Gedankensplitter III (06/2018 – …….)

 


Meine ersten Gedankensplitter (I) habe ich im Mai 2006 zu schreiben begonnen und in längeren Abständen bis zum Juli 2017 fortgesetzt. Dann wurde ich immer schneller und die Unterseite Gedankensplitter II war schon im Mai 2018 voll. Wofür ich früher elf Jahre brauchte, war jetzt schon in 10 Monaten gefüllt. Ich fürchte, bei den Gedankensplittern III geht’s noch schneller.

Wer aufhört, seinen Gedanken eine Form zu geben, sie also auszudrücken, um sie als  Ausgangspunkt und geistiges Material dem eigenen und fremden Weiterdenken zur Verfügung zu stellen, ist seelisch tot. Vielleicht kann der eine oder andere etwas damit anfangen. Abgesehen davon, ist es für mich selbst wichtig, für meine eigene Psychohygiene, aufzuschreiben, was mir auf der Seele liegt.  

 

248. Die Merkel-Leute verarschen uns (12.08.2018)

Es gab schon schlimmere Zeiten in Deutschland, aber so viel Verarschung wie heute war sehr selten. Wir sollen endlich aufhören über das Flüchtlingsproblem zu jammern. Das hätte sich doch erledigt. Dank der klugen Politik von Frau Merkel seien die Flüchtlingszahlen im Vergleich zu 2015 doch um 90 Prozent gesunken. (Selbst wenn das so wäre, was es nicht ist, ist es doch immer noch eine Katastrophe, wenn auf ein hohes Niveau weiter regelmäßig und langfristig Neues, wenn auch nicht mehr so viel, hinzukommt → 240. Gedankensplitter.)

Deutschland und Spanien beschwören den Fetisch „Europa“ als einzige Möglichkeit, das Problem der illegalen Einwanderung zu lösen. Sie haben als Beweis, dass die europäische Lösung funktioniere, ein Rücknahmeabkommen ausgehandelt. Bloß das betrifft nur die illegalen Einwanderer, die sich

  1. in Spanien registrieren lassen, die
  2. dort einen Asylantrag gestellt haben und die
  3. über Österreich nach Deutschland einreisen wollen.

Jeder, der auf die Landkarte sieht, weiß, dass das völlig absurd ist, weil sie dann extra einen Riesenumweg gehen müssten, nur um Merkels ideologisches Wunschdenken am Leben erhalten zu können.

Die „Flüchtlinge“ erhalten in Spanien keine Versorgungsleistungen, in Frankreich minimale. Wer will es ihnen dann verdenken, dass sie in das Land weiterziehen, wo Milch und Honig – und Bier nicht zu vergessen – kostenlos fließen.

Der spanische Beitrag wird vielleicht dann darin bestehen, dass sie Schilder aufstellen „to Germany“ oder „to Englishland“ (ehemals Deutschland) aufstellen oder ihnen massenweise Fahrkarten geben, mit denen sie kostenlos schnell Richtung Nordosten vorankommen können.

Die AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber sagt zerknirscht, sie hätte sich in der AfD auch an der Hetze gegen Ausländer beteiligt, indem sie die Tatsache, dass der Ausländeranteil in den deutschen Gefängnissen inzwischen auf 25 Prozent angestiegen ist, mit der Flüchtlingskrise von 2015 in Verbindung gebracht habe, was aber nicht stimme.

Gestern lese ich in der LVZ in einem Interview mit dem sächsischen Justizminister Gemkow (CDU) als Erklärung auf die Frage, warum jahrelang Stellen für Justizvollzugsbeamte abgebaut wurden:

Die Stellenstreichungen hatten sich an Prognosen zum Bevölkerungswachstum orientiert – und dabei war man davon ausgegangen, dass bei insgesamt weniger und zunehmend älteren Menschen auch die Kriminalitätsbelastung sinkt. Aber, auch wenn das jetzt nach einer Ausrede klingt: Erst in den letzten drei Jahren hat sich die Situation insbesondere im Justizvollzug massiv verschlechtert. … Eigentlich gehen die Gefangenenzahlen in Sachsen wie auch bundesweit zurück – allerdings nur bei deutschen Insassen. Denn seit 2015 passiert Folgendes: Es kommt eine große Zahl ausländischer Häftlinge hinzu.“ (S. 4)

Und das, Frau Schreiber, hat mit der ungeordneten Einreise Hunderttausender 2015 nach Deutschland nichts zu tun?

Erinnern Sie sich noch an die vielen Talkshows 2015, wo den begriffsstutzigen Reaktionären aller Art haarklein vorgerechnet und “bewiesen” wurde, dass Ausländer “natürlich nicht” krimineller seien als Inländer und wenn mehr Strafanzeigen gegen sie vorlägen, dann nur wegen Straftaten, die nach dem Ausländerrecht für Inländer gar nicht in Frage kommen. Wegen dieser kommt man in Deutschland aber nicht ins Gefängnis, sondern wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung (im wiederholten Fall), Totschlag und Mord.

Wie gesagt, wir werden verarscht noch und nöcher.

 

247. Eine Plus-Plus-Situation für kriminelle Gewalttäter (08.08.2018)

Oder: Wie die Merkel-Leute in den verschiedenen etablierten Parteien unser Land an die Wand fahren

Es darf sich allerdings nicht um gewöhnliche Kriminelle handeln, sie müssen schon geadelt sein. Wann und wie ist man in Deutschland als Rechtsbrecher geadelt? Wenn man Ausländer ist. Von je weiter man herkommt, desto mehr.

Da begehen Somalier ein Kapitalverbrechen, überfallen ein deutsches Schiff. Niederländische Elitetruppen riskieren ihr Leben, um sie dingfest zu machen.

Der deutsche Staat ist fürbass erzürnt: Na wartet, damit kommt ihr nicht durch, wir verlangen eure Auslieferung. Sie werden hier in Deutschland zu lächerlich geringen Strafen verurteilt, sind inzwischen alle wieder frei, können nicht abgeschoben werden und führen hier auf Kosten des deutschen Steuerzahlers ein sorgenfreies Leben.

Die Mutter eines Verurteilten, die sich im Gegensatz zu den Verantwortlichen in Deutschland noch einen Rest gesunden Menschenverstandes bewahrt hat, kann es nicht verstehen: Du begehst ein Verbrechen, wirst dafür verurteilt und danach besorgt dir der Staat, dessen Staatsbürger du angegriffen hattest, eine Wohnung und finanziert dir ein sorgenfreies Leben in Deutschland !!??

Ja, liebe Menschen da draußen in der Welt, so tickt Deutschland. Was sagt Euch das: Ehe Ihr mühsam versucht, einen Termin in einem deutschen Konsulat zu bekommen und monatelang darauf wartet, überfallt doch einfachen einen Vertreter Deutschlands. Wenn’s klappt, habt Ihr sein Geld, wenn nicht, auch gut, dann verlangt der strenge deutsche Staat unweigerlich Eure Auslieferung und schwuppdiwupp, schon habt Ihr’s geschafft, dann seid Ihr drin, ohne eine gefährliche Flucht durch die Wüste oder übers Mittelmeer riskieren zu müssen.

Die deutsche Realität ist dank der politischen, juristischen und medialen Eliten, die in diesem Land die Verantwortung tragen, noch märchenhafter als im Fall der Goldmarie. Die musste immerhin noch positive Leistungen vollbringen, bevor sie von Frau Holle belohnt wurde.

Wer im Interesse seiner Kinder und Kindeskinder will, dass die Lage so beleibt, muss unbedingt weiter die etablierten Merkelparteien wählen, von den Linken über die Grünen, die SPD, FDP, CDU bis hin zur CSU, die ja wieder in unverbrüchlicher Treue zu Frau Merkel steht. 

 

246. Die Sorge vor Rassismus… (05.08.2018)

ist bei den politisch Verantwortlichen in Deutschland größer als die Sorge um das Wohlergehen der eigenen Jugend. Während andere Länder Drogendealer zum Tode verurteilen, um der Gefährdung der eigenen Jugend konsequent einen Riegel vorzuschieben, werden sie in Deutschland nicht einmal kontrolliert, um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, rassistisch zu sein.

Wer etwa bei schönem Wetter durch den Görlitzer Park in Berlin schlendert, wird von Flüchtlingen angesprochen, ob er Drogen kaufen will. Angeworben werden sie von Sicherheitsleuten in Asylunterkünften, die mit arabischen Clans befreundet sind. Diese kontrollieren und kassieren ab. Ein Ermittler zu BILD: ‘Razzien finden fast nie statt.’ Auch der Heroinhandel ist fest in der Hand der Clans.“ (BILD Deutschland, 04.08.2018, S. 3)

Ich schäme mich, Bürger eines Landes zu sein, dem schwerkrimminelle Clans auf der Nase herumtanzen.

Ein Polizist: ‘Oft fehlt uns auch der politische Rückhalt, weil uns schnell Rassismus unterstellt wird, wenn wir gegen Mitglieder von Großfamilien vorgehen müssen.”’ (Ebenda)

Werden Schwarzafrikaner, die den Drogenhandel dominieren, kontrolliert, regen sich gute Menschen über eine „rassistische Profilierung“ auf. Warum werden gerade nur Schwarzafrikaner kontrolliert und nicht europäisch aussehende Familien oder Rentnerehepaare?

Ich kann’s euch sagen: Weil nicht die Letztgenannten immer wieder mit Drogen aufgefallen sind, sondern die Erstgenannten. Ich habe auch noch nie gehört, dass sich Neonazis über rassistische Profilierung beschwert hätten, wenn bei einer für sie typischen Veranstaltung nicht im gleichen Maße auch Dunkelhäutige, Familien oder Rentner kontrolliert werden.

Und wenn es gilt, Autorennen zu unterbinden, werden ganz zu Recht keine 50-PS-Autos gestoppt, sondern die Angeber-Schlitten. Es ist dann ein gerechtes und sinnvolles „Vorurteil“, sich bei den polizeilichen Untersuchungen auf diese zu konzentrieren, schließlich geht es in erster Linie um die Minderung von Gefahren für Leib und Leben Unbeteiligter, genauso wie beim Drogenhandel, und nicht um eine theoretisch sichergestellte Gleichbehandlung aller Menschen, die sich gerade an einem bestimmten Ort befinden.

Wer die Bedrohung der Gesundheit naiver oder argloser „Opfer“ effektiv mindern will, muss bei der Verfolgung gewiefter Täter auf seine gesammelten Vorerfahrungen aufbauen können dürfen. Diese absolute Selbstverständlichkeit in Frage zu stellen, gelingt, glaube ich, nur guten Grünmenschen in Deutschland und sonst keinem.

 

245. Wer Stauffenberg als Verräter und Feigling… (02.08.2018)

bezeichnet wie der Vorsitzende des Jungen Alternative in Niedersachsen muss von allen guten Geistern verlassen sein. Stauffenberg wollte Deutschland in den Grenzen von 1919 retten, indem er den Massenmörder Adolf Hitler beseitigte. Dieser hatte zuerst rücksichtslos gegen sein eigenes Volk gewütet und 500 000 der besten und leistungsfähigsten Deutschen vertreiben und ermorden lassen, bloß weil sie Juden waren. Viele von Ihnen hatten sich schon im 1. Weltkrieg als wahre deutsche Patrioten erwiesen.

Dieses sinnlose Morden hat er dann in ganz Europa fortgesetzt und auf furchtbare Weise vervielfacht, nicht nur mit Juden, sondern auch mit vielen anderen Menschen, die die Nazis für lebensunwert hielten. Das allein ist unbeschreiblich schlimm, und dass Stalin und Mao auch Massenmörder waren, ändert nichts daran.

Abgesehen davon war er als militärischer Führer ein Versager und Dilettant. Er ließ seine 6. Armee in Stalingrad verrecken und verhinderte, dass der deutsche Düsenjäger, die Me 262, 1943 in die Serienproduktion ging.

Die Engländer und Amerikaner waren durch ihre Spionagezentren genauestens über die Entwicklung des deutschen Düsenjägers informiert. General Spaatz, der Oberkommandierende der US-Bomberkräfte warnte:

‘General Eisenhower und ich sind uns darüber klar, dass die tödlichen deutschen Düsenjäger uns Verluste zufügen können, die zur Folge haben, dass die Tagesangriffe in unmittelbarer Zukunft eingestellt werden müssen.’

Auch in Amerika und England wurde fieberhaft an der Entwicklung eines Düsenflugzeugs gearbeitet. Es war nicht die Rede davon, dass nur Deutschland im Besitz der Turbinen und Strahltriebwerke war. Tatsache aber blieb, dass die deutschen Techniker einen Vorsprung von mindestens anderthalb Jahren herausgeholt hatten.“ (Norbert Lebert: Sterben war ihr täglich Brot. Die Testpiloten von Rechlin. Neuauflage des Tatsachenromans von 1958 im Mecklenbook-Verlag Neubrandenburg 2017, S. 211)

Sie schwiegen alle, denn niemand wagte es, den Mund aufzumachen. Der Oberste Befehlshaber hatte gesprochen. Sein unsinniger Befehl vernichtete den Vorsprung, den die Konstrukteure erarbeitet hatten. Er vernichtete die Hoffnung der Jagdflieger.  Aber er übertraf die kühnsten Erwartungen der Feinde. Der Tag von Insterburg [wo Hitler diese Entscheidung traf] wurde in London groß gefeiert! Hitler hielt nichts von Jägern. Auch nichts von Düsenjägern. Sie waren für die Verteidigung bestimmt. Defensive war in seinen Augen Feigheit. Angriff, Vergeltung, Rache! Dazu muss ich Bomber haben, Schnellbomber, Blitzbomber – keine Jäger. … Aus Ruinen und Trümmern schauten die Menschen weiterhin gläubig zum Himmel, wenn sie das Rauschen der Düsenjäger hörten. Denn sie wussten nichts vom Tag von Insterburg.“ (S. 213)

Heiko Maas, deutscher Außenminister, war aber auch von einigen klugen Geistern verlassen, als er ausgerechnet den Jahrestag des Putschversuches gegen Hitler am 20.07. benutzte, um vor “Rechtspopulismus” zu warnen. Stauffenberg wollte Hitler nicht töten, um in Deutschland die westliche Demokratie einzuführen. Er wollte mit der Menschenverachtung der Nazis, dem Kriegswahnsinn und dem irrationalen Rassenwahn Schluss machen und ein friedliches, gerechtes, starkes und eigenständiges Deutschland zwischen dem Westen und Russland und keinen weiteren, besonders servilen Vasallen der USA in Europa.

Seine Ansichten waren “rechter” als die der heutigen AfD, wenn ich Verwirrte wie den Stauffenberg-Kritiker von der “Jungen Alternative” jetzt einmal als das betrachte, was sie bald sein werden, nämlich nicht mehr in der AfD. Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat sein Leben für Deutschland geopfert, nicht für eine imaginäre westliche Demokratie. Er ist ein Held und hat den höchsten Respekt verdient, zuerst und vor allem von seinen Landsleuten.

 

244. Der, der mit dem Geheimdienst droht, sagt, es gibt in Deutschland keine Maulkörbe für öffentliche Meinungsäußerungen (30.07.2018)

Gerade gehört im Deutschlandfunk: Ist die deutsche Gesellschaft rassistisch? Mehrere Hörer beklagen, dass wer das Anspruchsdenken der Muslime kritisiert, die sich in vielen Fällen – nicht in allen – mehr Anpassung der deutschen Aufnahmegesellschaft an sie erwarten, als sie umgedreht dazu bereit sind, als Rassist oder Nazi verunglimpft wird, weswegen viele Deutsche und deutsch gewordene Zuwanderer nun wie mit einem Maulkorb durch dieses Land laufen.

Der Politikwissenschaftler wundert sich: Man könne doch alles sagen, wie gerade auch diese Sendung zeige.

Der SPD-Vertreter droht Hörern und Frau Steinbach, die sich sehr gut geschlagen hat, mehr oder weniger direkt mit dem Verfassungsschutz, dem deutschen Inlandsgeheimdienst. Wenn diese feststellten, dass sich viele Moslems im Gegensatz zu anderen Zuwanderern gar nicht integrieren, sondern lieber die deutsche Gesellschaft grundsätzlich verändern wollten, in Richtung Islam, seien sie zutiefst verfassungsfeindlich.

Dass ein Geheimdienst versuchen soll, den Untergang eines Staates aufzuhalten, der sich den Realitäten nicht stellen will oder nicht mehr stellen kann, kommt uns DDR-Bürgern bekannt vor.

Noch einmal langsam zum Mitdenken: Nicht etwa die, die im Sinne der “Unterwerfung”, wie sie Michel Houellebecq in seinem gleichnamigen Roman schildert, diese Gesellschaft grundsätzlich ändern wollen, müssten vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sondern die, die auf diesen Prozess aufmerksam machen und ihn stoppen wollen. Der Roman wurde auch für das deutsche Fernsehen beeindruckend verfilmt. Ist das für die SPD auch verfassungsfeindlich?

Was sind diese Drohungen Anderes als der Versuch, dem offenen Diskus einen Maulkorb anzulegen? Auf die SPD ist Verlass, bevor sie Deutschland abschaffen konnte, hat sie sich hoffentlich selbst abgeschafft.

 

243. Die zwei Seiten des ZDF (27.07.2018)

Gestern Abend brachte das Heute-Journal einen oberflächlichen, zudeckenden und verharmlosenden Beitrag über die Targetsalden. Die Redaktion sollte mehr andere Magazine des eigenen Senders sehen, z.B. Plus-Minus. Dort bekommt man eine Ahnung, was auf dem Spiel steht und dort wird der Gedanke, dass die Targetmissverhältnisse zeigen, wie hoch der Euro bereits „fiebert“, zu Ende geführt.

Ich habe diesen Plus-Minus-Beitrag, der journalistisch, wie es sein soll, tiefer gräbt und nicht einfach Beruhigungspillen austeilt, im 239. Gedankensplitter, etwas weiter unten, verlinkt. Schauen Sie ihn sich an.

 

242. Gucke an, deutsche Gerichte haben ja doch Biss (25.07.2018)

Sami A. muss zurückgeholt werden aus Tunesien, dem einzigen Land des arabischen Frühlings, in dem dieser halbwegs demokratisch vollzogen wurde.

Klare Frist: bis Dienstag und klare Strafe, was für die Ausländerbehörde passiert, wenn nicht: Erst mal 10.000 Euro, die sich sicher noch weiter steigern lassen, vom Geld des deutschen Steuerzahlers. [Bekommt das Geld etwa Sami A.? Das wäre ein Irrsinn, den ich diesem bundesdeutschen Staat durchaus zutraue. Aber dann muss sich auf die Dauer scheiden, was nicht zusammengehört. Das Volk, einschließlich integrierter Zuwanderer, und sein Staat, einschließlich seiner Gerichte. - 01.08.2018]

Das müsste dann aber für alle Beschlüsse deutscher Verwaltungsgerichte gelten. Wenn eine Abschiebung verfügt wurde, hat sie innerhalb einer geregelten Frist umgesetzt werden zu müssen. Wenn nicht, gibt es Sanktionen für die staatlichen Behörden, die nicht fähig oder willens sind, ein letztinstanzliches, unanfechtbar gewordenes Urteil durchzusetzen, und für diejenigen, die sich mutwillig einer Entscheidung deutscher Gerichte entziehen.

Da bin ich ja mal gespannt, ob in Deutschland weiter nur halbes Recht gilt – entsprechend der These, dass die Erde eine Halbscheibe ist, bestehend nur aus der Mitte und der linken Seite (die rechte darf es nicht geben) – oder irgendwann auch einmal ganzes, Vollrecht sozusagen.

 

241. Mesut Özil würde – wird? – es wieder tun (22.07.2018)

Er ist unpolitisch. Er wollte nur dem “höchsten Amt” des Landes seiner Eltern die Ehre erweisen, egal, wer es innehat, weil er auf seine Wurzeln stolz ist. Dürfen das die Deutschen mit deutschen Vorfahren dann auch? Dürfen sie auch dem Land ihrer Vorfahren die Ehre erweisen, weil sie stolz auf ihre Wurzeln sind?

Eigentlich muss ich Özil sogar dankbar sein, denn er führt jedem vor, der es sehen will, wie ehrlos die deutsche Gesellschaft mit ihrem Land und seiner Geschichte umgeht, die weit über 12 Jahre hinausgeht. Ehre und Würde gehören zusammen, sie sind sozusagen Zwillinge. Özil ist ein gutes und wichtiges Vorbild für die Jugend in Deutschland, die deutsche Vorfahren hat. Schneidet euch eine kleine Scheibe von ihm ab, seid stolz auf eure Wurzeln und ehrt, was dieses Land ausmacht, seinen Erfindergeist und seine Ordentlichkeit z.B., und nicht zuletzt seine Sprache.  

Für mich – es stört sonst wahrscheinlich keinen Vertreter der politischen und medialen Klasse – ist “der Hammer“, dass Özil seine ganze Erklärung an die Anhänger der deutschen Nationalmannschaft auf Englisch verfasst.

Was will er uns damit sagen? Ich denke, Folgendes: Zuerst kommt das Land meiner Vorfahren. Dann kommt ihr immer noch nicht mit eurer minderwertigen Sprache. Ich wurde zwar bei euch geboren, bin bei euch aufgewachsen, Deutschland hat mir zwar möglich gemacht, das zu werden, was ich geworden bin, aber ich identifiziere mich trotzdem mehr mit der Türkei, das sowieso und natürlich, aber auch danach kommt ihr noch nicht, sondern die englische Sprache (und Kultur?). Offenbar hält er Deutsch (und Deutschland?) für verachtenswert. (So bekommt die konsequente Verweigerung des Mitsingens der deutschen Nationalhymne auch einen Sinn.)

Der Adel in Deutschland, die, die etwas Besseres waren, hat es vor ein paar Hundert Jahren mit Französisch auch so gemacht: „Ich spreche doch nicht wie der Pöbel, ich bin im Gegensatz zu ihm hochwohlgeboren.“

Er kann ja gut und gern so denken und sich über das Deutsche erheben. Nur: Was macht er dann noch in der deutschen Nationalmannschaft?

[Die SPD in der Person der Justizministerin hat der rassistisch verfolgten Unschuld vom Lande Recht gegeben. Na denn, deutsche Jugend, höre die Signale, ehre deine Wurzeln und stehe stolz zu deinen Vorfahren. Was für den einen Recht ist, muss für den anderen billig sein.

Özil lebt in der 3. Generation in Deutschland und ist deutscher Staatsbürger, ein allerdings in London lebender. Verständnisvoll reden jetzt viele hier von der Zerrissenheit junger Deutscher mit türkischer Herkunft. In der 3. Generation und immer noch zerrissen. Wenn alle so ticken würden wie das besonders stolze Volk der Türken, müsste Trump heute noch zwischen seiner deutschen Herkunft und seinem jetzigen Heimatland, den USA, schwanken und die doppelte Staatsbürgerschaft einfordern, um diese "große Wunde" zu heilen.

Obwohl: Ich schaue auch bewundernd und neidisch auf den großen Nationalstolz der Türken. Wir können viel von ihnen lernen, sollen wir doch auch, schließlich ist die andere Kultur eine "bunte" Bereicherung des eigenen Denkens und Fühlens. Ich könnte dann, weil ich hugenottischer Herkunft bin, eine stolze Verbundenheit mit meinem alten Herkunftsland Frankreich entwickeln, auch wenn das schon ein paar hundert Jahre her ist, dass meine Vorfahren nach Deutschland auswanderten. Bei nicht wenigen Türken scheint die Verbundenheit mit ihrem alten Herkunftsland mit jeder Generation zuzunehmen. Warum dann nicht bei mir?

Überhaupt finde ich, sollte jeder in Deutschland Anspruch auf eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Es ist doch immer gut und bereichernd, noch über einen "Plan B" zu verfügen, eine zweite kulturelle und staatliche Identität und Lebensmöglichkeit wie die Kinder geschiedener Eltern, die mal in der einen Wohnung leben und mal in der anderen, je nach dem, wo sie ihre Interessen und "Bedürfnisse" - oft besser gesagt: Gelüste - besser durchsetzen bzw. befriedigen können. --> 24. Gedankensplitter - 23.07.2018]  

 

240. Gebt den Flüchtlingen, die wieder ausreisen wollen, ihre Papiere zurück (22.07.2018)

Erstaunlicher Weise geschieht dies zum Teil nicht. Nicht alle wollen sie verkaufen oder wieder verlieren. (Verdammte Vorurteile!) Manche habe auch einfach Sehnsucht nach einem sicheren Ankunftsland. Das ist Deutschland nicht mehr. Die Polizei hat die Lage hier nicht mehr im Griff (siehe z.B. den 238. Gedankensplitter).

Die große „Flut“ hereinbrechender Flüchtlinge ist in Deutschland zwar gestoppt, aber für ein Schiff, das bereits destabilisiert in Schieflage liegt, ist es auch katastrophal, wenn „Wasser“ weiter, über die Jahre in einem „mittleren Maß“ eindringt und die Pumpen davon nur einen geringen Teil aus dem Schiff entfernen können (→ 171. Gedankensplitter). Das heutige deutsche „mittlere Maß“ ist immer noch doppelt so hoch wie das in Frankreich.

Apropos Frankreich. Macron hat ja angeblich die Initiative und Führung in Europa übernommen. Deutschland solle sich an ihm ein Beispiel nehmen. Warum tut es das dann nicht? Warum nimmt es jetzt noch einmal Weißhelme aus Syrien auf, die Frankreich nicht aufnimmt, obwohl es in den letzten Jahren, nicht erst seit 2015, im Vergleich zu Frankreich schon einem Vielfachen der Flüchtlinge Asyl und „Duldung“ gewährte? Sollte nicht wenigstens das Führungstandem Deutschland – Frankreich mit einer Stimme sprechen, anstatt nationaler Alleingänge, wenn das schon der ganzen EU sowieso nicht gelingt?

Und wenn schon nationaler Alleingang, wäre dann nicht jetzt Frankreich dran?

 

239. Es fällt auseinander, was nicht zusammengehört (20.07.2018)

Am Mittwochabend (18.03.2018) hat mich ein Beitrag im ARD-Magazin „Plus-Minus“ umgehauen. Und das, obwohl mich schon Hans-Werner Sinn dafür sensibilisiert hatte (→ 181. Gedankensplitter). Es geht um die Targedsalden, mit denen der Handel zwischen den Ländern der Eurozone verrechnet wird. Da läuft immer mehr auseinander, was ausgeglichen sein sollte: Inzwischen hat Deutschland fast 1000 Milliarden Euro Forderungen an die EZB, während Italien 500 Millionen Verbindlichkeiten angehäuft hat.

Das Thema wird von der Politik ignoriert, es wird nach Kleinkindmanier einfach nicht hingeschaut; das Gespenst wird schon von allein wieder verschwinden. Die Realität soll das ideologische Wunschdenken nicht gefährden, aber im Stillen laufen die Salden weiter auseinander. Dass das Auseinanderklaffen zwischen der Realität und einem ideologischen Schöndenken immer zum Zusammenbruch führt, haben wir das letzte Mal beim Untergang der DDR erlebt.

Was passiert, wenn Italien den gordischen Knoten, die sich anhäufenden Verbindlichkeiten auszugleichen, einfach durchschlägt, indem es die Eurozone verlässt? Nach mir die Sintflut! Selbst bei gutem Willen wird es ihm nur noch schwer möglich sein, die Verbindlichkeiten wieder abzubauen. Und wer fügt sich selbst schon Schmerzen zu, wenn es auch anders geht? Wozu sind die Streber-Deutschen da? Sie wollten ja unbedingt den Euro wegen ihrem “Friedensprojekt Europa”, wir Italiener haben nur mitgemacht, dann sollen auch die Deutschen dafür bezahlen. Italien bräuchte bloß eine Volksabstimmung darüber anzukündigen, sagt einer der Professoren, einer von dreien, der das Problem eher schönredet, aber wenigstens an dieser Stelle Realist ist: Schon gäbe es eine gewaltige Wirtschaftskrise im Euroraum.

Die Kosten blieben wieder mal beim deutschen Steuerzahler hängen. Dann sollten aber alle verantwortlichen Politiker in Deutschland, die den Euro koste es, was es wolle, unbedingt einführen und behalten wollten, und die sich nun weigern, die kritische Situation überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, bis an ihr Lebensende alles private Vermögen, das über ihren Selbstbehalt hinausgeht, dem deutschen Staatshaushalt zurückzahlen. (Wer sie gewählt hat, sollte zu seiner Entscheidung stehen, Verantwortung für sie übernehmen und freiwillig eine Abgabe zahlen, solange bis die Verluste wieder ausgeglichen sind.)

Einer der Professoren aus dem Beitrag sagt es an seinem Ende sinngemäß klar:

Die Targedsalden sind so etwas wie ein Fieberthermometer. Die ständig steigende Temperatur ignoriert unsere Politik. Täte sie das nicht, käme sie nicht darum herum, schmerzhafte Eingriffe beim Patienten vorzunehmen. Das will sie unbedingt vermeiden, um das verlogene Bild vom Euro als Erfolgsmodell nicht zu gefährden. Also steigt die Temperatur weiter. Spätestens bei 42 Grad ist Schluss.

 

238.Tausende Notrufe laufen ins Leere“ (19.07.2018)

So zitiert eine Überschrift der LVZ von gestern (S. 16) das Lagezentrum der Polizei.

Bis zum 31. Mai dieses Jahres konnten demnach 2115 von 57219 Notrufen nicht direkt angenommen werden – immerhin rund 3,7 Prozent. Im Jahr 2017 gingen 4050 von 66864 Notrufen ins Leere. Pikant: Die Zahlen stammen nur aus den letzten fünf Monaten des Vorjahres. Wegen technischer Probleme wurden die Daten erst ab August erfasst.“

Da rufen aus dem Dschungel der Großstadt verzweifelte Menschen um Hilfe, genau bei den Behörden, die sie als Steuerzahler dafür bezahlen, ihnen zu helfen. Besetzt. Pech gehabt, und für sie sind keine Menschenrechtsorganisationen in Rettungsbussen unterwegs, um die Verzweifelten, die die Polizei nicht schützen kann, wenigstens vorübergehend in ihre Obhut zu nehmen. Keine Flugzeuge oder Hubschrauber melden den Rettungsbussen, wo sich in der Stadt Menschen vor Gewalt oder Bedrohung fürchten.

Und in welchen Hafen sollten die Rettungsbusse die Aufgenommenen dann auch bringen? Die Polizei ist ja sowieso rettungslos überfordert, jedenfalls in Leipzig. Für sie gibt es eine Obergrenze ihrer Kapazität und diese ist überschritten, genauso wie für Schulen und Krankenhäuser.

Und Frau Merkel redet weiter davon, dass das Grundgesetz keine Obergrenze für die Aufnahme von Einwanderern in Deutschland vorsieht, wenn sie an der Grenze das Wort „Asyl“ sagen. (Goethe muss sich in seinem Faust geirrt haben, am Anfang jeder Welt, jedenfalls der deutschen, steht doch nicht die Tat, sondern das Wort.) Einwanderer brauchen nur dieses Wort auszusprechen, dann muss ihnen auf jeden Fall Eintritt gewährt werden, obwohl wir gerade erleben, dass es fast unmöglich ist, jemanden, der erst einmal da ist, wieder abzuschieben.

Selbst wenn dies geschah, kann er einfach wieder kommen, und das – jahrelange – Verfahren geht von vorne los.

Das ist alles schlimm genug, aber was ich gestern Abend im Plus-Minus-Magazin der ARD über das Anwachsen der Verbindlichkeiten der anderen Euro-Länder gegenüber der deutschen Bundesbank gesehen haben, beunruhigt mich noch mehr. Dazu morgen Genaueres.

 

237. „Nicht alle über einen Kamm scheren“ (18.07.2018)

Damit hat der bayerische Innenminister ganz Recht, wenn er darauf im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise verweist. Die CSU dürfe nicht vergessen, dass sie ein „C“ in ihrem Namen trägt.

Ja, richtig: Dann aber nicht über einen Kamm scheren weder im Bösen noch im Guten. Wir müssen deutlicher differenzieren, zwischen denen, die sich ehrlich bemühen, die nicht mit einen Anspruchsdenken auftreten, was die deutsche Gesellschaft alles für sie zu tun hätte, sondern die sich zuerst fragen, was sie für diese Gesellschaft, die ihr Leben gerettet hat und die sie nun versorgt, tun können.

Nicht: Die Deutschen haben Englisch zu lernen, damit sie sich mit mir verständigen können, sondern ich habe Deutsch zu lernen.

Das betrifft – grundsätzlich – auch die Inländer schon in der Schule. Viel zu wenig lernen junge Menschen hier und heute, dass ihr Verhalten immer Folgen hat: Etwas für die Gemeinschaft – Familie, Schule, Stadt, Nation – zu tun, die einen versorgt, sich dabei anzustrengen, mehr Rücksicht auf die berechtigten Erwartungen der anderen zu nehmen als auf die eigene Bequemlichkeit, hat positive Folgen, da geht’s aufwärts und weiter.

Egoistisch zu handeln, andere zu missachten, um besser auf ihre Kosten leben zu können, da gibt’s ein STOPP, ein „So nicht!“, ein „Damit-kommst-du-bei-uns-nicht durch!“, dann kannst du dir erst recht nicht das leisten, was du auf kurzen und krummen Wegen erreichen wolltest.

So einfach könnte das sein. Aber ein Wesensmerkmal unserer Gesellschaft ist, die Verbindung zwischen dem eigenem Handeln und seinen Folgen zu kappen. Sie sucht und sie findet immer einen Grund, warum sich einer „daneben benimmt“. Ja, warum soll er dann noch ein nützliches Mitglied der Gemeinschaft werden, wenn’s mit Faulheit und Egoismus auch geht und er dafür sogar noch einen Aufmerksamkeitsbonus „on the Top“ (234. Gedankensplitter) bekommt.

Also, in der Tat: Nicht alle über einen Kamm scheren: Wer als Flüchtling tatsächlich ein nützliches Mitglied der deutschen Gesellschaft geworden ist, der muss ganz anders behandelt werden als der, der auf ihre Kosten lebt und erwartet, dass sie sich ihm mehr anpasst als umgedreht. Dieser Letztere muss konsequent abgeschoben werden. Suchen wir immer nach Gründen, warum er sich so verhält, wie er sich verhält, helfen wir weder ihm noch der Gemeinschaft, die ihn aufgenommen hat.

Wir entkoppeln damit die Beziehung Verhalten-Folge und bestärken ihn in seinem alten, falschen Verhalten. Man kann nach Ursachen suchen und sie beschreiben, aber das ändert nichts an der Verpflichtung, jetzt und hier zu einem nützlichen Mitglied der Gemeinschaft zu werden. Das muss zumindest das klare Ziel sein, auch wenn es nur Schritt für Schritt erreicht werden kann. So hart das klingt, es ist die einzige Chance für einen Verletzten, wieder zu gesunden, und für die Gemeinschaft, die ihn aufgenommen hat, dadurch auch innerlich an eigener Stärke zu gewinnen und nicht nur quantitativ zu wachsen, was früher oder später dazu führt, dass sie zerreißt.

Also sind offene Arme für die Leistungs- und Anpassungsbereiten und strenge Konsequenz für die, die sich verweigern, die wirkliche Menschlichkeit und nicht ein „Alle-über-den-Kamm-scheren“ nach dem kleinkindlichen Wunschdenken (“Wir schaffen das”) von Frau Merkel, egal ob und wie sie sich anstrengen. (Ich werde morgen zeigen, dass wir es nicht einmal im eigenen Land schaffen, Menschen zu retten.)

 

236. Es kippt, es fängt tatsächlich an, zu kippen (16.07.2018)

Was? Das System MERKEL der unreflektierten, naiven Kleinkinder-Menschenfreundlichkeit (“Wir schaffen das”), das System der Gutgrünen (57. Gedankensplitter). Es hat bis vor kurzem die Staatsmedien „voll und ganz“ dominiert, jetzt dominiert sie sie nur noch voll und nicht mehr ganz.

Die Leithirsche bei den Druckmedien beginnen umzuschwenken: „Die Zeit“ und „Die Welt“ zum Beispiel. Bis das die Provinzzeitungen, die Leipziger Volkszeitung, die Sächsische Zeitung und wie sie alle heißen, und das öffentlich-rechtliche Fernsehen begriffen haben, wird noch Zeit ins Land gehen. Sie bleiben stehen, treu zu ihrer „guten“ Sache und werden sich wundern wie der Baikalsee, dem das Wasser abhanden kam.

Dabei müssten ja gerade die Regionalzeitungen noch näher bei den Menschen sein als die großen überregionalen Zeitungen. „Müssten“, in Wirklichkeit ist es wie beim Verhältnis zwischen dem „Neuen Deutschland“ und den Organen der Blockparteien. Diese waren, solange sich das Ende der DDR nicht deutlich abzeichnete, immer noch einen Tick parteilicher als das Zentralorgan der SED.

Wenn sich unter den Tageszeitungen eine Kritik am realen Sozialismus erlauben durfte, dann diese. So ähnlich scheint es jetzt auch zu sein, bloß heute geht es um das Verhältnis zwischen den großen Leitmedien und den Provinzzeitungen im real existierenden bundesdeutschen Kapitalismus.

Nehmen wir ein Beispiel für den Schwenk vom Kleinkinder-Wunschdenken hin zum Realismus und der Fähigkeit, auch eigene Interessen zu vertreten, den Leitartikel von Dirk Schümer vom 14.07.2018 in der WELT (S. 3):

Je kaputter ein Staat, desto besser für seine Potentaten. Darum werden sie, unterstützt von religiösen Anführern, auch nichts an der Bevölkerungskrise ändern – so lange entwurzelte junge Männer, zuweilen auch Frauen, nach Europa abgeschoben werden können. Bei einer knappen Million Menschen, die in Afrika pro Woche geboren werden, sind die Dimensionen apokalyptisch… Die Kompatrioten [Landsmänner] in Europa tragen über ein raffiniertes Abgabesystem zum Wohlstand der Diktatoren bei – eine perfide, aber logische Zuspitzung von Entwicklungshilfe.

Erst wenn die verantwortungslosen Machthaber Afrikas die Folgen ihres Nichthandelns mitbekämen und nicht mehr weiter Nutznießer der humanitären Katastrophe wären, würde sich an der gigantischen Misere etwas ändern. Europa muss die Staaten Afrikas in die Pflicht nehmen, für sich selbst und die eigene Zukunft zu sorgen. Wer aber meint, alle tatendurstigen Afrikaner könnten ersatzweise in unseren Sozialsystemen unterkommen und den unleugbaren Mangel an Fach- und Billigarbeitern elegant beseitigen, hat die Dimension dieser Tragödie unterschätzt. Und ist es nicht ohnehin zynisch, die Begabten und Starken aus den Gesellschaften Afrikas anzulocken und den Rest in Unterdrückung und Not zurückzulassen?

Letztlich leben die Entwicklungshelfer und Retter, die sich mit diesem Konzept ethisch glorifizieren wollen, nur eine neue Form von Rassismus. Denn sie behaupten genau wie die Missionare und Militärs vor 150 Jahren, dass die Menschen Afrikas allein nicht zurechtkommen und dass nur Europa sie retten kann. Es ist allerhöchste Zeit, mit diesem moralischen Neokolonialismus zu brechen.“

 

235. Für stolze, selbstbewusste Menschen geht es nicht zuerst um Materielles, sondern um Kulturelles (11.07.2018)

Geld regiert angeblich die Welt. Ich glaube, es geht mehr noch um Sprache und Kultur. Wenn ich mir überlege, was würde mich glücklicher machen: Viel Geld in einem Umfeld zu haben, das meine Sprache nicht spricht, meine Bräuche nicht pflegt und meine Mentalität nicht teilt oder wenig Geld zu haben und dafür in einem Umfeld zu leben, in dem all das der Fall ist?

Für mich ist die Antwort klar: Lieber das Letztere. Die Mehrheit der deutschen Eliten sieht das genau umgedreht: Sie sind in der Welt „zu Hause“, haben, reich wie sie meistens sind, Wohnungen oder Häuser in mehreren Ländern, zuweilen sogar auf verschiedenen Erdteilen.

Komischerweise sehen das die Eliten fast aller anderen Nationen, zuerst die Sieger der Weltkriege, ganz anders: Sie legen höchsten Wert darauf, dass dort, wo sie sind, ihre Sprachen gesprochen, ihre Bräuche zelebriert und ihre Mentalität gelebt wird, lieber verzichten sie auf materiellen Gewinn als darauf.

Das ist nach meiner Überzeugung auch psychisch wesentlich gesünder und dem Wesen des Menschen gemäßer als das deutsche Offensivverzichten und Abkoppeln vom kulturell Eigenen, wenn es dafür nur genug Geld gibt. Das ist die Art von Menschen, die ihre Liebe gewerblich verkaufen: Eine wirkliche innere Beziehung zum Partner, Treue zu ihm, der eigenen Familie und den eigenen Kindern ist unwichtig, weil ihr Lebensziel längst geworden ist: Geld und noch einmal Geld und „Freiheit“, Ungebunden- und Unverpflichtetsein, die sich mit dem vielen Geld kaufen lassen.

Zuwanderern in Deutschland wird andererseits mit der größten Selbstverständlichkeit das Bewahren der eigenen Sprache und Kultur, der eigenen Sitten und Gebräuche zugestanden, selbst dann, wenn sie gegen die bisher geltende deutsche Ordnung verstoßen, z.B. das Baden in langen Gewändern in Frei- oder Hallenbädern, das vorher aus guten Gründen verboten gewesen war.

[Aber vielleicht ist das gar kein Gegensatz, sondern Ergebnis eines "unitaristischen" Denkens, dass überall das Gleiche möglich sein soll, so dass sich der Charakter von Nationen und Völkern immer mehr verwischt, sich letztendlich gar nicht mehr voneinander unterscheidet. Überall auf der Welt in jeder Stadt McDonalds, Coca-Cola und Döner. Wenn es tiefer und darüber hinaus gehen soll, ist das allerdings eine Einbahnstraße: Die Kultur der muslimischen Zuwanderer etabliert sich bei uns, aber umgedreht geht das natürlich keinesfalls oder haben Sie schon mal Bratwurststände in islamischen Ländern gesehen oder dass deutsche Badesitten in islamischen Frei- oder Hallenbädern Einzug halten oder deutsche Schüler eine islamische Schule so freizügig bekleidet besuchen, wie das hier üblich ist. Wir sollen es als Zeichen individuellen Selbstbewusstseins akzeptieren, wenn Mädchen in Deutschland Kopftücher tragen wollen, aber wehe jemand will mit der gleichen Begründung in einer streng-islamischen Gemeinschaft, auch in Deutschland, darauf verzichten. -16.07.2018]     

Unter diesen Bedingungen würde ich mich in Deutschland auch wohl fühlen als Ausländer, allein schon deswegen, weil ich sozusagen gar nicht im Ausland angekommen, sondern kulturell in meinem Heimatland geblieben bin und sprachlich, wenn schon nicht ganz bei mir in abgeschlossenen Ghettos, wo ich kein Deutsch brauche, dann zumindest bei meiner ehemaligen Kolonialmacht. Selbst deutsche Tierschutzgesetze werden außer Kraft gesetzt, damit es möglich ist, Tiere ohne Betäubung zu schächten. 

In den Sprachnachrichten, dem Blatt des Vereins Deutsche Sprache hatte ich vor Jahren gelesen, dass Osteuropäer, insbesondere Polen, nach dem Zusammenbruch des „sozialistischen Lagers“ glaubten, in der EU Deutsch reden zu können. Sie wurden von den damaligen Repräsentanten der EU, insbesondere Franzosen, zurückgepfiffen und darauf hingewiesen, dass sie sich ihrer eigenen Sprache zu bedienen hätten.

Andererseits wurde selbstverständlich geduldet, gefördert und erwartet, dass sich die Osteuropäer auf Englisch oder Französisch äußerten.

Da ist er wieder, dieser lebensbejahende und -verlängernde Stolz auf das Eigene, mehr das kulturell Eigene als das materiell Eigene, dem die vaterlands- und heimatlosen Eliten aus Deutschland ganz und gar verständnislos gegenüberstehen. Sie verraten damit nicht nur ihre eigene Herkunft, sondern auch das kulturelle Zuhause ihrer Kinder und Kindeskinder (die sie allerdings oft sowieso nicht haben).

Als vor kurzem in Italien oder Bulgarien eine EU-Konferenz stattfand, fiel mir auf, dass auf der Hintergrundwand im Plenarsaal neben dem Englischen genauso groß und deutlich das Italienische bzw. Bulgarische zu lesen war. Das gibt es in Deutschland und in Österreich nicht. Österreich ist genauso sprachlich gebrochen wie wir, allerdings auch noch aus eigenen Interessen, um sich vom „großen Bruder“ abzugrenzen.

Frau Merkel besuchte vor ein paar Wochen die “Deutsch”-Jordanische Universität.

Deutsch, wussten Sie’s schon, ist in Wirklichkeit Englisch. Deutschland ist groß und stark genug, diese Universität zu finanzieren, und es ist klein und schwach genug, dabei auf seine eigene Sprache vollständig zu verzichten, nicht einmal als untergeordnete Zweitsprache wird sie geduldet. (Schauen Sie sich die Internetseite der Universität an.) Nebenbei ist das auch ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für Dozenten, aber natürlich nicht für die eigenen, sondern nur englischsprachige. Mit deutschem Geld wird die englische Sprache gefördert, nicht etwa die eigene und das, obwohl die englische Sprache sowieso schon die Welt dominiert, die aber wieder multipolarer wird und sich von der englischsprachigen Monokultur zu verabschieden beginnt.  

Wie ist es nur möglich, wie ist es nur so weit gekommen, dass eine große Wirtschafts- und Handelsnation, eine, die zu den fünf größten der Welt gehört, sich kulturell-sprachlich so klein macht. Eine Nation, deren Sprache die meistgesprochene Muttersprache in der EU ist und die zweitgrößte, nach Russisch, in Europa, weit vor Englisch oder Französisch, die allerdings nicht ein so ausgeprägtes Nationalbewusstsein wie die Briten oder Franzosen hatte, um ihre Sprache ebenso selbstbewusst wie diese in ihren Kolonien durchzusetzen.

Dass in der Wissenschaft dann auch in Deutschland und von ihm finanzierten Bildungseinrichtungen das Englische zusätzlich zum Deutschen eine Rolle spielt, kann ja so sein.

Aber die „Deutsch“-Jordanische Universität und viele andere Beispiele zeigen das Motto unserer Eliten: Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg, jedenfalls dann, wenn es um die eigene Kultur und Sprache geht.

["Lesson learnt?" - "Lektion gelernt?" ist dem geistigen Adel in Deutschland ja nicht mehr zuzumuten! Warum soll er sich auf das Niveau des niederen Volkes und des gewöhnlichen Pöbels herablassen, die, ewiggestrig wie sie sind, immer noch die mal in Deutschland üblich gewesene Amtssprache sprechen. - 15.07.2018]  

 

234.On the top(p)“ – uf’n Kopp (10.07.2018)

Wenn ich zeichnen könnte und in der Lage wäre, eine Karikatur hochzuladen, hätte ich hier einen „Topp“ auf einem „Kopp“ untergebracht, einen Topf mit schönen großen Henkeln, die über die Ohren hinausragen.

Wie gestört muss man sein, die eigene Sprache, die das Gemeinte in einem Wort ausdrücken kann, zugunsten einer Fremdsprache zu missachten, die drei Worte braucht, um das Gleiche zu sagen?

Obenauf“ oder „obendrauf“ wird bald vergessen sein, wenn der Trend in unserer Gesellschaft, von den Medien täglich multipliziert, so weitergeht, das Eigene zu missachten.

Die „modernen“ und „weltoffenen“ Wichtigtuer, die sich so äußern, kommen mir vor wie ebensolche Eltern, die ihre eigenen Kinder kaum eines Blickes würdigen und sich lieber um die angesagteren und schickeren Nachbarskinder kümmern.

Dabei hat es auch viel für sich, in unserer „deutschen“ Gegenwartsgesellschaft kein Englisch zu sprechen. Nervige Werbeanrufe haben sich für mich sofort erledigt, wenn mir jemand auf Englisch kommt: „Ich spreche kein Englisch“, sage ich dann mit selbstbewusstem Stolz.

Ich versuche nicht wie ein dummer Junge zu zeigen, was ich alles kann. Wenn jemand in meinem Land etwas von mir will, hat er sich gefälligst in meiner Sprache zu äußern, es sei denn, er ist ein Tourist, der sich hier nur vorübergehend aufhält. Dann aktiviere ich meine bescheidenen Englischkenntnisse und helfe ihm freundlich weiter, so gut ich es kann.

Auch auf der Straße haben sich die Organisationen für mich erledigt, deren Namen oder Logo englisch ist. Warum sollte ich mich auch angesprochen fühlen, wenn jemand Geld oder eine ähnliche Unterstützung hier in meinem Land von mir haben will, ohne sich die Mühe zu machen, sich auf meine sprachliche Augenhöhe zu bewegen.

 

233. Ich sollte nicht Zeitung lesen… (09.07.23018)

sonst komme ich in diesem krankem Land zu nichts anderem mehr, als Gedankensplitter zu schreiben. Aber was ich da lesen muss, regt mich so auf, treibt meinen Blutdruck so in die Höhe, dass ich meinen Ärger darüber wenigstens aufschreiben und „in die Welt pusten“ muss.

Wieder die LVZ, diesmal S. 32:

Im Fall der ermordeten Schülerin Susanna wehrt sich das Wiesbadener Verwaltungsgericht gegen Vorwürfe, das Asylverfahren gegen den mutmaßlichen Täter Ali B. nicht zügig genug bearbeitet zu haben.“

Grund: Der Anwalt des Irakers hatte im Januar 2017 eine Klage gegen die Abschiebung eingereicht, diese aber nicht begründet. Offenbar konnte das Gericht nicht entscheiden, bevor diese Begründung nachgeliefert wurde. Das tat der Rechtsanwalt aber einfach nicht, also konnte auch kein Abschiebungs-Urteil erfolgen, sagen die Richter schmollend im Namen des Volkes. Wir konnten nichts anderes machen, als geduldig zu warten, der Anwalt war Schuld.

Das sollte allen Deutschen eine Lehre sein. Immer wenn sie mit dem Beschluss einer staatlichen Behörde nicht einverstanden sind, legen sie Klage dagegen ein, begründen diese aber nicht, dann kann, wenn gleiches Recht für alle gilt, und deutsche Staatsbürger nicht gegenüber Asylbewerbern benachteiligt werden, nichts entschieden und die Anordnung der Behörde demnach auch nicht vollstreckt werden. So einfach ist das in Deutschland.

Danke, liebe klagende Asylbewerber, dass wir von Euch lernen dürfen.

 

232.Die Sachsen sind helle … (09.07.2018)

und sind wir mal nicht helle, dann haben wir uns verstellt.“ Als Kind und Jugendlicher habe ich auf die Sachsen herabgesehen. Als in Brandenburg/Havel Geborener und Aufgewachsener war ich dem Hochdeutschen schon entschieden näher, als es die meisten Sachsen sind. Der sächsische Dialekt erschien mir ein wenig dümmlich.

Heute weiß ich, dass Kaffee-“Gemietlichkeit“ auch etwas mit Gemütsfähigkeit, mit Lebensschläue zu tun hat und so bin ich inzwischen auch gern Sachse, ohne das Brandenburgerische abgelegt zu haben.

Heute habe ich wieder etwas in der Zeitung (LVZ) gelesen, das meinen Glauben verstärkt, dass die Sachsen zu den schlauesten „Völkern“ Deutschlands gehören.

Im Bundesrat hatte Sachsen einen Gesetzentwurf eingebracht, dass Gewalttäter, die ihre Mitmenschen töten oder verletzen, keinen Strafnachlassbonus wegen „eingeschränkter Schuldfähigkeit“ mehr bekommen sollen, wenn sie ihre Untaten im Alkohol- oder Drogenrausch begingen. Dieser Vorstoß wurde von der Mehrheit der deutschen Länder abgelehnt.

Es ist für mich unbegreiflich, dass es in dieser Republik immer noch möglich ist, die Rechte der Täte so weit über die Rechte der Opfer zu stellen. Letztere müssen lebenslänglich mit den Folgen leben, wenn sie überhaupt noch leben. Im anderen Fall sind sie tatsächlich “lebenslänglich” – und nicht bloß 15 Jahre -  tot. Die Täter bekommen in Deutschland diese 15 Jahre, wenn sie gemordet haben, und wenn sie zynisch genug waren, sich vorher zu betrinken, nicht einmal das, sondern maximal 5 Jahre.

Den Mörder könnte es ja vielleicht annähernd so hart treffen, wie er dies seinem Opfer schon angetan hatte. Ein unerträglicher Gedanke für deutsche “Demokraten”. 

Vielleicht waren ja auch mordende SS-Leute in Auschwitz betrunken, während sie ihre Mordtaten begingen? Bekommen bzw. bekamen diese dann auch einen Strafnachlass wegen verminderter Schuldfähigkeit?

In Deutschland kann man Verbrechern nur empfehlen, sich vorher zu betrinken. Dann geht die ganze Untat auch noch leichter von der Hand und macht vielleicht sogar noch Spaß. 

 

231. Kein Hunger aufs Leben, satt und sicher wie unsere verblichene Fußballnationalmannschaft (Gott hab sie selig) (08.07.2018)

Oder: Hättet ihr mal auf meine Oma gehört…

Das offenbare Geheimnis, das nur die satten Vertreter der Etablierten nicht kennen wollen, lautet: Für den Bildungs- und Lebenserfolg ist nicht entscheidend die neueste Didaktik, das überlegteste Curriculum, also alle die Dinge NICHT, wofür die bundesdeutsche Gesellschaft Milliarden investiert, Geld der Bürger, die in Deutschland Steuern bezahlen.

Es gibt in Deutschland Hunderte, wahrscheinlich eher Tausende Professuren für Pädagogik und Didaktik. Im direkten Verhältnis zu der Zunahme dieser Wissenschaften ist in Deutschland kontinuierlich die Anzahl der Kinder und Jugendlichen gestiegen, die die Schule verlassen, ohne richtig lesen, rechnen und schreiben zu können.

Hättet ihr mal die Omas in einem Seniorenstift gefragt und auf ihre Vorschläge gehört und zugleich die Milliarden für teure Bildungsforschung eingespart (die dann direkt den Schulen der Praxis hätten zu Gute kommen können), dann wäre das nicht passiert.

Wie komme ich darauf? Ich hatte einen Kurs in Erfurt, einer wunderschönen Stadt. Nicht umsonst hatte sich mein Urururgroßvater, also ein naher Vorvater, Johann Christian Hickethier von Eckartberga nach Erfurt aufgemacht, um dann dort 1847 zu sterben. (Erfurter berichteten mir von einer stattlichen Hickethier-Erbbegräbnisstätte in Erfurt. Ich hatte mich zu spät auf die Suche gemacht, sie zu finden. Sie war inzwischen schon eingeebnet, wie sich das ganze Leben einebnet im Laufe der Jahrhunderte. → 11. Gedankensplitter)

Also in dieser schönen Stadt schlendere ich an einem Antiquariat vorbei. Für 2 Euro liegt da ein Buch: Volker Keßling: Tagebuch eines Erziehers, erschienen 1980 im Verlag Neues Leben [Ost]Berlin. Ich hab’s mir gekauft. Das Erzieherische gehört eindeutig zum Kern meiner Persönlichkeit. Ganz hinten (S. 239) steht:

Bernd ist dreizehn Jahre. Er hat ein Anfallsleiden. Die Anfälle wurden in den letzten Jahren bedenklicher, traten häufiger auf. Er besuchte die Hilfsschule bis zur sechsten Klasse und wurde dann auf Wunsch der Eltern entlassen. … Bernd kann gut lesen, etwas schreiben und rechnen. Für meine Begriffe ist er ein mittelmäßig guter Hilfsschüler.“

Da komme ich ins Stutzen. Heute gibt es an „normalen“ Schulen in der 9. und 10. Klasse viele Schüler, die nicht gut lesen können und auch nur etwas schreiben und rechnen. Aber das sind Schüler, die im Gegensatz zu Bernd nicht hirnorganisch beeinträchtigt sind.

Trotzdem sind sie in höheren Klassen nicht besser als er und das trotz der neuesten Erkenntnisse der pädagogischen, psychologischen und/oder neurobiologischen Wissenschaften, von denen Pädagogen in der DDR noch keine Ahnung hatten.

Wie kommt das dann?

Das Entscheidende im Leben ist immer die Motivation. Natürlich kann man als Ausländer Deutsch lernen ohne einen Kurs, wenn man es nur lernen will, wenn man „heiß“ darauf ist; das Internet bietet genug Möglichkeiten.

Ich hatte in einem Aufbauseminar einen jungen Mann aus Bosnien, der ein so gutes Deutsch sprach, fast ohne Akzent (der mich, wenn er dagewesen wäre, auch nicht gestört hätte) wie seine Altersgefährten, die hier aufgewachsen waren. Er hatte keinen Deutschkurs aber einen Fernseher und er sah als Junge so lange deutsches Fernsehen, bis er es immer besser verstand und sprechen konnte.

Man kann die Landessprache auch lernen mit Hilfe deutscher Schlagertexte (202. Gedankensplitter). Dabei hilfreich sind allerdings nicht die in Deutschland empfangbaren Radioprogramme, da lernt man eher Englisch.

Spiegelbildlich zu diesem jungen Bosnier haben wir Ausländer in Deutschland, die seit Jahrzehnten hier auf unsere Kosten leben. Sie können so gut wie kein Deutsch, sie gucken grundsätzlich nur „ihr“, z.B. türkisches Fernsehen, und sie kommen damit durch. Sollen die doch auf dem Amt gefälligst Türkisch, Arabisch oder zumindest Englisch lernen!

Ein Staat und eine Gesellschaft, die sich das gefallen lassen, haben es verdient, verachtet zu werden.

Der Mensch macht immer nur das, was ihn das Leben gelehrt hat, dass er es braucht, dass es notwendig für ihn ist. Wenn er – zunächst noch staunend – die Erfahrung sammelt, dass er gut in Deutschland leben kann ohne eigene Anstrengung, ohne ein Minimum an Deutsch, dann denkt er, er ist ein Krösus, der es gepackt hat. Er ist dann selbstherrlich wie die deutsche Fußballnationalmannschaft, er ist „satt“ vom Erreichten:

Meine erste große Leistung: Ich habe es bis nach Deutschland geschafft, das gelingt bei weitem nicht allen. Ich bin also das Gegenteil von einem Loser.

Meine zweite große Leistung: Ich gehöre zu einer Volksgruppe, die sich hier Respekt verschafft hat. Ich bin in Deutschland privilegiert, weil ich Ausländer bin, so lange die dummen Deutschen sich in der Öffentlichkeit als „weltoffen“ darstellen müssen, weil das ihre neue Religion ist. Na gut, sie rächen sich dann, wenn sie Leute wie mich mit ausländischen Namen bei Bewerbungen ablehnen.

Wahrscheinlich haben sie ein Benachteiligungsgen in ihrem Kopf, von Geburt an, und sie machen das einfach so aus dem Nichts, ohne jeden Grund, einfach weil sie Deutsche sind, also Nazis von Geburt an, ohne je Erfahrungen mit Leuten, die so heißen wie ich, gesammelt zu haben, die ihnen nahelegen könnten, doch lieber Abstand zu halten.

Alles in allem bin ich hier trotzdem der Krösus. Wozu sich noch anstrengen, wozu noch ein richtiges und gutes Deutsch lernen? Ich krieg’ doch sowieso, was ich haben will und wenn nicht, gibt es hier ja zum Glück genug Vereine mit guten Anwälten, die unser Recht schon durchsetzen werden.

Genau ein solches Denken und nicht irgendein Mangel an einer modernen Didaktik ist der Grund für katastrophale Bildungsergebnisse in Deutschland, die uns allen noch teuer zu stehen kommen werden.

Natürlich gibt es in jedem Volk solche und solche. Es gibt auch sehr fleißige Einwanderer, die sich ausbeuten lassen und die nicht clever bzw. egoistisch genug sind, in der sozialen Hängematte zu schaukeln.

In jedem Fall, auch für Inländer, gilt: Ohne Hunger aufs Leben, den Willen selbst etwas zu erreichen und zu erkämpfen, gelingt gar nichts. Dafür darf man aber nicht übersättigt sein wie im Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Tauben von allein in den Mund fliegen. Und wehe, sie fliegen nicht! Ihr habt uns einmal daran gewöhnt! Dann gibt’s Protest wegen der (rassistischen) Benachteiligung! Dann spielen wir gar nicht mehr mit oder wir werden kriminell – das habt ihr dann davon.

Wir brauchen eine Schubumkehr: Nicht der Staat muss primär seine Bürger versorgen, sondern jeder Erwachsene muss das primär selbst für sich und seine Kinder tun. Und wer als Jugendlicher noch versorgt werden will, muss dann aber auch Mama oder Papa (Staat) fragen, ob es das darf, was es gerne will.

Selbstentscheider sind Selbstversorger.

 

230. Die einfache Lösung ist meistens die richtige (07.07.2018)

Das hatte schon einer der größten deutschen Psychologen der Neuzeit, Friedhart Klix, der in der DDR gelehrt und geforscht hatte, erkannt (20. Gedankensplitter). Wie lange musste sich Albert Einstein über komplizierteste Formeln langsam vorarbeiten zur einfachen Formel der Relativitätstheorie, die nur aus wenigen Zeichen besteht?!

Bessere Grenzsicherung und „Schleierfahndung“ im gesamten deutschen Grenzhinterland, nicht nur an drei von 60 Grenzübergangspunkten, sind die richtige Antwort auf Gewaltkriminalität, die von illegalen Einwanderern ausgeht. Das ist kurzfristig eine logische Folge für einen Staat, der sich um seine Bürger sorgt.

Mittel- und langfristig gesehen, gibt es eine noch einfachere und logischere Antwort darauf: Die Anreize senken, illegal nach Deutschland zu kommen. Keinerlei Geldleistungen mehr! Wer um sein Leben fürchtet und deswegen ins Krankenhaus geht, bekommt dort ja auch keine Geldleistungen, er wird ernährt, bekommt ein Dach über den Kopf und wird medizinisch behandelt.

Genauso müssen wir mit den Asylbewerbern umgehen: Eine befristete Versorgung dieser Art, bis sie in Deutschland selbst ihr Geld verdienen können – und siehe da, das wird entschieden schneller gehen als bisher. Und dann sollen sie auch ihr selbstverdientes Geld an ihre Heimatländer zurücküberweisen. Aber jetzt ist es zum großen Teil so, dass der deutsche Steuerzahler nicht nur Griechenland und andere Südländer subventioniert, sondern auch bedeutende Teile Afrikas. Wir sind offenbar wirklich eine Weltgroßmacht, allerdings im schroffen Gegensatz zu den anderen Großmächten nicht in Bezug auf das, was wir für die eigenen Bürger tun.

Deutschland gehört zu den vier Ländern in der Welt, aus denen am meisten Geld nach Afrika überwiesen wird. Ich wette, in den anderen Ländern (USA, Saudi-Arabien, Schweiz) ist dies nicht primär geschenktes, sondern selbst verdientes Geld.

Nur in Deutschland wird es primär vom Steuerzahler stammen, der keine nennenswerte Steuerkürzung bekommt, obwohl der Bundeshaushalt, vier oder fünf Jahre hintereinander Riesenüberschüsse verzeichnet.

Ich kann es Menschen, die aus großer Armut kommen, nicht übelnehmen, wenn sie die Geldgeschenke annehmen, die ihnen hier regelrecht aufgedrängt werden. Ich nehme es aber unseren „Gutmenschen“ sehr übel, dass sie die Eingewanderten damit charakterlich verderben und sie zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Idee bringen, dass es sich auch gut und bequem leben lässt ohne die geringste eigene Anstrengung. Wer kann ein solches, unmoralisches Angebot schon ausschlagen? Ich könnte es an ihrer Stelle auch nicht.

Und dann wird lamentiert, dass die Umschaltung auf Sachleistungen organisatorisch gar nicht machbar wäre. Alle, die in der Regierung Verantwortung tragen, haben einen Eid geschworen, dem deutschen Volk zu dienen und nicht dem internationalen Schlepper- und Flüchtlingswesen, obwohl ja auch die Flüchtlinge profitieren, wenn sie nicht verführt werden, auf Kosten der reichen Staatsmama zu leben. Wer lernt, selbst für sich zu sorgen, auch mit sanftem Zwang, wenn nötig – das gilt auch für deutsche Jungerwachsene, die nicht aus dem Hotel Mama ausziehen wollen -, ist auf jeden Fall glücklicher als ein Mensch, der immer noch gefüttert wird, als sei er noch ein Baby.

Die deutsche Regierung trägt die Verantwortung dafür, endlich den gewaltigen finanziellen Sog, der Flüchtende in ihr Staatsgebiet zieht, abzuschalten. Viele EU-Länder, z.B. die Niederlande und Dänemark haben es uns vorgemacht. Erst wenn dies geschehen ist, hat auch der bessere Grenzschutz seinen Sinn.

 

229. Die CDU hat einen großen Schritt hin zur CSU gemacht… (03.07.2018)

und das ist gut so. Trotzdem bleiben Umstände, die nicht zu fassen sind:

Asylsuchende, die in Ungarn bereits registriert wurden, würde Ungarn prinzipiell wieder zurücknehmen. ABER: Die deutschen Behörden verlangen eine einzelfallbezogene Zusicherung über eine rechtskonforme Behandlung überstellter Asylsuchender.

Wie kommt Deutschland dazu, sich als Moralwächter gegenüber Ungarn aufzuspielen? Soll am deutschen Wesen immer noch die Welt genesen? Gilt jetzt plötzlich doch wieder ein Primat des nationalen Rechts gegenüber dem europäischen, aber nur dann, wenn es den Ausländern nützt? Und das europäische Recht gilt nur dann, wenn die Inländer, einschließlich der bisher Eingebürgerten, die Zeche bezahlen müssen.

Welches andere Land ins Europa macht sich diese Philosophie noch zu eigen? Keins! Welche stolze, souveräne Nation ist bereit, eine Zusicherung über die “rechtskonforme Behandlung überstellter Asylbewerber” an die große Europa-Mama abzugeben, die die anderen EU-Länder offenbar für unmündige Kinder hält, obwohl sie erst in die EU aufgenommen werden durften, nachdem sie die Einhaltung menschenrechtlicher Mindeststandards nachweisen konnten. Oder war das alles sowieso getürkt?

Griechenland z.B. gibt diese Zusicherungen auch nicht ab: “Deutschland stellte im laufenden Jahr bis Ende Mai 1714 Überstellungsersuche. Nur 36 Mal stimmte das Land zu und sendete die individuelle Einverständniserklärung.” (WELT kompakt von gestern, S. 3)

So kommt es zu so was: “Auch in diesem Jahr reisten bereits mehr Asylzuwanderer nach Deutschland als über die EU-Außengrenzen.” (S. 2) Das heißt, der „Asyltourismus“ innerhalb der EU aus vielen ihrer Staaten nach Deutschland ist größer als die Einwanderung über die Außengrenzen der EU.

Eine “einzelfallbezogene Zusicherung über eine rechtskonforme Behandlung” wünsche ich mir auch von jedem deutschen Pflegeheim oder Krankenhaus, in das eine hilflose Person, deutscher Herkunft oder nicht, überstellt wird. Dasselbe gilt für deutsch sozialisierte Kinder und Jugendliche, die in Schulen kommen, in denen die Schüler nichtdeutscher Herkunft den Ton angeben. Oder sind Kinder in Deutschland nur dann schutzwürdig, wenn sie ausländischer Herkunft sind?

 

228. Warum soll Ausnahmerecht nicht wieder in das Normalrecht rückführbar sein? (02.07.2018)

Warum soll etwas, was bis zum September 2015 der Normalfall war, heute nicht wieder gelten, nachdem der Notfall, der Ansturm auf die Grenzen vor allem durch die mutige und entschlossene Schließung der „Balkanroute“ durch Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien bewältigt worden war?

Merkel-Deutschland sträubte sich gegen diese pragmatische Lösung der Tat damals genauso schon, obwohl sie von ihr existentiell profitierte, wie es sich heute gegen die Rückkehr zum Normalfall mit Händen und Füßen wehrt. Die Ausnahme-Sonderrechte sollen weiter gelten, zum Schaden Deutschlands.

Es sollen keine Fakten geschaffen werden, sondern der einzige Weg der Lösung soll weiter sein, mit Großdiktatoren wie Erdogan und halbmafiösen Ländern wie Griechenland zu verhandeln. Jede dieser Verhandlungslösungen kostet Deutschland viel Geld, aber wir haben’s ja.

Geltendes europäisches und deutsches Recht bis zum 4. September 2015 war, „Flüchtlinge“, die bereits in einem sicheren Land registriert waren, an der deutschen Grenze zurückzuweisen. Das funktionierte, offenbar ohne vorher extra Verträge mit den Ländern ausgehandelt zu haben, in die zurückgeschickt wurde. Diese Regelung war wahrscheinlich bereits im Gesetzeskomplex Dublin III logisch integriert.

Warum soll das heute, wo doch angeblich so viel weniger kommen als früher, nicht klappen? Warum soll es nicht möglich sein, eine nur mündlich mitgeteilte aufgeregte Ausnahmeregelung wieder in das ruhige Normalrecht, wie es vorher galt, zurückzuführen? Weil sich jetzt alle schon an das Sonderrecht auf Deutschlands Kosten gewöhnt haben?

Das wissen alle Erziehungsberechtigten bzw. -Verpflichteten: Lasse niemals zu lange Sonderrecht einreißen, sonst wird es Gewohnheitsrecht.

 

227. Eine gute Bildung, aber nicht… (01.07.2018)

… für die eigenen. Ich habe gerade im ZDF das Interview mit der Kanzlerin gesehen. Sie sagt, eine Lehre aus 2015 sei, dass die Flüchtlinge in den Nachbarländern von Syrien besser versorgt werden und ihre Kinder eine bessere Bildung erhalten müssten (damit sie nicht weiter nach Europa fliehen).

Da musste ich extrem laut lachen. Die Nachbarn haben bestimmt gedacht: jetzt ist er endgültig verrückt geworden.

In einer Zeit, in der es den Regierungsverantwortlichen in Deutschland nicht gelingt, den Kindern im eigenen Land eine vernünftige Bildung zu ermöglichen, stellt Frau Merkel den Anspruch, dass das Deutschland für die syrischen Kinder gewährleisten solle. !!!

 

226. Wenn die Leute anfangen, selbst zu denken, … (01.07.2018)

wird’s für die Etablierten gefährlich. Offenbar deswegen wiederholt die ARD heute auf dem Sendeplatz von „Berlin direkt“ um 18.30 Uhr einen seichten Film.

Und das in der Zeit eines politischen Umbruchs, der seit „der Wende“ seinesgleichen sucht.

 

225. Überholt die „europäische Lösung“ die CSU rechts? (01.07.2018)

Wolfram Weimer im Presseclub der ARD gerade eben: Frau Merkel will partout eine europäische Lösung, ihr Dilemma ist, dass das inzwischen eine “rechtspopulistische” geworden ist.

Der letzte Gipfel in Brüssel habe die CSU rechts überholt und eine Position zwischen CSU und AfD eingenommen.

Ich hatte schon geschrieben (219. Gedankensplitter): Hoffentlich vergisst Frau Merkel nicht das von ihr vielbeschworene Primat des europäischen Rechts gegenüber dem deutschen, wenn sich in der EU endgültig die “Rechtspopulisten” durchgesetzt haben.

 

224. Keine rhetorische Frage (01.07.2018) 

Die deutsche Wirtschaft mit ihren Verbänden hatte Hitler zur Macht verholfen. Sie erhoffte sich dadurch mehr Profit. Das wird jedenfalls im Geschichtsunterricht und in diversen Dokumentationen gepredigt.

Heute stehen alle vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft geschlossen und leidenschaftlich hinter Angela Merkel. Offensichtlich – das ist ja das Wesen des Kapitalismus – erhoffen sie sich wieder gute Chancen, durch Merkels Politik Profit zu machen, bzw. sie wollen ihn nicht gefährdet sehen.

Und auch die Sozialdemokraten stehen in den zur Zeit wichtigsten Politikfeldern, Europa und Asyl, geschlossen hinter der CDU und den deutschen Wirtschaftsverbänden und umgedreht. Komisch, das war, glaube ich, nicht immer so. Oder ist es heute so, dass die Interessen des Kapitals mit denen übereinstimmen, die ihre Arbeitskraft an es verkaufen müssen? Das ist keine rhetorische Frage, das frage ich mich wirklich.

 

223. Herr im eigenen Haus? (29.06.2018)

Frau Merkel wird nicht müde zu betonen, dass das europäische Recht Vorrang vor dem deutschen habe. Vor kurzem verstieg sie sich sogar zu der Behauptung, dass das auch für das Nato-Recht gelte.

Herr im eigenen Haus Deutschland ist also nicht das deutsche Volk, sondern die Europäische Kommission und der Nato-Rat, letztendlich der gerade amtierende US-Präsident. Die USA haben ihre Stützpunkte immer noch hier, obwohl der 2. Weltkrieg seit über 70 Jahren zu Ende ist. Es gehen eben nicht alle freiwillig wie die Russen und wahrscheinlich müssen wir die Besatzungskosten auch noch selbst bezahlen, zumindest mitfinanzieren.

Die US-Armee führt ihre Drohnenkriege von Deutschland aus. Diese Kriege haben zur Massenflucht aus den betroffenen Ländern geführt, was aber nicht die USA berührt, sondern Europa, in allererster Linie Deutschland. 

Das soll Demokratie, also Volksherrschaft sein?

 

222. Von Merkels moralischen Nationalismus wieder zur europäischen Ordnung zurückfinden (29.06.2018, 1 Uhr morgens)

Es ist genau umgedreht: Nicht Horst Seehofer nimmt ganz Deutschland und Europa mit seinem Ultimatum in Geiselhaft, sondern Frau Merkel hat das im September 2015 getan: Ihr damaliger Innenminister de Maiziere wies die Bundespolizei an, das bis dahin unzweifelhaft geltende europäische Recht außer Kraft zu setzen, dass Flüchtlinge, die bereits in einem anderen sicheren Land waren, eventuell sogar in einem EU-Land registriert wurden, zurückgewiesen werden können und müssen. Denn es ging ja für die Einwanderer, die angeblich (fast) alle aus lebensbedrohlichen Situationen geflohen waren, ums Überleben und nicht ums Besserleben.   

Dieser bundesdeutsche Alleingang war “moralischer Imperialismus”, wie es Viktor Orban treffend nannte. Erst er führte zu dem Maß an illegaler Einwanderung, das Großbritannien aus der EU trieb und die EU jetzt möglicherweise sprengt. Er war so ungeheuerlich, dass sich seine Anordnung nirgendwo schriftlich findet, Herr de Maiziere musste sie mündlich weitergeben.

Es geht also darum, vom Merkelschen Nationalismus wieder zum europäischen Reglement von vor September 2015 zurückzufinden. Und Deutschland, Österreich und Ungarn hätten damals zusammen durchaus trotz der „humanitären Notlage“ eine bessere, nämlich eine europäische Lösung finden können, wenn sie als EU-Länder nur solidarisch gewesen wären und Merkel nicht hätte besser sein wollen als alle anderen EU-Länder. Sie hätte z.B. mit Österreich gemeinsam Druck auf die Flüchtlinge in Ungarn ausüben können und müssen, sich dort registrieren zu lassen und mit den dortigen Behörden zusammenzuarbeiten.

Heute sagt Frau Merkel: Flüchtlinge haben nicht das Recht, sich auszusuchen, in welchem Land der EU sie leben wollen. 2015 hat sie genau diese überzogene Anspruchshaltung bei den Einwanderern gefördert, mit ihrer „Willkommenskultur“, mit ihrem „freundlichen Gesicht“ regelrecht gezüchtet, und ich kann es den „Flüchtlingen“ nicht übel nehmen, dass sie dann auch ausnutzen, was ihnen Deutschland im nationalen Alleingang anbietet. (Aber nicht durchhalten kann, wodurch dann Frustrationen und Gewaltkriminalität entstehen. Aber das ist ja nicht ihr Problem und das der anderen so besonders “humanen” Politiker – sie haben ja ihre Personenschützer und fahren in gepanzerten Autos durch Deutschland.)   

Und die Politiker der EU werden in den nächsten Tagen schon noch irgendeinen Kompromiss finden. In rasanter Schnelle werden plötzlich ähnlich wie bei der Euro-Rettungspolitik innerhalb weniger Tage Änderungen vollzogen, hier in diesem Fall Verschärfungen des Asylrechts, die vorher jahrelang undenkbar waren. Denn alle „Europäer“ wissen, dass, wenn Merkel stürzt, sich die Geldflut aus Deutschland in die EU radikal verringern wird.

Es gibt nämlich auch in Deutschland noch Politiker, die rechnen können und die den Unsinn nicht glauben, der immer wieder von Frau Merkel und ihrem Gefolge heruntergebetet wird, dass nämlich kein Land von der EU so profitieren würde wie Deutschland. Und das, obwohl es allein netto mehr in die EU einzahlt als Großbritannien und Frankreich zusammengenommen und obwohl die deutschen Exporte in Drittländer höher sind (529 Milliarden 2017) als in die Länder der Eurozone (472 Milliarden).

 

221.In Deutschland bleibst du Migrant. Egal wie lange du hier bist. Egal was du machst.“ (27.06.2018)

So wird heute Ibrahim Bassal, ein erfolgreicher Handy-Shop-Betreiber aus Berlin-Neukölln in der Leipziger Volkszeitung zitiert (S. 3). Er war in den 1980ziger Jahren als Kind aus dem Bürgerkriegsland Libanon nach Berlin gekommen. „Ich bin nicht einfach nur ein [Fußball]Fan, ich bin verrückt nach Deutschland“, sagt er. Er hatte beim WM-Sommermärchen 2010 in Berlin die größte Deutschlandfahne des Landes aufgehängt, 17 mal 5 Meter vom 4.Stock bis zum Erdgeschoss. Heute hängt dort nichts mehr. Die neuen Nachbarn „wollen nicht mehr, dass ihre Balkone verhängt werden. Sehr schade“, sagt er dazu.

Er ist „verrückt nach Deutschland“ und gehört trotzdem nicht richtig dazu, ich behaupte, auch und gerade, weil er Deutschland zu sehr liebt. Unsere Eliten sind verrückt nach der EU. „Gute Menschen“ brüsten sich damit, den „Faschos“, die ihre Autos mit Deutschlandfahnen schmücken, die Spiegel abzutreten. Und unsere Bundeskanzlerin höchstpersönlich entwindet ihrem damaligen Generalsekretär Hermann Gröhe die Deutschlandfahne und entsorgt sie kopfschüttelnd hinter der Bühne.

Ja, da hast Du ein Problem in Deutschland: Mit der EU-Fahne oder US-amerikanischen darfst Du ruhig wedeln, aber doch nicht mit der deutschen. Man könnte ja eventuell in eine viele Meter große EU-Fahne oben links eine 2 x 4 cm große Deutschlandflagge einnähen. Mit einer solchen, Ibrahim, würdest Du dazugehören, jedenfalls zu einer Kanzlerin, die nicht müde wird, immer wieder zu betonen, dass das EU-Recht Vorrang vor dem deutschen habe.

Wie soll man zu einer Gemeinschaft gehören, zu der die „Guten“ selbst nicht gehören wollen, höchstens notgedrungen. Mit ihrem Herzen sind sie schon weiter: In Europa, beim blauen Planeten, in diesem Sonnensystem, in unserer Galaxis. Die Liebe ist immer konkret überschaubar, sie kann keine abstrakte Allerweltsliebe sein, sondern muss sich auf eine große Familie beziehen, die eine Mentalität, Kultur und Sprache eint. Diese größtmögliche Familie ist die Nation.

[Ein mutiger – es ist schon nicht so leicht, sich gegen den von den Kirchenoberen vorgegebenen Trend der gesamten evangelischen und katholischen Kirche zu stemmen – und lebenskluger Pfarrer aus dem heutigen Osten Deutschlands, hat diese meine Sichtweise durch theologische Argumente ergänzt bzw. besser gesagt: ich nutze seine religiöse Sicht, um meine politisch-philosophische zu stützen:

Die apostolische Sendung geht nicht an eine Menschheit, an eine Masse Mensch, sondern die Menschen gliedern sich in Völker: 'Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.' Völker sind Lieblingsgedanken Gottes.“ (Chrismon, Das evangelische Magazin 07.2018, S. 18)

Es heißt in der Bibel nicht: Du Mensch, egal wo du lebst, geh' zu einem anderen Menschen von den inzwischen 7 Milliarden, die auf der Erde leben, und mache ihn zu einem Jünger Gottes, sondern es heißt: "mache zu Jüngern alle Völker". Das heißt, der einzelne Mensch kann nur über sein Volk - respektive seine Nation - erreicht werden. - 01.07.2018]

Wer bei Demonstrationen keine nationalen Symbole trägt, sondern neben den blauen EU-Fahnen höchstens noch die des Regenbogens, kann andere nicht in seine Volksfamilie integrieren, schon gar nicht, wenn diese anderen im Gegensatz zu den ganz groß und weit Fühlenden, ein konkretes – in unserem Fall allerdings großes – Volk lieben.

Tja, da hat man dann Pech, wenn man nicht verrückt nach der ganzen Welt ist, sondern nach einem konkreten Land im Gegensatz zu seinen Repräsentanten, die verrückt danach sind, es möglichst bald in übergeordneten Strukturen aufzulösen und so endlich abzuschaffen.

Womöglich kannst Du, Ibrahim, auch noch besser Deutsch als Englisch und findest das auch noch gut und richtig. Das ist sehr verdächtig in Deutschland. Da wirst Du vielleicht bald vom Verfassungsschutz als Rechtsextremer beobachtet.

Aber hab’ nur Geduld, es kommt die Zeit der Patrioten in Deutschland und alle, die dieses Land und seine Mentalität lieben, die sich ernsthaft um ein gutes Deutsch bemühen, das viele Muttersprachler vor lauter Anglizismen schon gar nicht mehr richtig können (wollen), gehören dazu, egal, woher sie kamen.

Dafür stehe ich als deutscher Patriot.

 

220. Muss es denn gleich ganz Europa sein? (22.06.2018)

Fangen wir doch erst mal mit Mittel/Zentraleuropa an, mit dem Neuen Deutschen Bund (NDB – siehe schon den 217. Gedankensplitter). So stark ist Deutschland nun auch wieder nicht, dass es Wohlstand in ganz Europa befördern und garantieren kann.

Es wurde immer gewarnt und gedroht, es dürfe kein deutsches Europa werden, sondern Deutschland müsse europäisch sein. Andererseits soll Deutschland, wenn es nach unseren Eliten geht, “Anker- und Schlüsselnation” für die EU sein. (Das habe ich in den letzten Tagen mehrfach gehört, z.B. am 19.06.19 in der WELT gelesen.) Vor allem in finanzieller Hinsicht soll es das sein. In kultureller sollen wir eine nachgeordnete Unternation bleiben. Bei allen EU-Institutionen wird die “Europäische Kommission” bzw. der “Europäische Rat” sprachlich nur auf Englisch und Französisch dargestellt.

(Das ist erst seit 2012 so. Erst dann wurde im krassen Widerspruch zu Artikel 22 der Grundrechtecharta die bis dahin sprachneutrale visuelle Identität abgelegt und Logos und Pultbeschriftungen präsentierten sich plötzlich nur noch in diesen beiden Kolonialsprachen. An einer Hausaußenwand kommt auch noch das Spanische hinzu. Lediglich im Plenarsaal des Europäischen Parlaments findet sich zuweilen, z.B. bei Preisverleihungen, das Deutsche als 3. „Arbeitssprache“, die sie ja auch offiziell ist, während die Sprachen aller Mitgliedsländer „Amtssprachen“ der EU sind.)

Da stecken die wahren Haupt-, Schlüssel- oder Ankernationen der EU selbstbewusst das europäische Feld ab, und Deutschland dackelt kulturell unterwürfig hinterher, soll finanziell aber zugleich die Hauptperson der EU sein. Das ist wie der dumme, gutmütige Onkel, der die Familienfeier bezahlt, aber die Art, wie gefeiert wird, entspricht nur der anderer Onkels und Tanten, die viel weniger bezahlt haben. Deren Musik wird gespielt, nicht seine, aber er hat inzwischen fast vergessen, dass er früher mal seine eigene hatte und tanzt inzwischen enthusiastisch zu den Stücken seiner hochangesehenen Verwandten, die viel stolzer sind als er und über ihn lachen. Aber er soll das ja auch gut und gern tun, wenn er will, falls ab und zu auch einmal Musik in seiner Sprache gespielt werden würde.

Mit diesem Missverhältnis zwischen dem wirtschaftlich-finanziellen Beitrag und der kulturellen Beachtung muss Schluss sein, denn ein missachteter Depp kann nicht auf Dauer eine Gemeinschaft finanziell am Leben erhalten.

Ich will ja nicht schnöde die anderen in Europa im Stich lassen, ich will einen Wettbewerb der Konzepte, der Mentalitäten und Lebensphilosophien befördern. Die südeuropäische Lebensart hat viel für sich. Jeder soll seinem Wesen gemäß glücklich leben, stolz und selbstbewusst auf eigene Kosten. Keiner soll sich wie ein minderjähriges Kind dauerhaft von den reichen Eltern versorgen lassen.

Natürlich ist die Hauptverkehrssprache im NDB Deutsch. Wer bei Englisch oder Französisch bleiben will, soll sich dem Staatenbund anschließen, in dem diese Sprachen die verbindenden sind. Jedes Schulkind im NDB muss neben Deutsch eine zweite Sprache des Bundes lernen, Tschechisch z.b oder Ungarisch, so wie das auch schon im alten Deutschen Bund die meisten taten. Jede Nation konnte dort weiter ihre Sprache pflegen, und es gab zugleich das übergreifende Deutsche, wenn auch nicht bis in jeden Zipfel des „Reichs“, so doch grundsätzlich. So soll es wieder sein.

Nun ja, vielleicht war es auch ein bisschen anders. Ich habe damals nicht gelebt, Sie auch nicht. Wichtig ist, dass wir heute Pläne haben, dass wir etwas für uns wollen und dabei unser Eigenes aufgreifen und aufhören damit, uns an eine internationale Mickymaus-Kultur anzuhängen, die nichts wissen will und wissen kann von dem, was über sie hinausgeht.

Wichtig ist: Es geht nicht um das biologisch Deutsche, sondern um das kulturelle. Es ist nicht wichtig, woher einer kommt, sondern ob er jetzt gut und würdig eine mitteleuropäische Mentalität und ein entsprechendes kulturelles Wesen, wenn schon nicht immer vertritt, so doch zumindest wertschätzt und – eventuell neben seiner eigenen Muttersprache – das Deutsche beherrscht.

Wir nehmen uns mit unserer eigenen Mentalität und Kultur gegenseitig wichtig, wir werten uns gegenseitig auf. Wir gehen nicht mehr im Englischen unter, und wir alle im NDB sind stark genug in der geistigen und wissenschaftlichen Welt, so dass wir uns wieder der alten Weltgeltung deutschsprachiger Kultur und Wissenschaft annähern werden. Als die Wissenschaft in Mitteleuropa noch Deutsch gesprochen hat, gewann sie Nobelpreise zuhauf. Je englischsprachiger sie wurde, desto mehr hörte das auf.

In unseren großen überregionalen Fachzeitschriften auf Deutsch zu veröffentlichen wird wieder ähnlich angesagt sein wie englischsprachige Veröffentlichungen in internationalen Fachjournalen. Es muss genügen, wenn die Zusammenfassung englischsprachig ist.

 

219. Muss der Verfassungsschutz das Bundeskanzleramt beobachten? (17.06.2018)

Will Frau Merkel Deutschland exterritorialen Mächten ausliefern? Sie wiederholt beständig, dass europäisches Recht das deutsche „schlägt“. Wer von den Bürgern dieser Republik hat europäische Instanzen gewählt, denen er sich nun unterwerfen soll?

Mit geradezu freudvoller Genugtuung wiederholt sie als „Oberhaupt“ der deutschen Familie im europäischen Haus, dass in Deutschland nicht der Familienrat entscheidet, sondern die Hausgemeinschaftsleitung, die kein Deutscher gewählt hat.

Steht nach dieser Logik dann auch NATO-Recht über dem deutschen und in Kürze entscheidet Herr Trump über die Richtlinien der Politik in Deutschland?

Ich bin überhaupt gespannt, was unsere Eliten, die jetzt noch so kräftig ins europäische Horn blasen, sagen, wenn sich in der EU der Standpunkt der Visegrad-Staaten, Österreichs, Dänemarks und Italiens durchgesetzt hat. Merken wir uns für diesen Fall gut: Europäisches Recht schlägt deutsches.

 

218. „Deutschland, ich fick dich!“ (14.06.2018)

Junge Machos aus aller Herren Länder, neuerdings auch aus Bulgarien, die hier nicht so zum Zug kommen, wie sie sich das in ihrem unreifen Wunschdenken, verstärkt durch Selfis mit der Kanzlerin und Refugee-Welcome-Kampagnen, ausgemalt hatten, sind frustriert; sie wissen nicht, wohin mit ihrer Wut. (105. Gedankensplittter)

Das abstrakte Deutschland lässt sich auch nicht so gut „ficken“, sie nehmen deutsche Mädchen dafür, z.T. noch Kinder. Wann beschützt diese Gesellschaft endlich ihre eigenen Kinder und Jugendlichen? Die „guten Menschen“ mahnen sie, offen für die Welt zu bleiben, keine Vorurteile gegen Ausländer zu entwickeln.

Offenbar gibt es nicht wenige deutsche Mädchen, die sich unbedarft und naiv in die Fänge gefährlicher Vergewaltiger begeben (119. Gedankensplitter), auch weil ihnen immer wieder, Workshop für Workshop vermittelt wird, dass Ausländer in Wirklichkeit die besseren Menschen sind, schon einmal aus einem einfachen Grund: Sie können beim bösesten Willen keine deutschen Nazis sein, und da sind sie schon mal fast aus dem Schneider.

Warum wird in Workshops nicht auch vor den Tricks der Salafisten gewarnt, junge Deutsche für ihre Sache zu gewinnen? Warum werden junge Männer, deren Asylantrag abgelehnt wurde, nicht sofort in Haft genommen, wenn sie hier ihre Zerstörungswut zeigen und durch Straftaten auffallen?

Ist das Leben deutscher Mädchen weniger wert als das von Flüchtlingen, für die Deutschland viel tut, um sie im Mittelmeer zu retten, wenn sie sich auf ihre waghalsige Flucht begeben, und vor allem, wenn sie dann in Deutschland angekommen sind?

Und einheimische Jungen sind ja genauso gefährdet wie die Mädchen, wenn sie frustrierten Macho-Migranten in die Quere kommen, denen ihre eigene Ehre weit wichtiger ist als das Leben ihrer Mitmenschen, vor allem, wenn es nur “Kartoffeln” sind (siehe z.B. den 148. Gedankensplitter und den 71.).

Und warum gab es damals keine Rettungsschiffe, die patrouillierten, um DDR-Flüchtlinge zu retten, die ihre Flucht auf der Ostsee mit kleinen Paddelbooten und Luftmatratzen riskierten, wenigstens im Sommer? War es gar nicht so schlimm in diesem „Unrechtsstaat“ oder lag es daran, dass das bloß Deutsche waren?

 

217. Die Kaisertreuen klammerten sich an ihr altes Reich… (12.06.18)

so wie heute die Merkeltreuen glauben, das EU-Reich halten zu können. Es wird ihnen nichts nutzen, die Republik kommt!

Es ist eine Konstante im Fluss der Zeit, auch Geschichte genannt, dass die bleiben und gewinnen, die sich ihres Eigenen vergewissern, ihrer eigenen Mentalität, ihres eigenen geistig-emotionalen Wesens. Von dort aus lassen sich dann Bündnisse schmieden, die passen. Das trifft auf die Nationen-Individuen genauso zu wie auf den Erfolg oder Misserfolg von Persönlichkeitsindividuen.

Die Nationen im Euro, die aufgrund eines größenwahnsinnigen Wunschdenkens zusammengeschlossen wurden, passen nicht zusammen, das stellt gerade heute wieder auch der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis fest, der schon immer mit einem eigenen Denken auffiel, etwas, was sich die deutschen Eliten, jedenfalls die, die zur Zeit politische Verantwortung tragen, schon lange abgewöhnt haben. 

Für Deutschland passt ein Bündnis mit Staaten des ehemaligen Deutschen Bunds, zuallererst mit Österreich und den Niederlanden, den ehemaligen KuK-Staaten Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien und Slowenien. Eventuell könnte noch Dänemark dazukommen. Bei diesen Ländern passt die Mentalität. Dieser neue Deutsche Bund könnte ein Faktor in der Weltpolitik werden, ein friedlicher. Diese Lektion haben wir gelernt: Wir werden nie wieder andere Länder angreifen, auch dann nicht, wenn wir angefeindet werden.

Mit Russland, Frankreich, Großbritannien, den USA, Japan und China werden wir uns um freundschaftliche Beziehungen bemühen. 

Siehe auch schon den 139. und 136. Gedankensplitter.

 

216. “Wenn es organisierte Kriminalität gibt, wird sie vom Staat unterstützt“ (10.06.2018)

So habe ich es gerade im Weltspiegel gehört von einem Chefredakteur in Mexiko, der sich über die organisierte Kriminalität in seinem Land äußert, über korrupte Beamte in der Polizei, den Staatsanwaltschaften und Gerichten und bei den für sie politisch Verantwortlichen in den Ministerien und in der Regierung insgesamt. Ich finde, er hat generell Recht.

In Deutschland gibt es organisierte Kriminalität. Und ich fürchte, sie nimmt zu.

 

215. Mutiger Boykott (Courage und Gesicht zeigen): (09.06.2018)

Kauft nicht bei Rechten und verkauft ihnen auch nichts! Zum Beispiel Hotelzimmer. Die AfD-Parteitagsdelegierten bekommen wegen dieses mutigen Widerstands keine Herberge und werden nun im Stall übernachten müssen. Vielleicht haben sich aber in den letzten 2000 Jahren die Ansprüche an die politische Korrektheit verschärft und die Obdachlosen kriegen inzwischen nicht einmal mehr einen Platz im Stall. Sie sind ja auch nicht hochschwanger wie Maria.

Oder vielleicht finden sich ja auch patriotische Hotel- und Pensionsbesitzer, die nun keine Zimmer mehr an „links-grün versiffte Volksverräter“ vermieten. Dann werden ja vielleicht doch wieder Übernachtungsgelegenheiten frei. Jedenfalls: Immer erst googeln, wenn jemand ein Zimmer haben will oder beim verbandsinternen Geheimdienst nachfragen.

Da haben die Anständigen, die couragierten Gesichtszeiger eine Entwicklung angestoßen, die viel Potentiell hat, Schwung und Dynamik in den Umgang Andersdenkender miteinander bringt.

Herr Bundespräsident, übernehmen Sie, verleihen Sie den couragierten Herbergsverweigerern das Bundesverdienstkreuz. Sie grenzen alle, die nicht so links und mittig denken, wie sie es selbst tun, konsequent aus, weil man was tun muss gegen die rechten Ausgrenzer. Reden und Diskutieren, ein Austausch der Gedanken im Streitgespräch reicht schon lange nicht mehr; sonst sagen sie nachher noch was Anderes als es die guten, herbergsverweigernden Demokraten für richtig und geboten halten.

 

214. Der Kaiser hat ja schon lange abgedankt in Deutschland… (07.06.2018)

nun ist nach einem langen Auf und Ab in den verschiedenen deutschen Staaten wohl auch die Rechtssicherheit hier dabei, das zu tun: Letztinstanzliche Urteile gelten nicht, werden einfach nicht umgesetzt.

Sachsens oberster Verwaltungsrichter Erich Künzler heute in der LVZ (S. 5):

‘Wir haben einen Zustand erreicht, in dem gerichtliche Entscheidungen nicht mehr befolgt werden. Dieses Problem wird nicht gelöst.’ … Tatsächlich seien im vergangenen Jahr in ganz Deutschland 146 000 Asylanträge abgelehnt worden – nur in jedem fünften Fall hätten die Einsprüche Erfolg gehabt, rechnet der Verwaltungsrichter vor. Gleichzeitig wurden laut Bundesregierung 24 000 Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgebracht. ‘Die Ablehnungen – also auch die Entscheidungen von Verwaltungsgerichten – haben quasi keine Konsequenzen. Das heißt, unsere Entscheidungen sind für den Papierkorb’, kritisiert Künzler.“

Sachsen tut so, als ob es bei den Abschiebungen endgültig ausreisepflichtiger Asylbewerber wie die Bayern besonders konsequent und erfolgreich wäre. Die Wahrheit:

Die Anzahl der in Sachsen lebenden ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber ist laut Innenministerium seit 2016 von 6800 auf 11 600 gestiegen. Dem steht ein Rückgang bei den Abschiebungen gegenüber: Wurden 2016 insgesamt 3377 abgelehnte Asylbewerber ausgeflogen, waren es im vergangenen Jahr 2147.“

Das ist ein Rückgang von 36,42 % bei der praktischen Umsetzung teurer rechtsstaatlicher Prozeduren, die offenbar nur dann akzeptiert und vollzogen werden, wenn ihr Ergebnis dem Antragsteller passt, während sich in der gleichen Zeit die Anzahl der zur Ausreise verpflichteten Asylbewerber fast verdoppelt hat.

Dürfen die, die schon lange hier leben, dann auch einfach letztinstanzliche Urteile ignorieren, ohne das etwas passiert? Das wären ja z.B. für Steuerhinterzieher, Schulpflichtverweigerer, Personen, die Sorgerechtsentscheidungen missachten, und ähnliche Leute schöne Aussichten. Für die Rechtssicherheit in Deutschland, Grundlage auch einer erfolgreichen Volkswirtschaft, gilt das allerdings leider nicht.

 

213. “Kinder brauchen Grenzen“ und Nationalstaaten auch, ebenso wie ihre Verwaltungsgerichte… (04.06.2018)

sonst kracht uns der ganze Laden über dem Kopf zusammen. Die meisten Zwölfjährigen akzeptieren das, wenn sie ahnend merken (und merkend ahnen), dass die Grenzensetzer es – in der Tiefe und in Wirklichkeit – gut meinen mit ihnen, obwohl sie damit engeengt werden in dem, was sie tun wollen.

Frau Merkel wollte es nicht wahrhaben und will es das bis heute nicht, sie singt weiter ihr Mantra von der grenzenlosen Demokratie, jedenfalls in Deutschland und auf Kosten Deutschlands. Wenn man bedenkt, dass ihre Partei einmal der Gegenpart der eher links aufgestellten Weltbeglückungsparteien in Deutschland war, dann merkt man, wie sehr die ganze politische Ladung auf dem Schiff „Deutschland“ verrutscht ist.

Die „Deutschenden“, Zahlenden dürfen für die Aufnahme Geflüchteter in ihrem Land immer noch keine Obergrenze setzen, obwohl

  • den „höchsten politischen Verantwortlichen bis hin zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens Anfang 2017 bekannt gewesen sein (musste), dass mit dem BAMF die vermutlich schlechteste Behörde das größte Problem des Landes lösen sollte – und zwangsläufig scheitern musste.“ (BILD am Sonntag vom 3.6.2018, S. 11)
  • mit dem gleichen Geld, das in Deutschland für „Geflüchtete“ aufgewendet wird, einer vielfach höheren Anzahl von Menschen in Not in den Flüchtlingslagern geholfen werden könnte.

Frau Merkel hatte 2015 in einem Akt persönlicher Selbstherrschaft die völkerrechtlich geltende Dublin-Verordnung außer Kraft gesetzt, um Flüchtlinge, die – auch gewaltsam – gegen ihre Registrierung im EU-Land Ungarn rebellierten, in Deutschland aufnehmen zu können. Sie hätten nach geltendem Recht in Deutschland abgewiesen werden können und müssen, da sie aus sicheren Drittländern einreisen wollten.

Wichtiger als Rechtsstaatlichkeit und EU-Solidarität war ihr, ihre Gutmenschlichkeit vor aller Welt zu zelebrieren, und die Mehrheit der Deutschen, zumindest der Westdeutschen war damals mit ihr, einschließlich der BILD-Zeitung, die eine „Refugee-Welcome“-Bewegung inszenierte.

Sie hat es bis heute nicht eingesehen und korrigiert, obwohl sie längst hätte verstehen müssen und können: Wer einmal drin ist in Deutschland, kommt so gut wie nicht mehr raus, egal wie oft sie das als notwendige nationale Kraftanstrengung ausruft. Die Ladung ist schon verrutscht, und es wird unaufhörlich weiter eingefüllt. 

Diese Frau ist eine existentielle Gefahr für Deutschland und alle ihre Gefolgsleute sind es auch, die sie weiter, koste es Deutschland, was es wolle, unbedingt halten wollen und mit ihr das Recht für jeden Zuwanderer, in Deutschland bleiben zu können, auf Kosten seiner Steuerzahler natürlich, wenn er es einmal bis hierher geschafft hat und nur das eine Wort herausbringt: “Asyl”, wahrscheinlich in allen Sprachen der Welt, wofür dann natürlich wieder Tausende amtlich bestellte Dolmetscher gebraucht werden. Und dann wundern wir uns, dass das Geld für die eigenen sozialen Notfälle nicht mehr reicht, obwohl wir 

erstens zu den Ländern in der Welt gehören, wo die Steuerabgabe am höchsten ist, und

zweitens – noch – von den fleißigen Bürgern so viel, was besteuert werden kann, erwirtschaftet wird wie sonst irgendwo kaum noch.    

Noch ist der Wellengang schwach auf dem Weltmeer. Noch können die fleißigen Bootsmänner und Matrosen auf dem deutschen Schiff ausgleichen, was die Offiziere auf der Brücke versaubeuteln. Aber wenn erst einmal richtig starker Seegang aufkommt, und die Schieflage zunimmt, dann rutscht Frau Merkel hoffentlich von der Brücke, zusammen mit ihren willfährigen Offizieren, bevor das ganze Schiff kentert.

Und dann wählt sich die deutsche Mannschaft hoffentlich bessere Offiziere, denen es nicht darum geht, sich in ihrer moralischen Weltherrschaft zu sonnen, sondern zuerst und vor allem etwas für die Menschen zu tun, die ihre Kraft dafür einsetzen, Deutschland lebenswert zu erhalten, weil sie dieses Land lieben. (Das können auch Zugewanderte sein, die inzwischen mit ganzer Seele und Sprache Deutsche sind.)

Jeder soll sich an jedem Ort für “Seins” einsetzen, dann wird die ganze Welt gut.

 

212. Von denen, die uns bunt bereichern, lernen, heißt siegen lernen (03.06.2018)

Oder: Butter bei die Fische

Wir, die wir hier als Deutsche so vor uns hin lebten, hatten die Demokratie ja noch gar nicht richtig verstanden. Wir haben Entscheidungen unserer Behörden und Ämter einfach akzeptiert. Wie dumm! Jetzt endlich lernen wir, dass wir jedes Mal hätten klagen sollen vor dem Verwaltungsgericht.

Wenn das BAMF als Bundesbehörde so viele Fehlentscheidungen getroffen hat – ca. 40 Prozent -, warum sollen dann andere Behörden bei ihren Entscheidungen fehlerfreier gewesen sein? Also Steuerbescheide, Rentenbescheide, Arbeitslosenbescheide, Pflegestufenbescheide – erst mal und auf jeden Fall klagen, vor allem dann, wenn wir das nicht selbst bezahlen müssen.

Führerscheinentzug durch das Straßenverkehrsamt? Wir klagen und fahren weiter, bis die Gerichte ein Urteil gefällt haben, wenn für uns auch gilt, was für die Asylbewerber zutrifft: Der Bescheid der Behörde wird nicht vollstreckt, so lange die Klage läuft. Gefährder laufen weiter frei herum und werden nicht abgeschoben, weil sie demokratischer Weise dagegen klagen. Dann müssten nach der gleichen Logik auch Straßenverkehrsgefährder weiter herumfahren dürfen, bis die letzte Instanz endlich ein Urteil gefällt hat.

Dieses blamable Demokratiedefizit, einfach davon auszugehen, dass die staatlichen Ämter in der Regel schon begründete Entscheidungen treffen werden, gehört endlich und schleunigst abgeschafft, auch in Deutschland, wo mein seit Friedrich II offenbar immer noch das Ammenmärchen pflichtbewusster Beamter träumt. Die Untertanen-Deutschen müssen endlich auf die Höhe der demokratischen Zeit kommen und ihr selbstverständliches Grundrecht in Anspruch nehmen, die Entscheidungen staatlicher Ämter gerichtlich prüfen zu lassen, auch die Entscheidungen der Schul-, Jugend-, Gesundheits-, Bau- und Naturschutzämter.

Wenn die Verwaltungsgerichte so mit Klagen zugedeckt werden, im demokratischen Bündnis mit Zugewanderten, dann dauert es 100 Jahre, bis sie eine Entscheidung treffen können und so lange wird der beklagte amtliche Bescheid nicht vollstreckt, wenn gleiches Recht für alle in Deutschland gilt.

Wunderbar, endlich sind wir auf der Höhe der Demokratie angelangt und in dem beklagenswertem Zustand, wegen allem und jedem zu klagen. Den Juristen wird’s gefallen und wenn wegen der vielen Klagen immer weniger produziert und sonst wie praktisch etwas geleistet wird in Deutschland, lässt der Andrang auf dieses Land ja auch nach.

 

211. Immer diese unglücklichen Formulierungen (03.06.2018)

Natürlich können 12 Jahre einer über tausendjährigen erfolgreichen Geschichte diese nicht ein für alle Mal prägen, sozusagen stellvertretend für sie stehen. Da gab es noch andere Katastrophen in der deutschen Geschichte, durch die ein verhältnismäßig höherer Anteil der damals lebenden Menschen umgekommen ist, z.B. den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648.

Aber von den Folgen für die Welt, die Juden, die Palästinenser und auch für Deutschland selbst ist das schon mehr als ein Vogelschiss. Über 50 Millionen Tote und Vertreibungen ohne Ende und unser Vaterland ist ein weiteres Mal um ein Viertel seines Staatsgebiets amputiert worden.

Das ist schon eine besondere Zeit, die der besonderen Beachtung bedarf, allerdings darf die „Pflege unserer Schuld“ auch nicht zu einer Ersatzreligion werden in einer Gesellschaft, die, wenn es nach unseren Eliten geht, nichts mehr zusammenhält als Auschwitz. Das geht weder bei Personen, noch bei Nationen gut, sich hauptsächlich negativ zu definieren über die Schande des eigenes Versagens.

Wer das tut, hat seine Zukunft schon gehabt.

 

210. “Wenn ich nun aber nicht will…“, dann bleibe ich eben hier (01.06.2018)

Wenn ein Lehrer einen Störenfried, der dauerhaft andere am Lernen hindert, aus dem Klassenraum schicken will und dieser sagt: „Ich will aber nicht!!“, dann bleibt er eben drin und stört weiter.

Die einzige Möglichkeit besteht darin, ihm eine saftige Belohnung anzubieten, damit er freiwillig geht. Irgendwann merken das aber die anderen Schüler, die sich an die vereinbarten Regeln gehalten haben, und gerade dafür nun benachteiligt werden. Jetzt fangen die Cleversten von ihnen an, ebenfalls zu stören, denn wer möchte sich schon eine Belohnung entgehen lassen, die so leicht zu kriegen ist: Man muss nichts leisten, nichts Gutes tun, sondern bloß das Böse eine Zeitlang lassen.

Komischerweise funktioniert das bei den Reichsbürgern noch nicht: Wenn diese aufgrund eines Gerichtsbeschlusses ihre Waffen abgeben sollen und sich trotzdem wehren, weil sie nicht damit einverstanden sind, wird die Maßnahme nicht abgebrochen, sondern mit polizeilicher Gewalt durchgesetzt.

Gestern war ich fürbass erstaunt, als ich bei Maybrit Illner vom Vertreter der Bundespolizei hörte, dass Abschiebungen sofort abgebrochen werden, wenn der Betroffene Widerstand dagegen leistet. Über mehrere Instanzen verhandelte und dann letztendlich ausgesprochene Rechtstitel werden in Deutschland also nur dann vollstreckt, wenn der, den sie betreffen, damit einverstanden ist.

Das gilt zwar – noch nicht – für alle in Deutschland, aber für Asylbewerber ohne die deutsche Staatsbürgerschaft. Diese anzunehmen müssten Einwanderer dumm sein, sie wären dann nur noch Bürger 2. Klasse, gegen die Rechtstitel tatsächlich durchgesetzt werden und nicht mehr die Auserwählten, bei denen dies nur geschieht, wenn sie selbst damit einverstanden sind, weil ihnen z.B. eine anständige Prämie dafür geboten wird.

Zum Glück schauen die meisten der Asylbewerber, die sich unrechtmäßig in Deutschland aufhalten, nicht Maybrit Illner und zum Glück sehen sie keinen Sinn darin, Deutsch zu lernen. Aber trotzdem, fürchte ich, wird ihnen irgendjemand die frohe Botschaft schon verklickern: Ihr braucht euch bloß zu wehren, dann bleibt ihr für immer in Deutschland auf Kosten der dummen „Kartoffeln“.