Gedankensplitter IV (Fortsetzung ab März 2019)

 

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358. Die Geschichte vom Zöllner (19.06.2019)

Oder: Gott neu aufgelegt („reloaded“) durch die Evangelische Kirche Deutschlands im Jahr 2019 nach Christi Geburt

Zachäus war ein richtiger Halsabschneider. Er war ein Zöllner, der den Leuten den letzten Cent aus der Tasche zog. Aber er fühlte sich dabei nicht immer glücklich.

Eines Tages kam Jesus in seine Stadt und Zachäus wollte ihn unbedingt sehen. Da das Gedränge um ihn aber groß und er so klein war, kletterte er auf einen hohen Baum. Jesus entdeckte ihn und rief ihm zu: ‘Komm vom Baum herunter!’ Aufgeregt kletterte er herunter und ging zu Jesus, der ihn nach seinem Namen fragte. ‘So, so, du bist also der Zachäus? Von dir habe ich schon viele Dinge gehört.’ Zachäus befürchtete, dass Jesus ihm jetzt eine Standpauke halten würde. Aber Jesus reagierte ganz anders. ‘Heute will ich in deinem Haus zu Gast sein. Ich will mit dir essen und trinken, reden und fröhlich sein.’ Das konnte Zachäus nicht verstehen. Jesus bei ihm? Er war ganz aus dem Häuschen. Und weil er sich so freute, lud er ganz viele Menschen zu sich nach Hause ein. Und sie hatten einen tollen Abend gemeinsam. Jesus fragte ihn: ‘Sag mal, Zachäus, findest du das eigentlich gut, anderen Menschen immer das Geld abzunehmen und dadurch ganz einsam zu sein? Denk mal nach! Oder ist es nicht viel schöner mit vielen Menschen zusammen zu sein?’

Zachäus wurde es ganz warm ums Herz und er versprach, sich zu ändern.

Jesus freute sich und legte seine Hand auf Zachäus Schulter: ‘Heute ist in deinem Haus etwas ganz Besonderes geschehen. Du hast dein Herz für Gott geöffnet und hast die Liebe kennen gelernt. Gott segne dich auf deinem weiteren Weg und gebe dir den Mut, offen auf andere zuzugehen und immer ein guter Gastgeber und Freund zu sein!’“

So steht diese Geschichte auf der Seite des Abteigymnasiums Brauweiler.

Heute geht sie ein bisschen anders. Die Offiziellen der Evangelischen Kirche lassen Jesus jetzt sagen: „Zachäus komm’ runter von deinem Baum. Du bist und bleibst für mich ein Mensch, auch wenn du ein ‘Halsabschneider’ bist, mit der römischen Besatzungsmacht gemeinsame Sache machst und die einfachen Leute deines eigenen Volkes um ihr Geld betrügst.

Aber halt, eins ginge gar nicht: Bist du etwa Sachse? Dann gucke ich schon komisch. Hast du etwa auch noch die AfD gewählt, die stärkste Partei in deinem Land? Dann muss ich rümpfen, dann kann ich gar nicht mehr aufhören zu rümpfen, meine Nase und noch viele andere Körperteile.

Oder bist du etwa gar selbst noch Mitglied der AfD, dann hört meine göttliche Barmherzigkeit ganz auf, dann rede ich kein Wort mehr mit dir; dann bleib’ auf deinem Baum und komm’ ja nicht runter zu uns, den wahren Gläubigen, die wir etwas Besseres sind als du.

Der Evangelische Kirchentag, der gerade beginnt, hat es abgelehnt, offizielle Vertreter der AfD in die Vielzahl der angekündigten Podiumsdiskussionen einzubeziehen. Sein Geist ist einer der Ausgrenzung, er verhindert eine Auseinandersetzung mit Andersdenkenden. Die Führung der Evangelischen Kirche in Deutschland tut damit alles, was sie kann, um die Spaltung der deutschen Gesellschaft zu vertiefen.

Sie hält diese Haltung offenbar für sehr christlich. Lieber Gott, ich habe viele Sünden begangen, bitte verzeih’ sie mir und bitte verzeih’ auch ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun, diese Damen und Herren Diplomtheologen oder wie man früher sagte: diese Pharisäer.


357. „Wir sind mehr!“? (19.06.2019)

Diese stolze Behauptung könnte nach hinten losgehen.

In „Europa“, das den „guten Menschen“ ja viel wichtiger ist als der national bornierte Blick nur auf die eigene Nation, ist Deutschland das einzige Land, das sich meldet und sagt: “Bitte noch mehr Geflüchtete!” In diesem Kontext sind die besseren Menschen schon mal nicht „mehr“, ganz im Gegenteil.

Aber auch, wenn wir deutsch-national denken, stellt sich die Sachlage nicht viel anders da: Von 609 deutschen Groß- und Mittelstädten, die Kleinstädte nicht mitgerechnet, bieten “mehr als 50″ an, aktuell noch zusätzlich Flüchtlinge, die im Mittelmeer gerettet wurden, aufzunehmen. Das sind nicht einmal 10 Prozent der deutschen Städte.

Wer sind mehr?

Dass dann trotzdem, auch ohne ein demonstratives Fingerschnippen beim Melden, im Einzelfall humane Lösungen nötig und möglich sein können, steht auf einem anderen Blatt.

 

356. Die USA und Großbritannien führen einen völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen (18.06.2019)

und keiner in der deutschen Politik fordert Sanktionen gegen die USA und Großbritannien. Was der Iran im Jemen militärisch tue, seien Erdnüsse im Vergleich dazu, wie sich „der Westen“ dort militärisch engagiert.

Das und mehr Interessantes hat Michael Lüders gestern Abend in der Phönix-Runde gesagt (insbesondere ab 27. und 32. Minute).  (Dass keiner Sanktionen gegen die USA und Großbritannien fordert, ist, zugegebenermaßen, eine Ergänzung von mir.)

Kriterium für die US-Politik sind nicht die Menschenrechte, sondern einzig und allein amerikanische Interessen. (Auch die „Rosinenbomber“ wurden nach den Armadas der „richtigen“ auf ein bereits besiegtes Land nicht geschickt, weil sich die USA für die Not der Westberliner interessierte, von denen nun ein Teil glaubt, furchtbar dankbar sein zu müssen, sondern einzig und allein weil dies den Interessen der USA im kalten Krieg entsprach.)

Und Jürgen Hardt, der CDU-Außenpolitiker, entblödet sich nicht, am Ende des Gesprächs Donald Trump dafür zu loben, dass er dafür gesorgt hätte, dass heute in Deutschland mehr amerikanische Truppen stationiert seien als zu Obamas Zeiten.

Wie eingeengt denkend muss jemand als verantwortlicher deutscher Politiker sein, dass er dies wünschen kann. Michael Lüders hat vollkommen Recht: Deutschland darf sich nicht zum servilen Juniorpartner der USA machen, der trotz Vasallentreue nichts in diesem Verhältnis zu sagen hat, sondern es muss sich, am besten zusammen mit der ganzen EU, ausgleichend in der Mitte zwischen den USA, Russland, China und Indien positionieren, so wie das schon Bismarck gesehen hatte.

 

355. Wie die Väter so die Söhne (18.06.2019)

Jagdszenen in der Kreisliga: Bei einem Relegations-Spiel in Duisburg drehten Spieler durch, prügelten Schieds- und Linienrichter ins Krankenhaus.“ (BILD vom 18.06.2019, S. 1)

Das war mal erwiesenermaßen eine Menschenjagd: Grund genug für die Bundesregierung zu schweigen.

Kinnhaken und Tritte für die Schiedsrichter. Sie rennen quer über den Platz um ihr Leben, werden von ihren Angreifern gejagt. War das schon immer so auf deutschen Fußballplätzen? „Natürlich!“, sagen die guten Menschen. Nein, es war eben nicht schon immer so. Dieses Ausmaß der Gewalt ist neu.

Wir bekommen eine Ahnung davon, was unsere Kinder in den Schulen aushalten müssen. Wenn schon Erwachsene unfähig und unwillig sind, sich zu beherrschen, was können wir dann von Pubertierenden erwarten? Und wenn die angegriffenen Kinder es wagen, sich zu wehren, sind sie auch noch „Nazis“.

Leipzig und 59 anderen Städten gibt es noch nicht genug „Bereicherung“ dieser Art. Sie bitten um mehr davon.

Deutschland kann und soll nach seiner eigenen Maßgabe Menschen aufnehmen, die sich in Not befinden, aber nicht alle die, die sich den Zugang erzwingen. Das ist dann oft genug der Typ Mensch, der auch hier „durchsetzen“ will, worauf er glaubt, einen Anspruch zu haben.

 

354. Eine geballte Häufung englischsprachiger Rassisten und Antisemiten in Deutschland? (17.06.2019)

Es scheint so zu sein, denn ich sehe hier immer wieder Aufkleber

fight racism!“ und „fight antisemitism!“

an allen möglichen Stellen, z.B. an Laternenpfählen.

Das kann sich ja wohl nicht an die deutschsprachigen Ureinwohner dieses Gebietes richten. Dann sollten diese englischsprachigen Rassisten und Antisemiten endlich konsequent ausgewiesen werden.

 

353. Der CDU/CSU/SPD-Staat macht sich Sorgen, dass jugendliche Gewalttäter und Totschläger zu hart bestraft werden könnten (12.06.19)

Jugendliche Straftäter unter 18 Jahren bekommen nun von staatswegen einen Rechtsanwalt zur Seite gestellt, weil sie aus Unerfahrenheit die Wahrheit sagen und sich selbst belasten könnten.

Steht Opfern, ob unter 18 Jahren alt oder älter, nun auch von staatswegen ein Anwalt zur Verfügung, weil sie aufgrund ihrer Traumatisierung möglicherweise nicht in der Lage sind, alle ihnen zustehenden Ansprüche an die Täter oder den Staat zu stellen?

Das bestimmt nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn Opfer fast so viel staatliche Fürsorge genießen würden wie Gewalttäter oder Totschläger? Möglicherweise zum Rechtsstaat. Das geht mit dieser Regierung natürlich nicht. (Aber diese lässt sich ja abwählen, wenn auch erst einmal „nur“ in einzelnen Bundesländern.)

 

352. Der Hochverrat an der deutschen Kulturnation begann früh, und er ist den West-Wessis ein Herzensanliegen (07.06.2019)

Mein Herz blutet, wenn ich den Artikel „Die Ex-Weltsprache Deutsch“ von Prof. Dr. Franz Stark in der aktuellen Ausgabe der Sprachnachrichten des Vereins Deutsche Sprache (www.vds-ev.de), Nr. 82, Seite 8, lese (ich kann ihn noch nicht verlinken, das ist erst ca. zwei Wochen nach Erscheinen der gedruckten Ausgabe möglich).

Franz Stark begann in den 1980ziger Jahren seine Arbeit als Fernsehjournalist.

Hier ein paar Auszüge aus dem Text:

Und mein Entsetzen wuchs von Jahr zu Jahr. Denn durch äußere Umstände die eigene Sprache ihrer vormaligen Weltgeltung beraubt zu sehen, ist eine Sache. Etwas ganz anderes ist die leichtfertige, fast schon masochistische Hilfestellung, die viele Deutsche, vor allem in Politik und Wirtschaft, in unglaublicher Weise dabei leisten (Hervorhebung – R.H.). Nehmen wir … [den] deutschen Botschafter Leonhard Kremer in Tansania Ende 1982; der hatte mich dann abends zu einem Gartenfest mit deutschen Entwicklungshelfern, ungefähr 30 Leuten, mitgenommen. Es war auch sehr schön. Zu später Stunde stieß noch ein Finne zu dieser Runde, der sofort alle auf Deutsch begrüßt hat. Der Botschafter klopfte dann an sein Glas und meinte: ‘Meine Damen und Herren, wir sind jetzt eine internationale Runde. Ich bitte Sie, ab jetzt nur noch Englisch zu sprechen.’ Daraufhin haben sich alle nur noch auf Englisch unterhalten. Der Finne selbst hat sogar noch protestiert und gesagt: ‘Ich kann doch Deutsch und ich kenne auch alle Leute hier!’ Aber der Botschafter bestand darauf: ‘Das ist so und wir machen das jetzt so!“ (S. 8 )

Wenn ich in Deutschland politisch etwas zu sagen hätte, würde ich solchen Kultur- und Sprachverrätern ihre Beamtenpensionen halbieren. Sollen sie sich die andere Hälfte doch von englischsprachigen Ländern zahlen lassen, denen sie offenbar lieber dienen.

Oder nehmen wir ein Treffen der Friedrich-Ebert-Stiftung 1983 in Madrid, auf dem es vorwiegend mit Gästen aus Osteuropa um ‘Freiheit in der Presse’ ging. … Deutsch als Konferenzsprache war nicht zugelassen (nur Englisch, Französisch und Spanisch, wohlgemerkt bei der aus deutschen Steuermitteln finanzierten deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung!), obwohl die meisten Osteuropäer und Russen Deutsch am besten sprachen. Als die sich darüber beschwerten, dass sie sich nicht auf Deutsch äußern konnten, wurde die Sitzung unterbrochen und eine Dolmetscherin gesucht. Dann redeten alle Deutsch – bis auf die teilnehmenden Deutschen und Österreicher, die blieben bei Englisch.“

Was für ein ekelhaftes Strebertum!

Nach Gründung der EWG 1957 waren Französisch und Deutsch, etwa im Verhältnis 60 : 40 die beiden gebräuchlichen Arbeitssprachen. Als 1973 Großbritannien beitrat, stellten die Franzosen die Bedingung, dass sich die Briten verpflichteten, auch Französisch zu sprechen. Die Deutschen forderten Vergleichbares nicht. Und nicht nur das: Sie verzichteten – mit Unterstützung des AA [Auswärtigen Amtes] – auch auf Deutsch in der EU überhaupt…“ (S. 8f.)

Wer war damals Außenminister? Walter Scheel (FDP). Wer war damals Bundeskanzler? Willy Brandt (SPD) Sie haben es für richtig gehalten, nur das eigene – deutsche – Geld, nicht aber die eigene Sprache und Kultur in die EU einzubringen. Die hat „Europa“ offenbar nicht nötig, darauf kann es „gut und gern“ verzichten. Ich für meinen Teil kann gern auf solche „deutschen“ Politiker verzichten. Und es gibt sie immer noch, die Nachfolger von Herrn Scheel und Herrn Brandt, die genauso ticken, wenn nicht schlimmer.

… Doch dieses Jahr brachte noch einen weiteren Rückschlag für die Stellung von Deutsch. 1973 traten auch die BRD und die DDR den Vereinten Nationen bei. Der westdeutsche Vertreter dort, Gunter Pleuger (der spätere UN-Botschafter), hatte bei allen UN-Mitgliedern für Deutsch als sechste Sprache der UN geworben – und er hatte die Mehrheit dafür zusammen. Doch Bonn hat es nicht gewagt, den Antrag zu stellen…“ (S. 9)

Die DDR und Österreich waren im Gegensatz zum Bonner Deutschland bereit und willig, dies zu tun (Warum Deutsch so wichtig ist).

…Stattdessen wurde Arabisch die sechste Sprache der UN. Gunter Pleuger, inzwischen wieder in Bonn, erzählte mir am Telefon: ‘Da geht mir immer noch das Messer in der Tasche auf, wenn ich daran denke.’…

1992 interviewte ich den Brüsseler SZ-Korrespondenten, der feststellte: ‘Letten, Esten, Russen, Polen und Ungarn möchten sich mit der EU in Deutsch unterhalten, aber von hier aus, speziell von der Kommission, wird versucht, das zu untergraben, zu hintertreiben… Dieser Sprachvorteil, den die Deutschen haben, wird ihnen hier geneidet.’ Tatsächlich wurde deutschen Gesprächspartnern sogar untersagt, bei Verhandlungen in Ostmitteleuropa Deutsch zu verwenden, auch wenn ihre Partner das wünschten. Frankreichs Regierungschef Mitterrand hatte sich 1991 in Prag furchtbar gewundert, dass ihm alle Osteuropäer auf Deutsch antworteten. Und im gleichen Jahr trat der UN-Menschenrechtsbeauftragte und frühere polnische Ministerpräsident Masowiecki in der Pressekonferenz mit EU-Präsident Jaques Delors auf und wollte Deutsch sprechen (Seine Antwort: ‘Deutsch ist doch eine Sprache Europas’). Aber Delors ließ ihn nur Polnisch sprechen, das dann simultan ins Französische übersetzt wurde.“

Wenn ich sehe, wie dominant und sogar aggressiv solche EU-Repräsentanten für ihre eigene Nation, Kultur und Sprache Partei ergriffen haben und ergreifen, ist mir vollkommen klar, was sowieso erwiesen ist: Deutschland hat nicht allein den ersten Weltkrieg begonnen (siehe auch den 316. Gedankensplitter sowie den 331., 332., 333. und 342. hier auf dieser Seite).

Bis in die frühen 1990er Jahre war es mir in Osteuropa fast überall möglich, auf Ämtern, mit Politikern, mit Polizisten auf der Straße und vielen anderen Deutsch zu sprechen. Das war – trotz allem und trotz der verausgegangenen Kriege – immer noch die häufigste und oft einzige Fremdsprache. An der Moskauer Lomonossow-Universität hielt ich 1993 einen Vortrag… Auf meine Frage, ob wir einen Dolmetscher benötigen, [hörte ich] von den ca. 600 Anwesenden nur, dass sie natürlich alle Deutsch sprechen.“

Heute würden Deutsche in Moskau entweder gleich Englisch reden oder die Frage nach dem Dolmetscher auf Englisch beziehen. Was ist das für ein rasender Abstieg des Deutschen, veranlasst und beschleunigt durch die eigenen „deutschen“ Eliten!

Der englische Außenminister Douglas Hurd (der keine Sprache außer Englisch konnte) regte sich in dieser Zeit fürchterlich auf, dass Deutsch in Osteuropa immer noch vor Englisch lag und drängte das British Council, das bald zu ändern. Was ihm innerhalb von zwei, drei Jahren mangels Gegenwehr der Deutschen auch gelang.“ (S. 9)

Sie waren offenbar immer noch führerhörig, diese Deutschen.

Auf der gleichen Seite (9) oben berichtet ein belgischer Professor über eine Konferenz, die von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Madrid im April diesen Jahres ausgerichtet wurde. Deutsch war zwar neben Englisch als Konferenzsprache zugelassen, schon erstaunlich, aber:

Von den [500] Teilnehmern, keiner unter Prof. Dr., die alle mindestens ein Jahr dank deutscher Steuergelder in Deutschland studiert und gearbeitet haben müssen, referierte ein einziger auf Deutsch; von 100 sogenannten Postern – das sind Plakate mit den zentralen Ergebnissen einer Forschung – waren sieben auf Deutsch.“

Dann beruft euch bitte nicht auf Alexander von Humboldt, sondern gründet Gesellschaften, die die Forschung englischsprachiger Gelehrter aufgreifen. Ich würde als verantwortlicher Politiker jedenfalls keinen Cent von dem Geld, das die fleißigen Menschen in Deutschland erarbeitetet haben, für so eine Veranstaltung aufwenden, in der die Sprache derer, die sie erst möglich gemacht haben, demonstrativ missachtet wird. Wer glaubt, einen solchen Respekt nicht erwarten zu können, weil er die eigene Kultur und Sprache geringschätzt, wird nicht ernst genommen. Dann sollte er konsequent sein und die Außenpolitik von vornherein Staaten mit “besseren” Sprachen überlassen. 

Ich würde der EU auch eine Frist setzen, bis zu welchem – nahen – Termin die Gleichstellung von Deutsch mit Englisch und Französisch im Alltag und im Erscheinungsbild der EU zu vollziehen ist. Geschieht das nicht, würde ich den Nettoüberhang der deutschen Zahlungen an die EU stoppen, bis sie erfolgt ist.

Von den jetzigen Repräsentanten der deutschen Politik ist das nicht zu erwarten, sie reden wie Manfred Weber lieber selbst Englisch. Offenbar kennen sie die internationale Bedeutung ihrer Sprache, noch in der ganz nahen europäischen Vorgeschichte, nicht. Wer sich nicht selbst kennt, soll den Hut nehmen und sich verziehen; er hat auch keinen Anspruch darauf, dass ihn andere kennen.

Hochverräter werden überall in der Welt von Menschen der Kultur und Sprache, die sie verraten haben, verachtet. Mir scheint, dass es nur bei den Deutschen einen Großteil der Bevölkerung gibt, der das nicht tut, sondern die Herabsetzung der eigenen Sprache für normal hält. Er schaut von oben herab, (sozusagen) von außen auf das Eigene, offenbar weil er glaubt, er sei etwas Besseres als das gewöhnliche Volk, etwas ganz Besonderes. Das sind genau die, die mittelfristig verschwinden werden von der Bildfläche.

Aber trotz dieser konzertierten Aktionen des bösen Willens – auf deutsche Weise praktiziert: emsig und fleißig – haben sie die Weltgeltung des Deutschen noch nicht ganz kaputt gekriegt: Deutsch gehört zu den “Top Fünf” der Weltsprachen, behauptet jedenfalls die WELT 2015

 

351. Sie verarschen uns so lange, bis dem Bürger der Geduldsfaden reißt (05.06.19)

hoffentlich schon zur Landtagswahl am 1.9.2019 in Sachsen.

Ein Mörder verjüngt sich plötzlich um 2 Jahre, und sein Opfer ist immer noch tot. Leider ist der Bericht aus der BILD von heute „Wie ein Mörder plötzlich 2 Jahre jünger wurde“ (S. 5) im Gegensatz zu allen anderen Artikeln nicht online abrufbar, sonst hätte ich ihn hier verlinkt.

Erst hatte sich ein in Kenia geborener junger Mann, dem vorgeworfen wird, eine 17-Jährige vergewaltigt und ermordet zu haben, als Bruder seiner angeblichen Schwester ausgegeben. Nachdem dieser Schwindel aufgeflogen war und ein DNA-Test ergab, dass diese Frau in Wirklichkeit seine Mutter ist, hat sie nichts Besseres zu tun, als vor Gericht auszusagen, dass ihr Sohn nicht am 17.06.1999 geboren wurde, „wie es in den Dokumenten steht“, sondern erst am 19.06.2001.

Und jetzt kommt der Hammer. Das deutsche Gericht:

Diese Angabe sei nicht zu widerlegen…, auch wenn rätselhaft sei, warum Brian S. In seiner Heimat zwei Jahre älter gemacht worden sein sollte. Das Gericht erreichte damit: Die Öffentlichkeit ist aus dem Prozess ausgeschlossen, die Höchststrafe beträgt jetzt 10 statt 15 Jahre.“

Im Zweifel immer für den Mörder, nie für das Opfer, das ja nun sowieso schon tot ist und aus dieser “Lage” nie wieder herauskommt im Gegensatz zum Täter, der schon bald wieder sein noch vorhandenes Leben in Freiheit genießen kann. Das ist deutsches Rechtsprinzip.

Gilt dieses großzügige täterfreundliche Recht jetzt auch für Deutsche? Können z.B. die Mütter junger Neonazis so auch ihren Söhnen einen angenehmen Strafrabatt verschaffen oder ist das ein Sonderrecht, was in Deutschland nur für im Ausland Geborene gilt?

Macht nur weiter so. Die AfD braucht noch ein paar Stimmen.

 

350. Unvorbereitet und fehlgeleitet schwerstkriminellen Gewalttätern ausgeliefert (02.06.2019)

So geht es in Deutschland den Kindern und Jugendlichen, die hier deutsche Eltern haben. Jede „normale“ Eltern- und Großelterngeneration schützt ihre Kinder, lässt sie nicht ins Messer des Lebens laufen. Das ist nicht so in Deutschland, wenn es um die gesellschaftspolitische Dimension dieses skandalösen Vorgangs geht. Wir Deutschen sind schon etwas Besonderes, etwas ganz Besonderes.

Im ersten Weltkrieg schickte der russische Zar seine Soldaten mit Madonnenbildern in den Krieg gegen Maschinengewehre. Deutsche Politiker der etablierten Parteien schicken ihre Jugend mit dem Grundgesetz in der Hand ins Leben, beschwörend tragen Sie seinen ersten Satz vor sich her: “Die würde des Menschen ist unantastbar.”

Gilt das etwa auch für Deutsche und gar vielleicht noch für “Ungläubige” und dann etwa auch noch für solche weiblichen Geschlechts? Nein, was zu viel ist, ist zu viel, denn jeder, der selbstbewusst deutsch ist, ist ein Nazi, und jede, die selbstbewusst weiblich ist, eine “Bitch”. Auch die Toleranz hat ihre Grenzen.

Wie oft hatte ich in meiner Zeit als Schulleiter 2010/2011 Aufforderungen bekommen, meine Schüler und Lehrerkollegen zu Workshops gegen Rassismus und ethnokulturelle Vorurteile zu schicken. Ich wollte schon “spaßeshalber” anfragen, ob es dabei auch um Rassismus gegen Deutsche, gegen ihre ethnische Herabwürdigung als “Kartoffeln” und “Nazis” gehen würde. Das ist nämlich in Deutschland ein echtes Rassismus-Problem, zumindest in den Großstädten. Ich habe es dann sein gelassen, weil ich schon genug zu tun hatte und Diskussionen mit fundamentalistisch Gläubigen selten etwas bringen.

Im “chrismon” 06.2019, einem evangelischen Monatsmagazin, habe ich heute eine erstaunliche Geschichte gelesen: “Er war ein Algerier”. Eine Mutter, deren Tochter und Enkelsohn durch ihn ermordet wurden, klagt an. Er stach solange mit dem Messer auf sie ein, bis sie tot waren. Ein mutiger Nachbar wollte den kleinen Jungen retten, der im Kindersitz des Autos seiner Mutter saß.

Nachbarn versuchten zu helfen, sie hörten, wie Anne um Hilfe schrie und wie Noah rief: ‘Nein, Papa, nein!“ Eine Frau zog Nasr-Eddine B. am Hosenbund. Einem Mann gelang es, mit einem Stein die Scheibe neben Noahs Sitz einzuwerfen. Als er das Kind befreien wollte, stach Nasr-Eddine B. zwei Mal auf seinen Sohn ein. Das Messer ließ er stecken, kletterte über seinen sterbenden Sohn hinweg ins Freie und fuhr davon. Ein Zeuge sagte der Polizei: ‘So ruhig, als wenn er Zigaretten geholt hätte, relaxt und gediegen, gelassen, als sei nichts gewesen.’“ (S. 37)

Marianne H., die Mutter und Großmutter der Opfer, lässt sich nicht damit abspeisen, was die “Guten” und Etablierten, ich könnte auch schreiben: die “gut Etablierten” (in Sachsen sind sie es zum Glück bald nicht mehr) in ihrer Leier des Wunschdenkens immer wieder dazu sagen: Das war eine Beziehungstat, wie sie auch unter Deutschen immer wieder vorkommt. Der Algerier war inzwischen ja auch tatsächlich deutscher Staatsbürger. (Kein Wunder in einem Land, das seine Staatsbürgerschaft verschleudert wie ein Marktschreier, der seine letzten Ladenhüter an den Mann bringen will.)

Noch erstaunlicher ist, dass ein offizielles Organ der Evangelischen Kirche in Deutschland, sie darin durch diese Titelgeschichte unterstützt. Die Frau, die es geschafft hat, ins Chrismon zu kommen, weil sie unermüdlich Briefe schrieb, hat als Mutter und Großmutter eine solch existentielle Lebenskatastrophe erlitten, dass für sie nur noch die Wahrheit wichtig ist und sonst gar nichts. Wer das Schlimmste erlebt hat, dem macht keiner mehr Angst. Deswegen beharrt sie störrisch darauf: die ethnische – algerische – Herkunft war entscheidend für dieses Verbrechen.

Eine Freundin sagte mir, deutsche Männer morden auch. Ja, es gibt ein Problem mit Männlichkeit. Aber dieses Scharia-Geticke macht Männer gefährlicher. Diese Gefahr potenziert sich durch ihr soziokulturelles Verhalten, das uns fremd ist. Frauen gelten manchen Muslimen als minderwertig.“ (S. 39)

Den 141 Frauen, die 2017 durch ihre Männer zu Tode kamen, konnte die Polizei 142 Tatverdächtige zuordnen. Von ihnen waren 107 deutsche Staatsangehörige – mehr als 75 Prozent [nämlich 75,35]. Auch der Mörder von Noah und Anne ist deutscher Staatsbürger. Den Anteil der Verdächtigen mit Migrationshintergrund, die erst Deutsche wurden, erfasst das BKA [Bundeskriminalamt] nicht.“ (S.39)

Trotz dieser politisch gewollten Ungenauigkeit, bleibt immer noch ein frappierendes Missverhältnis: Der Anteil der in Deutschland mit einem fremden Pass lebenden Menschen beträgt 12 Prozent (S.38). Wieso sind dann Frauenmörder zu 25 Prozent solche ohne deutschen Pass, wobei wir nicht wissen, wie viele der 75 Prozent „Deutschen“ erst vor kurzem eingebürgert wurden?

Bei „Partnerschaftsgewalt“ insgesamt ist dieses Missverhältnis noch größer. Säusel-Giffey (SPD) glaubt, Ausländer zu entlasten, indem sie feststellt: „Beim Thema Partnerschaftsgewalt liegt der Anteil [„]deutscher[“] Staatsangehöriger unter den Tatverdächtigen bei knapp 68 Prozent.“ (S. 38) Ist ihr nicht klar, dass sie damit sagt: „32 Prozent aller Partnerschaftsdelikte gehen auf Menschen zurück, die keinen deutschen Pass haben.“

Und dabei sind wohlgemerkt nicht die mit gerechnet, denen die deutsche Staatsbürgerschaft sozusagen „hinterhergeworfen“ wurde, obwohl sie „eine ‘offen zur Schau getragene Desinteressiertheit’“ (S. 37) an Deutschland und seinen Werten vor sich her trugen. Das schadete ihnen hier aber gar nicht.

Wir sind was Besonderes. Deutschland ist ein ganz besonderes Land.

Marianne H. hatte als „Ökofrau“ in Freiburg, einer Grünen-Hochburg, ihre Kinder betont weltoffen erzogen, so auch ihre Tochter Anne. Jetzt hört sie keinen Deutschlandfunk mehr. „Das ist vorbei. Ich will nicht immer hören, wie es den Flüchtlingen geht. In Deutschland sind Menschen ermordet worden, ich will wissen, wie es ihren Familien geht.“ (S.40) Jetzt informiert sie sich auf „politikversagen.net“: „Hätten wir diese Fakten vorher gehabt, wir hätten anders gehandelt und Anne beschützen können.“ (S. 41)

Warum gibt es in den Schulen keine Workshops, die die weltoffene Jugend darüber aufklären, wie gefährlich es werden kann, wenn sie sich auf Migranten einlässt, für die die eigene Ehre und die ihrer Familie und die „ihres Volkes“, auch wenn sie schon in Deutschland geboren wurden, weit über dem Leben derer steht, die sich vertrauensvoll auf sie einlassen. Die einzige Gefahr in Deutschland geht bekanntlich von Neonazis und Reichsbürgern aus. Alle anderen sind gut, sie werden sogar desto besser, von je weiter sie herkommen.

Immer noch betont die politische und mediale Klasse in Deutschland, dass der Antisemitismus zu 90 Prozent von deutschen Neonazis ausgeht und nur zu einem – offenbar vernachlässigbaren – Zehntel von Zuwanderern. Dass das daran liegt, dass alle nicht aufgeklärten Tatbestände automatisch den Neonazis zugeordnet werden, sagen sie nicht (siehe auch den 162. und 206. Gedankensplitter). So lassen sich auch politische Weichen stellen, und deutsche Mädchen bibbern vor Reichsbürgern, werfen sich aber “geflüchteten” jungen Männern vertrauensvoll in die Arme. 

Wer unsere Jugend so fehlgeleitet hat, das sollte nach einer neuen geistig-kulturellen Wende, die – wieder – in Sachsen beginnt, untersucht werden. Nicht eifernd, sondern sachlich und fair. Wer hat einen konkreten persönlichen Anteil daran, unsere Kinder und Jugendlichen ins Messer laufen zu lassen, tragischer Weise zuweilen im direkten Sinne des Wortes. Das geht bis hin zu der Frage: Wer hat(te) zu verantworten, dass in den Kriminalfilmen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens die „Bösen“ fast immer Deutsche sind und die „Guten“ fast immer „Migranten“ und „Geflüchtete“?

Ich hatte auf diese Zusammenhänge schon früher hingewiesen: 119. und 148. sowie 246. und 257.Gedankensplitter.

 

349. Friede, Freude, Kartoffelpuffer (31.05.2019)

Der US-Außenminister stattet seinen Antrittsbesuch in Berlin ab. Deutschland kommt für ihn, wenn es nach der Reihenfolge der Besuche geht, unter „Ferner liefen“.

Frau Merkel (CDU) und Herr Maas (SPD) betonen die innige Freundschaft zur USA. Sie ziehen ihre Bahn wie ein Schiff, dem die Ruder verklemmt sind. Kein Wort zu dem, was der YouTuber Rezo über die US-amerikanischen Kriegsverbrechen gesagt hat, die vom deutschen Boden – von der US-Luftwaffenbasis Rammstein – ausgehen.

Es gibt einfach keine Antwort von der deutschen Regierung. Das ist ver-antwortungs-los.

 

348. Demokratieverhinderung in Deutschland (31.05.19)

Zwei Nachrichten in der LVZ von heute:

Seite 4, die Überschrift: „AfD: Zu viele Sitze, zu wenige Kandidaten. Partei kann nicht alle gewonnenen Ämter besetzen“

Und im Text heißt es: „Wie Landeschef Jörg Urban sagte, würden sich mögliche Bewerber nicht zur Wahl stellen, weil sie berufliche Nachteile und Diffamierungen fürchteten, wenn sie als parteilose Kandidaten auf den Listen der AfD antreten.“

Da diese Mitteilung nicht nur von der AfD stammt, sondern von einem AfD-Funktionär, kann es sich nur um eine Lügennachricht handelt. Da sind sich „die Guten“ in Medien und Politik einig.

Seite 5: „Protest gegen AfD in Dresden: Studenten besetzen Hochschul-Bibliothek“ und fordern die Entfernung der Bibliotheksleiterin aus der Hochschule, weil sie sich als Parteilose auf die Liste der AfD in Meißen setzen ließ: „HfBK oder AfD, beides geht nicht“.

Da soll sich die böse AfD vom Extremismus in ihren eigen Reihen distanzieren, aber wenn Leute aus der Mitte der Gesellschaft für sie kandidieren, werden sie gnadenlos gemobbt. Das ist eine erstaunliche Auffassung von Demokratie, die „die Guten“ da in Deutschland haben.

 

347. Ich kann Ihnen sagen, liebe Leser, warum Macron gegen Weber ist (28.05.2019)

Weber kann nicht Französisch. Es gibt noch Menschen, die treu sind. Die allermeisten Deutschen der Gegenwart, auch vermeintliche Politik-Profis, kommen nicht auf die Idee, dass das der Grund ist. Sie selbst sind gleichgültig gegenüber ihrer Sprache und sind wahrscheinlich noch stolz darauf, dass ihr Landsmann Weber in der EU Englisch spricht, trotz der vielen Gründe, die für Deutsch sprechen und die ich in den letzten Gedankensplittern immer wieder genannt habe.

Sie kommen nicht auf die Idee, dass es leichter ist, in einer Nation die Sprache auszutauschen als die Bevölkerung. Ersterer Weg führt leichter zur nationalen Entkernung, zur Veränderung der kulturellen DNA.

Das kommt für Frankreich gar nicht in Frage und deswegen hat Macron recht mit seiner Weber-Verhinderung.

[Ich würde mich nicht wundern, wenn Grinse-Bubi Manfred Weber jetzt noch schnell einen Gewaltkurs Französisch – Tag und Nacht – belegt, um doch noch von Macron unterstützt zu werden. Falls das seine Hirnkapazität übersteigt, wäre er bestimmt sofort bereit, dafür deutsche Vokabeln und Grammatik zu löschen, um Platz zu machen für Französisch und später vielleicht noch Spanisch. - 29.05.19]

 

346. Guck’ mal, was die EU alles bei uns finanziert (25.05.2019)

Zur Zeit gibt es ja eine konzertierte Aktion aller Medien in Deutschland für „Europa“, ein gleichgeschaltetes Trommelfeuer sozusagen immer auf die gleiche Stelle. Die Medien der Nationalen Front der verblichenen DDR, angefangen von der Aktuellen Kamera über das “Neue Deutschland” bis zum “Sportecho”, würden vor Neid erblassen, wenn sie es noch könnten. (Das “Neue Deutschland”, die “Leipziger Volkszeitung” und die anderen übernommenen Bezirkszeitungen können es in der Tat ja noch.)  

  • Ohne die EU sind wir nichts. Wieso veranstalten die Guten in Deutschland hier so ein martialisches Machtdenken, das ständig auf Größe pocht? Qualität ist wichtiger als Quantität – wieso soll das plötzlich im Verhältnis EU – Nationalstaat nicht gelten? Wieso geht es kleinen Ländern wie der Schweiz, die nicht in der EU sind, besser als uns? Außerdem wollen die EU-Kritiker nicht den Binnenmarkt für den zollfreien Handel abschaffen, sondern „nur“ den überbordenden politischen Apparat der EU, durch den Geld, das vor allem Deutschland zahlt, von einer EU-Land-Elite zur anderen verschoben wird und in diesen Ländern die Korruption weiter fördert.
  • Die EU finanziert so viel hier in Deutschland. Das Argument ist wirklich lustig. Stellen Sie sich ein Haus vor, in dem alle Mieter in die Hausgemeinschaftskasse einzahlen. Die Hausgemeinschaftsleitung gibt dann Mietern Geld für ihre Wohnungen zurück. Deutschland zahlt aber – zur Zeit noch nur – über 10 Milliarden mehr ein, als es zurückbekommt. Dieses Missverhältnis wird sich mit dem Wegfall des zweitgrößten Nettozahlers Großbritannien noch einmal massiv erhöhen. Würde Deutschland dieses Geld direkt für sich verwenden und nicht erst an die Hausgemeinschaftsleitung abführen, könnte es hier noch viel mehr für die eigenen Bürger finanzieren. Bezüglich Vermögen (Wohneigentum und Spareinlagen) belegen die Deutschen in der EU den letzten Platz. Deswegen müssen sie ja auch am meisten an die anderen abgeben. Das ist die Logik von Merkel und Weber, die nur CDU-Wähler verstehen können.

 

345. Theresa May weint, als sie ihren Rücktritt als Parteivorsitzende ankündigt (24.05.2019)

Sie sei dankbar, dass sie ihrem Land, das sie liebt, dienen durfte.

Wenn Frau Merkel irgendwann einmal zurücktritt, wird sie vielleicht auch ein wenig schluchzen und sagen, dass sie dankbar sei, „Europa“, das sie liebt, gedient haben zu dürfen, und sie wird um Entschuldigung bitten, dass Deutschland nur doppelt so viel wie jeweils Großbritannien und Frankreich netto in den EU-Haushalt eingezahlt hat bzw. nur mehr als diese beiden Länder zusammengenommen, wobei dies noch einmal deutlich zunehmen wird: um satte 61 Prozent

Und sie wird vielleicht noch sagen, dass sie stolz darauf ist, trotzdem dafür gesorgt zu haben, dass sich Deutsch in der EU keinesfalls mit Englisch und Französisch auf einer Augenhöhe befindet, obwohl es – außerdem – fast doppelt so viele Unionsbürger sprechen wie Englisch und Französisch und obwohl es Amtssprache in gleich vier EU-Ländern ist.

Da kann auch der deutsche Michel nur noch schluchzend sagen: Ich danke dir, Angela, dass ich dir dienen durfte und dass ich dir geglaubt habe, dass wir den politischen Apparat der EU unbedingt brauchen, der Milliarden Euro von einer EU-Landeselite zur anderen verschiebt, dass eine wirtschaftliche Gemeinschaft als Freihandelszone nicht reicht.

Nein! Es geht um viel mehr, nämlich um Krieg oder Frieden. Wollen EU-Länder andere überfallen? Das kann doch gar nicht sein, denn das Böse trägt seit jeher nur Deutschland in sich. Und das will andere EU-Länder überfallen?

Das scheitert schon daran, dass nichts in der Bundeswehr funktioniert und an den fehlenden Toiletten fürs 3. Geschlecht an der Front. Außerdem werden die „Menschen guten Willens“ in Deutschland, also fast alle, die Panzer stoppen, sie werden den Blitzkrieg absagen wegen zu hoher CO2 – und Feinstaubbelastung. Erst muss der Leopard 3 mit neuem Elektromotor entwickelt werden und außerdem gibt es ja in den europäischen Ländern, die Deutschland überfallen will, sobald es keine EU mehr gibt, keine Ladesäulen für E-Panzer. Also: Keine Gefahr, der Binnenmarkt und Wirtschaftsgemeinschaft reichen!

 

344.Es ist provokant – und das war auch unsere Absicht.“ (21.05.2019)

Stellen Sie sich ein Plakat der „Jungen Alternative“ vor: Eine junge Frau trägt einen Kapuzenpulli mit Schwar-Rot-Gold vorne drauf. Darunter steht: „Vaterlandsverrat eiskalt abservieren!“ und, das Wichtigste, die junge Frau trägt einen Baseballschläger in der Hand.

Was wäre da los? Alle weltoffenen Menschen guten Willens würden sich vor Empörung auf der Erde wälzen, die Feuerwehr würde kommen und die Gelegenheit nutzen, um Kubikmeter Schaum abzuschöpfen, die sie vor ihren Mündern haben. Sie würde sie in Tanks verdichten, um damit in Zukunft besser auf Brände vorbereitet zu sein, die sich mit Wasser nicht löschen lassen.

In Wirklichkeit kann sie leider keinen Empörungsschaum einsammeln, denn das Plakat stammt von den Berliner Jungsozialisten. Die junge Frau mit dem Baseballschläger in der Hand trägt dort einen blauen Kapuzenpulli mit den EU-Sternen über dem Schriftzug “Nationalismus eiskalt abservieren”. Während sich der SPD-Chef und Regierende Bürgermeister Michael Müller distanziert, sagt die Berliner Juso-Vorsitzende frech das, was in der Überschrift steht.

Warum sich distanzieren, die Bedrohten sind ja offenbar nur „Untermenschen“, nicht lebenswert, mit denen kann man das ruhig machen.

So ticken die, die ständig Humanität im Umgang mit dem Fremden einfordern. Nationalbewusstes Denken ist ihnen offenbar nicht fremd, denn das darf mit brutaler Gewalt bedroht werden. Aber nur von ihnen, nicht andersherum. Die Möglichkeit der Reziprokität muss aber in jedem Gemeinwesen gegeben sein, das demokratisch sein will. Wenn ein Verhalten so ist, dass jemand, der auf Gewaltfreiheit Wert legt, es nicht seitenverkehrt zurückgeben kann, ist es nicht demokratisch.

 

343. Der noch größere Skandal auf einen, der selbst schon groß ist (19.05.2019)

Es ist zwar menschlich, was Heinz-Christian Strache, „besoffen“ von Alkohol und vom eigenen, damals noch bevorstehenden Aufstieg zum Vizekanzler der Republik Österreich, vor zwei Jahren im Beisein einer jungen hübschen Frau von sich gibt, nachdem er die Nobelkarossen sah, die vorm Haus standen und ihn sicher sein ließen, dass die Schönheit wirklich von einem russischen Milliardär gesandt wurde. Aber es geht natürlich nicht für einen Politiker, der Verantwortung in und für sein Land übernehmen will.

Das ist der erste Skandal. Der noch größere ist für mich, mit welch geheimdienstlicher Professionalität ein zwei Jahre altes Video jetzt plötzlich vor der Europawahl veröffentlicht wird. Das ist ein dreister Eingriff in den Wahlkampf, der in seiner Plumpheit und Direktheit alles in den Schatten stellt, was angeblich der russische Geheimdienst getan hat, um die US-amerikanischen Wahlen im Sinne von Trump zu beeinflussen.

Die linken, “fortschrittlichen” Kräfte tun alles, damit Trump darüber stürzt. Welcher Geheimdienst war diesmal am Werk? Bestimmt nicht der russische. Und wer, der von dieser Veröffentlichung eine Woche vor der Wahl profitiert (besser: profitieren soll – s.u.), muss diesmal fürchten zu stürzen, wenn sich Untersuchungskommissionen mit dem gleichen Aufwand wie in den USA daran machen, die Hintermänner dieser Aktion aufzudecken? 

Deutsche Medien veröffentlichen ein Skandalvideo, das eine Regierungskrise in einem anderen EU-Land auslöst. Man stelle sich vor, wie das die Franzosen sehen würden. Bilden sich diese “investigativen” Journalisten aus Deutschland (“Piefken”) wirklich ein, dass sie das mit Österreich machen können, ohne das, was sie wissen, zu den Hintermännern der Aktion zu sagen? Das wird interessant werden.

[Für die gute Sache ist jedes Mittel recht, das haben schon die gesagt, die bei der Staatssicherheit für die "Zersetzung" und psychische Vernichtung des politischen Gegners zuständig waren. - 21.05.2019]   

Ich glaube allerdings sowieso, dass dieses “Geheimvideo” und vor allem die dumme und voreilige Schadenfreude, mit der es die “Europa”-Begeisterten insbesondere in Deutschland für sich ausschlachten wollen, zu einem Bummerangeffekt führt und die Rechten bei der Europawahl noch weiter stärken wird.

 

342. Die Einheitsfront der Deutsch-Verächter in diesem Land von ganz links bis rechts (18.05.2019)

Wie ich schon vermutet hatte: Deutschland ist ein Hauptfinanzier des Europäischen Schlagerfestivals, das gerade in Israel stattfindet. Deswegen hat der deutsche Vertreter einen Startplatz dort sicher.

In Europa ist Deutsch nach Russisch die am meisten gesprochene Muttersprache, weit vor Englisch und Französisch. Demnach müssten diese beiden Sprachen mindestens gleichberechtigte Moderationssprachen bei diesem Festival sein. Das könnte das deutsche Fernsehen für seine eigenen Zuschauer als Hauptgeldgeber genauso durchsetzen wie den sicheren Startplatz. Aber es will nicht, und die Deutschen selbst halten das für normal, keiner bemängelt es.

Da komme ich nicht mit, so viel kulturelles Unselbstbewusstsein kann ich nicht verstehen. Ich bin in einem Alter angekommen, wo ich mich nicht mehr ärgere, sondern nur noch wundere. Diese Gelassenheit brauche ich auch dringend, denn was ich heute in den Nachrichten sehe, haut dem Fass den Boden aus (abgesehen von der heimtückischen Falle, die Strache gestellt wurde und in die zu tapsen, er vor zwei Jahren eitel und Macho genug war, wie er nun selbst zerknirscht feststellt – aber Machos sind auch noch ganz andere Politiker, gerade in Deutschland):

Nicht nur ein Streber-Jüngelchen von der Jungen Alternative hält sein Grußwort bei einem Treffen der rechten Jugend in Rom auf Englisch (siehe den 332. Gedankensplitter), sondern auch Jörg Meuthen versteckt sich als Repräsentant der mit Abstand größten Sprachgruppe der EU – ungefähr doppelt so viele Unionsbürger sprechen Deutsch als Muttersprache wie die, die Englisch oder Französisch als Muttersprache sprechen, – hinter einer Fremdsprache, ausgerechnet Englisch, das nach dem Ausscheiden von Großbritannien nur noch eine kleine Minderheit in der EU sprechen wird.

Zu wem spricht er? Jedenfalls nicht zu denen, die ihn wählen sollen. Dass ihn internationale Eliten leichter verstehen, ist ihm wichtiger als die Verbindung zu 100 Millionen Menschen, die in der EU Deutsch als Muttersprache sprechen, und noch ist Deutsch in der EU ja auch eine viel gelernte Sprache. Ich glaube, auf dem großen Platz vor ihm gab es gar nicht so viele Italiener, die Englisch besser als Deutsch verstehen. Die fragen sich nun: Warum hab’ ich Trottel bloß das schwere Deutsch gelernt, das hätte ich mir sparen können und lieber gleich auf Englisch setzen sollen wie dieser Herr von der AfD. Englisch ist inzwischen sogar in Deutschland selbst völlig ausreichend. Unheimlich, dieses Strebervolk!

Da lamentieren manche in der AfD über den Bevölkerungsaustausch und ihre führenden Vertreter beteiligen sich selbst aktiv am Sprachentausch; sie machen in trauter Eintracht mit den Etablierten aus Deutsch-Land mehr und mehr Englisch-Land. Letzterer ist für unser Vaterland bedrohlicher als ersterer, denn er nimmt uns unsere kulturelle DNA. Eine Erweiterung der Bevölkerung kann zum Vorteil aller gelingen, wenn sie nicht mit einem sprach-kulturellen und mentalen Tausch verbunden ist. Gerade dann, wenn viele kommen, ist Deutsch wichtig.

Das sagen auch die Etablierten. In Wirklichkeit leben die Erfolgreichen und Gebildeten der Zuwanderer hier längst bequem, ohne Deutsch zu lernen. Sie schließen demonstrativ die Sprache ihres Aufnahmelandes aus dem Kanon des vielen, das sie lernen, aus und haben Erfolg damit, sind sogar noch ein Vorbild für die deutsche Jugend, die sich auch mehr und mehr der Dorf- und Bauernsprache Deutsch entledigen will. Pech gehabt, Martin, hättest du die Bibel mal gleich ins Englische übersetzt, dann wärst du heute noch auf der Höhe der deutschen Zeit.     

Angeblich will die AfD ein Europa der Nationen und beteiligt sich zugleich an vorderster Front an der Abschaffung der deutschen Kulturnation. Die Bedeutung von Deutsch ist in den letzten Jahren in Europa immer schneller immer tiefer gesunken, sogar in direkten Nachbarländern wie den Niederlanden und Tschechien, und das liegt vor allem an den Deutschen selbst, an solchen wie Meuthen. Wahrscheinlich leidet er wie die anderen deutschen Streber auch unter Minderwertigkeitskomplexen und muss unbedingt vorführen, wie gebildet er ist.

Da ist ja sogar noch Angela Merkel nationalbewusster und patriotischer, die als Repräsentantin Deutschlands bei offiziellen Veranstaltungen im Ausland fast immer Deutsch spricht.

 

341. Die Segnungen der westlichen Demokratie (17.05.2019)

Gerade im Heute-Journal im ZDF gesehen: Es geht um Messerverbotszonen. Eine vielleicht 16-jährige Schülerin sagt, dass in „dunklen Ecken“ Schüler von anderen Schülern „abgezogen“ werden würden, da nehmen sie dann gern ein Messer mit, um sich zu schützen.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es so etwas in der ganzen Zeit in der DDR gegeben hätte, das Wort „abgezogen“ nicht und nicht das Tun, das es beschreibt. Begehrtes gab es auch damals schon, was nicht alle, sondern nur wenige hatten, aber die westliche Demokratie und Freiheit gab es noch nicht, die offenbar besonders eine Freiheit für Täternde ist.

 

340. Die junge Garde der Bundesregierung (17.05.2019)

Es ist ein Gesetz der menschlichen Seele: Die Jugend muss ihr eigenes Weltbild finden, indem sie gegen die Leitlinien des Denkens ihrer Altvorderen rebelliert. Das ist der Sinn der Pubertät.

Nur in (Meinungs)Diktaturen gilt es nicht: So in Russland nach der „Oktoberrevolution“ für große Teile der Jugend, in China zur Zeit der „Roten Garden“, die in rasender Hörigkeit für ihren „Großen Führer“ Mao Zedong Gewalt gegen Andersdenkende ausübten, und in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, wobei es da immerhin die „Weiße Rose“ und Freunde der US-amerikanischen „Jazzmusik“ gab.

Im Deutschland der Gegenwart gibt es auch kaum eine Rebellion der Jugend im politischen Sinn: Die Jugend will das Gleiche wie ihre Regierung, nur noch schneller, noch konsequenter. Dafür demonstrieren die Kinder und Jugendlichen lautstark am Freiday (obwohl ich heute davon noch nichts gehört habe).

Frau Merkel will den totalen Atom- und Kohleausstieg bei der Energiegewinnung und hat ihn eingeleitet, obwohl keine andere führende Industrienation der Welt an diesen zwei Fronten zugleich gegen den Klimawandel kämpft. Diese Art kommt mir bekannt vor – das ist deutscher Größenwahn.

Die jugendliche Energie des Protestes, des Gestaltens von etwas ganz Neuem und Anderem in Abgrenzung zu den machthabenden Alten reduziert sich heute in Deutschland darauf, diesen regierungsamtlichen Prozess genauso, wie er eingeleitet wurde, massiv zu beschleunigen.

Wenn dann die deutsche Industrie nachhaltig beschädigt ist, werden sie – die Regierenden und ihre junge Garde – merken, dass sie ihrer eigenen satten, verwöhnten Anspruchshaltung die Grundlage entziehen. Karl Marx hat schon Recht: Die Produktivität der Wirtschaft ist die Grundlage von allem Anderen.

Aber es hat alles einen Sinn: Ein Zwang zur Bescheidenheit, zum Wieder-auf-den-Teppich-Kommen kann hilfreich sein, zumal Finanzminister Scholz (SPD) den EU-Beitrag Deutschlands um „satte 61 Prozent von 29 auf künftig 46 Milliarden pro Jahr“ erhöhen will, was für die etablierten Partei kein Grund zur Erwähnung ist. 

 

339. Eigenes, differenziertes Denken ist im bundesdeutschen Kindergarten mindestens so verpönt wie im vergangenen der DDR (16.05.2019)

Die heutigen Erzieher wissen genauso genau und bestimmt wie die damaligen, was gut und richtig ist und was schlecht und falsch. Der Wolf ist böse und die Zicklein sind lieb. Da und nur da ist das Denken heute etwas differenzierter geworden und lässt auch am Wolf ein gutes, graues Haar.

Aber alles, was der „bunten Vielfalt“, der Weltoffenheit und „Europa“ widerspricht, ist nur schlecht und nur falsch, z.B. nationales Denken. Darüber soll sich der Bürger gar kein eigenes Urteil bilden, das wird von vornherein vorausgesetzt, ich glaube in keinem EU-Land so sehr wie in Deutschland.

Erzieher, Lehrer und Staatsmedien wollen nicht das Nachdenken darüber in Gang bringen, es moderieren, damit jeder zu seinem eigenen, durchdachten Urteil kommen kann, sondern sie wollen die „Dummen“, die „Zurückgeblieben“ und „Irregeführten“ besser von der einen und einzigen Wahrheit überzeugen, von der sie denken, dass sie sie gepachtet haben. (Aber ein Pächter ist eben noch kein Eigentümer.)

Nicht ein einziger der vielen Beiträge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu „Europa“ hält es für möglich, dass die primär national Denkenden (auch) Recht haben könnten, steht unparteiisch drüber und führt das Pro und Kontra der Argumente auf, damit sich der mündige Bürger sein eigenes Urteil bilden kann. Und das sind ja keine Splittergruppen unter 5 Prozent der Bevölkerung, sondern sie bekommen in vielen EU-Ländern mehr Zustimmung als bei uns die stärkste Partei.

Da war ja sogar schon ich als SED-Mitglied 1984 weiter (siehe die Fußnote am Ende des Textes). In der Wissenschaftlichen Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Leipzig II/1984 setzte ich mich dafür ein, dass der Lehrer, auch im Staatsbürgerkundeunterricht, nicht parteiisch sein dürfe, dass „parteilich“ im Sinne des Marxismus zu sein, hieße, offen für die verschiedenen Seiten der Wahrheit zu sein, dass es keinen Sinn hätte, Schüler zu agitieren, sondern dass sie nur in offenen Pro- und Kontradiskussionen zu ihrer eigenen stabilen Wahrheit kommen können.

Menschen könnten nur dann mit einer falschen Meinung innerlich abschließen, wenn diese sich zuvor ausführlich darstellen durfte in der ganzen Breite der Argumente, die für sie sprechen, ohne dass irgendeine richtige „Grundhaltung“ ihnen von vornherein eine negative Färbung gibt. Dann rumort sie nämlich in den tieferen Schichten des Geistes weiter und verfestigt sich dort sogar, wodurch sie das Denken insgesamt noch mehr beeinflusst als zuvor. Die interessierten Schüler verfügten ja durch das – damals noch differenzierte – Westfernsehen sowieso über die ganze Breite der Argumente. Wollte man sie widerlegen, musste man sie ernst- und aufnehmen, sie unparteiisch mit der Gelassenheit des dialektischen Denkens zur Geltung kommen lassen.

Heute, wo das “Westfernsehen” mindestens so staatsparteilich ist wie das Ostfernsehen damals, jedenfalls in Bezug auf die politischen Grundfragen – Zuwanderung, “Europa”, “bunte Vielfalt” – sind die sozialen Medien das neue Westfernsehen. Ohne solche eigenständigen Medien kann sich in der modernen Welt wohl kein kritisches Denken in der Gesellschaft Bahn brechen. Ein Glück, dass das Sprichwort stimmt: Da wo sich eine Tür schließt (das Westfernsehen, als es noch obrigkeitskritisch und differenziert war, gegenüber Helmut Kohl ebenso wie gegenüber Angela Merkel), öffnet sich eine neue (die sozialen Medien).

Und lustiger Weise warnen heute die Etablierten vor den “Verschwörungstheorien” der sozialen Medien genauso wie damals Karl-Eduard von Schnitzel davor, dass das Westfernsehen die rechtschaffenden DDR-Bürger manipulieren würde, so raffiniert, dass sie es gar nicht merken würden. Deswegen sollten sie lieber nur den “Schwarzen Kanal” sehen, so wie heute vermeintlich wohlmeinende Gouvernanten glauben, es wäre am besten, die Bürger nähmen nur die angeblich “seriösen” Medien zur Kenntnis.    

Meine Position von 1984 entsprach natürlich nicht der offiziellen DDR-Meinung. Margot und Erich Honecker waren in ihrem Denken viel zu schlicht dafür, ähnlich von der nur einen richtigen Wahrheit überzeugt wie heute Frau Merkel und Herr Weber. Ich musste kämpfen für die Veröffentlichung dieses Artikels, mir wurde vorgeworfen, dass ich keinen „Klassenstandpunkt“ hätte, aber letztendlich war es doch möglich, wahrscheinlich deutlich eher, als dass heute jemand einen Beitrag im öffentlich-rechtlichen Rundfunk unterbringen könnte, der differenziert und ohne Vorurteile alle Argumente darstellt, die für das Primat der Nation gegenüber „Europa“ sprechen.

Die der Mutti-Erzieherinnnen und -Lehrerinnen, die heute „linientreu“ sind, wissen wahrscheinlich sogar mehr als in der DDR, was für ihre Kleinen gut und richtig ist. Daran besteht für sie kein Zweifel. Der Streit geht in Deutschland nur noch darum, wie es möglich ist, sie besser zu indoktrinieren, wie ihnen besser die eine und einzige wahre Sicht der einen Welt – eine Wahrheit und eine Monokultur – beigebracht werden kann. Hinter so viel Mutti-Vorsorglichkeit verbirgt sich die Fratze einer Domina. Anna Freud hatte nicht umsonst betont, dass die Persönlichkeitsentwicklung von mangelnder Elternliebe beeinträchtigt wird, aber noch mehr von einem Zuviel an „Fürsorge“.

Gegen Ende der DDR drohten unzufriedene Bürger damit, dass sie einen Ausreiseantrag stellen würden, wenn sich dies und das nicht für sie ändern würde. Heute drohen Unzufriedene damit, dass es sogar dazu kommen könnte, dass sie dann „die“ wählen, und das auch in Diskussionsveranstaltungen mit vielleicht 100 Teilnehmern. Alle tun so, als hätten sie mit der AfD nichts am Hut, dabei müssten von den Anwesenden selbst nach den offiziellen Statistiken mindestens 15 auf ihrer Wellenlänge liegen. Das bildet sich aber im Fernsehen nicht ab, dafür bildet die Deutsche Bahn ein Wunschdeutschland ab, das nur noch und ausschließlich aus Migranten besteht.

Gute Nacht, BB (Bunte Bahn), bezüglich der Graffitis und der Vielfalt der Fahrplanabweichungen ist sie ja schon so weit.

 

338. Das mittlere und „ausgewogene“ Denken führt in den Untergang (07.05.19)

Weil es lau und feige ist, beamtensicher, und zu geistigen Urteilen führt, bevor das Nachdenken beginnen konnte (Vorurteilen).

So schauen jetzt die alten SPD-Granden, die sich für sehr weise und ausgeglichen halten, auf Kevin Kühnert: Der junge Mann übertreibt ein wenig, weil ihm noch die Lebenserfahrung fehlt. Als wir noch bei den Jusos waren, haben wir alle auch mal so gedacht (ha, ha), sagen sie mit großväterlicher Milde.

Ich z.B. bin bei den Vor(ver)urteilern auch eingetaktet, nämlich als „rechts“. Da ist ihre Welt in Ordnung, wenn sie sie sich so sortieren können: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.

Aber ich finde z.B., dass Kevin Kühnert Recht hat. Ist das „rechtes Denken“?

Warum sollen die bei BMW fest Angestellten, die Facharbeiter und Ingenieure, nicht in der Lage sein, aus ihren Reihen einen BMW-Vorstand und Aufsichtsrat zu wählen, deren einzelne Mitglieder durch Misstrauensanträge jederzeit abgewählt werden können, wenn sie offensichtlich den Interessen des Gemeinschaftsunternehmens BMW schaden? Schließlich wollen alle jährlich eine möglichst hohe Gewinnbeteiligung absahnen.

Das hat überhaupt nichts mit den VEBs in der DDR zu tun. Diese wurden zentralistisch-bürokratisch geleitet, so wie heute die EU, und es gab für die dort Arbeitenden keine Gewinnbeteiligung. Wenn Kevin Kühnerts Vorschläge von vornherein mit dem Staatssozialismus nach der Art der DDR oder Venezuelas gleichgesetzt werden, ist das das kurzschlüssige, faul-satte „mitte-ausgewogene“ Denken, von dem ich oben geschrieben habe.

Warum sollen zwei Menschen, denen BMW gehört, allein so viel vom Gewinn der fleißigen und klugen Arbeit der vielen Tausend BMW-Mitarbeiter bekommen wie diese alle zusammen? Wer so etwas rechtfertigt, ist irre. Hat Oskar Lafontaine damit nicht recht?

“Hierzulande steigerten die Milliardäre ihr Vermögen im vergangenen Jahr um 20 Prozent, wie aus dem Bericht hervorgeht. Insgesamt verfüge das reichste Prozent der Bevölkerung über ebenso viel Vermögen wie die 87 ärmeren Prozent. Damit zähle Deutschland zu den Industrienationen mit der größten Vermögensungleichheit. Mit 15,8 Prozent liege die Armutsquote auf dem höchsten Stand seit 1996, jedes fünfte Kind sei von Armut betroffen. Frauen verdienten im Durchschnitt 21,5 Prozent weniger als Männer; schlechter sei die Lage in der EU nur in Estland und Tschechien.”

Wenn sich jede Familie, jede Betriebsbelegschaft, jede Nation zuerst um sich selbst gut kümmern würde, wäre die Welt in Ordnung. Deswegen ist nicht das multilaterale Denken die Lösung, sondern das eigenverantwortliche in den Gemeinschaften, die die Menschen noch überschauen können, weil sie eine Kultur, Sprache und Mentalität eint.

Das macht Familien, Betriebe und Nationen stark und dann können sie Patenschaften für die übernehmen, die unverschuldet in Not gerieten und die sich nun ehrlich bemühen, sich selbst daraus hochzuarbeiten. Die großen Industrie- und Handelsnationen könnten Patenschaften über einzelne Länder übernehmen, die nicht nur nehmen, sondern auch etwas geben, z.B. die Förderung der Kultur und Sprache der Geberländer bei Ihnen zu Hause.

So hat das auf „böse Weise“ zwischen den Kolonialländern und ihren Kolonien funktioniert. Deutschland war immer zu schwach und/oder zu „fein“, seine Sprache in seinen Kolonien zu etablieren, es hat den Afrikanern lieber geholfen, eine eigene Sprache zu entwickeln, mit der die dortigen Stämme sich untereinander verständigen konnten. Selbst ein wirtschaftlich so viel schwächerer Kolonialstaat wie Portugal hat seine Sprache dauerhaft in den Kolonien etabliert.

Welche Strategie war aus heutiger Sicht richtiger? Die afrikanischen Eliten, die heute Englisch oder Französisch sprechen, sind, glaube ich, mehr dankbar für diese Kultursprachen als dass sie sich kulturell überwältigt fühlen. Was wäre richtiger gewesen? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass die Unterstützung schwacher Nationen durch starke heute auf eine gute, freundschaftliche Weise gelingen kann, weil auch in den Geberländern die Kultur und Sprache der unterstützten Nationen eine besondere Rolle spielen sollten und könnten. Konkrete Gegenseitigkeit und keine allgemeine, multilaterale Unübersichtlichkeit, in der sich gut abtauchen und auf Kosten anderer leben lässt.

Gelegenheit schafft Diebe. Eine guter Charakter bildet sich immer nur in konkreten zwischenmenschlichen und zwischennationalen Beziehungen.

 

337. Zwei Schlagzeilen in der deutschen Presse von heute, die sich gegenseitig begründen (03.05.19)

  1. Mohammed beliebtester Jungen-Name in Berlin“ (BILD, S. 1)
  2.  ”Orban und Salvini: ‘Wenn die Linken gewinnen, wird Europa ein islamisches Kalifat’“ (WELT)

Letzteres wird hoffentlich gerade noch rechtzeitig dem deutschen Wählervolk bewusst. Bisher hat es in seiner Mehrheit die Mentalität des lachenden Schweins, das sich auf Werbeplakaten in Metzgereien ein Latz umgebunden hat und sich mit Messer und Gabel in der Hand darauf freut, sich selbst zu essen.

So verrückt sind zum Glück nur die Deutschen. Europa ist wirklich die Antwort. Da wo die SPD recht hat, hat sie recht. Allerdings nicht das Europa von ihnen, sondern das von Salvini und Orban.

Diese gewählten Repräsentanten zweier EU-Länder, Italien und Ungarn, die einen wahrscheinlich entschieden größeren Rückhalt in ihren Völkern genießen, als Frau Merkel im Musterland der Weltoffenheit und des Fortschritts, stehen für ein neues und kluges europäisches Denken, das auf der Eigenverantwortung der Nationen in Europa beruht.

Dass Deutschland in seiner nationalen Kleinmannssucht Großmacht beim Bezahlen für andere ist, entbehrt nicht einer gewissen, nein: großen Komik, denn es finanziert so die Deutschlandabschaffer im Inneren, alle die Vereine “gegen ‘Rechts’”, die islamischen Verbände, die Staatskirchen, den Türkischunterricht für die Türken in Deutschland, ebenso wie den Islamunterricht für alle Moslems, die US-amerikanischen Armeestützpunkte, die mit ihren Atomwaffen eine exklusive Gefahr für Deutschland heraufbeschwören. Für all das zahlt Deutschland mit Freude, für die „Geflüchteten“ und die EU natürlich auch. Deutschland bezahlt netto mehr als Frankreich und Großbritannien zusammengenommen.

(Deshalb bleibt trotz riesiger Überschüsse bei den Steuereinnahmen im fünften Jahr nacheinander für die eigenen Bürger nur wenig übrig, und eine Steuerreform, die die kleineren und mittleren Einkommen entlastet, bleibt weiter Wunschdenken, im Gegensatz zu Österreich, wo sie gerade Gesetz wurde.)

Aber die große Pointe der Weltgeschichte kommt noch: Deutschland bezahlt so nämlich nicht nur seine Selbstabschaffung als Nation, sondern auch die EU-Abschaffer. Es finanziert in seinem sturen “Europawahn” Italien, Ungarn und alle anderen Visegrad-Staaten, die die Merkel-EU abschaffen wollen.

Wirklich lustig. Es sage keiner, der Weltgeist hätte keinen Humor. Wenn er die Politik der vereinigten Linken in Deutschland unter Führung von Angela Merkel betrachtet, die nur eine Maxime kennt: (nicht etwa das Wohl Deutschlands und seiner Bürger, sondern) allgemeine Weltoffenheit und “bunte” Vielfalt als Wert an sich, hinter den sich nun auch die CSU eingereiht hat, kugelt er sich vor Lachen, denn Frau Merkel erzeugt mit ihrem sturem Eigensinn systematisch gerade die Verhältnisse, die sie unbedingt verhindern wollte, so z.B. auch den Brexit mit ihrer Flüchtlingspolitik.

 

336. „Ein Wegducken kann es jetzt nicht mehr geben“ (30.0419)

So lautet eine Schlagzeile in der LVZ vom 26.04.19 (S. 9). Im Text heißt es dann:

Kulturelles Erbe ist für die Identität und für das Selbstbewusstsein jedes Volkes und jedes Landes von zentraler Bedeutung. Gerade junge Leute brauchen Herkunft, müssen sich positiv mit ihrer Heimat identifizieren, sonst verlassen sie sie scharenweise.“

Gemeint ist – natürlich – nicht die eigene kulturelle Identität der deutschen Jugend, geschweige denn die Identität der Deutschen, deren (Groß)Eltern aus Schlesien, West- und Ostpreußen oder Pommern stammen. Wer in diese Richtung „identitär“ sein möchte, wird vom Verfassungsschutz beobachtet und politisch bedrängt.

Es geht – in Deutschland natürlich – nicht um das Eigene, sondern um afrikanische Identität und die in der Kolonialzeit aus Afrika „geraubten“ Kunstschätze.

 

335. Die Leipziger Polizei betont: Täter und Opfer sind deutscher Nationalität (28.04.19)

Da sticht am Donnerstagabend mitten im Clara-Zetkin-Park ein 34-Jähriger auf eine 32-jährige Frau ein. Passanten können den Angreifer zum Glück festhalten.

Ein Journalist der BILD fotografiert den Festgenommen, wie er im Streifenwagen sitzt. Der mündige Bürger kann sich selbst ein Urteil bilden, wenn er sich das Foto ansieht.

Was durchaus sein kann, ist, dass dieser Mensch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, aber er ist dann trotzdem nicht deutscher Herkunft, wie die Betonung, dass beide – Täter und Opfer – deutscher Nationalität seien, nahelegt

Mich hat das an ein schweres Eisenbahnunglück auf der Strecke zwischen Leipzig und Berlin in den 70-ziger, vielleicht auch 80-ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erinnert. Im „Neuen Deutschland“ wurde im Text ausdrücklich betont, dass die Unglücksursache unbekannt sei. Auf einem großen Foto war aber deutlich ein sowjetischer Panzer zu sehen, der vor dem entgleisten Zug auf den Schienen stand.

Da war den SED-Granden offensichtlich der Kragen geplatzt und wenn sie sich schon nicht trauten, die Wahrheit auszusprechen, so zeigten sie wenigstens ein Bild, aus dem sie klar hervorging.

BILD wollte sicherlich nicht absichtlich die Mitteilungen der Leipziger Polizei-Pressestelle ad absurdum führen, aber so ein bisschen und versteckt deuten sie es an. Schließlich kann sich die Presse nicht immer so viel erlauben, wenn sie nicht von „ganz oben“ dazu aufgefordert wird, erst recht jedenfalls und offensichtlich dann nicht, wenn es um die richtige weltoffene Haltung geht.

 

334. Erlebnisse eines Großvaters (4): Regeln sind dazu da, eingehalten zu werden,… (23.04.19)

denn nur wenn sie eingehalten werden, im Prinzip, ist es hilfreich und konstruktiv weiterführend, sie von Zeit zu Zeit zu brechen.

Seit ewigen Zeiten komme ich wieder einmal dazu, einen Gedankensplitter in der Reihe „Erlebnisse eines Großvaters“ aufzuschreiben (der letzte steht im 150. Gedankensplitter), obwohl mir meine Enkelkinder ganz wichtig sind.

Wer meine Bücher und meine Vorträge kennt, weiß, dass ich „verschärften Wert“ darauf lege, dass Kinder nicht einfach vom gemeinsamen Essen aufstehen.

Beim letzten Mal stand mein vierjähriger Enkel beim Griechen einfach vom Essen auf – mit einer solchen selbstverständlichen Gewissheit, das Richtige zu tun, dass ich es einfach nicht über mich brachte, ihn zu „maßregeln“.

Maßregeln“ heißt ja einfach, einem unerfahrenen Anfänger die richtigen Maße einer Tätigkeit beizubringen, weil er sie sonst ja nie erfahren und verinnerlichen könnte.

Aber es muss intuitiv, situativ einfach passen. Ich hätte ihn, als er zurückkehrte vom Holen eines Buches aus dem Nachbarraum, der ihm bereits bekannt war, freundlich fragen können: „Was hast du jetzt falsch gemacht, etwas, was du eigentlich nicht tun sollst?“

So kann man, glaube ich, am besten lernen, wenn man ruhig und freundlich etwas auswertet, was geschehen ist, seine Praxis mit der Theorie vergleicht.

Wahrscheinlich wäre er nicht drauf gekommen und ich hätte ihm helfen müssen: „Denke daran, wann der Papa manchmal meckert und Stress macht und was dir schwer fällt, so lange auszuhalten, wenn du am Tisch sitzt.“

Du kannst auch aufstehen. Aber nicht einfach so, du fragst vorher, ob du aufstehen darfst.“ Dann sagt der Papa vielleicht: „Iss’ erst noch zwei Löffel“, aber er wird es dir schon über kurz oder lang erlauben.

Weißt du, welchen Sinn das hat? Durch das Fragen-Müssen wird dir erst klar, worin eigentlich die Regel besteht, bevor du sie dann mit etwas Verzögerung doch brechen kannst.

Was mir jetzt so schön pädagogisch eingefallen ist, hatte ich nicht getan. Weil ich den Regelbruch schon wieder vergessen hatte, als er mit seinen zwei Büchern zurückkam. Vergesslichkeit ist schlecht, gerade bei der Erziehung. Aber beim nächsten Mal kann ich es ihm sagen, dafür ist dieses Innehalten, das ich mir für diesen Gedankensplitter genommen habe, gut.

 

333. Die Servilität und streberhafte Korrektheit der deutschen politischen und medialen Klasse ist zum Lachen (19.04.2019)

Mit unterwürfiger Eifrigkeit sprechen sie deutsche Namen von Persönlichkeiten englisch aus, die jetzt in englischsprachigen Ländern leben, so zur Zeit unentwegt zum Beispiel „Maller“, anstatt „Müller“ für „Mueller“.

Niemals würden umgedreht Amerikaner auf die Idee kommen, einen Namen entsprechend seiner Herkunft korrekt auszusprechen, zumindest dann nicht, wenn es sich um deutsche Namen handelt.

Das ist eine gewaltige kulturelle Arroganz. Sie kann unter stolzen, selbstbewussten Menschen zum Krieg führen. Dann wird der Frieden von den Deutschen jedenfalls nicht mehr bedroht. Frieden ist mehr wert als Würde. Vielleicht ist das der Grund, dass die Deutschen sich mit Lust als passendes Gegenstück zu dieser kulturellen Hegemonie hergeben. Zu jedem stabilen Ungleichgewicht gehören zwei, die, die oben sind, und die, die (gern) unten bleiben.

Bloß die Chinesen, die sind immer weniger so. Wem werden sich die Deutschen wohl in Zukunft unterwerfen? US-Amerikanern oder Chinesen? Sie werden in der EU zusammenhalten, damit weder das eine, noch das andere nötig ist. Dann müssen sie sich aber in der EU sprachlich-kulturell unterwerfen, sonst funktioniert auch die nicht (siehe den 332. Gedankensplitter darunter).

Die Sprache ist wichtiger als die Wirtschaft. Diese Erkenntnis war Karl Marx noch nicht vergönnt. Zu seiner Zeit hatten die Deutschen ihre eigene Sprache noch nicht in die Bedeutungslosigkeit heruntergedimmt. Er wäre nie auf die Idee gekommen, als internationaler Wissenschaftler, der in London lebt, auf Englisch zu publizieren, um Weltgeltung zu erlangen. Er schrieb auf Deutsch und kam zu Weltgeltung. Welch ein erstaunlicher Gegensatz zu heute, wo Deutsche sogar in Berlin auf Englisch forschen und veröffentlichen und glauben, das wäre “alternativlos”. Wie einfallslos, wie stupide eingeengt!

Lebte Karl Marx heute und bliebe er sich treu (und so einer ist er wohl gewesen), wäre er nicht einmal zitierfähig. Arroganz tötet. Auch Kreativität.

[Das trifft zum Beispiel auch für Sigmund Freud oder Albert Einstein zu. Mir scheint, ich hätte in einer Fernsehdokumentation über ihn nebenbei erspäht, dass er auch noch im Exil in den USA Deutsch als seine Wissenschafts- und Physikerfachsprache benutzte (ein Fall für den Faktencheck) - was für ein Unterschied zu den "deutschen" Streberjungspunden von heute, die sich selbst und ihre Sprache schon im Kindergartenalter verlassen, um auf der Höhe ihrer Zeit zu sein. - 20.04.19]     

Auf Deutsch Weltgeltung erlangen zu wollen, ist vorbei und deswegen geht’s mit Deutschland bergab, mit den Nobelpreisen sowieso, aber vor allem auch mit seiner Wirtschaft, seitdem Deutsche nicht mehr auf Deutsch forschen und publizieren. Auch gut, da wird mittelfristig eine revolutionäre Situation in Deutschland entstehen, Schritt für Schritt, und auch in der EU, weil diese gar nichts ist ohne Deutschlands Wirtschaftskraft. Und dann werden die Karten neu gemischt.

    

332. Sprachlich-kulturell… (17.04.2019)

… sind die Deutschen schon aus der EU ausgetreten. Wenn ich sehe, wie sich die EU mit Inschriften auf und in ihren Gebäuden präsentiert, glaube ich, dass die deutschsprachigen Länder bereits jetzt nicht mehr in der EU sind. Leider ist es nicht so, ihre Funktionsträger treten “nur” nicht mehr als sie selbst auf, sondern verstecken sich hinter fremden – englischen – Fassaden und schmücken sich mit fremden – englischen – Federn.

Sie stellen sich damit freiwillig auf eine Stufe mit kleinen Völkern. Die Deutschen sind aber ein Volk, das in der EU zu den großen gehört, das sogar das größte ist hinsichtlich der Einwohnerzahl, das die mit Abstand größte Wirtschafts- und Handelsnation der EU darstellt, und aus diesen beiden Gründen der bedeutendste Träger der EU in finanzieller Hinsicht ist.

Im frappierendem Widerspruch dazu steht die sprachlich-kulturelle Bedeutung Deutschlands und der weiteren vier Länder der EU, in denen Deutsch zumindest eine der Amtssprachen ist (Österreich, Italien, Dänemark, Luxemburg). Keine andere Sprache wird von so vielen „Unionsbürgern“ als Muttersprache gesprochen, von fast doppelt so vielen wie denen, die Englisch oder Französisch sprechen, und keine andere Sprache ist in so vielen EU-Ländern gleichzeitig Amtssprache.

Teilhabe ist demokratisch. Wie demokratisch ist es dann, als Vertreter der absoluten Mehrheitssprache in einer anderen Sprache zu reden und damit die eigenen Wähler auf das Erlernen dieser Fremdsprache zu orientieren, während damit zugleich die Notwendigkeit und Motivation gemindert wird, Deutsch zu lernen? Selbst die Deutschen schicken ihre Kinder zunehmend auf “internationale Schulen”, weil das Eigene ja offenbar nicht so wichtig ist wie das Fremde.

Das erinnert mich an Phasen in der deutschen Geschichte, als die (adlige) Oberschicht auch eine “bessere” Sprache benutzte als das niedere, gemeine Volk, im übrigen auch, um sich international mit Ihresgleichen leichter verständigen zu können. Sie blieb unter sich, “Bauern” konnten da nicht mitreden. So ist es heute wieder, wenn ein einfacher Deutscher eine Direktübertragung aus dem Europäischen Parlament sieht und Herr Weber von der CSU oder Frau Keller von den Grünen, beide gewählt von Deutschen und sie vertretend, reden. Sie sprechen Englisch als – eingebildete – Eliten mehr für die ausländischen Eliten und zu ihnen als für das eigene Volk und zu ihm, das allerdings auch nichts Besseres verdient hat, so lange es solche “Volksvertreter” immer wieder neu wählt.   

Es ist ein Programm der kulturell-sprachlichen Selbstabschaffung, das die deutschen Englisch-Freunde hier ankurbeln. Sie sind so weltoffen, wie sie verschlossen sind gegenüber den sprachlich-kulturellen Interessen (und nicht nur diesen) ihres Vaterlandes Deutschland. So würde die CSU niemals mit Bayrisch im Vergleich zu Hochdeutsch umgehen, aber Deutsch ist ja nicht so wichtig, offenbar reichen Bayrisch und Englisch oder isses net so?! (Franz Josef Strauß dreht sich im Grabe um, der konnte noch richtig Hochdeutsch und hat es auch in “Europa” gesprochen.)  

Deutsche Funktionsträger wie Manfred Weber reden in der EU mit “verstellter Stimme”, nämlich Englisch und das, obwohl „pro forma“ Deutsch zu den drei Arbeitssprachen der EU gehört. Dass es auch anders geht, hatte Martin Schulz (SPD) als Präsident des europäischen Parlaments bewiesen. (Die CSU ist inzwischen offenbar noch antinationaler eingestellt als die SPD: ein gewaltiger Entwicklungssprung nach links!)

[Aber nicht nur Manfred Weber ist so, auch die (angeblich) besonders „Rechten“ in der AfD sind so: Die „Junge Alternative“. Genauso wie der Streber-Bubi Manfred Weber mit seinen Fremdsprachen-Kenntnissen glänzen will, kann auch Damian Lohr, Bundesvorsitzender der Jungen Alternative, seinen Streberfinger nicht in den Griff kriegen: Ich wieder schnellt er nach oben: Ich weiß was, ich kann was, Herr Lehrer, ich kann Englisch. Wenn ich das zeigen darf, verrate ich gern dafür hier auf dem Treffen der rechten Jugend am 20.03.19 in Rom meine eigene Sprache, obwohl sie die ist, die mit Abstand am meisten in der EU gesprochen wird. Die im Gegensatz zur Jungen Alternative tatsächlich Rechtsextremen bedienen sich auch gern des Englischen, auch wenn sie deutschsprachiger Herkunft sind. Der Grad der Englischsprachigkeit ist also nicht direkt proportional mit einer "weltoffenen", "antifaschistischen" Lebenseinstellung. Deswegen sprecht ruhig Deutsch, wenn für euch seine "bunte Vielfalt" an Fällen und Geschlechtern nicht zu schwierig ist. - 15.05.2019]

Vom Anspruch, die eigene Bedeutung auch sprachlich-kulturell abzubilden, haben sich die Funktionsträger der originär deutschsprachigen Länder Deutschland und Österreich in der EU verabschiedet. (Die anderen Länder mit Deutsch als Amtssprache sehen Deutsch aus geschichtlichen Gründen als Konkurrenz zu den “Hauptsprachen” im eigenen Land; sie wollen es deswegen nicht zu stark werden lassen.)

Dann lasst uns doch endlich konsequent sein und uns ganz aus dem politischen Apparat der EU verabschieden. Wenn die “deutschen” und/oder österreichischen Funktionsträger der EU nicht Deutsch sprechen können und/oder wollen, sollen sie in der EU ganz ihren “Mund halten”. (Das fällt ihnen aber ganz schwer, weil sie als Streber, die sie sind, ja unbedingt zeigen wollen, dass sie Fremdsprachen können.) Das wäre nur logisch: Wer sprachlich tot ist, soll nicht so tun, als wenn er geistig noch leben würde. Dazu ist die Beziehung zwischen Sprache und Denken zu eng, zumindest, wenn es sich um eine große Kulturnation wie die deutsche handelt.

Der gemeinsame Binnenmarkt, gegebenenfalls mit der Zollunion, reichen vollständig für die Interessen des Exportweltmeisters Deutschland, einer der größten Wirtschafts- und Handelsnationen der Welt, aus.

Eine Beziehung unter erwachsenen, gleichberechtigten Personen ist nur dann gut, wenn jeder zuerst seine eigenen Interessen vertritt. Nur bei Minderjährigen, Abhängigen sollten man zuerst an den anderen denken. Offenbar hält die politische Klasse, die in Deutschland zur Zeit die Macht hat, die anderen EU-Mitglieder für politisch „minderjährig“ und abhängig.

 

331. Liebe doppelt nationalbewusste orientalische Jugend… (13.04.19)

lasst uns bitte nicht mit dem großen Teil der deutschen Jugend allein, die glaubt, etwas Besseres zu sein, weil sie sich, ganz Mutti Merkel und den Papas Steinmeier und Gauck gemäß, „multilateralistisch“ und kosmopolitisch geriert.

Auf das eigene Deutsche sieht sie verächtlich herab; sie kennt die englischsprachige Welt besser als das eigene Land und die direkten Nachbarländer Deutschlands.

Aber in Wirklichkeit ist sie nicht kosmopolitisch, sondern himmelt, genauso wie Mutti und Vati, die anglo-amerikanische Kultur und Lebensweise an, ohne Trump natürlich.

Gestern kamen mir drei junge Araber entgegen. Sie hörten – etwas laut, aber nicht zu laut – schöne orientalische Musik, wie sie mir gefällt, besser als die immergleiche englischsprachige Pop-Musik, die ich, wenn ich in Deutschland ein Radio anschalte, auf jedem Sender hören muss, selbst im Deutschlandfunk und auf Kultursendern.

Ein schön trauriges Beispiel der Gleich- bzw. Umschaltung deutscher Kultur und Sprache auf eine einzige Monokultur, die auch im eigenen Land immer mehr überhand nimmt

Aber was für eine schöne Überraschung boten mir im Gegensatz dazu die jungen Araber: die Sänger rappten auf Deutsch.

Wenn schon ein Großteil der deutschen Jugend sein Vaterland kulturell verlässt und sich mehr in „Europa“ und der anglo-amerikanischen Welt zu Hause fühlt, dann könnt ihr vielleicht, zusammen mit dem kleinen patriotischen Teil der deutschen Jugend, das kulturell entleerte Land und seine verlassene Sprache „übernehmen“, die immer noch eine Weltsprache sein könnte, wenn es die Menschen in Deutschland nur wollten.

Aber die Deutschen selbst wollen nicht mehr wollen, sie sind schwach, beliebig und konsumorientiert. (Siehe den 231. Gedankensplitter168. und 169. Gedankensplitter.) Sie sind nur auf das aus, was angesagt ist (einschließlich Umweltschutz, was ja in diesem Fall durchaus gut ist). Wenn, dann kann uns nur eine vitale Jugend wie die arabische die eigene nationale Würde zurückgeben, das Bedürfnis und die Fähigkeit, auf Deutschland, seine Kultur, Sprache und Technik stolz zu sein.

Ich kann auch auf meine Familie stolz sein und meine Heimatstadt und auf den blauen Planeten Erde (obwohl es bestimmt auch noch andere schöne im Weltall gibt), obwohl ich als junger Mensch nichts von alledem selbst geschaffen habe. Nur deutsche Intellektuelle können auf die Idee kommen, ein solch natürliches Menschengefühl zu verunglimpfen.

Bei „jungen Nationalstaaten“ in Afrika oder Südamerika hatten sie damit allerdings sowieso noch nie ein Problem.

Ihr wisst Deutsches mit dem Blick von außen noch zu schätzen, ihr fahrt Mercedes, BMW, Porsche, Audi und Volkswagen.

Diese Autos wären aus vielen Teilen aus unterschiedlichen Ländern zusammengesetzt, sagen die Besserwesser mit Hochmut in der Stimme, dass man gar nicht mehr davon reden könne, dass es originär deutsche wären. Das trifft dann aber auch für jeden einzelnen Menschen zu. Seine Gedanken sind aus so vielen seiner Mitmenschen zusammengesetzt, dass ein persönliches Ich nach dieser Logik gar kein authentisches mehr sein könne, sondern wir alle nichts anderes sind als ein Wir-Mischmasch. Ich jedenfalls bin noch eine eigenständige und eigenartige Persönlichkeit.

Die deutsche Jugend ist mehrheitlich treulos, sie liebt alles, was ihr auf Englisch angepriesen wird, das Eigene ist ihr in ihrer Mehrheit egal.

Ihr, liebe orientalische Jugend, seid treu, doppelt treu, steht zur Kultur eurer (Groß)Eltern und zur Kultur und Sprache eures jetzigen Heimatlandes.

[Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Manchmal geht die Sehnsucht auch mit mir durch. Gestern Abend höre ich bei Markus Lanz von einer Lehrerin und dem Bezirksbürgermeister Neuköllns, dass auch die Araber wie fast alle ausländischen Kinder, die in Berliner Schulen gehen, empört das Ansinnen von sich weisen, dass sie Deutsche sein könnten, obwohl sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, die ihren Eltern offenbar aufgedrängt und "hinterher geworfen" wurde, so dass sie sie überhaupt nicht wertschätzen. "Berliner" sind sie gern und einige wollen später sogar einmal Oberbürgermeister Berlins werden, einer offenbar "freien Stadt", die zu keiner Nation gehört, geschweige denn die Hauptstadt einer Nation, nämlich Deutschlands, ist. Das ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen deutschfeindlichen Politik aller etablierten "deutschen" Parteien (CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke). Für sie ist schon das Tragen der deutschen Nationalflagge Ausdruck einer rechten Gesinnung, wenn es nicht gerade zur Fußballweltmeisterschaft geschieht und selbst da hatten die Grünen aufgerufen, Autos zu "entflaggen". Und dann fragt Herr Lanz verwundert, wie das denn kommen kann, dass die jungen "Migranten", die schon in Deutschland geboren wurden, empört zurückweisen, sich mit der Nation, die ihnen und ihren Eltern alles finanziert, zu identifizieren.

Dass dieser Wunsch, orientalische Jugendliche würden treuer deutsche Kultur und Lebensart schätzen, mit mir durchgegangen ist, beweist immerhin, dass ich, wie viele in der AfD, gar nicht "völkisch", rassistisch denke, sondern deutschnational in kultureller Hinsicht. Wichtig ist nicht die ethnische Herkunft, sondern ob sich einer gern mit der deutschen Sprache und mit der Mentalität und Kultur dieser Nation identifiziert. Hier gab es vor ein paar Tagen einen interessanten Artikel von Alfred Schlicht in der Sächsischen Zeitung vom 12.04.19, der genau diese Position vertritt: "Doch, wir sind ein Volk". - 18.04.2019]              

Deutschlands Interessen sind seit dem Versailler Vertrag genauso rigoros den Interessen der „westlichen Alliierten“ untergeordnet worden, wie dies die alten Kolonialmächte mit den arabischen Ländern getan haben.

Vielleicht können wir uns gegenseitig stärken und helfen, dass wir uns gegen die anglo-amerikanische Kulturwalze behaupten können.

Die Briten, die mit ihrer Sprache alle dominieren, auch in der EU, meinen trotzdem, dass sie zu viel vom Eigenen in der EU abgeben mussten.

Was müssten da erst die Deutschen sagen? Sie sind finanziell mit weitem Abstand der größte Finanzier der EU, sie vertreten mit den anderen deutschsprachigen Ländern die mit weitem Abstand größte Sprachgruppe in der EU. Trotzdem ducken sie ab, verzichten, geben sich kulturell-sprachlich auf, verteilen unter englischem und französischem Sprachwappen deutsches Geld.

Das würden umgedreht auch die Franzosen niemals tun. Die deutsche Politik könnte das leicht ändern. Sie bräuchte bloß zu sagen: Wir bezahlen nicht mehr weiter im Übermaß, solange wir sprachlich nicht mit Englisch und Französisch gleichgestellt sind. Aber sie wollen nicht. Sie haben ihren Stolz verloren, genauso wie die deutsche Jugend.

Sie wissen nicht mehr, dass ein unstolzer Partner kein guter sein kann, weder in menschlichen Partnerschaften. Noch in internationalen Beziehungen.

Die Deutschen haben keine Ahnung davon – dann müssten sie sich ja ihrer Ahnen besinnen – , nicht einmal mehr die, geschweige denn ein gefestigtes Bewusstsein von der Würde der Nationen, so lange und so weit es die eigene betrifft. Punkt eins des deutschen Grundgesetzes gilt nicht für sie selbst – als Nation.

 

330. Die stolzen Griechen (12.04.19)

Es führte ja kein Weg herein, dass die Griechen für die Riesenkredite, die sie von der EU, insbesondere von Deutschland, erhalten, Sachwerte, einzelne Inseln oder Häfen “hinterlegen”. Das geht gar nicht, das widerspricht ihrer nationalen Würde.

Jetzt haben sie genau das mit und für China getan, sie haben ihre Häfen in Piräus und Thessaloniki an chinesische Reedereien verkauft. Da geht es plötzlich, aber doch nicht für “Europa”, von dem unsere Politiker ständig schwafeln, als wenn es ein Heiligtum wäre.

 

329. Unterlassene Hilfeleistung (12.04.19)

durch den deutschen Staat. Es müsste dreimal mehr Plätze geben als in den Frauenhäusern zur Verfügung stehen. Es fehlen 15000 Plätze. Die zuständige Familienministerin (SPD) piepst wie ein treuherziger Jungpionier mit hoher Stimme herum, ändert aber nicht wirklich etwas.

Der Bund appelliert an die Länder und die Kommunen, die appellieren zurück, so geht das hin und her.

Geflüchtete der Kategorien A und B. Frauen, die mit ihren Kindern in Deutschland vor ihren gewalttätigen Männern fliehen müssen, finden keinen Platz in den Frauenhäusern.

In der gleichen Zeit stehen Gebäude und Räume für Geflüchtete aus anderen Ländern leer. Deutschland setzt seine Prioritäten. “Von weit her” kommt vor “von hier”, abgesehen davon, dass viele Probleme, die wir heute hier haben, erst von weit her nach hier eingeladen wurden von Leuten, die allerdings nicht die Rechnung dafür bezahlen wollen. Das soll der ganze deutsche Staat machen. Praktisch für sie, aber nicht für die Mehrheit der Deutschen.

 

328. Seit die CDU in Deutschland unter Führung von Angela Merkel… (11.04.19)

das Sagen hat, ist Recht und Ordnung immer weiter den Bach heruntergegangen. Da prank(t)en am Brandenburger Tor in Berlin die Bilder von Opfern „rechter Gewalt“. Das sind unschuldige Opfer, sie haben ein ehrenvolles Gedenken verdient. Aber was ist mit den deutschen Opfern der von den Merkelianern nach Deutschland eingeladenen Zuwanderer?

Die politische und die mediale Klasse erwecken gemeinsam den Eindruck, dass diese nicht der Rede bzw. des ehrenvollen Gedenkens wert seien. Nun kippt diese verabredete Dominanz der ideologischen Abbildung über die Realität langsam aber unsicher.

Die WELT hat zuerst darüber berichtet: Obwohl „Zuwanderer“, definiert laut polizeilicher Statistik als Schutzsuchende nach Deutschland gekommene Ausländer, z.B. Asylbewerber, Geduldete, Schutzberechtigte, unerlaubt Aufhältige, keinesfalls also alle Einwanderer, einen relativ geringen Anteil an der deutschen Gesamtbevölkerung ausmachen, auf jeden Fall unter 5 Prozent, machen sie bei Mord und Tötungsdelikten und bei den Sexualdelikten die Mehrheit der Täter aus.

Ich kann mich noch genau an die Empörung der guten Menschen in TV-Rederunden erinnern, wenn jemand in diese Richtung argumentierte: Was nicht sein durfte, konnte auf keinen Fall sein: Natürlich wären die „Geflüchteten“ kein bisschen mehr kriminell als die Deutschen. Inzwischen werden entschuldigende Gründe dafür gesucht, warum dies doch nicht so ist.

Junge Männer seien nun eben mal krimineller als die durchschnittliche Bevölkerung. Warum wurden dann aber gerade diese als „Schutzsuchende“ überproportional ins Land gelassen, obwohl sie doch die sind, die sich am ehesten selbst schützen können und die ihre Familien hätten beschützen sollen?

Und: Hat der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, nicht recht: Muss man sich denen gegenüber, die einem das Leben gerettet haben, nicht besonders dankbar zeigen, müsste demnach nicht erwartet werden, dass der Anteil „Geflüchteter“ an Straftaten deutlich geringer ist, als dies für die allgemeine Bevölkerung zutrifft?

Bei anderen Flüchtlingen ist/war das auch so, zum Beispiel bei denen, die vor dem Naziregime ins Ausland flohen. Sie haben in der Schweiz oder in Frankreich mit Garantie deutlich weniger Gewalt gegen Einheimische, ihre Retter, ausgeübt, als die durchschnittliche Bevölkerung dies unter sich tat.

Und als die Konzentrationslager befreit wurden, gab es auch keine Schlägereien zwischen den verschiedenen Ethnien bei der Essensausgabe, weil sich eine zu kurz gekommen oder in ihrer Ehre gekränkt fühlte.

Deutsche werden deutlich häufiger Opfer einer Straftat, die von einem Zuwanderer verübt wurde, als umgekehrt.“

Für so einen Satz aus der offiziellen Mitteilung des Bundeskriminalamtes wurde man bis vor kurzem als „Nazi“ gebrandmarkt und aus Diskussionsforen ausgeschlossen.

Die vom Bundeskriminalamt präsentierten Fallkonstellationen zeigen ein düsteres Bild (zitiert aus der Welt vom 10.04.2019): „Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen fielen 230 Deutsche einer Straftat zum Opfer, an der mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war“, heißt es im Lagebild. Dies sei ein Anstieg von 105 Prozent im Vergleich zu 2017 (112) gewesen. „Davon wurden 102 Personen Opfer einer vollendeten Tat“, heißt es.

102 Deutsche verloren 2018 ihr Leben durch „Geflüchtete“. Umgedreht – siehe unten – ist es eine einzige Person. Ein Verhältnis von 1 : 100. Wie sieht aber die dargestellte Realität in den Medien aus? Die „Geflüchteten“ erscheinen viel mehr als bedrohte Opfer als als gefährliche Täter.

“Investigative” Journalisten könnten einmal recherchieren, wie oft in deutschen Kriminalfilmen in den letzten Jahren Deutsche Täter und Zuwanderer Opfer waren und wie oft das umgedreht so war. Ich bin mir sicher, dass das ein “schönes” Beispiel für die Parteilichkeit der Medien im Deutschland der Neuzeit ist. Wunschdenken schlägt die Realität, wahrscheinlich mehr als das in den Kriminalfilmen des DDR-Fernsehens so war.

Viele BRD-Journalisten sind vielleicht noch parteilicher geworden, haben “Haltung gezeigt” entgegen der ausdrücklichen Warnung von Hans-Joachim Friedrichs, dass sich ein Journalist mit keiner Sache gemein machen dürfe, auch nicht mit einer guten, als es die DDR-Journalisten zu ihrer Zeit waren. Die meisten der DDR-Journalisten wurden wegen ihrer haltungsbezogenen Berufseinstellung arbeitslos, bei den westdeutschen war/ist es offenbar umgedreht.

Dieses nicht Wahrhabenwollen und -Können findet sich auch beim Missverhältniss der Gewaltstraftaten zwischen Links- und Rechtsextremen. Die übergroße Mehrheit der Deutschen ist überzeugt, dass – natürlich – die “Rechten” die schlimmeren sind. Das Agitationstrommelfeuer hat gewirkt. Aber in Wirklichkeit ist die Wahrheit geradezu seitenverkehrt, siehe den 91. Gedankensplitter.  

Da das nationalsozialistische Denken zurecht mit aggressiver Gewalttätigkeit von oben herab von Menschen, die sich für etwas Besseres halten, auf „Untermenschen“, die in diesem Denken oft nicht für lebenswert gehalten werden, verbunden wird und AfD-Anhänger vom deutschen Establishment oft kurzerhand als „Nazis“ abgeurteilt werden, wäre eine polizeiliche Statistik über Gewalt, die von AfD-“Leuten“ ausgegangen ist im Vergleich zu der, die ihnen widerfahren ist, bestimmt auch interessant.

Vielleicht stellt sich da heraus, dass das wirkliche Nazi-Denken ganz woanders beheimatet ist.

Und dann wundert sich die Öffentlichkeit, warum unbedarfte deutsche Mädchen einem Trommelfeuer der Agitation glauben: Geflüchtete seien die besseren Menschen, denen auf jeden Fall mehr zu glauben sei als den durch ihre Nazivergangenheit belasteten Deutschen.

Und so gehen sie mit und kämpfen für den Islamischen Staat oder lassen sich als eine von mehreren Frauen von den „Geflüchteten“ immer wieder vergewaltigen, weil Allah das so will und deutsche Mädchen schon viel weiter sind als andere auf der Welt: vorurteilsfreier.

Vorurteile haben sie nur gegenüber ihrer eigenen Nation, diese dafür umso mehr, denn alles muss sich ja irgendwie ausgleichen. Ihnen wurde durch ihr politisches Establishment jedes Misstrauen, jede Vorsicht gegenüber „Geflüchteten“ abtrainiert. 

Auch in dem weiteren Deliktfeld, zu dem das Kriminalamt die Opfer-Täter-Konstellation erhebt, gab es einen deutlichen Anstieg. „Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 3261 Deutsche Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer und somit 21 Prozent mehr als noch im Vorjahr (2017: 2706)“, heißt es im Lagebericht.

Umgekehrt wurden laut BKA im vergangenen Jahr „im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen 33 Asylbewerber/Flüchtlinge Opfer von Taten, an denen mindestens ein Deutscher beteiligt war (2017: 38). Davon wurde eine Person Opfer einer vollendeten Tat.“ Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden demnach „89 Asylbewerber/Flüchtlinge Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Deutschen (2017: 74)“.

Bei der „sexuellen Selbstbestimmung“ gibt es also 3261 deutsche Opfer „migrantischer“ Liebeslust und umgedreht 89 Opfer deutscher Täter unter den Zuwanderern. Hier ist das Verhältnis also 1 : 37, wenigstens schon deutlicher besser als bei den vollendeten Tötungsdelikten.

 

327. Benutze deine Füße für die „letzte Meile“ und sonst nichts (10.04.19)

Elektrotretroller sollen nun für den Gehweg zugelassen werden. Als Fußgänger fühle ich mich jetzt schon auf der alleruntersten Stufe der “Nahrungskette”. Da Gesellschaften offenbar immer unbewusst nach Versinnbildlichungen ihres Zeitgeistes suchen, fahren seit Jahren, unbehelligt von Ordnungshütern jeder Art, Fahrradfahrer jedes Alters auf dem Gehsteig, obwohl das laut Straßenverkehrsordnung nur Kindern bis zu ihrem 10. Lebensjahr erlaubt ist.

Motto: Gesetze und Regeln interessieren nicht, sie können und sollen folgenlos gebrochen und verletzt werden. Ein solcher Geist muss sich natürlich auch auf den Bürgersteigen inszenieren. Vor jeder Hausecke rechne ich mit einem Rennfahrer, der auf dem Gehweg um die Ecke gebraust kommt, auch dann, wenn es nebenan einen Fahrradweg gibt.

Zusatzmotto: Nicht nur Frechheit, auch Bequemlichkeit siegt!

Da es seit 1945 keinen Krieg mehr in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes in Deutschland gibt, muss unsere lebenserhaltende Wachsamkeit, unser ohrengespitztes Auf-Hut-Sein ja auf andere Weise trainiert werden. Obwohl, zugegeben, da hat sich unsere fürsorgliche Regierung ja auch schon mit der Schaffung der Bedingungen für die weitere Zunahme körperverletzender Kriminalität von Jahr zu Jahr, obwohl sie sich vorher schon auf einem hohen Niveau befand, große Mühe gegeben. Jetzt kommt also noch eine Herausforderung dazu.

Ich kann es mir als Fußgänger auf Deutschlands Bürgersteigern einfach nicht leisten, alt zu werden. Jetzt muss ich auch noch auf elektrogetriebene Tretroller achten, die mir mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12 km/h auf dem Gehweg in die Quere kommen können. Die schnelleren sollen auf dem Fahrradweg fahren. Da kann ich nur etwas tun, was immerhin gesund ist, nämlich herzlich lachen: Das funktioniert ja nicht mal bei den Fahrrädern (siehe oben).

Also trainiert die Bundesregierung nicht nur meine Fähigkeit, schnell zur Seite zu springen bzw. mich so lange nach einem Sprung in der Höhe halten zu können, bis die rollenden Verkehrsteilnehmer vorbei sind, sondern sorgt auch noch durch Lachgründe für meine Gesundheit.

Danke CDU, danke SPD.

Gerade (5.4.19) habe ich im Deutschlandfunk gehört, dass auf der Welt inzwischen mehr Menschen an den Folgen ihres Übergewichts sterben als an den Folgen der Unterernährung. Und da macht sich die Bundesregierung Sorgen, wie wir auch noch die „letzte Meile“ bequem mit Hilfe von Motorkraft zurücklegen können!

 

326. Verantwortung (Gastbeitrag – 03.04.2019)

Die Kinder der Individualgesellschaft sollen also eines Tages Europa zusammmenhalten… Eine Kindergeneration, die für das eigene individuelle Fortbestehen sozialisiert wurde, wird jedwede Verantwortung von sich weisen. Das Gefühl und der kognitive Prozess der Verantwortungsübernahme hat sich bei den Kindern, welche die „moderne Pädagogik“ (Individualerziehung) durchlaufen haben, nie ausgebildet. Sie sollen und wollen sich ja selbst bestimmen, mit Hilfe der sogenannten Selbstbildung. Wer von diesen Kindern wird die Verantwortung und die damit verbundene Aufrechterhaltung einer Ordnung wahrnehmen und durchsetzen?

[Ich sehe das ein bisschen anders, siehe den 324. Gedankensplitter. - R.H.]

Der Zusammenhalt Europas fängt in den Nationen an, deren Werte und kulturelle Einflüsse identitätschaffend wirken. Kann man sich mit einer Sache nicht identifizieren, macht man sie nur halbherzig oder gar nicht. Wer verwaltet und kümmert sich um seinen Nationalstaat, wenn sich der Staat zu Gunsten eines europäischen Irrglaubens in Wohlgefallen auflöst und seine Kultur negiert? Nur wer sich für seine Kultur und Natur verantwortlich fühlt, wird diese erhalten können. Dafür müssen ihm aber Werte vermittelt worden sein, die in der Individualerziehung zu wünschen übrig lassen.

Haben früher die Kinder auf den Spielplätzen irgendwelchen Mist verzapft, gab es Erwachsene, die sich verantwortlich fühlten und diese Kinder zurückpfiffen. Wenn sich der europäische Machtapparat anschickt, die Nationen aufzulösen, pfeift niemand…

Sigmund Leid

 

325. Ich fasse es nicht: Diese Ohnmacht, diese Gleichgültigkeit, dieses penetrante Wegsehen, wenn es um die Gefährdung von Menschenleben im eigenen Land geht (02.04.2019)

Damit werden so viele Menschen unglücklich gemacht, einschließlich der Täter, die ungestört immer weiter andere bedrohen und verletzen „dürfen“ und damit – auch – ihre eigene Seele zerstören wegen der Unfähigkeit und Unwilligkeit der zuständigen deutschen Sicherheitsbehörden, endlich einmal eindeutig und wirksam zu handeln.

Lesen Sie das. Und keiner übernimmt die Verantwortung, weder der Innenminister (CSU), noch die Bundeskanzlerin (CDU). Und kein investigativer Journalist einer Zeitung aus Chemnitz oder Sachsen deckt das auf, auch der öffentlich-rechtliche MDR nicht, da muss erst der FOCUS kommen. Ich lasse mich gern durch reale Fakten davon überzeugen, dass ich falsch liege.

Aber vorläufig bringt mich der verlinkte Bericht von focus-online nur auf folgende Gedanken: Wenn jemand das Wort „Heilerziehungspfleger“, vielleicht aus genderemanzipatorischem Übereifer, um das Sternchen sinnbildlich hörbar zu machen, mit einer Pause an der falschen Stelle ausspricht, und dazu auch noch eine missverständliche Armbewegung macht, kommt er unweigerlich in Untersuchungshaft.

Bei der Verletzung der Regeln politisch korrekter Körper(Sprache) versteht die deutsche demokratische Republik der Neuzeit keinen Spaß. Das wird konsequent geahndet. Wenn jemand nicht Sprachregeln verletzt, sondern „nur“ den tatsächlichen Menschenkörper selbst, folgt daraus keine konsequente Reaktion der staatlichen Gewalt, jedenfalls dann nicht, wenn der, der mit dem Messer zusticht, offenbar ein besserer Mensch ist, ein Art Edel- oder Obermensch sozusagen, nämlich ein „Geflüchteter“.

Ich bin überzeugt, es gibt keinen Deutschen, der auf einen Flüchtling einstach und ihn (schwer) verletzte, der ermittelt wurde und der danach trotzdem auf freiem Fuß blieb. Das ist gut so, unbedingt und auf jeden Fall. Aber warum gilt es dann umgedreht nicht genauso? Warum gibt es in dieser Beziehung Menschen erster und zweiter Klasse? Müssen nicht alle gleich sein vor dem Gesetz? Dass das offenbar nicht so ist hier in Deutschland, kann ich nicht nachvollziehen.

Das ist für mich eine tolldreiste Verschiebung der Gerechtigkeit. Sie kann nicht einfach so stehenbleiben, wenn wir nicht endgültig als ein Volk von Untertanen gelten wollen, mit dem die Obrigkeit machen kann, was sie will. Bitte gehen Sie im Mai und September zur Wahl! Das ist die einzige Sprache, die die politische Klasse versteht, die gegenwärtig in Deutschland das Sagen hat.

 

324. Greta imponiert mir (01.04.2019)

Und das ist kein Aprilscherz. Es handelt sich bei ihrem Denken um eine konstruktive Form der Ich-Bezogenheit und Abkopplung vom gemeinschaftlich üblichen Denken, wie sie für den Autismus insgesamt typisch ist. Das Herausnehmen aus der Gemeinschaft hat also nicht nur problematische Seiten, wie ich das bisher vom Autismus gedacht habe (114. Gedankensplitter), sondern auch positive.

Das vor allem dann, wenn sie ihr ich-bezogenes Denken – ich allein beginne diese Kampagne und setze mich vor das Parlament meines Heimatlandes, egal, was meine Eltern und andere dazu sagen – mit persönlichen Konsequenzen des Verzichts auf Konsum verbindet. Sie verlangt nicht einfach etwas von ihrer Gesellschaft für den Umweltschutz, sondern zuerst von sich selbst.

Das insbesondere ist wirklich vorbildlich. Wenn schon Eltern und Lehrer keine konsequenten Erzieher mehr sind, dann wird es vielleicht die Umwelt bzw. werden es Menschen wie Greta, die für sie eintreten. Aus dem Flug nach Neuseeland wird nichts, wir wandern lieber ins Riesengebirge. Die „eine Welt“ ist zuerst die Welt, die wir uns zu Fuß, mit dem Fahrrad und zur Not mit der Eisenbahn erschließen können. So eine Haltung würde der deutschen Jugend sehr gut tun.

Riesen „S ju wies“ (allein schon diese Bezeichnung ist ein Unding) und Protzer- bzw. Poserkarren, die insbesondere gern von der migrantischen Jugend gefahren werden, sind obsolet geworden. Wenn schon Auto, dann ein sparsamer Diesel mit 6d-Motor, höchstens von der Größe eines Golf-Kombi – es sei denn, Eltern haben drei Kinder und mehr -, der einen geringeren CO 2-Ausstoß hat als ein vergleichbarer Benziner.

Auf E-Autos umzusteigen hat erst dann Sinn, wenn ein Großteil des Stroms nicht mehr aus dem Verbrennen fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) gewonnen wird. Was mich ein bisschen irritiert, ist, dass der Sprachenschutz weit hinter den Umweltschutz zurückfällt. Auch Sprachen sind bedroht, nicht nur Pflanzen und Tiere; es ist sogar die Sprache der mit weitem Abstand bevölkerungsreichsten Gruppe in der Europäischen Union bedroht: Deutsch. Wie soll es dann erst kleinen Sprachen gehen?

Die große Kultur- und Sprachwalze Englisch überrollt alles und lustigerweise desto mehr, je mehr sich die Englischsprachigen auf ihr eigenes Nationales zurückziehen (314. Gedankensplitter). Aber immerhin hält Greta ihr Schwedisches (Plakat) hoch.

 

323. Die Würde des Menschen ist antastbar,… (28.03.19)

… sofern es sich dabei um Vertreter der Staatsorgane handelt, deutscher natürlich nur, versteht sich: Lehrer, Polizisten, Mitarbeiter der Arbeitsämter, der Justiz und der Ordnungsämter bis hin zu Fahrkartenkontrolleuren, die bestimmte Leute lieber gar nicht erst behelligen, Kaufhausdedektive und ähnliche Berufe.

Alle diese, die für Ordnung und Recht in diesem Land einstehen sollen, darf man ruhig „zum Affen machen“, denen darf man „auf der Nase herumtanzen“, diese darf man verhöhnen, wenn sie mehr oder weniger hilflos die geltenden Gesetze und Bestimmungen durchsetzen wollen. Immer weniger Menschen werden solche Berufe ausüben wollen, und dann hat sich die Freiheit der Gesetzlosen endgültig in Deutschland etabliert.

Die “Hohe Gesellschaft” wird sich in speziell gesicherten Vierteln niederlassen, wie ehedem das Politbüro in Wandlitz, und die normalen Bürger können dann sehen, wo sie bleiben. Inzwischen ist das Problem sogar beim „investigativen“ deutschen Journalismus angekommen, über die BILD-Zeitung bis hin zu den „Qualitätsmedien“.

Die politischen Fernsehjournale werden die letzten sein, die von einer politischen Realität, die nicht korrekt ist und die deswegen nicht sein darf, eingeholt werden. Clan-Mitglieder verhöhnen und verarschen den deutschen Staat und mit ihm seine Bürger, die brav ihre Steuern zahlen. Obwohl die Arbeitsämter angeblich über einen furchtbaren Repressionsapparat verfügen, mit dem sie unschuldigen Hilfe-Empfängern das Leben zur Hölle machen, weswegen die Grünen sämtliche Sanktionsmöglichkeiten abschaffen wollen und die SPD wesentliche, erweist sich der deutsche Staat jahrzehntelang als unfähig, Millionären, die frech mit Luxusautos vorfahren und sich demonstrativ in Designerkleidung zeigen, das Arbeitslosengeld II zu streichen.

Ich bin mit der Abschaffung sämtlicher Sanktionen einverstanden, wenn das Finanzamt auch darauf verzichtet, zumindest bei den kleinen und mittleren Einkommen, denn Strafe bringt, wie wir von Herrn Habeck wissen, ja gar nichts (307. Gedankensplitter). Aber auch Asylbewerber, deren Antrag über alle juristischen Instanzen abgelehnt wurde, führen den deutschen Staat, seine Repräsentanten und seine Bürger vor (317. Gedankensplitter).

Deutsche Rentner suchen derweil Pfandflaschen in Papierkörben. Wie lange lässt sich das deutsche Schafsvolk das gefallen und wählt weiter genau die Politiker, die seit Jahrzehnten für diese Zustände verantwortlich sind und die sie offenbar für alternativlos halten?

Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Offenbar ist die westliche Demokratie in den Farben Merkels nicht geeignet, existentielle Probleme dieser Gesellschaft zu lösen. Wie lange geht das noch so weiter? Ein neues Volk muss sich das deutsche Establishment jedenfalls nicht wählen, denn dieses wählt in seiner Mehrheit weiter die Merkel-Leute in CDU/CSU, SPD, den Grünen, der FDP und in der Linken. Und das alles bei einem CSU-Innenminister. Die CSU war einmal konservativ, jetzt ist sie genauso Merkel wie die CDU und das demonstrativ.

Das merke ich mit ein bisschen Menschenkenntnis schon, wenn ich den „Bubi“ Manfred Weber sehe und höre, der wahrscheinlich besser Englisch als Hochdeutsch kann; das ist eine bezeichnende Analogie für sein Denken. Kleider machen Leute, Sprache macht Gedanken. (Obwohl: Dann ließe sich ja noch hoffen, wenn ich bedenke, dass die Briten aus der EU austreten, die US-Amerikaner nicht Hillary Clinton zu ihrem Präsidenten gewählt haben und die Australier eine Flüchtlingspolitik verfolgen, die nichts, aber auch gar nichts mit dem naiven Wunschdenken der Merkel-Leute zu tun hat.) Das Leben ist spannend. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.

 

322. Die Übergriffigkeit im Namen der individualisierten Freiheit (27.03.19)

Ich gehe ja so viel, wie ich kann, um etwas für meinen Körper und gegen meinen Wohlstandsbauch zu machen. Dauerlauf („Joggen“) ist mir zuwider, also verbinde ich das, was ich sowieso erledigen muss, mit langen Fußmärschen. Am Sonntag auf einem parkähnlichen Weg in Leipzig. Zwei junge Frauen mit mehreren Hunden.

Eine Schäferhundmischung kommt, wie es scheint, freudig auf mich zugelaufen, will offenbar „begrüßt“ werden. Mir ist aber nicht der Sinn danach. Warum soll ich mich zwingen lassen, Wesen zu begrüßen, für die ich keine Sympathie hege? Der Hund schnappt nach meiner Jacke, verfehlt knapp meine Hand in der Tasche, Hundespeichel klebt an meiner Jackentasche. Die Frau entschuldigt sich und erklärt: Das ist nicht mein Hund.

Müsste sie ihn dann nicht erst recht an die Leine nehmen? Im Zweifelsfall geht in diesem Land die individuelle Freiheit – in diesem Fall der Hundehalterin (genauer: Nichthalterin) und des Hundes selbst – vor die Sicherheit Unbeteiligter und ihres Rechts auf Unverletzbarkeit, Ruhe und Ungestörtsein. Das zieht sich durch unsere bundesdeutsche Welt: Wir müssen uns zwangsfüttern lassen mit Musik, die uns gar nicht gefällt.

Freiheitsliebende, für die nur die eigene Freiheit zählt, neigen dazu, andere mit Tönen zwangsweise zu versorgen, nur weil sie ihnen selbst gefallen. Ich-orientiert wie sie sind und ein Kinder- und Jugendleben lang erzogen, zuerst auf das zu achten, was sie selber wollen, ist es ihnen schnuppe, ob sie ihren Mitmenschen damit auf die Nerven gehen. Das Gleiche, wenn unerzogene Hunde nicht aufhören zu kläffen, zu keifen und/oder zu bellen. Sie haben ein Recht auf “Äußerung”, egal, wie lange das dauert, und egal, dass (Hunde)Erziehung möglich ist.

Die Freiheit der Unerzogenen bzw. Erziehung-Verweigernden ist immer der Zwang für die anderen. Insofern leben wir heute schon wieder in einer Zwangsgesellschaft bzw. haben sich die Zwangsausübenden nur geändert: Früher war es mehr der Staat, heute sind es rücksichtslose Individuen, die glauben, dass ihnen in jedem Fall die Freiheit zusteht, das zu tun, was sie wollen, egal, wie sehr sie damit ihre Mitmenschen belästigen oder sogar verletzen.   

 

321. Landgang in die Existenz (26.03.2019)

Ich bin jetzt mit dem Buch „Die Schopenhauer-Kur“ von Irvin D. Yalom fertig und hatte Ihnen versprochen, dass ich darauf zurückkomme (310. Gedankensplitter). Das Leben ist von vornherein mit viel Leid verbunden, wenn wir allein an die verschiedenen medizinischen Eingriffe, verursacht durch Krankheiten und Unfälle, denken. Bei vielen Menschen gibt es in ihrem Leben insgesamt nur einen geringen Freuden-Überschuss.

Wem gelingt es (zum Beispiel) schon, genau den Typ Mensch dauerhaft an sich zu binden, auf den er „steht“? Und wie schmerzhaft ist erst der Kummer, wenn der eine noch liebt, der andere aber nicht mehr! (Das ist, glaube ich, noch schlimmer als wenn der eine noch lebt, der andere aber nicht mehr, denn es ist schwerer, auf einen zu verzichten, der noch da ist, als auf einen, der sowieso weg ist, der also nicht bewusst beschlossen hatte, nur speziell für einen einzelnen, bestimmten Menschen nicht mehr “da zu sein”.)

Darunter leiden schon Kinder massiv, wenn sie getrennt von ihren Eltern sind und befürchten, dass diese sie vergessen haben könnten. Da ist die heutige Welt in hochentwickelten Ländern wie Deutschland entschieden besser als zu meiner Kinderzeit in den 50ziger und 60ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bis in die 70ziger und 80ziger Jahre. Mir krampft sich heute noch mein Herz zusammen, wenn ich daran denke, dass ich den magersten meiner Söhne mit drei Jahren zu einer Kur an die Ostsee schickte, damit er dort zunähme, was „natürlich“ nicht passierte.

Ich hatte innerlich gewusst, dass das falsch ist, war aber einfach zu unentschlossen, das Gequatsche der zuständigen Kinderärztin vom Tisch zu wischen. Das kann ich mir bis heute nur schwer verzeihen. Ich hatte ihm als Kuscheltier ein kleines Äffchen mitgegeben, das mir mein eigener Vater einmal aus Prag mitgebracht hatte. Andere größere, zumindest stärkere Jungen (oder Mädchen?) nahmen es ihm weg, wahrscheinlich gerade dann, als er es besonders brauchte, rissen ihm ein Bein aus. Unglaublich – das seelische Leid, das in solchen Momenten geschieht und das sogar schon in solch „harmlosen“ Situationen wie einer Kur.

Was ist da erst in Kriegszeiten geschehen und passiert bis heute! Wäre ist da nicht besser, wir wären im „seligen Nichts“ geblieben, in dem wir „Millionen Jahre“ vor unserer Geburt waren, und in das wir sowieso wieder zurückfallen? Das Leben ist doch „nur“ ein Funkenschlag zwischen dem Nichts vor der Geburt und dem Nichts nach dem Tod (S. 309 und später im oben genannten Buch). Nein, es wäre nicht besser. Mir ist dazu folgendes Bild eingefallen:

Unsere Seelen befinden sich vor unserer Geburt auf einem „Luxusschiff“, das durch das Universum kreuzt. Dort gibt es kein Leid, keine „negativen Spitzen“ sozusagen, uns geht es dort gut, wir sind geborgen, gut aufgehoben, aber es gibt dort auch keine „positiven Spitzen“, keine Erlebnisse der Lust, kein bewusstes Nachdenken und auch keinen Austausch von Mensch zu Mensch darüber, weder auf sinnlicher Ebene, noch auf der des geistigen Bewusstwerdens.

Ab und zu legt der Kapitän an der realen Welt eines Planeten, z.B. der Erde, an und fragt die Seelen: Wer möchte mit in die körperliche Existenz? Es gibt dort Lust und Schmerzen, Glück, Trauer, Befriedigung, Scham, Seligkeit, Ohnmacht, Geborgenheit und Verzweiflung. Die körperliche Welt ist wie ein Dschungel mit herrlichen Blüten, Früchten und Gerüchen, aber auch mit Dornen, Giftschlangen, Moskitos und Raubtieren. Und es gibt Zeiten der Innerlichkeit, des Bewusstwerdens und des Verstehens des anderen, die besonders schön sind, wenn man ihn begehrt und liebt, im sicheren, gemütlichen Haus oder im gepflegten Garten.

Ich hätte mich gemeldet, auch wenn der Kapitän sagt, es könne aber auch passieren, dass das Erleben des Leidens weit überwiegt gegenüber dem Erleben von Freude und Zufriedenheit. Dass das Positive überwiegt, dafür könne er nicht garantieren. Vielleicht wäre ich dann doch erst einmal zurückgeschreckt, aber bei der nächsten Frage nach tausend Jahren, ob ich im Allerlei des ewig gleichen Schmerz-, Lust- und Gedankenlosen bleiben wolle oder lieber etwas „erleben“, hätte ich wahrscheinlich irgendwann „ja“ gesagt und das, obwohl ich im Hintergrund vielleicht schon als kleine Kostprobe des Kommenden das wild erzürnte Geschrei des Bösen höre: „Na warte! Du kannst was erleben!!“

Meine Sehnsucht, als Seele endlich auch körperliches Gewicht zu erlangen, obwohl das mit Leid und Schmutz verbunden ist, hätte auf die Dauer überwogen. Letztendlich hätte ich den „Landgang“ in die körperliche Realität riskiert, und ich habe es ja auch getan, genau wie Sie, die Sie das jetzt lesen, nicht durch reine Gedankenübertragung erfahren, sondern mein Seelisches aus den von mir mit meinen Fingern materialisierten Schriftzeichen mit ihren körperlichen Augen und Ihrem Hirn zurückgewinnen.

Das Schönste ist, glücklich zu sein, aber das Schlimmste ist nicht, zu leiden und traurig zu sein, sondern gar kein Gefühl zu haben, gleichgültig geworden zu sein. Das Schönste zwischen zwei Menschen ist die Liebe; das Schlimmste ist nicht der Hass und die Wut auf den anderen, sondern Desinteresse an ihm, dass er mir egal geworden ist, egaler als irgendein fremder Mensch, den ich noch gar nicht kenne.

Insofern ist der eine, relativ kurze Funkenschlag des Lebens mehr als die Unendlichkeiten des Nichts vorher und nachher, denn erst jetzt gewinnt das Allgleiche und Allgegenwärtige eine persönliche Kontur und Form. Aber es reicht nicht, als diese persönliche Konkretion des Allgemeinen viel zu erleben, besonders mit anderen menschlichen Konkretionen, mit ihrem Körper und ihrer Seele, wir müssen es auch geistig vertiefen im Selbstgespräch und in der Kommunikation. Dass beides zusammen geht, wie ich es schon im 310. Gedankensplitter beschrieb, ist der Höhepunkt der Menschlichkeit. Dann sind wir nicht ein (Lust)Objekt des Lebens, jedenfalls nicht nur, sondern sein Subjekt im doppelten Sinn:

a) Wir sind einer, der sich herausgewagt hat, der aktiv etwas tut, der die Welt und andere Menschen („)gestaltet(“) nach seinem Bild von ihr und ihnen und

b) Wir sind „innerhalb“ von uns, nicht außerhalb und unabhängig von uns (objektiv), wir vertiefen uns in uns, wir erreichen ein immer höheres Bewusstsein über das, was wir erleben, mit der Folge, dass wir uns vielleicht freiwillig anderen als Objekt ausliefern, zeit- und ortweise, nämlich denen, die wir lieben.

Das ist aufregend, dafür lohnt sich der Landgang in die Existenz, wenn es auch haarsträubend ist, was Menschen (und Tieren) dort an Schlimmen passiert. Insofern ist auch der Buddhismus keine Lösung, wie auch Yalom im Buch zeigt. Wenn die höchste Lebenskunst wäre, Leidlosigkeit durch eine völlige emotionale Unberührbarkeit zu erreichen, hätten wir auch gleich ungeboren bleiben können.

Wir haben jetzt unseren Auftritt auf der Bühne des Lebens. Hinter die Bühne verschwinden wir sowieso wieder; es nimmt uns auch keiner die Möglichkeit, selbst vorzeitig dafür zu sorgen. Aber das wäre dumm, wenn wir nicht unter unerträglichen Schmerzen leiden, denn es ist das Einzige, was in unserem Leben absolut sicher ist: Jeder, der in die körperliche Welt hineingeboren wurde, muss auch wieder aus dieser herausgehen. Warum sollten wir etwas forcieren, was uns sowieso keiner nehmen kann?

Also: Nutze deinen Auftritt, aber nicht, indem du einfach viel erleben willst, sondern indem du es auch geistig vertiefst, „festhältst“ durch die zunehmende Bewusstmachung des Erlebten. Und das geht nur durch die – auslotende, auch auskostende, genießerische – Spiegelung des Erlebten in der Kommunikation mit dem Mitmenschen. Erst diese erlaubt dir deine Selbstspiegelung in dir, dein Selbstbewusstsein, gibt ihm Anregung und Substanz wie auch – im etwas geringeren Maß – umgedreht.

 

320. Den CO 2-Ausstoß durch Atomkraft verringern? (25.03.19)

Als das die AfD gesagt hat, war es nur reaktionär, nicht die geringste Diskussion wert; es war völlig klar, dass Deutschland das einzige hochentwickelte Industrieland der Welt bleiben soll, das aus der Atomkraft aussteigt.

Jetzt, wo es Greta sagt, das für den Friedensnobelpreis vorgeschlagene schwedische Mädchen, die Umweltheldin, ist es plötzlich ein diskussionswürdiger Einwand. Aber bestimmt nicht für die deutsche Jugend, jedenfalls nicht für ihren „engagierten“ Teil, der freitags demonstriert. Der vertritt weiter treu die Position von Mutti Merkel und Vati Steinmeier, wie das in der Welt nun einmal überall ist: Die pubertierende Jugend steht fest zur Meinung ihrer Eltern, zumindest bei solchen Themen wie der Atomkraft.

 

319. Natur versus Kultur (Gastbeitrag – 20.03.2019)

Jene, die die Natur so lieben und die Umwelt schützen, lieben seltsamerweise ihre eigene Kultur wenig und schützen diese dementsprechend nicht. Im Grunde können sich diese Leute mit ihrem unbehandelten Obst und Gemüse in die Wälder zurückziehen und dort die englische Sprache weiterhin ausbauen. Gleichzeitig können sie hier ihre antiautoritär erzogenen Kinder von den im Wald neu angesiedelten Wölfen betreuen lassen…

Die Rede ist von der neuartigen Liberalität des Öko-Daseins, welche sich unter anderem dadurch auszeichnet, die deutsche Sprache zunehmend durch die englische zu ersetzen. Diese Leute kümmern sich um die Natur ihrer Umwelt, aber es fehlt Ihnen ein Bewusstsein über die Natur ihrer Kultur. Dieses würde unweigerlich zur eigenen Sprache und deren Erhalt führen. Die Sprache gehört zum Wesen eines Menschen und ist ein wesentlicher Träger jeder Kultur. Warum pflegen „Grüne“ nicht auch diese Natur? Das unbehandelte Obst und Gemüse fördert zwar einen gesunden Körper, aber es ruht dort kein gesunder Geist… Sigmund Leid

 

318. Liebe Friday-Girls, kreischt bitte bei euren Eltern zu Hause und nicht auf öffentlichen Plätzen…, (18.03.2019)

denn eure Eltern kaufen viel zu wenige E-Autos trotz der Kaufprämien. Sortiert bitte auch Strohhalme und das Wegwerfgeschirr aus und sagt euren Eltern, dass sie euch nicht an jedem Tag zur Schule und zum Ballett fahren sollen. Wenn der Fußweg oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu gefährlich für euch sind, dann protestiert gegen eine Politik, die zugelassen hat, dass die öffentliche Sicherheit von Jahr zu Jahr gesunken ist.

Und seid bitte nicht so laut, denn Lärmschutz ist Umweltschutz, vor allem in der Schule selbst und wendet euch entschlossen gegen Gewalt in der Schule, vor allem gegen die Schwächsten, eure Lehrer. Die gehören nämlich auch zu den natürlichen Ressourcen, die nicht so schnell nachwachsen. Sonst sind sie noch eher weg als die Erde. Und das wär’ doch auch schade.

Und bitte, investiert was für das, was euch wichtig ist, wenn es euch wirklich so wichtig ist: eure Freizeit und den Verzicht auf modischen Firlefanz aller Art, der nicht sein muss, aber unsere Erde belastet, weil zu seiner Herstellung viel Energie nötig ist, und er kreuz und quer ständig über die Erde hin und her transportiert wird.