkommenskultur“, mit ihrem „freundlichen Gesicht“ regelrecht gezüchtet, und ich kann es den „Flüchtlingen“ nicht übel nehmen, dass sie dann auch ausnutzen, was ihnen Deutschland im nationalen Alleingang anbietet. (Aber nicht durchhalten kann, wodurch dann Frustrationen und Gewaltkriminalität entstehen. Aber das ist ja nicht ihr Problem und das der anderen so besonders “humanen” Politiker – sie haben ja ihre Personenschützer und fahren in gepanzerten Autos durch Deutschland.)   

Und die Politiker der EU werden in den nächsten Tagen schon noch irgendeinen Kompromiss finden. In rasanter Schnelle werden plötzlich ähnlich wie bei der Euro-Rettungspolitik innerhalb weniger Tage Änderungen vollzogen, hier in diesem Fall Verschärfungen des Asylrechts, die vorher jahrelang undenkbar waren. Denn alle „Europäer“ wissen, dass, wenn Merkel stürzt, sich die Geldflut aus Deutschland in die EU radikal verringern wird.

Es gibt nämlich auch in Deutschland noch Politiker, die rechnen können und die den Unsinn nicht glauben, der immer wieder von Frau Merkel und ihrem Gefolge heruntergebetet wird, dass nämlich kein Land von der EU so profitieren würde wie Deutschland. Und das, obwohl es allein netto mehr in die EU einzahlt als Großbritannien und Frankreich zusammengenommen und obwohl die deutschen Exporte in Drittländer höher sind (529 Milliarden 2017) als in die Länder der Eurozone (472 Milliarden).

 

221.In Deutschland bleibst du Migrant. Egal wie lange du hier bist. Egal was du machst.“ (27.06.2018)

So wird heute Ibrahim Bassal, ein erfolgreicher Handy-Shop-Betreiber aus Berlin-Neukölln in der Leipziger Volkszeitung zitiert (S. 3). Er war in den 1980ziger Jahren als Kind aus dem Bürgerkriegsland Libanon nach Berlin gekommen. „Ich bin nicht einfach nur ein [Fußball]Fan, ich bin verrückt nach Deutschland“, sagt er. Er hatte beim WM-Sommermärchen 2010 in Berlin die größte Deutschlandfahne des Landes aufgehängt, 17 mal 5 Meter vom 4.Stock bis zum Erdgeschoss. Heute hängt dort nichts mehr. Die neuen Nachbarn „wollen nicht mehr, dass ihre Balkone verhängt werden. Sehr schade“, sagt er dazu.

Er ist „verrückt nach Deutschland“ und gehört trotzdem nicht richtig dazu, ich behaupte, auch und gerade, weil er Deutschland zu sehr liebt. Unsere Eliten sind verrückt nach der EU. „Gute Menschen“ brüsten sich damit, den „Faschos“, die ihre Autos mit Deutschlandfahnen schmücken, die Spiegel abzutreten. Und unsere Bundeskanzlerin höchstpersönlich entwindet ihrem damaligen Generalsekretär Hermann Gröhe die Deutschlandfahne und entsorgt sie kopfschüttelnd hinter der Bühne.

Ja, da hast Du ein Problem in Deutschland: Mit der EU-Fahne oder US-amerikanischen darfst Du ruhig wedeln, aber doch nicht mit der deutschen. Man könnte ja eventuell in eine viele Meter große EU-Fahne oben links eine 2 x 4 cm große Deutschlandflagge einnähen. Mit einer solchen, Ibrahim, würdest Du dazugehören, jedenfalls zu einer Kanzlerin, die nicht müde wird, immer wieder zu betonen, dass das EU-Recht Vorrang vor dem deutschen habe.

Wie soll man zu einer Gemeinschaft gehören, zu der die „Guten“ selbst nicht gehören wollen, höchstens notgedrungen. Mit ihrem Herzen sind sie schon weiter: In Europa, beim blauen Planeten, in diesem Sonnensystem, in unserer Galaxis. Die Liebe ist immer konkret überschaubar, sie kann keine abstrakte Allerweltsliebe sein, sondern muss sich auf eine große Familie beziehen, die eine Mentalität, Kultur und Sprache eint. Diese größtmögliche Familie ist die Nation.

[Ein mutiger – es ist schon nicht so leicht, sich gegen den von den Kirchenoberen vorgegebenen Trend der gesamten evangelischen und katholischen Kirche zu stemmen – und lebenskluger Pfarrer aus dem heutigen Osten Deutschlands, hat diese meine Sichtweise durch theologische Argumente ergänzt bzw. besser gesagt: ich nutze seine religiöse Sicht, um meine politisch-philosophische zu stützen:

Die apostolische Sendung geht nicht an eine Menschheit, an eine Masse Mensch, sondern die Menschen gliedern sich in Völker: 'Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.' Völker sind Lieblingsgedanken Gottes.“ (Chrismon, Das evangelische Magazin 07.2018, S. 18)

Es heißt in der Bibel nicht: Du Mensch, egal wo du lebst, geh' zu einem anderen Menschen von den inzwischen 7 Milliarden, die auf der Erde leben, und mache ihn zu einem Jünger Gottes, sondern es heißt: "mache zu Jüngern alle Völker". Das heißt, der einzelne Mensch kann nur über sein Volk - respektive seine Nation - erreicht werden. - 01.07.2018]

Wer bei Demonstrationen keine nationalen Symbole trägt, sondern neben den blauen EU-Fahnen höchstens noch die des Regenbogens, kann andere nicht in seine Volksfamilie integrieren, schon gar nicht, wenn diese anderen im Gegensatz zu den ganz groß und weit Fühlenden, ein konkretes – in unserem Fall allerdings großes – Volk lieben.

Tja, da hat man dann Pech, wenn man nicht verrückt nach der ganzen Welt ist, sondern nach einem konkreten Land im Gegensatz zu seinen Repräsentanten, die verrückt danach sind, es möglichst bald in übergeordneten Strukturen aufzulösen und so endlich abzuschaffen.

Womöglich kannst Du, Ibrahim, auch noch besser Deutsch als Englisch und findest das auch noch gut und richtig. Das ist sehr verdächtig in Deutschland. Da wirst Du vielleicht bald vom Verfassungsschutz als Rechtsextremer beobachtet.

Aber hab’ nur Geduld, es kommt die Zeit der Patrioten in Deutschland und alle, die dieses Land und seine Mentalität lieben, die sich ernsthaft um ein gutes Deutsch bemühen, das viele Muttersprachler vor lauter Anglizismen schon gar nicht mehr richtig können (wollen), gehören dazu, egal, woher sie kamen.

Dafür stehe ich als deutscher Patriot.

 

220. Muss es denn gleich ganz Europa sein? (22.06.2018)

Fangen wir doch erst mal mit Mittel/Zentraleuropa an, mit dem Neuen Deutschen Bund (NDB – siehe schon den 217. Gedankensplitter). So stark ist Deutschland nun auch wieder nicht, dass es Wohlstand in ganz Europa befördern und garantieren kann.

Es wurde immer gewarnt und gedroht, es dürfe kein deutsches Europa werden, sondern Deutschland müsse europäisch sein. Andererseits soll Deutschland, wenn es nach unseren Eliten geht, “Anker- und Schlüsselnation” für die EU sein. (Das habe ich in den letzten Tagen mehrfach gehört, z.B. am 19.06.19 in der WELT gelesen.) Vor allem in finanzieller Hinsicht soll es das sein. In kultureller sollen wir eine nachgeordnete Unternation bleiben. Bei allen EU-Institutionen wird die “Europäische Kommission” bzw. der “Europäische Rat” sprachlich nur auf Englisch und Französisch dargestellt.

(Das ist erst seit 2012 so. Erst dann wurde im krassen Widerspruch zu Artikel 22 der Grundrechtecharta die bis dahin sprachneutrale visuelle Identität abgelegt und Logos und Pultbeschriftungen präsentierten sich plötzlich nur noch in diesen beiden Kolonialsprachen. An einer Hausaußenwand kommt auch noch das Spanische hinzu. Lediglich im Plenarsaal des Europäischen Parlaments findet sich zuweilen, z.B. bei Preisverleihungen, das Deutsche als 3. „Arbeitssprache“, die sie ja auch offiziell ist, während die Sprachen aller Mitgliedsländer „Amtssprachen“ der EU sind.)

Da stecken die wahren Haupt-, Schlüssel- oder Ankernationen der EU selbstbewusst das europäische Feld ab, und Deutschland dackelt kulturell unterwürfig hinterher, soll finanziell aber zugleich die Hauptperson der EU sein. Das ist wie der dumme, gutmütige Onkel, der die Familienfeier bezahlt, aber die Art, wie gefeiert wird, entspricht nur der anderer Onkels und Tanten, die viel weniger bezahlt haben. Deren Musik wird gespielt, nicht seine, aber er hat inzwischen fast vergessen, dass er früher mal seine eigene hatte und tanzt inzwischen enthusiastisch zu den Stücken seiner hochangesehenen Verwandten, die viel stolzer sind als er und über ihn lachen. Aber er soll das ja auch gut und gern tun, wenn er will, falls ab und zu auch einmal Musik in seiner Sprache gespielt werden würde.

Mit diesem Missverhältnis zwischen dem wirtschaftlich-finanziellen Beitrag und der kulturellen Beachtung muss Schluss sein, denn ein missachteter Depp kann nicht auf Dauer eine Gemeinschaft finanziell am Leben erhalten.

Ich will ja nicht schnöde die anderen in Europa im Stich lassen, ich will einen Wettbewerb der Konzepte, der Mentalitäten und Lebensphilosophien befördern. Die südeuropäische Lebensart hat viel für sich. Jeder soll seinem Wesen gemäß glücklich leben, stolz und selbstbewusst auf eigene Kosten. Keiner soll sich wie ein minderjähriges Kind dauerhaft von den reichen Eltern versorgen lassen.

Natürlich ist die Hauptverkehrssprache im NDB Deutsch. Wer bei Englisch oder Französisch bleiben will, soll sich dem Staatenbund anschließen, in dem diese Sprachen die verbindenden sind. Jedes Schulkind im NDB muss neben Deutsch eine zweite Sprache des Bundes lernen, Tschechisch z.b oder Ungarisch, so wie das auch schon im alten Deutschen Bund die meisten taten. Jede Nation konnte dort weiter ihre Sprache pflegen, und es gab zugleich das übergreifende Deutsche, wenn auch nicht bis in jeden Zipfel des „Reichs“, so doch grundsätzlich. So soll es wieder sein.

Nun ja, vielleicht war es auch ein bisschen anders. Ich habe damals nicht gelebt, Sie auch nicht. Wichtig ist, dass wir heute Pläne haben, dass wir etwas für uns wollen und dabei unser Eigenes aufgreifen und aufhören damit, uns an eine internationale Mickymaus-Kultur anzuhängen, die nichts wissen will und wissen kann von dem, was über sie hinausgeht.

Wichtig ist: Es geht nicht um das biologisch Deutsche, sondern um das kulturelle. Es ist nicht wichtig, woher einer kommt, sondern ob er jetzt gut und würdig eine mitteleuropäische Mentalität und ein entsprechendes kulturelles Wesen, wenn schon nicht immer vertritt, so doch zumindest wertschätzt und – eventuell neben seiner eigenen Muttersprache – das Deutsche beherrscht.

Wir nehmen uns mit unserer eigenen Mentalität und Kultur gegenseitig wichtig, wir werten uns gegenseitig auf. Wir gehen nicht mehr im Englischen unter, und wir alle im NDB sind stark genug in der geistigen und wissenschaftlichen Welt, so dass wir uns wieder der alten Weltgeltung deutschsprachiger Kultur und Wissenschaft annähern werden. Als die Wissenschaft in Mitteleuropa noch Deutsch gesprochen hat, gewann sie Nobelpreise zuhauf. Je englischsprachiger sie wurde, desto mehr hörte das auf.

In unseren großen überregionalen Fachzeitschriften auf Deutsch zu veröffentlichen wird wieder ähnlich angesagt sein wie englischsprachige Veröffentlichungen in internationalen Fachjournalen. Es muss genügen, wenn die Zusammenfassung englischsprachig ist.

 

219. Muss der Verfassungsschutz das Bundeskanzleramt beobachten? (17.06.2018)

Will Frau Merkel Deutschland exterritorialen Mächten ausliefern? Sie wiederholt beständig, dass europäisches Recht das deutsche „schlägt“. Wer von den Bürgern dieser Republik hat europäische Instanzen gewählt, denen er sich nun unterwerfen soll?

Mit geradezu freudvoller Genugtuung wiederholt sie als „Oberhaupt“ der deutschen Familie im europäischen Haus, dass in Deutschland nicht der Familienrat entscheidet, sondern die Hausgemeinschaftsleitung, die kein Deutscher gewählt hat.

Steht nach dieser Logik dann auch NATO-Recht über dem deutschen und in Kürze entscheidet Herr Trump über die Richtlinien der Politik in Deutschland?

Ich bin überhaupt gespannt, was unsere Eliten, die jetzt noch so kräftig ins europäische Horn blasen, sagen, wenn sich in der EU der Standpunkt der Visegrad-Staaten, Österreichs, Dänemarks und Italiens durchgesetzt hat. Merken wir uns für diesen Fall gut: Europäisches Recht schlägt deutsches.

 

218. „Deutschland, ich fick dich!“ (14.06.2018)

Junge Machos aus aller Herren Länder, neuerdings auch aus Bulgarien, die hier nicht so zum Zug kommen, wie sie sich das in ihrem unreifen Wunschdenken, verstärkt durch Selfis mit der Kanzlerin und Refugee-Welcome-Kampagnen, ausgemalt hatten, sind frustriert; sie wissen nicht, wohin mit ihrer Wut. (105. Gedankensplittter)

Das abstrakte Deutschland lässt sich auch nicht so gut „ficken“, sie nehmen deutsche Mädchen dafür, z.T. noch Kinder. Wann beschützt diese Gesellschaft endlich ihre eigenen Kinder und Jugendlichen? Die „guten Menschen“ mahnen sie, offen für die Welt zu bleiben, keine Vorurteile gegen Ausländer zu entwickeln.

Offenbar gibt es nicht wenige deutsche Mädchen, die sich unbedarft und naiv in die Fänge gefährlicher Vergewaltiger begeben (119. Gedankensplitter), auch weil ihnen immer wieder, Workshop für Workshop vermittelt wird, dass Ausländer in Wirklichkeit die besseren Menschen sind, schon einmal aus einem einfachen Grund: Sie können beim bösesten Willen keine deutschen Nazis sein, und da sind sie schon mal fast aus dem Schneider.

Warum wird in Workshops nicht auch vor den Tricks der Salafisten gewarnt, junge Deutsche für ihre Sache zu gewinnen? Warum werden junge Männer, deren Asylantrag abgelehnt wurde, nicht sofort in Haft genommen, wenn sie hier ihre Zerstörungswut zeigen und durch Straftaten auffallen?

Ist das Leben deutscher Mädchen weniger wert als das von Flüchtlingen, für die Deutschland viel tut, um sie im Mittelmeer zu retten, wenn sie sich auf ihre waghalsige Flucht begeben, und vor allem, wenn sie dann in Deutschland angekommen sind?

Und einheimische Jungen sind ja genauso gefährdet wie die Mädchen, wenn sie frustrierten Macho-Migranten in die Quere kommen, denen ihre eigene Ehre weit wichtiger ist als das Leben ihrer Mitmenschen, vor allem, wenn es nur “Kartoffeln” sind (siehe z.B. den 148. Gedankensplitter und den 71.).

Und warum gab es damals keine Rettungsschiffe, die patrouillierten, um DDR-Flüchtlinge zu retten, die ihre Flucht auf der Ostsee mit kleinen Paddelbooten und Luftmatratzen riskierten, wenigstens im Sommer? War es gar nicht so schlimm in diesem „Unrechtsstaat“ oder lag es daran, dass das bloß Deutsche waren?

 

217. Die Kaisertreuen klammerten sich an ihr altes Reich… (12.06.18)

so wie heute die Merkeltreuen glauben, das EU-Reich halten zu können. Es wird ihnen nichts nutzen, die Republik kommt!

Es ist eine Konstante im Fluss der Zeit, auch Geschichte genannt, dass die bleiben und gewinnen, die sich ihres Eigenen vergewissern, ihrer eigenen Mentalität, ihres eigenen geistig-emotionalen Wesens. Von dort aus lassen sich dann Bündnisse schmieden, die passen. Das trifft auf die Nationen-Individuen genauso zu wie auf den Erfolg oder Misserfolg von Persönlichkeitsindividuen.

Die Nationen im Euro, die aufgrund eines größenwahnsinnigen Wunschdenkens zusammengeschlossen wurden, passen nicht zusammen, das stellt gerade heute wieder auch der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis fest, der schon immer mit einem eigenen Denken auffiel, etwas, was sich die deutschen Eliten, jedenfalls die, die zur Zeit politische Verantwortung tragen, schon lange abgewöhnt haben. 

Für Deutschland passt ein Bündnis mit Staaten des ehemaligen Deutschen Bunds, zuallererst mit Österreich und den Niederlanden, den ehemaligen KuK-Staaten Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien und Slowenien. Eventuell könnte noch Dänemark dazukommen. Bei diesen Ländern passt die Mentalität. Dieser neue Deutsche Bund könnte ein Faktor in der Weltpolitik werden, ein friedlicher. Diese Lektion haben wir gelernt: Wir werden nie wieder andere Länder angreifen, auch dann nicht, wenn wir angefeindet werden.

Mit Russland, Frankreich, Großbritannien, den USA, Japan und China werden wir uns um freundschaftliche Beziehungen bemühen. 

Siehe auch schon den 139. und 136. Gedankensplitter.

 

216. “Wenn es organisierte Kriminalität gibt, wird sie vom Staat unterstützt“ (10.06.2018)

So habe ich es gerade im Weltspiegel gehört von einem Chefredakteur in Mexiko, der sich über die organisierte Kriminalität in seinem Land äußert, über korrupte Beamte in der Polizei, den Staatsanwaltschaften und Gerichten und bei den für sie politisch Verantwortlichen in den Ministerien und in der Regierung insgesamt. Ich finde, er hat generell Recht.

In Deutschland gibt es organisierte Kriminalität. Und ich fürchte, sie nimmt zu.

 

215. Mutiger Boykott (Courage und Gesicht zeigen): (09.06.2018)

Kauft nicht bei Rechten und verkauft ihnen auch nichts! Zum Beispiel Hotelzimmer. Die AfD-Parteitagsdelegierten bekommen wegen dieses mutigen Widerstands keine Herberge und werden nun im Stall übernachten müssen. Vielleicht haben sich aber in den letzten 2000 Jahren die Ansprüche an die politische Korrektheit verschärft und die Obdachlosen kriegen inzwischen nicht einmal mehr einen Platz im Stall. Sie sind ja auch nicht hochschwanger wie Maria.

Oder vielleicht finden sich ja auch patriotische Hotel- und Pensionsbesitzer, die nun keine Zimmer mehr an „links-grün versiffte Volksverräter“ vermieten. Dann werden ja vielleicht doch wieder Übernachtungsgelegenheiten frei. Jedenfalls: Immer erst googeln, wenn jemand ein Zimmer haben will oder beim verbandsinternen Geheimdienst nachfragen.

Da haben die Anständigen, die couragierten Gesichtszeiger eine Entwicklung angestoßen, die viel Potentiell hat, Schwung und Dynamik in den Umgang Andersdenkender miteinander bringt.

Herr Bundespräsident, übernehmen Sie, verleihen Sie den couragierten Herbergsverweigerern das Bundesverdienstkreuz. Sie grenzen alle, die nicht so links und mittig denken, wie sie es selbst tun, konsequent aus, weil man was tun muss gegen die rechten Ausgrenzer. Reden und Diskutieren, ein Austausch der Gedanken im Streitgespräch reicht schon lange nicht mehr; sonst sagen sie nachher noch was Anderes als es die guten, herbergsverweigernden Demokraten für richtig und geboten halten.

 

214. Der Kaiser hat ja schon lange abgedankt in Deutschland… (07.06.2018)

nun ist nach einem langen Auf und Ab in den verschiedenen deutschen Staaten wohl auch die Rechtssicherheit hier dabei, das zu tun: Letztinstanzliche Urteile gelten nicht, werden einfach nicht umgesetzt.

Sachsens oberster Verwaltungsrichter Erich Künzler heute in der LVZ (S. 5):

‘Wir haben einen Zustand erreicht, in dem gerichtliche Entscheidungen nicht mehr befolgt werden. Dieses Problem wird nicht gelöst.’ … Tatsächlich seien im vergangenen Jahr in ganz Deutschland 146 000 Asylanträge abgelehnt worden – nur in jedem fünften Fall hätten die Einsprüche Erfolg gehabt, rechnet der Verwaltungsrichter vor. Gleichzeitig wurden laut Bundesregierung 24 000 Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgebracht. ‘Die Ablehnungen – also auch die Entscheidungen von Verwaltungsgerichten – haben quasi keine Konsequenzen. Das heißt, unsere Entscheidungen sind für den Papierkorb’, kritisiert Künzler.“

Sachsen tut so, als ob es bei den Abschiebungen endgültig ausreisepflichtiger Asylbewerber wie die Bayern besonders konsequent und erfolgreich wäre. Die Wahrheit:

Die Anzahl der in Sachsen lebenden ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber ist laut Innenministerium seit 2016 von 6800 auf 11 600 gestiegen. Dem steht ein Rückgang bei den Abschiebungen gegenüber: Wurden 2016 insgesamt 3377 abgelehnte Asylbewerber ausgeflogen, waren es im vergangenen Jahr 2147.“

Das ist ein Rückgang von 36,42 % bei der praktischen Umsetzung teurer rechtsstaatlicher Prozeduren, die offenbar nur dann akzeptiert und vollzogen werden, wenn ihr Ergebnis dem Antragsteller passt, während sich in der gleichen Zeit die Anzahl der zur Ausreise verpflichteten Asylbewerber fast verdoppelt hat.

Dürfen die, die schon lange hier leben, dann auch einfach letztinstanzliche Urteile ignorieren, ohne das etwas passiert? Das wären ja z.B. für Steuerhinterzieher, Schulpflichtverweigerer, Personen, die Sorgerechtsentscheidungen missachten, und ähnliche Leute schöne Aussichten. Für die Rechtssicherheit in Deutschland, Grundlage auch einer erfolgreichen Volkswirtschaft, gilt das allerdings leider nicht.

 

213. “Kinder brauchen Grenzen“ und Nationalstaaten auch, ebenso wie ihre Verwaltungsgerichte… (04.06.2018)

sonst kracht uns der ganze Laden über dem Kopf zusammen. Die meisten Zwölfjährigen akzeptieren das, wenn sie ahnend merken (und merkend ahnen), dass die Grenzensetzer es – in der Tiefe und in Wirklichkeit – gut meinen mit ihnen, obwohl sie damit engeengt werden in dem, was sie tun wollen.

Frau Merkel wollte es nicht wahrhaben und will es das bis heute nicht, sie singt weiter ihr Mantra von der grenzenlosen Demokratie, jedenfalls in Deutschland und auf Kosten Deutschlands. Wenn man bedenkt, dass ihre Partei einmal der Gegenpart der eher links aufgestellten Weltbeglückungsparteien in Deutschland war, dann merkt man, wie sehr die ganze politische Ladung auf dem Schiff „Deutschland“ verrutscht ist.

Die „Deutschenden“, Zahlenden dürfen für die Aufnahme Geflüchteter in ihrem Land immer noch keine Obergrenze setzen, obwohl

  • den „höchsten politischen Verantwortlichen bis hin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens Anfang 2017 bekannt gewesen sein (musste), dass mit dem BAMF die vermutlich schlechteste Behörde das größte Problem des Landes lösen sollte – und zwangsläufig scheitern musste.“ (BILD am Sonntag vom 3.6.2018, S. 11)
  • mit dem gleichen Geld, das in Deutschland für „Geflüchtete“ aufgewendet wird, einer vielfach höheren Anzahl von Menschen in Not in den Flüchtlingslagern geholfen werden könnte.

Frau Merkel hatte 2015 in einem Akt persönlicher Selbstherrschaft die völkerrechtlich geltende Dublin-Verordnung außer Kraft gesetzt, um Flüchtlinge, die – auch gewaltsam – gegen ihre Registrierung im EU-Land Ungarn rebellierten, in Deutschland aufnehmen zu können. Sie hätten nach geltendem Recht in Deutschland abgewiesen werden können und müssen, da sie aus sicheren Drittländern einreisen wollten.

Wichtiger als Rechtsstaatlichkeit und EU-Solidarität war ihr, ihre Gutmenschlichkeit vor aller Welt zu zelebrieren, und die Mehrheit der Deutschen, zumindest der Westdeutschen war damals mit ihr, einschließlich der BILD-Zeitung, die eine „Refugee-Welcome“-Bewegung inszenierte.

Sie hat es bis heute nicht eingesehen und korrigiert, obwohl sie längst hätte verstehen müssen und können: Wer einmal drin ist in Deutschland, kommt so gut wie nicht mehr raus, egal wie oft sie das als notwendige nationale Kraftanstrengung ausruft. Die Ladung ist schon verrutscht, und es wird unaufhörlich weiter eingefüllt. 

Diese Frau ist eine existentielle Gefahr für Deutschland und alle ihre Gefolgsleute sind es auch, die sie weiter, koste es Deutschland, was es wolle, unbedingt halten wollen und mit ihr das Recht für jeden Zuwanderer, in Deutschland bleiben zu können, auf Kosten seiner Steuerzahler natürlich, wenn er es einmal bis hierher geschafft hat und nur das eine Wort herausbringt: “Asyl”, wahrscheinlich in allen Sprachen der Welt, wofür dann natürlich wieder Tausende amtlich bestellte Dolmetscher gebraucht werden. Und dann wundern wir uns, dass das Geld für die eigenen sozialen Notfälle nicht mehr reicht, obwohl wir 

erstens zu den Ländern in der Welt gehören, wo die Steuerabgabe am höchsten ist, und

zweitens – noch – von den fleißigen Bürgern so viel, was besteuert werden kann, erwirtschaftet wird wie sonst irgendwo kaum noch.    

Noch ist der Wellengang schwach auf dem Weltmeer. Noch können die fleißigen Bootsmänner und Matrosen auf dem deutschen Schiff ausgleichen, was die Offiziere auf der Brücke versaubeuteln. Aber wenn erst einmal richtig starker Seegang aufkommt, und die Schieflage zunimmt, dann rutscht Frau Merkel hoffentlich von der Brücke, zusammen mit ihren willfährigen Offizieren, bevor das ganze Schiff kentert.

Und dann wählt sich die deutsche Mannschaft hoffentlich bessere Offiziere, denen es nicht darum geht, sich in ihrer moralischen Weltherrschaft zu sonnen, sondern zuerst und vor allem etwas für die Menschen zu tun, die ihre Kraft dafür einsetzen, Deutschland lebenswert zu erhalten, weil sie dieses Land lieben. (Das können auch Zugewanderte sein, die inzwischen mit ganzer Seele und Sprache Deutsche sind.)

Jeder soll sich an jedem Ort für “Seins” einsetzen, dann wird die ganze Welt gut.

 

212. Von denen, die uns bunt bereichern, lernen, heißt siegen lernen (03.06.2018)

Oder: Butter bei die Fische

Wir, die wir hier als Deutsche so vor uns hin lebten, hatten die Demokratie ja noch gar nicht richtig verstanden. Wir haben Entscheidungen unserer Behörden und Ämter einfach akzeptiert. Wie dumm! Jetzt endlich lernen wir, dass wir jedes Mal hätten klagen sollen vor dem Verwaltungsgericht.

Wenn das BAMF als Bundesbehörde so viele Fehlentscheidungen getroffen hat – ca. 40 Prozent -, warum sollen dann andere Behörden bei ihren Entscheidungen fehlerfreier gewesen sein? Also Steuerbescheide, Rentenbescheide, Arbeitslosenbescheide, Pflegestufenbescheide – erst mal und auf jeden Fall klagen, vor allem dann, wenn wir das nicht selbst bezahlen müssen.

Führerscheinentzug durch das Straßenverkehrsamt? Wir klagen und fahren weiter, bis die Gerichte ein Urteil gefällt haben, wenn für uns auch gilt, was für die Asylbewerber zutrifft: Der Bescheid der Behörde wird nicht vollstreckt, so lange die Klage läuft. Gefährder laufen weiter frei herum und werden nicht abgeschoben, weil sie demokratischer Weise dagegen klagen. Dann müssten nach der gleichen Logik auch Straßenverkehrsgefährder weiter herumfahren dürfen, bis die letzte Instanz endlich ein Urteil gefällt hat.

Dieses blamable Demokratiedefizit, einfach davon auszugehen, dass die staatlichen Ämter in der Regel schon begründete Entscheidungen treffen werden, gehört endlich und schleunigst abgeschafft, auch in Deutschland, wo mein seit Friedrich II offenbar immer noch das Ammenmärchen pflichtbewusster Beamter träumt. Die Untertanen-Deutschen müssen endlich auf die Höhe der demokratischen Zeit kommen und ihr selbstverständliches Grundrecht in Anspruch nehmen, die Entscheidungen staatlicher Ämter gerichtlich prüfen zu lassen, auch die Entscheidungen der Schul-, Jugend-, Gesundheits-, Bau- und Naturschutzämter.

Wenn die Verwaltungsgerichte so mit Klagen zugedeckt werden, im demokratischen Bündnis mit Zugewanderten, dann dauert es 100 Jahre, bis sie eine Entscheidung treffen können und so lange wird der beklagte amtliche Bescheid nicht vollstreckt, wenn gleiches Recht für alle in Deutschland gilt.

Wunderbar, endlich sind wir auf der Höhe der Demokratie angelangt und in dem beklagenswertem Zustand, wegen allem und jedem zu klagen. Den Juristen wird’s gefallen und wenn wegen der vielen Klagen immer weniger produziert und sonst wie praktisch etwas geleistet wird in Deutschland, lässt der Andrang auf dieses Land ja auch nach.

 

211. Immer diese unglücklichen Formulierungen (03.06.2018)

Natürlich können 12 Jahre einer über tausendjährigen erfolgreichen Geschichte diese nicht ein für alle Mal prägen, sozusagen stellvertretend für sie stehen. Da gab es noch andere Katastrophen in der deutschen Geschichte, durch die ein verhältnismäßig höherer Anteil der damals lebenden Menschen umgekommen ist, z.B. den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648.

Aber von den Folgen für die Welt, die Juden, die Palästinenser und auch für Deutschland selbst ist das schon mehr als ein Vogelschiss. Über 50 Millionen Tote und Vertreibungen ohne Ende und unser Vaterland ist ein weiteres Mal um ein Viertel seines Staatsgebiets amputiert worden.

Das ist schon eine besondere Zeit, die der besonderen Beachtung bedarf, allerdings darf die „Pflege unserer Schuld“ auch nicht zu einer Ersatzreligion werden in einer Gesellschaft, die, wenn es nach unseren Eliten geht, nichts mehr zusammenhält als Auschwitz. Das geht weder bei Personen, noch bei Nationen gut, sich hauptsächlich negativ zu definieren über die Schande des eigenes Versagens.

Wer das tut, hat seine Zukunft schon gehabt.

 

210. “Wenn ich nun aber nicht will…“, dann bleibe ich eben hier (01.06.2018)

Wenn ein Lehrer einen Störenfried, der dauerhaft andere am Lernen hindert, aus dem Klassenraum schicken will und dieser sagt: „Ich will aber nicht!!“, dann bleibt er eben drin und stört weiter.

Die einzige Möglichkeit besteht darin, ihm eine saftige Belohnung anzubieten, damit er freiwillig geht. Irgendwann merken das aber die anderen Schüler, die sich an die vereinbarten Regeln gehalten haben, und gerade dafür nun benachteiligt werden. Jetzt fangen die Cleversten von ihnen an, ebenfalls zu stören, denn wer möchte sich schon eine Belohnung entgehen lassen, die so leicht zu kriegen ist: Man muss nichts leisten, nichts Gutes tun, sondern bloß das Böse eine Zeitlang lassen.

Komischerweise funktioniert das bei den Reichsbürgern noch nicht: Wenn diese aufgrund eines Gerichtsbeschlusses ihre Waffen abgeben sollen und sich trotzdem wehren, weil sie nicht damit einverstanden sind, wird die Maßnahme nicht abgebrochen, sondern mit polizeilicher Gewalt durchgesetzt.

Gestern war ich fürbass erstaunt, als ich bei Maybrit Illner vom Vertreter der Bundespolizei hörte, dass Abschiebungen sofort abgebrochen werden, wenn der Betroffene Widerstand dagegen leistet. Über mehrere Instanzen verhandelte und dann letztendlich ausgesprochene Rechtstitel werden in Deutschland also nur dann vollstreckt, wenn der, den sie betreffen, damit einverstanden ist.

Das gilt zwar – noch nicht – für alle in Deutschland, aber für Asylbewerber ohne die deutsche Staatsbürgerschaft. Diese anzunehmen müssten Einwanderer dumm sein, sie wären dann nur noch Bürger 2. Klasse, gegen die Rechtstitel tatsächlich durchgesetzt werden und nicht mehr die Auserwählten, bei denen dies nur geschieht, wenn sie selbst damit einverstanden sind, weil ihnen z.B. eine anständige Prämie dafür geboten wird.

Zum Glück schauen die meisten der Asylbewerber, die sich unrechtmäßig in Deutschland aufhalten, nicht Maybrit Illner und zum Glück sehen sie keinen Sinn darin, Deutsch zu lernen. Aber trotzdem, fürchte ich, wird ihnen irgendjemand die frohe Botschaft schon verklickern: Ihr braucht euch bloß zu wehren, dann bleibt ihr für immer in Deutschland auf Kosten der dummen „Kartoffeln“.